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Motobecane-Velos aus dem "atélier artisanal" - die Modelle "sur mesure"

[...] Werkstattleiters, Herrn André, und des Produktionsleiters, Herrn Ferré [...]
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André war ja vorher bei Herse tätig und sich einen Namen gemacht. Durchaus möglich, dass er dann seine Expertise bei Motobecane einbrachte. :)

André 1940 mit Lilly Herse.
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Eine Réné André um 1970.
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Re: Motobecane-Velos aus dem "atélier artisanal" - die Modelle "sur mesure"
André war ja vorher bei Herse tätig und sich einen Namen gemacht. Durchaus möglich, dass er dann seine Expertise bei Motobecane einbrachte. :)

André 1940 mit Lilly Herse.
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Eine Réné André um 1970.
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René André arbeitete zunächst als Mechaniker für René Herse und später, dank seines Radsporttalents, als Fahrer für dessen Maschinen. Diese doppelte Expertise ermöglichte es René Herse, sich durch zahlreiche Siege bei Rennen, bei denen technische Defekte bestraft wurden, einen Namen zu machen.

1950, im Alter von 44 Jahren, eröffnete René André seine eigene Fahrradwerkstatt in einem kleinen Laden im 15. Arrondissement von Paris. Seine Produkte boten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, im Gegensatz zu denen von René Herse, der Wert auf höchste Qualität zu einem höheren Preis legte.

Anfang der 1980er-Jahre ging René André mit fast 75 Jahren in den Ruhestand.

Obwohl er einen Teil seiner Produktion an Subunternehmer vergab und seine Frau ihn bei der Leitung der Werkstatt unterstützte, kann man sich gut vorstellen, dass ihn diese Tätigkeit voll und ganz in Anspruch nahm.

Daniel Rebour kannte René André gut, da er ihn als Journalist kennengelernt und für ihn einen Katalog der in seiner Werkstatt gefertigten Fahrräder entworfen hatte. Es ist offensichtlich, dass Herr André, der Leiter der Motobécane-Werkstatt, dies in seinem Artikel erwähnt hätte, wenn er tatsächlich der Fahrradmechaniker René André gewesen wäre.

Es sei außerdem darauf hingewiesen, dass André in Frankreich ein recht häufiger Nachname ist.

Die Rolle des Werkstattleiters beschränkt sich nicht nur auf die Bereitstellung des Fachwissens eines erfahrenen Fahrradmechanikers, sondern umfasst auch die Organisation, Planung, Überwachung und Koordination der Arbeit von zwanzig Mitarbeitern. In Zusammenarbeit mit dem Fertigungsleiter stellt er sicher, dass alle notwendigen Mittel und Ressourcen eingesetzt werden, um die festgelegten Produktionsziele innerhalb der vorgegebenen Fristen unter Einhaltung der Qualitäts- und Sicherheitsstandards zu erreichen.

Es handelte sich daher um eine Vollzeitstelle mit festem Gehalt in einem großen Industrieunternehmen, die erheblichen sozialen Zwängen hinsichtlich Stellenbeschreibung und Arbeitsvertrag sowie Leistungsanforderungen unterlag, die sich auf die Produktionsqualität auswirken konnten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es höchst unwahrscheinlich ist, dass der Handwerker René André in den 1970er Jahren die Abteilung für Spezialfahrräder bei Motobécane leitete.
 
...und weiter geht's:
Heute im Schnellverfahren den Radsatz für das "Spécial Pro." gebaut und zentriert:
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Immer entlang des kleinen Prospektausschnittes und weiterer Fotos
  • Naben Maillard/Spidel 700 Professional, 32H (waren in 1979 zunächst Pelissier 2000 professional, ab 1980 dann Maillard)
  • Felgen Super Champion Competition "Prestige" 32H
  • Speichen Inox 2mm durchgehend
  • Nippel 14mm Alu
  • Kranz Maillard 700 alu (hier habe ich mir die Freiheit erlaubt nicht Stahl zu wählen)
 
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René André arbeitete zunächst als Mechaniker für René Herse und später, dank seines Radsporttalents, als Fahrer für dessen Maschinen. Diese doppelte Expertise ermöglichte es René Herse, sich durch zahlreiche Siege bei Rennen, bei denen technische Defekte bestraft wurden, einen Namen zu machen.

