• Hallo Gast, wir suchen den Renner der Woche 🚴 - vielleicht hast du ein passendes Rennrad in deiner Garage? Alle Infos
  • Rennrad-News User Awards 2026: Jetzt abstimmen und Rennrad im Wert von 4.999 € gewinnen!
    Stimme in einer kurzen Umfrage über deine Produkte des Jahres 2026 ab und gewinne dabei ein Rennrad im Wert von 4.999 €!
    ➡️ Jetzt abstimmen!

Wissenschaftliche Arbeiten & Artikel zu Training und Physiologie etc.

Machen das die Norweger nicht ähnlich, in dem sie durch die Laktatmessungen versuchen, immer genau den Punkt zu treffen, der noch leistbar ist (unterhalb LT1 / LT2) und einfach maximalen Energieumsatz pro Zeit zu generieren?
Nein, der Gedanke ist nicht richtig. Sie versuchen nicht immer so intensiv wie möglich (innerhalb) ihrer Zone zu trainieren. Vielmehr achten sie in GA Einheiten (je nach Ziel und Saisonphase variiert natürlich auch das) darauf, dass überhaupt kein Laktat Anstieg vorhanden ist.
Die Idee die Energie nur "intensiv" zu verbrennen führt ziemlich sicher ins Nirvana. Ich würde da, wenn schon, anders ran gehen. Profis trainieren 2-3x intensiv (im Schnitt kaum mehr), dann könnte man sagen, das mache ich auch (der Denkfehler schon hierbei dürfte ja evident sein) und den Rest meiner Zeit fülle ich mit GA auf.
 

Anzeige

Re: Wissenschaftliche Arbeiten & Artikel zu Training und Physiologie etc.
Vieles davon handhabe ich ja genau so, und einige Ansätze siehst Du m.E. auch genau richtig, bzw. werden von der breiten Masse nicht so gehandhabt: In KJ zu rechnen, oder wenigstens in "time in Zone", um einmal zu sehen, wieviel Zeit man wirklich in den oberen Bereichen verbracht hat. Viele wissen auch mit dem 80:20 eigentlich gar nichts anzufangen - heißt das, 20% meiner Trainings(tage) sollen harte Elemente enthalten, oder wirklich 20% meiner Zeit, netto, selbst HIT-Pausen rausgerechnet?
Die Idee kommt ja u.a. von Seiler und er meint Trainingstage und eben nicht TiZ.
 
Zumindest im Laufsport steuerten norwegische Sportler zwar in Ihrem Training Intervalleinheiten, um einen "Trade off" zwischen Intensität und Zeit herzustellen, das dient aber nach meinem Verständnis vor allem dazu, "Treshold-Einheiten" mit großen Umfängen zu kombinieren.
Die (Grund-)Idee der Norweger im Laufen ist recht schnell erzählt.

2x/Woche: 2x/Tag ThT (bzw. knapp darunter)
1x/Woche: HIT (aerob oder aneaerob)
Den Rest der Woche so hohe Umfänge wie eben vertragen werden, das kann auch bedeuten mit ziemlich wenigen Ruhetagen zu operieren (= 7 Tage Training / Woche)
 
Die (Grund-)Idee der Norweger im Laufen ist recht schnell erzählt.
Der gemeine Radsportler sollte besonders aufmerken, ob es bei "den Norwegern" nicht gerade ums Laufen geht. Laufen hat ganz andere "Kosten", da das Training eine ganz andere körperliche/biomechanische Belastung aufgrund der Stöße/Erschütterungen auslöst.

Im Übrigen ist ein Kopieren von Trainingsplänen (egal in welcher Sportart) nie besonders sinnvoll und kann auch gefährlich werden.

Beispiel: Zwar wird Jakob Ingebritsen als absolutes Vorbild gehandelt, dessen Training man sich gerne (als Läufer) ansieht. Aber der Junge ist der Jüngste von drei Brüdern, wurde also von klein auf mit seinen älteren Brüdern vom Vater mittrainiert und so an irre Umfänge/Belastungen herangeführt, die er jetzt offenbar gut verträgt (double threshold days und ähnliche Schmankerl). Ungeachtet der Tatsache, dass die Ingebritsen Brüder offenbar genetisch sehr gut ausgestattet sind, sagte Steve Magness mal in einem seiner Videos, man könne ketzerisch sagen, der Vater/Trainer habe erst mal zwei begabte Söhne "verschlissen", bevor er beim dritten den Dreh dann perfekt raushatte.
 
