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Insolvenzen in der Bike-Industrie: Gibt es Licht am Ende des Tunnels?

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Re: Insolvenzen in der Bike-Industrie: Gibt es Licht am Ende des Tunnels?
Der Mensch entwickelt sich Step-by-Step weiter.
Es ist nicht immer der Mensch der sich so langsam weiter entwickelt.

Oft bremsen auch die Strategen in den Tech-Firmen und bringen Innovationen in nur so kleinen Scheiben als nötig auf den Markt.

Meister dieser Taktik ist Apple. Die bringen jedes Jahr nur so wenig als nötig an verbesserter/neuer Technik. Die Kunden reissen sich dennoch um die "neuen" Geräte. So kann man die Umsätze mit "will haben" über Jahrzehnte hochhalten.
 
Es ist nicht immer der Mensch der sich so langsam weiter entwickelt.

Oft bremsen auch die Strategen in den Tech-Firmen und bringen Innovationen in nur so kleinen Scheiben als nötig auf den Markt.

Meister dieser Taktik ist Apple. Die bringen jedes Jahr nur so wenig als nötig an verbesserter/neuer Technik. Die Kunden reissen sich dennoch um die "neuen" Geräte. So kann man die Umsätze mit "will haben" über Jahrzehnte hochhalten.
Manchmal will der Konsument eben auch an der Nase herum geführt werden.
UVP absichtlich höher zu stellen, um dann 20% Rabatt anschreiben zu können ist gang und gäbe. Ich weiss von einem Hersteller, da sind die Verkäufe um fast 15% eingebrochen, als es keine Rabatte mehr gab, aber ein 20% tieferer Basisverkaufspreis.
 
Es ist nicht immer der Mensch der sich so langsam weiter entwickelt.

Oft bremsen auch die Strategen in den Tech-Firmen und bringen Innovationen in nur so kleinen Scheiben als nötig auf den Markt.

Meister dieser Taktik ist Apple. Die bringen jedes Jahr nur so wenig als nötig an verbesserter/neuer Technik. Die Kunden reissen sich dennoch um die "neuen" Geräte. So kann man die Umsätze mit "will haben" über Jahrzehnte hochhalten.
Liegt vielleicht auch am Kunden, denk doch nur mal an die Diskussionen bei der Einführung der Scheibenbremse oder wenn mal ein Hersteller wagt das Rad ein wenig anders zu designen wie gewohnt.
 
Micha: wann wurden PM salonfähig und von Otto Normalo nutzbar? Ich meine, erst deutlich nach 2000.
Die Profis habes es bereits in den 90ern genutzt, die Hobbyluschen wurden damals noch von den hohen Preisen verschreckt. Auch wurde noch nicht so genau kommuniziert, warum das besser ist als nach Puls zu trainieren.
Ich bin das erste Mal Mitte der 90er auf der Hannovermesse im Rahmen einer kurzen Tretanalyse in Berührung gekommen.
Liegt vielleicht auch am Kunden, denk doch nur mal an die Diskussionen bei der Einführung der Scheibenbremse oder wenn mal ein Hersteller wagt das Rad ein wenig anders zu designen wie gewohnt.
Das gab es schon immer, z.B. wurden gerasterte Unterrohr Schalthebel von den erfahrenen Rennradlern abgelehnt, es hieß, das sei nur etwas für Anfänger....
 
Das gab es schon immer, z.B. wurden gerasterte Unterrohr Schalthebel von den erfahrenen Rennradlern abgelehnt, es hieß, das sei nur etwas für Anfänger....
Das versteht und kennt aber nur die (alte) Blase :) Ist aber leider was wares drann, die Menschen werden immer ungeschickter im Umgang mit "Fahrzeugen", da ist es oft eine Hilfe sich auf neue Technik zu verlassen, sei es Schaltung beim Rad oder Fahrassistenten beim Auto, das blöde ist nur das es der User damit erst recht nicht lernt.
Bei Rennrädern ist der Branche seit Jahren auch klar das wir nicht mehr in Zeiten von Olmo und Eddy Merckx leben und die Dinger nur von den Radrennfahrern gekauft werden, die machen doch keine 10% mehr aus. Der Kuchen besteht aus Angelika Mustermann und Kevin Trendschussel, denen muß der Fisch schmecken.
 
Bei Rennrädern ist der Branche seit Jahren auch klar das wir nicht mehr in Zeiten von Olmo und Eddy Merckx leben und die Dinger nur von den Radrennfahrern gekauft werden, die machen doch keine 10% mehr aus. Der Kuchen besteht aus Angelika Mustermann und Kevin Trendschussel, denen muß der Fisch schmecken.
Damit haben die Marktteilnehmer aber auch ´ne Weile sehr gut gelebt und jetzt ist halt eine Marktbereinigung angesagt.

