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Endura mit massiven Verlusten, Stellenabbau und Standortverlagerung

Ich habe keine Unternehmenskennenzahlen zu Endura. Ich denke aber, die größte Gefahr ist, wenn Unternehmen oder Sparten zu schnell wachsen und die Umsatz-Erwartungen inkl. Wachstumsraten jedes Jahr höher geschraubt werden - dann liegt es ja auf der Hand, dass die "Pleite mit einkalkuliert" werden kann. Besser wird das bei der Einbindung von Geld getriebenen Investoren und Renditen nicht. Ist aber alles nichts Neues und kein Geheimnis.
 

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Re: Endura mit massiven Verlusten, Stellenabbau und Standortverlagerung
Dieses Influencer Geblubber finde ich ziemlich nervig. Die sind nicht Schuld daran, dass Gore oder Endura keine attraktiven Produkte im Angebot hatte.
Aber sie sind verantwortlich dafür, dass sie hochwertige Produkte mit gutem Preis-/Leistungsverhältnis und zeitlosem Design als Out erklärt und sie den bisherigen Kunden madig gemacht haben.
 
Aber sie sind verantwortlich dafür, dass sie hochwertige Produkte mit gutem Preis-/Leistungsverhältnis und zeitlosem Design als Out erklärt und sie den bisherigen Kunden madig gemacht haben.
Ja ja, der unmündige Bürger, der nur das macht was die Industrie befiehlt. Aber es scheint, bei dir, tatsächlich zu funktionieren, denn du hast dir ja auch ein Rad mit ungeeigneter Geometrie, unzureichender Übersetzung und Laufrädern mit zu schmalen Reifen aufschwatzen lassen.
 
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Das Problem geht quer durch die Wirtschaft. Im High End oder Luxury Segment wird gekauft, quasi egal was es kostet, Hauptsache man kann mit der richtigen Marke zeigen, dass man einen dicken Geldbeutel hat. Darunter ist dann "Geiz ist geil" angesagt. Es wird das gekauft was am billigsten ist und das dann sogar bei TEMU oder Ali direkt in China
 
Aber sie sind verantwortlich dafür, dass sie hochwertige Produkte mit gutem Preis-/Leistungsverhältnis und zeitlosem Design als Out erklärt und sie den bisherigen Kunden madig gemacht haben.
Deine Vorstellungen sind doch etwas unterkomplex. Influencer sind Multiplikatoren von Marketing-Botschaften und damit nur ein Kanal von mehreren in umfassenden Produktstrategien und daraus abgeleiteten Marketing-Konzepten - neben vielen anderen Kanälen. Jede Firma kann Influencer "anheuern", wenn sie es nicht machen oder die falschen und damit relevante Zielgruppen nicht erreichen liegt die Verantwortung dafür nicht bei den Influencern, sondern bei denen die sich die Marketingstrategien ausdenken und zugehörigen Budgets verwalten.

Natürlich hat Influencer-Marketing durchaus auch einen manipulativen Charakter, das gilt aber für große Teile der anderen Marketing-Kanäle auch.
 
Aber sie sind verantwortlich dafür, dass sie hochwertige Produkte mit gutem Preis-/Leistungsverhältnis und zeitlosem Design als Out erklärt und sie den bisherigen Kunden madig gemacht haben.

Nein. Sie haben ihre eigenen schlicht besser platziert.

Ich habe keine einzige „don‘t buy this Endura-crap“-Anzeige gesehen. Du?
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Problem geht quer durch die Wirtschaft. Im High End oder Luxury Segment wird gekauft, quasi egal was es kostet, Hauptsache man kann mit der richtigen Marke zeigen, dass man einen dicken Geldbeutel hat. Darunter ist dann "Geiz ist geil" angesagt. Es wird das gekauft was am billigsten ist und das dann sogar bei TEMU oder Ali direkt in China
Richtig, und die gute, unspektakuläre, zeitlose Ware im Mittelfeld ist leider der ganz grosse Verlierer zwischen Statussymbolen und Geiz ist Geil.
 