1950, im Alter von 44 Jahren, eröffnete René André seine eigene Fahrradwerkstatt in einem kleinen Laden im 15. Arrondissement von Paris. Seine Produkte boten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, im Gegensatz zu denen von René Herse, der Wert auf höchste Qualität zu einem höheren Preis legte.

Anfang der 1980er-Jahre ging René André mit fast 75 Jahren in den Ruhestand.

Obwohl er einen Teil seiner Produktion an Subunternehmer vergab und seine Frau ihn bei der Leitung der Werkstatt unterstützte, kann man sich gut vorstellen, dass ihn diese Tätigkeit voll und ganz in Anspruch nahm.

Daniel Rebour kannte René André gut, da er ihn als Journalist kennengelernt und für ihn einen Katalog der in seiner Werkstatt gefertigten Fahrräder entworfen hatte. Es ist offensichtlich, dass Herr André, der Leiter der Motobécane-Werkstatt, dies in seinem Artikel erwähnt hätte, wenn er tatsächlich der Fahrradmechaniker René André gewesen wäre.

Es sei außerdem darauf hingewiesen, dass André in Frankreich ein recht häufiger Nachname ist.

Die Rolle des Werkstattleiters beschränkt sich nicht nur auf die Bereitstellung des Fachwissens eines erfahrenen Fahrradmechanikers, sondern umfasst auch die Organisation, Planung, Überwachung und Koordination der Arbeit von zwanzig Mitarbeitern. In Zusammenarbeit mit dem Fertigungsleiter stellt er sicher, dass alle notwendigen Mittel und Ressourcen eingesetzt werden, um die festgelegten Produktionsziele innerhalb der vorgegebenen Fristen unter Einhaltung der Qualitäts- und Sicherheitsstandards zu erreichen.

Es handelte sich daher um eine Vollzeitstelle mit festem Gehalt in einem großen Industrieunternehmen, die erheblichen sozialen Zwängen hinsichtlich Stellenbeschreibung und Arbeitsvertrag sowie Leistungsanforderungen unterlag, die sich auf die Produktionsqualität auswirken konnten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es höchst unwahrscheinlich ist, dass der Handwerker René André in den 1970er Jahren die Abteilung für Spezialfahrräder bei Motobécane leitete.
Das ist gut zu wissen, trotzdem schade, dass im französischen Rahmenbau so wenig Wissen besteht, wer die eigentlichen Rahmenbauer waren.

So ein Rennteam und Qualität zu unterhalten, ist zu vergleichen mit Bianchi oder Legnano. Am Ende haben die Profirahmen bekannte Rahmenbauer (Bianch war es Gilardi, Legnano war es Marnati) gebaut, während sie die Expertise für die Toprahmen für Kunden an weitere Rahmenbauer weitergaben.

Schade, dass die Namen nicht überlebt haben. Nach deiner Jobbeschreibung ist Herr Andre und Ferre auch nicht die ausführende Gewalt, sondern eh in der Produktionsleitung zu finden ähnlich wie bei Gios und Team Brooklyn in den Anfangsjahren 1973-74. Danke für deine Einschätzung @Jbrown
 
...und weiter geht's:
Heute im Schnellverfahren den Radsatz für das "Spécial Pro." gebaut und zentriert:
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Immer entlang des kleinen Prospektausschnittes und weiterer Fotos
  • Naben Maillard/Spidel 700 Professional, 32H (waren in 1979 zunächst Pelissier 2000 professional, ab 1980 dann Maillard)
  • Felgen Super Champion Competition "Prestige" 32H
  • Speichen Inox 2mm durchgehend
  • Nippel 14mm Alu
  • Kranz Maillard 700 alu (hier habe ich mir die Freiheit erlaubt nicht Stahl zu wählen)
Sorry, aber diesen Aufbau kann ich (zumindest von meiner Logik her) nicht so ganz nachvollziehen.

