@ReneM dann ist es die gleiche Gabel, wie an meinem war - die Geo hatte sich (fast sicher) vom 2012er (das ist das quasi Ur-CdF, oder?) zum 2014er Modell nicht verändert. Die damalige
Geo war zum einen für ein Gravel/Randonneur etwas zu "sportlich" (kein Slope - das wurde im folgenden Modelljahr geändert). Wie viele, habe auch ich das mit relativ vielen Spacern und einem aufsteigenden Vorbau kompensiert. Dein Setup zeigt aber, dass Du wohl mit recht viel Sattelüberhöhung zurecht kommst. Jedenfalls ließen mich die 7mm mehr Höhe einen Spacer einsparen. Den Thompson Vorbau fahre ich allerdings - wie auf meinem Profilbild - immer noch "falsch herum".
Weiterhin ist die ursprüngliche Geo des CdF schon sehr auf
Geradeauslauf getrimmt.
@svenski hat das auf den früheren Seiten dieses historischen Threads mal sehr schön analysiert. Ich hab mir beim Gabelwechsel die Auswirkung auf die Lenkgeometrie sehr genau angeschaut (die Zusammenhänge sind ja den meisten Radlern kaum begreiflich zu machen und haben auch hier im Forum schon zu viel Unsinn geführt). Tatsächlich wurde das Rad damit um genau das
Quäntchen wendiger, was ich mir erhofft (oder besser errechnet) hatte.
Ich fand die Stahlgabel von Genesis auch von der
Steifigkeit bezüglich der Bremskräfte unzureichend. Letztendlich ist es eine Gabel, die eher für Felgenbremsen ausgelegt war, an die schlicht eine Scheibenbremsaufnahme gebraten wurde. Anfang der 10er hatte man im Rennradbereich noch null Erfahrung mit Scheibenbremsen, was zu manch Fehlkonstruktion führte. Die Kräfte, die eine Scheibenbremse in eine Gabel einleitet unterscheiden sich nun einmal fundamental von denen einer Felgenbremse (greift woanders an, Kräfte sind höher und noch dazu asymmetrisch). Ich habe das in Form von Brakejudder und insgesamt unbefriedigendem Bremsverhalten von Anfang an gespürt. Mit dem Wechsel zur Carbongabel waren diese Probleme auch behoben. Wobei ich erst nach dem Tausch der lausigen BB7 gegen die dramatisch bessere Spyre mit dem Bremsverhalten endgültig zufrieden war
Und schließlich ist der Sprung zu einer Carbongabel schon eine Maßnahme mit
spürbarer Gewichtsersparnis. Stahlrahmenfahrer sind ja traditionell keine Gewichtsfetischisten, aber das Ding ist seitdem wirklich angenehm leicht.
Und nun der einzige Nachteil: Sieht halt leider nicht halb so geil aus, wie die schicke, originale Unicrown. Siehe Foto. Aber am Ende siegte bei mir "form follows function". Und damit fährt die Kiste ja auch schon viele Jahre und zigtausende Kilometer erfolgreich. Wird übrigens nicht geschont und meine anfängliche Sorge bezüglich der Stabilität von Carbon (auch gegenüber setlichen Stößen) erwies sich als unbegründet,
Kleiner Quiz zum Abschluss: Worin steht mein CdF auf dem Foto?