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Verschleiß von Hydraulik Bremszangen und/oder Leitung?

TobiasM42

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Hallo,

habe Ultegra Hydraulik Zeug und fühlt sich irgendwie kaputt an.
Gerade erst neues Öl reingemacht nicht Perfekt aber sinnvoller druckpunkt. Nach einem Tag fahren klemmt der Hebel jetzt schon wieder fast am Lenker - wird wohl nicht lange dauern das ich ins Leere greife.

Daher die Frage: Unterliege die dinger einem Verschleiß?
Sind jetzt knapp 7 Jahre rund 85.000 km benutzt; Wobei ich verhältnismässig viel Bremse (und verliere g)
Die Farbe außen ist an einigen Stelle schon abgeplatz also wohl bissel Korrision da (ist doch eigentlich Alu?!?)

Irgendwas muss ich die Werkstatt machen lassen die frage ist halt was?
Eher nur Leitung undicht oder auch gleich Zange? Möglicherweise sogar die Hebel?!?
Und dann gleich beide zur Vorsicht oder nur den der betroffen?


Danke für eure Erfahrungen!
 
Hilfreichster Beitrag geschrieben von Hans Werner

Hilfreich
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Das sollte die Werkstatt an besten wissen. Jeder Knick in der Leitung schädigt die Bremskraft. Sofern man keinen integrieren Lenker fährt, ist der Leitungstausch recht schnell gemacht und sollte definitiv als erstes gemacht werden.
Natürlich kann auch das Memtran beschädigt sein, man sollte aber erstmal die günstigen Komponenten betrachten.:)
 
Die Leitung verschleißt an sich nicht, kann aber durch Knicke beschädigt werden.
Bei derartiger Laufleistung könnten es die Bremssättel sein, sollte man schon Mal warten. Also Kolben raus, reinigen, eventuell neue Dichtungen. Sollte aber jemand machen, der weiß was er tut, viele Shops sollten/würden eher den Bremssattel tauschen.


Was die aberplatzte Farbe angeht, meinst du am Bremssattel? Shimano benutzt selten Eloxal, das meist ist eine spezielle Beschichtung. Kann also abplatzen, an kosmetischen Stellen nicht bedenklich, legt halt rohes Alu frei, das gibt es ja aber oft an Fahrrad.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was soll an einer Hydraulikanlage verschleißen? Ich hab hier noch ein MTB wo die alte M750 Serie aus 2004 verbaut ist, Die funktioniert heute immer noch so wie damals.
 
Die Leitung verschleißt an sich nicht, kann aber durch Knicke beschädigt werden.
Bei derartiger Laufleistung könnten es die Bremssättel sein, sollte man schon Mal warten. Also Kolben raus, reinigen, eventuell neue Dichtungen. ...

Die Dichtungen im Bremssattel nennt man Quadringe und diese gibt es nicht von Shimano als Ersatzteil.
Wenn was an Sattel kaputt ist kann der nur durch einen neuen ersetzt werden.
 
Was soll an einer Hydraulikanlage verschleißen? Ich hab hier noch ein MTB wo die alte M750 Serie aus 2004 verbaut ist, Die funktioniert heute immer noch so wie damals.
Theoretisch ist das so.
Praktisch gibt es aber Fahrer, welche die Bremse quasi auf jeder Fahrt durchkochen und für die eine Bremse erst als eingebremst gilt, wenn die Scheiben Anlauffarben haben (nach der ersten Ausfahrt).
Solch geschundene Bremsanlagen haben dann schon einen gewissen Verschleiß.
 
1. Ich würde den Bremshebel über Nacht mit einem Kabelbinder angezogen lassen und schauen, ob irgendwo Mineralöl austritt (vorher natürlich alles piko bello säubern).
2. Beim Bremssattel kann man die Kolben reinigen. Eventuell haben die eine Bremsstaubkruste und dichten nicht mehr ab, wodurch Luft gezogen werden kann.
3. Wenn Du schon mal selbst entlüftet hast und oder die Bremskolben zurückgedrückt hast, ohne vorher die Entlüftungsschraube am STI zu öffnen, könnte die Membran im STI defekt sein.
4. Wenn Du keine Lust auf Experimente hast, kaufe den STI und Bremssättel neu und das Problem ist erledigt. Muß dann halt nur vernünftig montiert werden.
 
