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Corona-Hügel-Challenge

Mal etwas anderes da sich hier die versammelte Trainingswissenschaft + Praxis + Erfahrung + Datenanalyse des Forum versammelt ( @AW312,@Facette,@Hubschraubär, @pjotr, @Teutone - alphabetische Reihenfolge) ; etwas an dem ich gerade echt knobel...der Herr K. hat gestern Abend erstmalig das Rolle fahren bei mir ausprobiert. Er ist erst 20 Minuten frei gefahren - nicht sonderlich anstrengend - und dann diesen Zwift Stufentest:
  1. 27 Jahre, 78 kg
  2. Rampentest:
    Start 100 W, +20 W / min, 1-min-Stufen
  3. Letzte vollständig gefahrene Stufe: 320 W
  4. Gesamtdauer: 12 min
  5. HF bei Abbruch gut hoch, Kadenz blieb stabil -> der Test wurde sauber gefahren
Damit käme man auf eine FTP von 240-245 -also 3,1W/kg damit wären unsere Schwellen (pro kg) unheimlich nahe beieiander; wie kann es sein, dass er mich auf seinem 3kg schwereren Gravelbike am Berg stehen lässt?
Ich meine -ja- ich bin immer gut vorbelastet, wenn wir miteinander fahren....ist das alles? Selbst bei unserer zwei Tagestour war er auch am zweiten Tag, an jedem Berg, vor mir oben 🫠

Ich zweifel gerade stark an meinem Mindset 😅
 
Mal etwas anderes da sich hier die versammelte Trainingswissenschaft + Praxis + Erfahrung + Datenanalyse des Forum versammelt ( @AW312,@Facette,@Hubschraubär, @pjotr, @Teutone - alphabetische Reihenfolge) ; etwas an dem ich gerade echt knobel...der Herr K. hat gestern Abend erstmalig das Rolle fahren bei mir ausprobiert. Er ist erst 20 Minuten frei gefahren - nicht sonderlich anstrengend - und dann diesen Zwift Stufentest:
  1. 27 Jahre, 78 kg
  2. Rampentest:
    Start 100 W, +20 W / min, 1-min-Stufen
  3. Letzte vollständig gefahrene Stufe: 320 W
  4. Gesamtdauer: 12 min
  5. HF bei Abbruch gut hoch, Kadenz blieb stabil -> der Test wurde sauber gefahren
Damit käme man auf eine FTP von 240-245 -also 3,1W/kg damit wären unsere Schwellen (pro kg) unheimlich nahe beieiander; wie kann es sein, dass er mich auf seinem 3kg schwereren Gravelbike am Berg stehen lässt?
Ich meine -ja- ich bin immer gut vorbelastet, wenn wir miteinander fahren....ist das alles? Selbst bei unserer zwei Tagestour war er auch am zweiten Tag, an jedem Berg, vor mir oben 🫠

Ich zweifel gerade stark an meinem Mindset 😅

Wenn wir mal davon ausgehen, dass Deine FTP genauso (valide) ermittelt wurde, bzw. man wirklich beide vergleichen kann (..keine Ahnung, ist Deine wirklich korrekt?), dann bleibt immer noch der Vorteil, dass bei absoluter Watt/Kg-Gleichheit, die absoluten Mehrwatt den Ausschlag geben.

Zum einen hängt das etwas mit der Aerodynamik zusammen, auch wenn Remco das etwas durcheinandergewirbelt hat. Also je flacher, desto größer wird der Vorteil schonmal. Aber auch wenn's steil ist, Fahrräder wiegen (normalerweise) ungefähr(!) gleichviel, das heißt, im Verhältnis ist das 7-Kilo-Rad für den 60-Kilo-Fahrer schwerer als das 7-Kilo-Fahrrad für den 80-Kilo-Brocken.

Nun hat K. ein deutlich schweres Fahrrad.. da müsste man dann die Gesamt-Systemgewichte addieren, also Fahrer+Rad+Klamotten+Getränke.. dann nochmal den Quotienten bilden. Aber, wie gesagt, die absoluten Watt bringen einen kleinen Vorteil. Und, ich weiß ja nicht, wie lang Eure Kräftemessen sind, aber wenn er vielleicht Kurzzeitbelastungen besser kann, 2 Minuten oder so (die Zeit, in der Männer ja meistens mit allem fertig sind, außer Klo), dann ist das natürlich auch ein anderes Thema. Wenn Frau in Sicht, muss ich ja auch nur so lange schnell aussehen, bis ich hinter der nächsten Serpentine verschwinde. Dann zusammensacken wie ein nasser Sack und Asthmaspray rauskramen.
 