Der Aufbau soll offenbar möglichst "prospektgetreu" werden, wobei Du bei den Laufrädern schwere 2,0 mm Speichen mit leichten Alu-Nippeln kombinierst.
Dafür nimmst Dir dann jedoch die Freiheit heraus, einen Alu-Freilauf mit Aluritzeln zu verwenden, mit welchem man tendenziell möglichst wenige Kilometer abspulen sollte (damit sich die Ritzel nicht allzu rasch abfahren).

Selbstverständlich kann jeder hier machen, was er will (und soll das auch gerne tun).

Aber aus welchem Grund verwendest Du genau diese Einzelteile für den Laufradsatz?
Eine kurze Erläuterung würde mir helfen, das besser zu verstehen.
 
Sorry, aber diesen Aufbau kann ich (zumindest von meiner Logik her) nicht so ganz nachvollziehen.

Der Aufbau soll offenbar möglichst "prospektgetreu" werden, wobei Du bei den Laufrädern schwere 2,0 mm Speichen mit leichten Alu-Nippeln kombinierst.
Dafür nimmst Dir dann jedoch die Freiheit heraus, einen Alu-Freilauf mit Aluritzeln zu verwenden, mit welchem man tendenziell möglichst wenige Kilometer abspulen sollte (damit sich die Ritzel nicht allzu rasch abfahren).

Selbstverständlich kann jeder hier machen, was er will (und soll das auch gerne tun).

Aber aus welchem Grund verwendest Du genau diese Einzelteile für den Laufradsatz?
Eine kurze Erläuterung würde mir helfen, das besser zu verstehen.
...ich habe nur versucht, mich entlang eines Prospekt- bzw. Faltblattausschnittes zu orientieren, welcher hier schon x-mal zitiert wurde:
Prospekt.jpg
Inox-Speichen in 2.00mm, Alunippel, "Prestige"-Felgen.
Die 1979 genutzten Pelissier-Naben mit ihren Rillenkugellagern dürften vom Gewicht schwerer gewesen sein als die 1980 verwandten Maillard-700-Naben und mit dem Alu-Kranz bleibe ich wenigstens der Maillard-700-Serie treu!
Noch Fragen Kienzle...? ;)
 
...ich habe nur versucht, mich entlang eines Prospekt- bzw. Faltblattausschnittes zu orientieren, welcher hier schon x-mal zitiert wurde:
Anhang anzeigen 1731410Inox-Speichen in 2.00mm, Alunippel, "Prestige"-Felgen.
Die 1979 genutzten Pelissier-Naben mit ihren Rillenkugellagern dürften vom Gewicht schwerer gewesen sein als die 1980 verwandten Maillard-700-Naben und mit dem Alu-Kranz bleibe ich wenigstens der Maillard-700-Serie treu!
Noch Fragen Kienzle...? ;)
Aha, danke für Deine Erläuterung.
Also ein originalgetreuer Aufbau, aber doch mit gewissen "künstlerischen Freiheiten". :)
Zumindest kann man die Aluritzel optisch sehr leicht erkennen, während das bei dünneren Speichen schon schwieriger wäre. ;)

P.S. Was bedeutet "Kienzle"?
 
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[...]
P.S. Was bedeutet "Kienzle"?
...das bezieht sich auf Kienzle und Hauser aus der ZDF-Politserie "Frontal"; dort wurden von den beiden Protagonisten manch' schärfere Rededuelle präsentiert. Als ebenso scharf empfand ich deine Fragestellung. Ich bitte zu entschuldigen, sollte ich das misinterpretiert haben.
 
