Teutone
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Das würde mich ja mal wahnsinnig machen, wenn die Werte so krass springenWomit Du übrigens sowas von recht hast.
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(Trotzdem werde ich jetzt keinen Thread eröffnen, "Hilfe, meine VO2max fällt!")
Ach, wenn man sich bewusst macht, dass Garmin hauptsächlich damit arbeitet, was ich ihm "liefere", dann ist das psychisch erstens kein Problem, zweitens interessiert mich die VO2max als Wert null und gar nichts, weil ich sie eben eh nicht selbst messen kann. Ich könnte den Wert hochschrauben, wenn ich mich irgendwelche 5-8(?) Minuten voll ausbelaste, und wofür? Nur, damit Garmin den Wert hochsetzt, weil ich ihn getreten habe?? Das ist so unlogisch. Nichts geht über Watt als Leistungsangabe.Das würde mich ja mal wahnsinnig machen, wenn die Werte so krass springen![]()
Ich, persönlich, für mich, merke aus der Kombination aus Watt/HF(-Drift ja/nein)/Körpergefühl, in was für Bereichen ich mich bewege, bzw. was ich damit bewirke. Damit fahre ich m.E. besser, als dass ich mich unterwegs(!) nach Werten richte, die ich unterwegs(!) nicht messen kann. Wer misst auf einer 3-Stunden-Tour unterwegs dauernd sein Laktat, wer hat ne Spiro-Maske auf? Überspitzt gesagt, aber siehe Post von Pjotr oder mein 260/300-Watt-Beispiel, wo liegt die Wahrheit? Also kurz, HF ist für mich sehr wichtig (nach einer früheren Watt-euphorischen Phase, die wohl jeder mal hatte), sowohl bei längeren, als auch bei mittleren, intensiven Sachen, also 20-40 Minuten. PBs hatte ich immer dann, wenn ich nicht auf die AVG-Watt geschaut habe, sondern in der ersten Phase den Puls im Blick hatte.Zum Thema: Verstehe ich es dann richtig, dass - ohne Laborwerte - die HFR schon ein recht ordentlicher Anhaltspunkt für LT1 und LT2 sind? Bei LT1 sogar etwas besser als nur nach Watt zu schauen?
Danke für die Zusammenfassung. Das ist auch meine Vorstellung wie ich eine Laktatmessung zur Trainingssteuerung nutzen könnte. Man kann auch zuhause ein Protokoll fahren und hat einen Anhaltspunkt, weil man gleich die Wattstufe dazu hat. Dann kann man über das Körpergefühl abschätzen, wo die Reise hingeht und bspw. nach 6 Monaten wieder überprüfen.Nur persönliche Erfahrung mit Zonen nach LT1/VT1 und LT2/VT2 aus zwei Spiros mit Laktat im Abstand von 2 Jahren:
mir hat die Näherung an die LT1 zur Steuerung des Grundlagenbereichs etwas mehr gebracht, da meine LT1 bis vor einem Jahr verglichen zur VT1 eher niedrig war. Damit bin ich im Grundlagenbereich eher zu intensiv
gefahren (Orientierung an der VT1) und hab relativ viel Ermüdung angstaut. Inzwischen hat sich das Bild umgedreht und die LT1 ist höher als die VT1, was ich auch deutlich in der Regeneration merke (also über VT1 und unter LT1 funktioniert ziemlich gut und lange).
Zusammengefasst: ich würde vielleicht beides mal probieren und beides messen lassen, wenns mit der Traingssteuerung/Ermüdung nicht so richtig klappt.
Ist aber auch alles sicher über ein gutes Körpergefühl möglich, mir hat das zu Beginn noch gefehlt.
Die Pulszonen aus den Spiros kann ich aber gefühlt in die Tonne treten, die Werte sind bei gleicher Leistung 10-15 Schläge höher als normal auf der Rolle oder draußen (Nervosität, Wärme,...).