Was soll an einer Hydraulikanlage verschleißen? Ich hab hier noch ein MTB wo die alte M750 Serie aus 2004 verbaut ist, Die funktioniert heute immer noch so wie damals.
Der Feinstaub vom Bremsabrieb landet ja in der Bremsflüssigkeit, das sieht man ja in der Bremsflüssigkeit. D.h. der muss an der Dichtung vorbei, was natürlich ganz langsam zu Abrieb führt. Auch verschleißen natürlich Kontaktdichtungen an beweglichen Teilen immer mehr oder weniger schnell.
Die Dichtungen im Bremssattel nennt man Quadringe und diese gibt es nicht von Shimano als Ersatzteil.
Wenn was an Sattel kaputt ist kann der nur durch einen neuen ersetzt werden.
Du hast recht, einzeln gibt es die nicht. Man kann die Dichtungen aber oft von günstigen Shimano Bremssätteln nehmen, muss aber wie gesagt wissen, was man tut. Spart deutlich Geld und chemisch ist bei Shimano alles bis auf die neuesten MTB Bremsen definitiv kompatibel, war ja bis außer denen immer das gleiche Mineralöl.

Es kann aber natürlich auch an anderer Stelle liegen wie Hans Werner sagt.
 
Der Feinstaub vom Bremsabrieb landet ja in der Bremsflüssigkeit, das sieht man ja in der Bremsflüssigkeit. D.h. der muss an der Dichtung vorbei, was natürlich ganz langsam zu Abrieb führt. Auch verschleißen natürlich Kontaktdichtungen an beweglichen Teilen immer mehr oder weniger schnell.

Wie soll Feinstaub bei einem intakten System in die Bremsflüssigkeit kommen?

Zum Quadringe tausch.
Wenn der TE damit vertraut wäre würde er hier nicht mit solch banalen Fehlern vorstellig werden und selber schon lange am basteln sein.
 
3. Wenn Du schon mal selbst entlüftet hast und oder die Bremskolben zurückgedrückt hast, ohne vorher die Entlüftungsschraube am STI zu öffnen, könnte die Membran im STI defekt sein.
Habe offenbar schon etliche Beläge getauscht das man die Schraube öffnen soll ist mir ganz neu. Ist das nicht reichlich unpraktisch? Ich meine wenn ich irgendwo unterwegs merke das die Pads wegs sind und dann tauschen will z.b. scheints gefährlich das zu öffnen. (Ja ich hab ein paar Pads dabei - immer seit dem ich mal versucht habe in Honningsvåg ein paar Beläge zu bekommen ...)

Leitung hatte ich schon mal geschaut (läuft nur klassich im Unterrohr intern) und nix offensichtliches; eine stelle ist der Biegeradius etwas enger aber auch kein "Knick" oder öl.

Leitung selber tauschen ist vermutlich nicht so "hardcore" wie Kolben tauschen aber auch da braucht man ja noch ordentliches Werkzeug und vielleicht erstmal was zum üben?

Konnsenz scheint ja durchaus zu sein das - ja durch den Staub das halt doch bissel weg ist. Also nicht so ungewöhnlich. Trotzdem natürlich ärgerlich das nach jetzt ja nicht dramatisch vielen km schon etliche Teile der Gruppe zu tauschen sind.
 
Habe offenbar schon etliche Beläge getauscht das man die Schraube öffnen soll ist mir ganz neu. Ist das nicht reichlich unpraktisch? Ich meine wenn ich irgendwo unterwegs merke das die Pads wegs sind und dann tauschen will z.b. scheints gefährlich das zu öffnen. (Ja ich hab ein paar Pads dabei - immer seit dem ich mal versucht habe in Honningsvåg ein paar Beläge zu bekommen ...)