Na ja, wer hier Beiträge postet, muss mit unterschiedlichen Reaktionen rechnen. ;)
(meinerseits war keine "Schärfe" beabsichtigt, sondern lediglich Neugier, was die Absicht dieses Aufbaus ist)
 
Um wieder zum Thema zurückzukommen : lieber @Vintage-Racer und andere Motobecane-Freunde ( werde so langsam auch einer ;) ).......

Ich beginne ja gerade ein Motobecane PROFIL 3 aufzubauen und habe dazu schon sehr viel recherchiert.
Die Profil Modelle 1-3 ( in aufsteigender Qualität bzgl. der Ausstattung ), welche von 1980-1983 produziert wurden, sind noch Serienproduktionen.

Wenn man sich nun mit dem Thema der PROFIL-Modelle beschäftigt, stößt man automatisch hin und wieder auf das "sagenumwobene" Motobecane PROFIL 4.

Aus Andeutungen/Meinungen im Netz geht hervor, dass dieses Top-Modell der PROFIL ( Aero- ) Reihe wohl nur auf Bestellung gefertigt wurde.

Ist dieses Modell somit auch ein Kind der Ateliers ????

Die Besonderheiten des Profil 4 ( im Gegensatz zu den Serien-Modellen 1-3 ) :

  • Tubing aus einem sogenannten Columbus Aero Rohrsatz ( Profil 1-3 "nur" mit SAE 1020 bzw. 2040 )
  • Ausstattung mit Dura Ace AX ( Profil 1 + 2 "nur" Adamas AX in Teilen, Profil 3 mit 600AX komplett )
  • eingekehltes Sattelrohr
  • monostay Hinterbau, split tube design
  • leichter als die Profil 1-3
Bild-Beispiele u.a. hier

Quelle
: https://www.pedalroom.com/bike/motobecane-profil-4-1982-51853


1768974332093.png


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Im Januar 1981 reichte ein Herr Jean-Jacques Rakover für Motobecane einen Patentantrag auf einen besonderen Aero-Rahmen ein.

1768973205886.png



Ich möchte mich nicht mit fremden Federn schmücken : diese Information stammt von einem Forums-Kollegen bei velovintageagogo, wo ich auch angemeldet bin.

Quelle : https://www.velovintageagogo.com/t12294p25-motobecane-profil-1-2-3

Ich habe den Patent-Antrag eingescannt und hänge ihn zur Erhaltung hier einmal als PDF an.

Es gibt wiederum Gerüchte/Vermutungen, dass Alain Bondue einen solchen Rahmen einsetzte, als er 1982 die Bahn-Weltmeisterschaft in der Einzelverfolgung gewann.

1768973823065.png


Quelle : https://veloretrocourse.proboards.com/thread/2159/motob-cane-dalain-bondue-1982

Ob dies nun ein Profil 4 war, oder noch ein Prototyp erschließt sich mir nicht direkt.

Immerhin ein interessantes Feld - wer weiß mehr oder verfügt evtl. über aussagekräftigere Unterlagen ?

Sollte es hier nicht hinpassen, bitte gerne Rückmeldung dann lösche ich den Beitrag wieder !

Liebe Grüße, Michael

( etwas MB infiziert....:D )

Nachtrag : eine weitere Recherche fördert zutage, dass Jean Jacques Rakover etliche Patentanmeldungen für das Motobecane Atelier eingereicht hat

https://patents.google.com/?inventor=Jean-Jacques+Rakover
 

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Um wieder zum Thema zurückzukommen : lieber @Vintage-Racer und andere Motobecane-Freunde ( werde so langsam auch einer ;) ).......

Ich beginne ja gerade ein Motobecane PROFIL 3 aufzubauen und habe dazu schon sehr viel recherchiert.
Die Profil Modelle 1-3 ( in aufsteigender Qualität bzgl. der Ausstattung ), welche von 1980-1983 produziert wurden, sind noch Serienproduktionen.