Hatten wir die Studie hier schon?

Link: Heavy-, Severe-, and Extreme-, but Not Moderate-Intensity Exercise Increase V̇o2max and Thresholds after 6 wk of Training

Zusammenfassung:

Anhang anzeigen 1729923

Spricht auf jeden Fall dafür, sich als "time crunched cyclist" mehr die Kante zu geben.

Spannend wird dann aber, genau den "Sweetspot" zwischen Zeit und maximal vertraglicher Belastung zu finden und wann gewisse Effekte ein Plateau erreichen (auch bei besser trainierten Ausdauersportler). Seiler meinte ja meines Wissens auch mal, dass mehr als 50 (?) HIT Sessions pro Jahr keinen Zuwachs mehr bringen.

Falls es schon da war, sorry für den Doppelpost, habs auf Anhieb nicht gefunden.
3x Training pro Woche, vermutlich 4-6 Stunden. Das ist für mich jemand mit wenig Zeit und trifft bestimmt 60-70% der "Normalos". Wer mit 10+ Stunden oder sogar 7 Tage die Woche Training kommt, hat nicht diese Menschen im Blick, sondern die kleine Schar, die die Zeit haben, schielt vermutlich auf Profis, die 20+ Stunde pro Woche trainieren können (RNN bildet sicher nicht den Durchschnitt ab). Ich bin jedenfalls bei Dir, dass das Training intensiver sein soll, je weniger Zeit man hat. Die (fehlende) Erholung ist bei 3x Training pro Woche kein Begrenzer.
 
Der gemeine Radsportler sollte besonders aufmerken, ob es bei "den Norwegern" nicht gerade ums Laufen geht. Laufen hat ganz andere "Kosten", da das Training eine ganz andere körperliche/biomechanische Belastung aufgrund der Stöße/Erschütterungen auslöst.

Im Übrigen ist ein Kopieren von Trainingsplänen (egal in welcher Sportart) nie besonders sinnvoll und kann auch gefährlich werden.

Beispiel: Zwar wird Jakob Ingebritsen als absolutes Vorbild gehandelt, dessen Training man sich gerne (als Läufer) ansieht. Aber der Junge ist der Jüngste von drei Brüdern, wurde also von klein auf mit seinen älteren Brüdern vom Vater mittrainiert und so an irre Umfänge/Belastungen herangeführt, die er jetzt offenbar gut verträgt (double threshold days und ähnliche Schmankerl). Ungeachtet der Tatsache, dass die Ingebritsen Brüder offenbar genetisch sehr gut ausgestattet sind, sagte Steve Magness mal in einem seiner Videos, man könne ketzerisch sagen, der Vater/Trainer habe erst mal zwei begabte Söhne "verschlissen", bevor er beim dritten den Dreh dann perfekt raushatte.
Nur damit keine Missverständnisse aufkommen: Ich habe es nur erläutert, ich meine nicht, dass das das für Radsportler perfekte Training sei. Wenngleich das mit den Ingebritsens verkürzt ist. Sie haben das Training nicht erfunden, sondern von Bakken u.a. übernommen. Erfolgreich waren damit auch schon andere. Der Aspekt der "Trainingsgruppe" scheint mit hier zentraler. Das ist auch bei den norwegischen Triathleten zu beobachten.
Das gesagt sei ergänzt, dass es mittlerweile auch Forschung zum 2xThT in anderen Ausdauersportarten gibt (u.,a. auch Rad fahren). Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Output ggü 1x ThT auf den ersten Blick ähnlich zu sein scheint, die Regeneration aber besser klappt - so ganz von der Hand zu weisen ist das dann wohl doch nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das passt wohl auch zur Diskussion Polarized Pro vs Pyramidal Peon

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39888556/

af.jpg
 
Zurück