Nein. Sie haben ihre eigenen schlicht besser platziert.
Kann sein, aber wenn die Kunden nicht so dumm wären und sich von Zugehörigkeitsgefühl/Gruppendynamik und Statusdenken nicht beeinflussen lassen würden, dann hätten solche Influencer getriebenen Marketingkampagnen 0 Chancen.

So gesehen muss ich meinen Vorwurf an die Influencer und Marketingabteilungen zurücknehmen. Die Verantwortung tragen letztendlich Kunden, die nicht fähig sind, auf rationalen und rationellen Grundlagen einzukaufen.
 
die gute, unspektakuläre, zeitlose Ware
Wäre diese Ware so unfehlbar gut, dann würde der Verkauf auch ohne große Marketing Maßnahmen funktionieren.

hätten solche Influencer getriebenen Marketingkampagnen 0 Chancen.
… und nicht alles, was auch über Influencer Marketing läuft ist gleich unbrauchbar oder schlechter als Produkte einer Marke, die schon länger besteht.

tragen letztendlich Kunden
Zumindest die haben die Möglichkeit zu entscheiden wo sie ihr Geld hintragen. Das stimmt — Verantwortung für das fortbestehen eines Unternehmens haben die Kunden aber nicht, die liegt wohl in der Hand des Unternehmens.
 
Kann sein, aber wenn die Kunden nicht so dumm wären und sich von Zugehörigkeitsgefühl/Gruppendynamik und Statusdenken nicht beeinflussen lassen würden, dann hätten solche Influencer getriebenen Marketingkampagnen 0 Chancen.

So gesehen muss ich meinen Vorwurf an die Influencer und Marketingabteilungen zurücknehmen. Die Verantwortung tragen letztendlich Kunden, die nicht fähig sind, auf rationalen und rationellen Grundlagen einzukaufen.

Du hast, wie so häufig, 'ne Menge Meinung und offenbar wenig Ahnung. Du suggerierst, dass die von dir kritisierten Marken objektiv „schlechter“ sein müssten.
Das ist Unfug. Ich habe bspw. einmal eine Endura Winterhose probiert, da ist gleich mal der Reissverschluss am Beinabschluss abgefallen.
Seit dem kaufe ich nur noch Hosen ohne und habe nie wieder nach Endura geschaut.
Bei Rapha, Assos, etc ist mir das nie geschehen. Aber halt mich ruhig für einen Einfaltspinsel, wenn mir das etwas mehr Geld wert ist, als mich alle zwei-drei Tage über scheiss Qualität zu ärgern …
 
Es ist vollkommen müßig für uns zu spekulieren warum genau diese oder jene Marke vom Markt verschwindet. Die werden uns wohl kaum im Detail erläutern, warum.

Es gibt auch so viele Gründe, warum das so sein kann. Und "die Marke is doof, kauft die nicht" ist echt kein Argument. Und wenn die Kunden sich so leicht beeinflussen lassen, dann kann uns eh niemand mehr helfen.

Der Markt ist vollkommen überrannt von zahllosen Radbekleidungsmarken. Die Beschaffung von Material wird immer schwieriger und teurer. Die Trends wechseln schneller als manche die Unterhose, die Qualität und oder der Ruf haben gelitten. Wer weiss es?

Das betrifft alle. Manche können da eben besser mit umgehen, andere nicht.

Hab anfangs auch Endura gekauft. Irgendwann wurden die mir zu schwer, voluminös, nicht atmungsaktiv genug, Schnitte und Designs gefielen/passten nicht mehr. Passte eben nicht mehr dazu, wie ich den Sport Radfahren ausgeübt habe.
Dann wende ich mich eben anderen Marken zu, ist mein gutes Recht?! Hab ich mit Gore ebenso gehandhabt. Und wenn die dann nicht mehr genügend Kunden bedienen mit ihrer Art Produkt, verschwinden sie eben.