Wenn man sich nun mit dem Thema der PROFIL-Modelle beschäftigt, stößt man automatisch hin und wieder auf das "sagenumwobene" Motobecane PROFIL 4.

Aus Andeutungen/Meinungen im Netz geht hervor, dass dieses Top-Modell der PROFIL ( Aero- ) Reihe wohl nur auf Bestellung gefertigt wurde.

Ist dieses Modell somit auch ein Kind der Ateliers ????

Die Besonderheiten des Profil 4 ( im Gegensatz zu den Serien-Modellen 1-3 ) :

  • Tubing aus einem sogenannten Columbus Aero Rohrsatz ( Profil 1-3 "nur" mit SAE 1020 bzw. 2040 )
  • Ausstattung mit Dura Ace AX ( Profil 1 + 2 "nur" Adamas AX in Teilen, Profil 3 mit 600AX komplett )
  • eingekehltes Sattelrohr
  • monostay Hinterbau, split tube design
  • leichter als die Profil 1-3
Bild-Beispiele u.a. hier

Quelle
: https://www.pedalroom.com/bike/motobecane-profil-4-1982-51853


Anhang anzeigen 1731457

Anhang anzeigen 1731458




Im Januar 1981 reichte ein Herr Jean-Jacques Rakover für Motobecane einen Patentantrag auf einen besonderen Aero-Rahmen ein.

Anhang anzeigen 1731449


Ich möchte mich nicht mit fremden Federn schmücken : diese Information stammt von einem Forums-Kollegen bei velovintageagogo, wo ich auch angemeldet bin.

Quelle : https://www.velovintageagogo.com/t12294p25-motobecane-profil-1-2-3

Ich habe den Patent-Antrag eingescannt und hänge ihn zur Erhaltung hier einmal als PDF an.

Es gibt wiederum Gerüchte/Vermutungen, dass Alain Bondue einen solchen Rahmen einsetzte, als er 1982 die Bahn-Weltmeisterschaft in der Einzelverfolgung gewann.

Anhang anzeigen 1731450

Quelle : https://veloretrocourse.proboards.com/thread/2159/motob-cane-dalain-bondue-1982

Ob dies nun ein Profil 4 war, oder noch ein Prototyp erschließt sich mir nicht direkt.

Immerhin ein interessantes Feld - wer weiß mehr oder verfügt evtl. über aussagekräftigere Unterlagen ?

Sollte es hier nicht hinpassen, bitte gerne Rückmeldung dann lösche ich den Beitrag wieder !

Liebe Grüße, Michael

( etwas MB infiziert....:D )

Nachtrag : eine weitere Recherche fördert zutage, dass Jean Jacques Rakover etliche Patentanmeldungen für das Motobecane Atelier eingereicht hat

https://patents.google.com/?inventor=Jean-Jacques+Rakover
...gerne schaue ich am Abend in das Material, was mir vom "atelier artisanal" vorliegt. Bis dahin sei dieser Ausschnitt aus dem 1983er Prospekt zitiert, in welchem immerhin schon von einem handgearbeiteten Rahmen die Rede ist. Ansonsten werden in dem Prospekt auch Velos aus der normalen Serienproduktion präsentiert:
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[...]
Es gibt wiederum Gerüchte/Vermutungen, dass Alain Bondue einen solchen Rahmen einsetzte, als er 1982 die Bahn-Weltmeisterschaft in der Einzelverfolgung gewann.
[...]
...hier ein Bild von Bondue vom 16.08.1982; klar zu erkennen ist die Aero-Profilierung des Unterrohres und das geteilte Sitzrohr bzw. dessen 2 schlanke Rohre, welche auf das Tretlagergehäuse geführt werden:
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Hier, auf diesem Foto vom 22.08.1982, ist das geteilte Sitzrohr noch besser zu erkennen:
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Das ist gut zu wissen, trotzdem schade, dass im französischen Rahmenbau so wenig Wissen besteht, wer die eigentlichen Rahmenbauer waren.