Mein Beitrag war eher auf den Vergleich zwischen VT1 und LT1 bezogen und dass bei mir (!) die Steuerung nach VT1 nicht gut funktioniert hat, da zu intensiv.Danke für die Zusammenfassung. Das ist auch meine Vorstellung wie ich eine Laktatmessung zur Trainingssteuerung nutzen könnte. Man kann auch zuhause ein Protokoll fahren und hat einen Anhaltspunkt, weil man gleich die Wattstufe dazu hat. Dann kann man über das Körpergefühl abschätzen, wo die Reise hingeht und bspw. nach 6 Monaten wieder überprüfen.
Ich folge Cedric Bakke Christophersen (Rockets Fahrer), der auf seinem YT Kanal immer mal wieder interessante Dinge rausbringt wie bspw. diese Hilfe zur Laktatmessung:
Ok, danke für die Klarstellung.Mein Beitrag war eher auf den Vergleich zwischen VT1 und LT1 bezogen und dass bei mir (!) die Steuerung nach VT1 nicht gut funktioniert hat, da zu intensiv.
In der Studie weiter oben war VT1 ja eher das validere Instrument zur Zonenbestimmung, das war bei mir anders. Ich leite daraus aber gar nicht ab, dass die Studie nicht valide ist, hat halt nur bei mir nicht gepasst.
so verstanden, dass Du Dich jetzt an der Laktatmessung orientierst und dies zu einer Verbesserung geführt hat, dass sich der LT1 also auf der Achse nach rechts verschoben hat. Darauf habe ich meine Zustimmung bezogen.mir hat die Näherung an die LT1 zur Steuerung des Grundlagenbereichs etwas mehr gebracht, da meine LT1 bis vor einem Jahr verglichen zur VT1 eher niedrig war. Damit bin ich im Grundlagenbereich eher zu intensiv
gefahren (Orientierung an der VT1) und hab relativ viel Ermüdung angstaut. Inzwischen hat sich das Bild umgedreht und die LT1 ist höher als die VT1, was ich auch deutlich in der Regeneration merke (also über VT1 und unter LT1 funktioniert ziemlich gut und lange).
Passt, wollte nur nicht allgemein sagen, dass man nicht nach VT1 trainieren soll, manchmal liegen VT1 und LT1 ja auch nah beieinander. Im Zweifel beides mal testen lassen und schauen, wo man steht.Ok, danke für die Klarstellung.
Ich hatte diesen Teil Deines Beitrags
so verstanden, dass Du Dich jetzt an der Laktatmessung orientierst und dies zu einer Verbesserung geführt hat, dass sich der LT1 also auf der Achse nach rechts verschoben hat. Darauf habe ich meine Zustimmung bezogen.
BlasphemieDas Grundproblem besteht darin, dass immer wieder irgendwer auf den Plan tritt und wieder einmal eine Zonendefinition losbricht, die auf einem nicht im Feld messbaren Parameter beruht. Nun werden Korrelationen, Surrogate, ... gesucht und scheinbar gefunden, um die paradigmatisch formulierte und durch den Trainingspapst in Beton gegossene Zonendefinition über einen im Feld kontrollierbaren Parameter (HF, Watt, ...) einhalten zu wollen. Genauere Untersuchungen wie die letzte von @pjotr verlinkte Arbeit zeigen dann die Misere, dass der Prozess nicht hinreichend treffsicher auf ein Individuum angewendet werden kann. Interessant wäre übrigens gewesen, wenn man das gesamte Testprocedere mit den selben Probanden einfach noch ein zweites Mal durchgeführt hätte, um neben der inter-individuellen Variabilität auch die intra-individuelle Test-Variabilität abschätzen zu können. Möglicherweise würde man dabei feststellen, dass die Variabilität nur zu x% auf Individuen-Spezifik beruht und zu y% der Test-Streuung selbst oder einer Variabilität der "Tagesform" geschuldet ist.