Wenn das System zu 100% korrekt befüllt und entlüftet war ist es nicht nötig die Schraube im STI zu öffnen beim zurückdrücken.
Da man aber bei einem Bike das man selber nicht befüllt hat, auch bei einem Neubike, nie ausschließen kann das doch zu viel Öl im System ist empfiehlt es sich da immer diesen Schritt des Öffnens zu gehen.

Leitung selber tauschen ist vermutlich nicht so "hardcore" wie Kolben tauschen aber auch da braucht man ja noch ordentliches Werkzeug und vielleicht erstmal was zum üben?

Sauber und überlegtes arbeiten an einem System welches bei versagen üble Folgen mit sich bring. Das sollte da einen bewusst sein. Ansonsten iost das keine Raketentechnik oder Hirnchirurgie

Konnsenz scheint ja durchaus zu sein das - ja durch den Staub das halt doch bissel weg ist. Also nicht so ungewöhnlich. Trotzdem natürlich ärgerlich das nach jetzt ja nicht dramatisch vielen km schon etliche Teile der Gruppe zu tauschen sind.
Na wenn du schreibst das die 85tkm gefahren wurde ist das sicher mehr als der große Durchschnitt ein und die selbe Bremse fahren.
 
Ich erinnere mich, dass es bei den ST-R8070 genau hier ein Problem gab und kein Öl vom Ausgleichsbehälter in den Kolben nachgeflossen ist. Das führt dann zum Verlust des Druckpunkts.
Man sieht das auch daran, dass der Bremshebel etwas verzögert und nicht vollständig zurück geht.

Das lässt sich vorübergehend beheben, wenn man die Schraube für die Lenkerschelle etwas löst.

Also testen:
  • STI Klemmung etwas lösen
  • Nochmal Entlüften
  • Druckpunkt testen
  • STI Klemmung vorsichtig anziehen
  • Druckpunkt nochmal testen

Irgendwas muss ich die Werkstatt machen lassen die frage ist halt was?
 
Man sieht das auch daran, dass der Bremshebel etwas verzögert und nicht vollständig zurück geht.
Hrm etwas verzögert ist wohl wage. Ich hab keine andere zum Vergleich aber wenn ich 2-3x "pumpe" zieht der hebel nicht mehr bis zum lenker durch. Nach ~5 Sekunden ist dieser zustand resetet. Gibts da nen zusammenhang?

Ansonsten ist mir gerade erst eingefalle die Bremsscheibe zu checken. Die ist offenbar erledigt. Ob zu dünne Scheibe + Halb verschlissen Pads sprich größer Hub der Kolben dazu führt das mit den ja (wegen km) schon angeschlagenen Dichtungen halt einfach mehr Luft rein kommt?
D.h. im umkehrschluss wenn ich Scheibe und Pads erneuere ich erstmal bissel Zeit gewinnen könnte für die komplizierte Operation?

(Das die Scheibe schon durch ist auch etwas merkwürdig die hat kaum zehntausend km Nutzung gesehen - die andere die anderen die ich habe deutlich mehr und da ist es noch ok)
 
Hrm etwas verzögert ist wohl wage. Ich hab keine andere zum Vergleich aber wenn ich 2-3x "pumpe" zieht der hebel nicht mehr bis zum lenker durch. Nach ~5 Sekunden ist dieser zustand resetet. Gibts da nen zusammenhang?
Das hört sich eher danach an, dass das System nicht vollständig entlüftet ist.

Am besten mit YouTube nochmal machen
 
Der Feinstaub vom Bremsabrieb landet ja in der Bremsflüssigkeit, das sieht man ja in der Bremsflüssigkeit. D.h. der muss an der Dichtung vorbei, was natürlich ganz langsam zu Abrieb führt. Auch verschleißen natürlich Kontaktdichtungen an beweglichen Teilen immer mehr oder weniger schnell.
...das halte ich für ein Gerücht. Dann würden ja die Bremskolben durch mechanischen Abrieb verschleißen, was nicht passiert.
 
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