Grundsätzlich ist Rampentest zur FTP-Bestimmung relativ ungenau, noch ungenauer als der ominöse 20min.-Test, denn um von einem Rampentest auf die FTP zu schließen muss man Annahmen darüber treffen, bei wieviel Prozent der Abbruchleistung die FTP liegt. Da gibt es zwar Daten aus Studien, aber liefern nur Hinweise.
Damit ein Rampentest aber überhaupt irgendwelche groben Anhaltspunkte liefert, muss sich der Probant wirklich ausbelasten. Der Hinweis, dass die Hf "gut hoch" war bei Abbruch reicht da leider nicht. Er sollte in der Nähe seiner Hfmax gewesen sein. Sonst ist das Ganze nur ein Ratespiel.
 
Ja die Hügel hier sind eher kürzer - ich würde sagen bis 5 Minuten und auf dem Gravel eher steil.... ich hatte so ein bisschen Vermutung, dass es auch an der höheren Kraft liegt....aber ihr sagt ja immer Krafttraining bringt im Ausdauersport nichts...


gut -also gehen wir davon aus der ein bisschen mehr kann - und ich nicht eine mentale Lusche bin 🫠

Er fährt ja eh "nur" nach Lust und Laune ansonsten ohne HR Messung....daher gibt es da keine weiteren Daten....auf der Rolle hat sich so ein Test aufgedrängt, um einen groben anhaltspunkt zu bekommen... und ich war verwundert....
 
Gerne hier ein Disclaimer:
Fahren im Winter draußen ist mit einem erhöhtem Sturz Risiko verbunden, ich fahre im Winter bei wechselhaften Bedingungen (Schnee, Plus Grade, Minusgrade) keine Fahrradwege; da diese Gemeindeabhängig unterschiedlich geräumt oder auch nicht geräumt werden - und auch das Streugut unterschiedlich zu sein scheint. Es passiert bei so wechselhaftem Wetter, dass Schnee anschmilzt und dann spiegelglatte Flächen auf den Radwegen bildet. Straßen sind (zumindest hier) i.d.R. gut gesalzen, dort bildet sich "nur" Schneematsch, der rutscht auch ist aber gut einschätzbar. Daher langsam runter.
Risiko Einschätzung ist hochgradig individuell - ich hatte in den letzten 4 Jahren auf 55000km einen Sturz, und (vor allem seit ich Gravel fahre) ein paar Umkipper (Geschwindigkeit sub 10km/h); ich würde mich charakterlich eher als vorsichtig einschätzen. Man beachte auch die Durchschnittsgeschwindigkeit dieser Fahrt: 19,2km/h.

Die Straßenverhältnisse haben mir bei der Einheit nicht zu schaffen gemacht, daher habe ich sie nicht großartig thematisiert, bzw nur in dem Kontext, dass dadurch meine Intervallpausen eher bei 4-5min waren anstelle von 3min.

Das Wetter, insbesondere dieser Eisregen waren wirklich kritisch, aufgrund des ernsthaften Frierens. So ein wetter hatte ich noch nicht erlebt, hat mich aber dazu veranlasst am nächsten Tag wesentlich konservativer an meine Bekleidungswahl zu gehen - man lernt nie aus 🤷‍♀️
Ehrlich gesagt, ein überflüssiger Disclaimer. Dass Radfahren bei bestimmten Witterungsbedingungen gefährlich sein kann, sollte jeder wissen und wer es nicht weiß, dem ist auch nicht mehr zu helfen. Ich wäre bei dem Wetter sicher keine Intervalle draußen gefahren, aber wenn Du das für Dich anders entscheidet und das Risiko eingehen willst ist das deine Sache.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja die Hügel hier sind eher kürzer - ich würde sagen bis 5 Minuten und auf dem Gravel eher steil.... ich hatte so ein bisschen Vermutung, dass es auch an der höheren Kraft liegt....aber ihr sagt ja immer Krafttraining bringt im Ausdauersport nichts...

Weiß nicht, was ich so sage, ich mache ja nicht dieses Kraftzeugs wie Core oder so.. das sei jedem selbst überlassen. Aber natürlich gibt es die, die auf dem Rad mehr kurzzeitige Kraft entwickeln können. Meiner Erfahrung nach ist das aber so sehr genetisch geprägt, dass man sich überlegen sollte, ob man dagegen/daraufhin arbeiten sollte, oder sich auf seine Stärken konzentriert.