Was ist aber mit den Leuten, die vor 4-5 Jahren ein hochwertiges Rennrad gekauft haben? Warum sollten die jetzt ein neues kaufen? Das vorhandene Rad war teuer, das neue ist nicht preiswerter und bringt welchen Vorteil?
  • Hydraulische Scheibenbremsen, E-Schaltungen und mehr oder weniger Integration hat das Rad wahrscheinlich schon. Zurück zu mechanischen Schaltungen geht im hochwertigen Segment (fast) nicht mehr.
  • Für aktuelle Trends wie kurze Kurbeln, kurze Sättel und schmalere Lenker braucht es kein neues Rad.
  • Richtig breite Reifen auf dem Renner möchte auch nicht jeder
Bleiben als potentielle Kunden die, die eine falsche Rahmengröße und/oder-geometrie gekauft haben und die, die immer ein neues Rad haben müssen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das versteht und kennt aber nur die (alte) Blase :) Ist aber leider was wares drann, die Menschen werden immer ungeschickter im Umgang mit "Fahrzeugen", da ist es oft eine Hilfe sich auf neue Technik zu verlassen, sei es Schaltung beim Rad oder Fahrassistenten beim Auto, das blöde ist nur das es der User damit erst recht nicht lernt.
Bei Rennrädern ist der Branche seit Jahren auch klar das wir nicht mehr in Zeiten von Olmo und Eddy Merckx leben und die Dinger nur von den Radrennfahrern gekauft werden, die machen doch keine 10% mehr aus. Der Kuchen besteht aus Angelika Mustermann und Kevin Trendschussel, denen muß der Fisch schmecken.
Mit diesem Post hast du genau das bestätigt was der Kollege ausgesagt hat.

Die meisten Rennradfahrer sind halt stockkonservativ und halten alle Neuerungen für Weicheier und ungeschickte Menschen
 
Nicht die meisten, sondern die wenigen Freaks unter den RR-Fahrern. Da gibt es solche, die sträuben sich gegen jede Veränderung und solche, für die ist jede noch so kleine Änderung ein Kaufgrund.

Beides ist aber nicht die grosse Masse.
 
Ich denke, Corona hat einen wesentlichen Anteil an dieser exorbitant groß gewordenen Blase, die nun platzt. Ich kenne einige, die sich damals auch mittels Jobrad hochwertige Kisten hingestellt haben, die sie nun kaum fahren und verstauben. Dass kleine gesund, gewachsene Händler darunter nicht so leiden, auch klar. Aber wurde alles auch schon benannt hier.
 
Corona hat überhaupt nichts damit zu tun.
Kräftige Rabatte gab es schon immer.
Ich denke der Markt ist mit E-Bikes, Gravelbikes und sonstigen Fahrrädern mehr als gesättigt

Es gab vor langer Zeit auch mal einen Handy-Boom. Damals gabs Statistiken wo jeder Deutsche 2-3 Handys besessen haben sollte. Dann gings aber auch bergab, weil die Leute sich kein Viert- oder Fünft-Handy mehr kauften.
Danach kam das Smartphone, aber so einen Boom wie in den 2000ern gab es nie wieder.
Das ist einfach der Lauf der Dinge, ich kenne noch viele Menschen die ein altes Handy nutzen zum telefonieren, weil sie einfach kein Whats App oder Facebook brauchen.
Der Smartphone-Markt ist denk ich auch gut vergleichbar mit dem Fahrradmarkt. Es gibt viele Menschen die es nutzen, davon welche die immer das Neuste kaufen. Auch gibt es Leute die ihr Smartphone jahrelang nutzen. Aber nicht jeder nutzt generell ein Smartphone. Genause wie nicht jeder Fahrrad fährt.
 
Corona hat überhaupt nichts damit zu tun.
Kräftige Rabatte gab es schon immer.
Ich denke der Markt ist mit E-Bikes, Gravelbikes und sonstigen Fahrrädern mehr als gesättigt
[…]
So komplett würde ich das jetzt nicht ausschließen, auch wenn ich kein Volkswirt bin. Ich habe zumindest gleich von mehreren Mitarbeitern, die bei einem der größten Onliner in Dtl. arbeiten, auch noch Jahre danach gehört, dass sie immer noch mit dem mega bzw. zu großen Stock aufgrund von Corona zu kämpfen hätten und sie das los werden müssten. Hinzu kam, dass die Lieferanten mit krass geschröpften Einkaufspreisen, immer wieder lockten, wo wohl manche schwach wurden, was die Lager nicht schneller leer macht.