Die einfachste Lösung: eine Mauer tut nicht mehr weh, wenn man aufhört, gegen sie anrennen zu wollen. ;-)
Will meinen: erfasst Eure Trainingsbereiche selbst - und zwar mit Euren verfügbaren Methoden!
Bei verfügbarer Leistungsmessung ist das vernünftigerweise ein Leistungsbereich, den man über entsprechend lange Fahrten bzw. Intervallintensitäten bereits nach wenigen Wiederholungen für sich ermitteln kann. Bei nicht-Verfügbarkeit halt eine Herzfrequenz, bei der man systematische Fehler wie Temperaturvariation, Trainingsdauer, ... entsprechend versucht, in die Kalkulation einzupreisen. Gleiches mag auch für andere Steuerparameter (Atmungsvertiefung, Tempo- bzw. Steigleistungs-Messung am Berg, real-time-Lactatmessung, ...) treiben.
Wenn Ihr dann noch Sorgen habt, ob man es dann noch mit Fug und Recht "L2" nennen dürfe oder nicht, dann gebt den Bereichen einfach Eure eigenen Namen. Stört niemanden und funktioniert dennoch ganz prima.
Kannst du das ein bisschen genauer beschreiben?Bei verfügbarer Leistungsmessung ist das vernünftigerweise ein Leistungsbereich, den man über entsprechend lange Fahrten bzw. Intervallintensitäten bereits nach wenigen Wiederholungen für sich ermitteln kann.
Fahre 3 Stunden straff und mit guter Ernährung (70-100 g KH/Stunde). Die dabei durchgehaltene Durchschnittsleistung sollte schon mal ein ganz ordentlicher Richtwert sein, mit dem man seine längeren Fahrten pacen kann. Will man 4 Stunden fahren, dann 5% geringere Durchschnittsleistung anpeilen, bei 5 Stunden dann -10%. Will man nur 2 Stunden fahren, dann kann man entweder die Leistung belassen und die KH-Menge deutlich reduzieren oder man hebt die Leistung um ca. 3-5% nach oben und versucht, dies über die 2 Stunden durchzuziehen. Hat man mal diese Werte halbwegs im Griff, dann können Verbesserungen bedeuten, dass man weniger KH verbraucht (dann ist die metabolische Fitness gestiegen) oder man kann bei gleicher KH-Versorgung eine höhere Durchschnittsleistung treten.Kannst du das ein bisschen genauer beschreiben?
Evtl. anhand einfachen Beispielen? (Also ohne eine Wissenschaftdaraus zu machen?)
Ich möchte hier explizit sagen, dass ich diesen Ansatz interessant und prakmatisch finde.
Für mich muss dieser Ansatz dann auch keiner wissenschaftlichen Prüfungen standhalten.
Fahre 3 Stunden straff und mit guter Ernährung (70-100 g KH/Stunde). Die dabei durchgehaltene Durchschnittsleistung sollte schon mal ein ganz ordentlicher Richtwert sein, mit dem man seine längeren Fahrten pacen kann. Will man 4 Stunden fahren, dann 5% geringere Durchschnittsleistung anpeilen, bei 5 Stunden dann -10%. Will man nur 2 Stunden fahren, dann kann man entweder die Leistung belassen und die KH-Menge deutlich reduzieren oder man hebt die Leistung um ca. 3-5% nach oben und versucht, dies über die 2 Stunden durchzuziehen. Hat man mal diese Werte halbwegs im Griff, dann können Verbesserungen bedeuten, dass man weniger KH verbraucht (dann ist die metabolische Fitness gestiegen) oder man kann bei gleicher KH-Versorgung eine höhere Durchschnittsleistung treten.
Bei höheren Trainingsbereichen, also Schwellen-nah oder höher, dann hilft der Intervallplaner beim Ermitteln der Zielwerte:
Fahre 3 Stunden straff