So ein Rennteam und Qualität zu unterhalten, ist zu vergleichen mit Bianchi oder Legnano. Am Ende haben die Profirahmen bekannte Rahmenbauer (Bianch war es Gilardi, Legnano war es Marnati) gebaut, während sie die Expertise für die Toprahmen für Kunden an weitere Rahmenbauer weitergaben.

Schade, dass die Namen nicht überlebt haben. Nach deiner Jobbeschreibung ist Herr Andre und Ferre auch nicht die ausführende Gewalt, sondern eh in der Produktionsleitung zu finden ähnlich wie bei Gios und Team Brooklyn in den Anfangsjahren 1973-74. Danke für deine Einschätzung @Jbrown

Trotz des Könnens der qualifizierten Mitarbeiter in der Spezialfahrradabteilung von Motobécane, die ihre langjährige Erfahrung sowohl für das Team der von der Marke ausgestatteten Profifahrer als auch für deren Privatkunden einsetzten, gewann Luis Ocana 1973 die Tour de France auf einem Fahrrad, das vom Handwerker Henri Depierre gebaut wurde.
 
Das ist gut zu wissen, trotzdem schade, dass im französischen Rahmenbau so wenig Wissen besteht, wer die eigentlichen Rahmenbauer waren.

So ein Rennteam und Qualität zu unterhalten, ist zu vergleichen mit Bianchi oder Legnano. Am Ende haben die Profirahmen bekannte Rahmenbauer (Bianch war es Gilardi, Legnano war es Marnati) gebaut, während sie die Expertise für die Toprahmen für Kunden an weitere Rahmenbauer weitergaben.

Schade, dass die Namen nicht überlebt haben. Nach deiner Jobbeschreibung ist Herr Andre und Ferre auch nicht die ausführende Gewalt, sondern eh in der Produktionsleitung zu finden ähnlich wie bei Gios und Team Brooklyn in den Anfangsjahren 1973-74. Danke für deine Einschätzung @Jbrown
Trotz des Könnens der qualifizierten Mitarbeiter in der Spezialfahrradabteilung von Motobécane, die ihre langjährige Erfahrung sowohl für das Team der von der Marke ausgestatteten Profifahrer als auch für deren Privatkunden einsetzten, gewann Luis Ocana 1973 die Tour de France auf einem Fahrrad, das vom Handwerker Henri Depierre gebaut wurde.

Anders als Luis Ocaña vertraute Alain Bondue bei der Verteidigung seines Weltmeistertitels in der Radverfolgung 1982 voll und ganz auf die Abteilung Special Cycles von Motobécane, die damals von Jacques Dumont geleitet wurde.

Eine kluge Entscheidung, die es ihm ermöglichte, das Regenbogentrikot zum zweiten Mal in Folge zu tragen.

Vielen Dank an @Michael Aaron für seinen hervorragenden Beitrag auf Profil 3 mit vielen relevanten Quellen:
 
Guten Morgen, ich habe zum Profil 4 ( PF4 ) noch einmal recherchiert und hoffe, ich nerve euch nicht damit.

Im frz. Katalog September 1981 wird das Profil 4 ( PF4 ) tatsächlich noch als "Serien"-Modell geführt ( base ), siehe folgenden Katalogausschnitt :

1769057986128.png


Erst danach erfolgt im selben Katalog die Abteilung " Les bicyclettes a la carte".....