Ich teile aber deine Meinung, dass dieser Prozess nicht nur die Bike-Branche betrifft. Ich sehe auch eine zunehmende Zweiklassengesellschaft: Jene, die es gleich mal so richtig krachen lassen - dann auch mal mit Custom-Aufbau über den Händler nebenan, und jene, die gar kein Geld mehr für das ganze Gedöns über haben.
 
Mit diesem Post hast du genau das bestätigt was der Kollege ausgesagt hat.

Die meisten Rennradfahrer sind halt stockkonservativ und halten alle Neuerungen für Weicheier und ungeschickte Menschen
Gibt sicher solche und solche. Was aber nicht zu übersehen ist, wie viele ungeschickte und ungelenke Menschen man auf Rennrädern sieht, i.d.R. von Mai bis September :)
 
Gibt sicher solche und solche. Was aber nicht zu übersehen ist, wie viele ungeschickte und ungelenke Menschen man auf Rennrädern sieht, i.d.R. von Mai bis September :)
Und kann doch dir egal sein, aber dieser Post passt ja wieder in das Klischee vom arroganten elitären Rennradfahrer der nicht damit klar kommt das auch die nicht ganz so fitte Lieschen Müller Spaß am Rennradfahren hat
 
So komplett würde ich das jetzt nicht ausschließen, auch wenn ich kein Volkswirt bin. Ich habe zumindest gleich von mehreren Mitarbeitern, die bei einem der größten Onliner in Dtl. arbeiten, auch noch Jahre danach gehört, dass sie immer noch mit dem mega bzw. zu großen Stock aufgrund von Corona zu kämpfen hätten und sie das los werden müssten. Hinzu kam, dass die Lieferanten mit krass geschröpften Einkaufspreisen, immer wieder lockten, wo wohl manche schwach wurden, was die Lager nicht schneller leer macht.
Corona ist doch schon Jahre her, wenn jetzt immer noch Lager deswegen voll wären, dann schon irgendwie komisch. Wenn eine Schulklasse vorbeikommt und ich verkaufe 100 Semmel und backe nächsten Tag 200 und die Schulklasse kommt nicht mehr, dann bin ich selbst dran schuld.

Die Zeiten sind schon länger nicht mehr so locker, klar wird gut verkauft an eine bestimmte Klientel. Aber es sind auch viele mit ihrem 3-4 Jahre alten Hobel zufrieden, gerade im Gravelbereich. Für Samstags mittags mit dem Alu-Gravel 2 Stunden die Feldwege ums Dorf zu fahren reicht doch.

Was kommt denn noch an Innovationen? Scheibenbremse war natürlich mega, elektrische Schaltung auch gut, Carbon ist Standart.
Der Gravelbike-Markt ist total abgegrast.
Jetzt versucht man über "Endurance und Allroad" Bikes zu verkaufen die im Endeffekt genause auf Straßen und gemässigten Wirtschaftswegen gefahren werden können wie die Gravelbikes.
 
Der Gravelbike-Markt ist total abgegrast.
Jetzt versucht man über "Endurance und Allroad" Bikes zu verkaufen die im Endeffekt genause auf Straßen und gemässigten Wirtschaftswegen gefahren werden können wie die Gravelbikes.
Und die Gravelräder in Richtung Hardtail mit Dropbar zu zerren....
 
Die Antwort hat der liebe Don doch schon gegeben: "Salamischeiben-Taktik"

Wenn ich spontan die größten Gamechanger benennen müsste der letzten Jahre, waren es die Innovationen im 1by. Da fangen meine pos. Erinnerungen schon bei der Force CX 1x11 an, das 29er MTB, Fullys mit sub 10 kg. Das Gravel gab es schon bevor das Marketing es ausrief, nur nicht für ganz so breite Reifen und natürlich die Disc, v. a. für CX und Gravel das Ding. TL auf jeden Fall ein guter Kniff, um nicht mehr mit angezogener Handbremse durch den Wald rösten zu müssen.
 
Klickpedale, Federgabel fürs MTB etc., alles riesige Schritte.
Aktuell habe ich das Gefühl das Neues mehr Änderungen sind die Anreize setzen müssen in einem schwächelnden Markt. Vieles wird nicht ersetzen sondern eine Alternative sein, was noch mehr Auswahl bedeutet. Beispiel 32“, da setzt Körpergröße bzw. Rahmenhöhe eine Grenze.
 
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