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Wissenschaftliche Arbeiten & Artikel zu Training und Physiologie etc.

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Re: Wissenschaftliche Arbeiten & Artikel zu Training und Physiologie etc.
Sitko, S. et al. What Is “Zone 2 Training”?: Experts’ Viewpoint on Definition, Training Methods, and Expected Adaptations. Int. J. Sports Physiol. Perform. 20, 1614 (2025)
Dachte ich hätte das hier schon mal gelesen, die Suche liefert aber nichts... Irgendwie nichts neues, aber eine gute kurze Zusammenfassung. Diesen substack "dazu" finde ich auch gut/nützlich, geht auch etwas auf die Unterschiede von pro-level Trainingsumfängen zu Hobby und zu Anfängern ein.
 
Ich hatte letztes Jahr mal den Konsens-Vorschlag aus dem Paper von Sitko anhand meiner Daten mit den Zonen von Coggan und Friel verglichen. In meinem Fall käme aus dem Konsensverschlag eine durchaus anspruchsvolle Zoneneinteilung (im Sinne von "relativ hohen" Grenzen) für Z2 heraus. Außerdem illustriert der beispielhafte Vergleich, wie unscharf solche Zonen-Modelle sind.
 
Dachte ich hätte das hier schon mal gelesen, die Suche liefert aber nichts... Irgendwie nichts neues, aber eine gute kurze Zusammenfassung. Diesen substack "dazu" finde ich auch gut/nützlich, geht auch etwas auf die Unterschiede von pro-level Trainingsumfängen zu Hobby und zu Anfängern ein.

"For a highly trained athlete, Zone 2 can still mean high absolute speed, high power output, significant carbohydrate use and a large energy cost. When total volume is high, too much upper-aerobic work can create excess fatigue.".. das ist das, was ich immer sage, wenn einfach stumpf Zone2 "nachgefahren" wird.

Unser Lieblings-Alien fährt nicht 5h Zone 2, sondern 5 Stunden 300 Watt. Mit unglaublichem KH-/Glykogen-Durchsatz, möge sein Fettstoffwechsel auch noch so gut sein. Wenn man als 250-Watt-FTPler eine "übliche" Zone2 fährt, ist das dagegen metabolischer Kindergarten, mit entsprechend komplett anderem Effekt. Ich will nicht sagen, "keinem Effekt", aber zumindest nichts, was damit vergleichbar wäre.
 
Unser Lieblings-Alien fährt nicht 5h Zone 2, sondern 5 Stunden 300 Watt. …
Das ist die Frage (ob er das macht). Ich kenne die Antwort nicht.
Im oben verlinkten substack wird aktiv der Punkt aufgebracht, dass z.B. Pros vielleicht auch einiges an Z1 oder low-Z2 fahren weil bei hoher VT1/high-Z2 die Kosten zu hoch sind – statt Z1 als junk miles zu verteufeln;-)
 
Das ist die Frage (ob er das macht). Ich kenne die Antwort nicht.

Na ja, das war doch das berühmte Interview, in dem es um sein Training im allgemeinen ging, seine Werte in Z2, etc. Von daher, ja, er macht es, aber man muss aufpassen, wie viel davon, da halt ordentlich was an Energie durchgeht. Auch da ist man dann als "Normalo" verleitet, zu denken, dass Z2 unglaublich viel geht, da nicht so belastend. 330 Watt für Pogi sind ungefähr 75%, darüber lacht jeder Hobbyradler, das kann jeder stundenlang. Aber das kommt eben darauf an, ob es eine Normalo- oder eine Profi-Z2 ist. Umso wichtiger für den Pro (mehr als für den Normalo), Ruhetage einzulegen, um seine Speicher mal wieder komplett zu regenerieren, allerdings nicht in Form von kompletten Ruhetagen, sondern eben Z1.
 
Ja - Pogi hat mal eine Fahrt gepostet, wo der Schnitt am Ende 300W gewesen sind. Da es eine Hügelrunde war, und er bergab kaum 300W prdouzieren kann, muss er bergauf mehr getreten haben.
 
Ja - Pogi hat mal eine Fahrt gepostet, wo der Schnitt am Ende 300W gewesen sind. Da es eine Hügelrunde war, und er bergab kaum 300W prdouzieren kann, muss er bergauf mehr getreten haben.
Seine Zone 2 endet wohl so bei ca. 340W. Aber für Pogi ist das halt so als würde der "Normalo" 150-200W fahren. Pogi kann die 340W sicherlich 4h fahren. Wenn man selbst die 340W auch 4h am Stück fahren kann, kann man GA auch mit 270-300W fahren, ansonsten halt nicht. Ist bei Pogi auch nur aufgrund seines geringen Körpergewichts außergwöhnlich. Die absoluten Werte (oder ganz nah dran) fahren in der World Tour mittlerweile ziemlich viele Fahrer.
Wer auf hohem Level Rad fährt und seinen LT1 kennt, der schluckt ganz schön, wenn ich ihm erzähle "fahr das mal 2,5h".
 