Ich werde sicherlich keine Klamotten tragen, die mir vorne wie hinten nicht passen, scheisse aussehen (subjektiv), ich mich drin totschwitze oder es zwickt und kratzt, nur weil ich damit eine Marke am Leben halte. Ganz sicher nicht. Ich hab da null Befindlichkeiten.

Siehe Gore. Ich hab die auch lange getragen, dann fingen die an mit Farben und Formen die ich absolut - sorry - zum kotzen fand. Dazu litt die Qualität sehr stark (bei den Teilen die ich hier hatte) und irgendwann sucht man sich dann eben was anderes. Ich hab zwar noch öfters reingeschaut, aber wenn man so 3-5 Jahre in Folge nix mehr findet was einen anspricht, dann ist das eben so.
Auch Castelli hat nicht nur super Teile. Socken und Schuhüberzieher meide ich von dort nach diversen schlechten Erfahrungen.
Giro Helme passen mir nicht mehr, sind selbst die kleinsten inzwischen zu groß für meinen winzigen Schädel (und Kidshelme zum Rennradfahren, naja...).

Das liegt nicht in der Kundenverantwortung was die Marketing- und Designfuzzies von Marke xy da veranstalten. Wir können nur mit den Füßen abstimmen und etwas nicht mehr kaufen. Wenn die Zahlen nicht mehr stimmen, und dennoch festgehalten wird an dem wie man es macht, nicht das Kundenproblem? So lange es mehr Marken als Sandkörner gibt hab ich echt kein Problem das zu kaufen was passt und gefällt. Trends und "hip" ist mir persönlich schietegal. Passen, gefallen und irgendwie noch bezahlbar sein. Fertig.
 
Um dem Genussfahrer seine Meinung besser einordnen zu können, sollte man wissen, das er Apple Produkte nutzt. 🍿
Nur beim Smartphone und das auch nur, weil die Firma diese zur Verfügung gestellt hat und man die alten Geräte nach 4 Jahren privat behalten durfte. Tablet ist Samsung und PCs / Workstations sind Eigenbau.
 
Schade wär es um die Firma.

Aber für mich ist das eine MTB Klamotten Firma und habe da auch ein paar Sachen aus dieser Sparte mit denen ich zufrieden bin
 
MTB Klamotten werden nicht so oft getragen wie
zB Klamotten die zum pendeln jeden Tag genommen werden.
Deswegen bin ich auch nicht böse wegen den Socken, Endura ist keine Marke die stundenlanges
Radfahren bei jedem Wetter verspricht.
 
Vielleicht lese ich das falsch, aber die Marke selbst ist doch (noch) nicht tot.
Nach mehreren Jahren von Verlusten sind Verlagerung und Konsolidierung von Verwaltungsfunktionen leider keine Überraschung. Damit sind wohl auch Abgänge von Mitarbeitern verbunden, wobei es so klingt, als ob die zitierten Abgänge in erster Linie aufgrund der Verlagerung von Schottland nach London die Firma verlassen. Natürlich ist eine solche Verlagerung auch ein probates Mittel, um Mitarbeiter ohne Abfindung bzw. mit einfacheren Prozessen abzubauen. Gleichzeitig steht dort, dass sie sich bei Endura wieder auf MTB und Gravel fokussieren wollen. "Back to the roots" quasi.

Persönlich finde ich das schade, denn ich hatte vor sechs bis acht Jahren einige Trikots und Westen von Endura aus der FS260-Pro-SL-Serie. Gerade die Trikots waren damals, als Endura Ausstatter von Movistar war, für den aufgerufenen Preis qualitativ sehr hochwertig und im Schnitt und Design progressiv (einfarbig und in gedeckten Farben gehalten, eng und aerodynamisch geschnitten sowie mit relativ langen Ärmeln).

Allerdings habe ich seit den Corona-Jahren nichts mehr von Endura gekauft. Der D2Z-Einteiler klang vielversprechend, war mir aber zu heikel, weil er nicht UCI-konform war, und eine Alternative hatten sie nicht im Angebot.
 
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