Wobei auch die FIA ihre Grauzonen hat - und umgekehrt die ganze doping-Geschichte ein ewiges Hase/Igel-Rennen ist. Dafür ist in jedem Profisport zu viel Geld 'drin, und wir wissen ja auch, daß auch im Amateursport und sogar von nicht lizensierten "influencers" gedopt wird.
Ich schaue mir regelmäßig die Kommentare eines Sportwissenschaftlers zu Auswüchsen im Bodybuilding-Bereich an - da spricht dann eine Frau mit massiver Steroidakne, breitem Kinn, scharfer Nase, massiver Behaarung and Beinen, Armen und Rücken und tiefer Stimme, wie "natty"="natural" sie doch sei... Männer erklären - natürlich ohne jeglichen merkantilen Interessen, wie ein - bekanntermaßen völlig nutzloser - "Testosteronbooster" ihnen 25 kg pure Muskeln in 12 Monaten gebracht haben etc. p.p.
Ich bin auch nicht sicher, ob es überhaupt der richtige Weg ist, doping zu verbieten - ist so ein bisschen wie der Zölibat; dabei hat die katholische Kirche sogar eigene Kassen für die Kinder, die der Herr Pfarrer der Haushälterin gemacht hat... vielleicht wäre medizinisch überwachtes doping bestimmter Substanzen weniger schädlich? Ich glaube, jeder, der einmal drei Wochen am Stück jeden Tag zwischen 150-200 km Rad gefahren ist, und erlebt, wie der Körper ausbrennt, wie es fast nicht möglich ist, kein Gewicht zu verlieren und nicht massiv katabol zu werden, daß unsere Ansprüche an lange Rundstreckenrennen mit eher weniger als mehr Ruhetagen eben auch Massendoping befördern, weil der Körper einfach nur noch mit medizinischer Hilfe schnell genug regenerieren kann - vielleicht müssen wir auch unsere Ansprüche an die "großen Schleifen" ändern? Ich weiß es nicht...