Seine Zone 2 endet wohl so bei ca. 340W. Aber für Pogi ist das halt so als würde der "Normalo" 150-200W fahren. Pogi kann die 340W sicherlich 4h fahren. Wenn man selbst die 340W auch 4h am Stück fahren kann, kann man GA auch mit 270-300W fahren, ansonsten halt nicht. Ist bei Pogi auch nur aufgrund seines geringen Körpergewichts außergwöhnlich. Die absoluten Werte (oder ganz nah dran) fahren in der World Tour mittlerweile ziemlich viele Fahrer.
Wer auf hohem Level Rad fährt und seinen LT1 kennt, der schluckt ganz schön, wenn ich ihm erzähle "fahr das mal 2,5h".
Das ist in meinen Augen auch ein Thema der Energieverfügbarkeit.
Wenn ich an der LT1 unterwegs bin, verbrauche ich neben den Fetten wahrscheinlich ca. 80 g Kohlenhydrate pro Stunde. Diese 80 g kann ich während der Einheit über die Verpflegung aufnehmen. Der Profi benötigt an seiner LT1 vielleicht 150 g Kohlenhydrate, das wird über die Nahrungsaufnahme schon schwieriger und er muss definitiv seine Glykogenspeicher angreifen.
 
https://acsm.org/resistance-training-guidelines-update-2026/


The aim of this overview of reviews was to determine the impact of resistance training (RT) prescription on muscle function and hypertrophy, utilizing evidence synthesis methods. It updates the American College of Sports Medicine 2009 Position Stand, “Progression models in resistance training for healthy adults.”

https://journals.lww.com/acsm-msse/...n_college_of_sports_medicine_position.21.aspx

Als Ausdauersport ist leider nur Running enthalten, Seite 11 bzw. 861:
Improving running performance. Comparing RTx, running performance was enhanced only by velocity based RT.

Nichtsdestoweniger eine interessante Lektüre.
 
Das ist in meinen Augen auch ein Thema der Energieverfügbarkeit.
Wenn ich an der LT1 unterwegs bin, verbrauche ich neben den Fetten wahrscheinlich ca. 80 g Kohlenhydrate pro Stunde. Diese 80 g kann ich während der Einheit über die Verpflegung aufnehmen. Der Profi benötigt an seiner LT1 vielleicht 150 g Kohlenhydrate, das wird über die Nahrungsaufnahme schon schwieriger und er muss definitiv seine Glykogenspeicher angreifen.
In dem Bereich, der sich auch nur dem Profitum nähert, sind 150g/h Zufuhr der absolute Standard geworden. Das geht ganz gut. Davon abgesehen: Selbst wenn es beim "Hobbysportler" "nur" 100g sind werden die auch meistens nicht zugeführt.

Anders ausgedrückt: Bei einer Annahme von 450g Verfügbarkeit über die Speicher (sehr konservativ für einen Profi angenommen) könnte man ja 3h ohne Zufuhr fahren (theoretisch), wenn ich also 150/h zuführe, selbst wenn der Körper nur 90g effektiv aufnimmt, wieviele Stunden könnte ich das machen? Bei vernünftiger Ernährung (in & außerhalb des Trainings) ist das aus meiner Sicht hierbei nicht der limitierende Faktor - jedenfalls auf die einzelne Einheit bezogen. Einer der Gründe warum man das ja nicht dauerhaft täglich macht.

Wenn Du und ich (nehme ich mal an) 340W fahren, verbrennen wir aber kein Gramm Fett mehr, es würde also vollkommen am Ziel der Einheit vorbei schießen.
 
Das ist in meinen Augen auch ein Thema der Energieverfügbarkeit.
Wenn ich an der LT1 unterwegs bin, verbrauche ich neben den Fetten wahrscheinlich ca. 80 g Kohlenhydrate pro Stunde. Diese 80 g kann ich während der Einheit über die Verpflegung aufnehmen. Der Profi benötigt an seiner LT1 vielleicht 150 g Kohlenhydrate, das wird über die Nahrungsaufnahme schon schwieriger und er muss definitiv seine Glykogenspeicher angreifen.
Gibt es dazu eine Studie?
 
Nein, aber die Werte und Verbräuche sind doch hinlänglich bekannt, Spiros, RQs/RER. Der Rest ist Mathe.
 
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