1769058065547.png


Zur Person von Jean Jacques Rakover, der im Auftrag von Motobecane den Patenantrag für einen Aero-Rahmen einreichte, spuckt u.a. die KI folgendes aus :

Jean-Jacques Rakover ist eine Persönlichkeit, die mit der Branche und der Geschichte des Radsports in Frankreich verbunden ist, da er Managementpositionen innehatte und historische Fachkenntnisse hatte.
  • Konstrukteur und Manager: 1992 wurde er CEO von Starway, eine französische Fahrradmarke, die sich damals mitten in einer Umstrukturierung befand und ehrgeizige Produktionsziele für Mountainbikes anstrebte. Sein Einzelunternehmen, das auf seinen Namen in Morcourt registriert ist, wurde Anfang der 1990er Jahre gegründet.
  • Experte und Autor: Er ist bekannt für sein tiefgehendes Wissen über alte Fahrräder, insbesondere die Motobécane. Er ist Mitautor des Nachschlagewerks Das Motobécane-Fahrrad meines Vaters.
  • Handgefertigt: Sein Name ist weiterhin mit der Produktion spezifischer Fahrräder verbunden, die als "Special Series" bekannt sind, sowie mit hochwertigen Rahmen, wie solchen mit Tuben Reynolds 853 für Strassen- oder Reise-Räder.
KI wie immer ohne Gewähr !! Zuweilen kommt da ein ganz schöner Blödsinn heraus auch wenn sich das obige halbwegs plausibel anhört.

LG Michael
 
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Guten Morgen, ich habe zum Profil 4 ( PF4 ) noch einmal recherchiert und hoffe, ich nerve euch nicht damit.

Im frz. Katalog September 1981 wird das Profil 4 ( PF4 ) tatsächlich noch als "Serien"-Modell geführt ( base ), siehe folgenden Katalogausschnitt :

Anhang anzeigen 1731893

Erst danach erfolgt im selben Katalog die Abteilung " Les bicyclettes a la carte".....

Anhang anzeigen 1731894

Zur Person von Jean Jacques Rakover, der im Auftrag von Motobecane den Patenantrag für einen Aero-Rahmen einreichte, spuckt u.a. die KI folgendes aus :

Jean-Jacques Rakover ist eine Persönlichkeit, die mit der Branche und der Geschichte des Radsports in Frankreich verbunden ist, da er Managementpositionen innehatte und historische Fachkenntnisse hatte.
  • Konstrukteur und Manager: 1992 wurde er CEO von Starway, eine französische Fahrradmarke, die sich damals mitten in einer Umstrukturierung befand und ehrgeizige Produktionsziele für Mountainbikes anstrebte. Sein Einzelunternehmen, das auf seinen Namen in Morcourt registriert ist, wurde Anfang der 1990er Jahre gegründet.
  • Experte und Autor: Er ist bekannt für sein tiefgehendes Wissen über alte Fahrräder, insbesondere die Motobécane. Er ist Mitautor des Nachschlagewerks Das Motobécane-Fahrrad meines Vaters.
  • Handgefertigt: Sein Name ist weiterhin mit der Produktion spezifischer Fahrräder verbunden, die als "Special Series" bekannt sind, sowie mit hochwertigen Rahmen, wie solchen mit Tuben Reynolds 853 für Strassen- oder Reise-Räder.
KI wie immer ohne Gewähr !! Zuweilen kommt da ein ganz schöner Blödsinn heraus auch wenn sich das obige halbwegs plausibel anhört.

LG Michael
Das klingt doch so, als würde er noch Leben und man müsste ihn interviewen. @Jbrown ;)
 
Könnten Sie die Argumentation näher erläutern, die es Ihnen erlaubt, aus den von @Michael Aaron bereitgestellten Informationen zu schließen, dass Jean-Jacques Rakover heute noch lebt?
Vielleicht bin ich zu jung, um zu denken, wenn jemand mitte 1990 noch CEO und Patente anmeldete, heute noch lebt. Manche Rahmenbauer aus den 1960ern leben noch, daher hielt ich es durchaus hier auch für möglich. Es wäre aufjedenfall ein Möglichkeit der Recherche…
 
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