Also extrem gesagt, wenn Du als Allrounder oder Bergfahrer das Gefühl hast, Sprints zu verlieren, solltest Du nicht überlegen, wie Du besser sprinten lernst, sondern überlegen, wie Du den Sprinter mit Deinen Stärken abhängst, bevor es zum Sprint kommt. In dem Deinem Fall baust Du den finalen Hügel also am Ende einer 400 Km langen Radtour ein.
 
Ja das ist halt so ein Ding - mich hängt man an einen Berg ab und ich komme irgendwann gut gelaunt oben an (Ausnahme: @AW312 am Klausenpass - das war ich echt stinkig)

Die Leute die bei meinen Touren fertig sind - haben dann schlechte Laune und müssen sich noch lange quälen. Das macht keinen Spaß…

Ach passt schon so ✌️
 
Ja die Hügel hier sind eher kürzer - ich würde sagen bis 5 Minuten und auf dem Gravel eher steil.... ich hatte so ein bisschen Vermutung, dass es auch an der höheren Kraft liegt....aber ihr sagt ja immer Krafttraining bringt im Ausdauersport nichts...


gut -also gehen wir davon aus der ein bisschen mehr kann - und ich nicht eine mentale Lusche bin 🫠

Er fährt ja eh "nur" nach Lust und Laune ansonsten ohne HR Messung....daher gibt es da keine weiteren Daten....auf der Rolle hat sich so ein Test aufgedrängt, um einen groben anhaltspunkt zu bekommen... und ich war verwundert....
Ich denke Radfahren ist nicht nur FTP bzw. Stundenleistung. An Rampen bis ca. 2 Minuten bin ich schneller als meine Chefin. Bis etwa 5 Minuten kann ich mithalten. Wenn es länger wird habe ich (zurzeit :bier: ) keine Chance mehr. Mein Sahnestück sind 30 - 90 Sekunden, ihres eher 20-60 Minuten. Bei lagen Sachen komme ich wieder ins Spiel, ich denke ich habe mehr Substanz :D
 
Ich warte noch auf die Gabel Spacer und Bremssattel Schrauben.
IMG_7288.jpeg
 
  1. Letzte vollständig gefahrene Stufe: 320 W
  2. Gesamtdauer: 12 min
  3. HF bei Abbruch gut hoch, Kadenz blieb stabil -> der Test wurde sauber gefahren

Ich sag Dir mal, wie das bei mir wäre: Wenn die Kadenz beim Stufentest stabil bleibt, dann hat er nicht abgebrochen, weil er am Ende war, sondern weil sein Kopf gesagt hat, dass er "kaputt" ist. Normalerweise versuchst Du ja gerade dort noch das letzte rauszuholen, bis man wirklich nicht mehr treten kann.
 
Ich sag Dir mal, wie das bei mir wäre: Wenn die Kadenz beim Stufentest stabil bleibt, dann hat er nicht abgebrochen, weil er am Ende war, sondern weil sein Kopf gesagt hat, dass er "kaputt" ist. Normalerweise versuchst Du ja gerade dort noch das letzte rauszuholen, bis man wirklich nicht mehr treten kann.

Genauso, bis man die Kurbel nicht mehr herum bekommt.
 
Ja die Hügel hier sind eher kürzer - ich würde sagen bis 5 Minuten und auf dem Gravel eher steil.... ich hatte so ein bisschen Vermutung, dass es auch an der höheren Kraft liegt....aber ihr sagt ja immer Krafttraining bringt im Ausdauersport nichts...


gut -also gehen wir davon aus der ein bisschen mehr kann - und ich nicht eine mentale Lusche bin 🫠

Er fährt ja eh "nur" nach Lust und Laune ansonsten ohne HR Messung....daher gibt es da keine weiteren Daten....auf der Rolle hat sich so ein Test aufgedrängt, um einen groben anhaltspunkt zu bekommen... und ich war verwundert....
Ich würde auch mal vermuten, dass er sich nicht voll ausbelastet hat. Gerade bei Leuten, die wenig Rolle fahren und draußen eher nach Lust und Laune ist das mehr Regelfall als Ausnahme.
Mal so als Anhaltspunkt: Ein Freund von mir produziert bei FTP Rollentests so um die 250W bei über 80kg, fährt den Ötzi dann aber in 10h zu Ende.
Kraftausdauer könnte eine Rolle spielen.
Mentales auch: "Ich zeigs den anderen jetzt mal".
Bei 5' noch nicht so stark - bei längeren Anstiegen (oder mehreren davon) könnten weitere Aspekte des Leistungsprofils, als die im Rampentest gemessenen, relevant sein.

Zum KT: Nicht nichts. :) Aber zumindest muss es sehr weise um die Ausdauereinheiten herum geplant werden. Je mehr man auf dem Rad trainiert, desto komplexer wird das.
 
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