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Death of a legend - stirbt Campa Record?

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Re: Death of a legend - stirbt Campa Record?
Man darf Trends nicht unterschätzen, und da kann sich schnell was ändern. Nur ob einer Marke das auf Dauer reicht?
Nein, eher nicht für eine Traditionsmarke wie Campagnolo, die gerade eben NICHT für Trends, sondern Kontinuität/Stabilität/Funktionalität steht. Klar muss ein Marketingstratege von Campa. zumindest grobe Trends im Auge behalten und mitunter auch den einen oder anderen mitmachen (Gravel z.B.), jedoch nur auf solche zu reagieren ist genau das Gegenteil von Kontinuität und schadet der Marke mehr als es ihr nützt, da für den Konsumenten immer schwieriger wird nachzuvollziehen, wofür die Marke überhaupt steht. Bei einer Traditionsmarke wie Campagnolo sehe ich andere Aspekte als wichtiger an als Trends hinterher zu laufen: z.B. ein starker Fokus auf das Premium-Rennradsegment. Dort und nur dort sehe ich eine Chance für Campagnolo. Allerhöchstens noch im Premium-Gravel Bereich als mittlerweile etablierten Trend.
Natürlich ändert sich durch Trends viel - das haben wir in den vergangenen 15 Jahren in der Fahrradbranche sehr eindrucksvoll erlebt. Es bleibt immer eine Gratwanderung, weil alt-hergebrachte Marketingstrategien mitunter bei jungen Menschen (< 30) anders oder gar nicht wirken, wie das bei der älteren Generation der fall ist. Ein traditionshersteller braucht beide Käuferschichten: die ältere Generation als zahlungskräftiges Klientel und die Jungen als deren Nachfolger, da mit 60 so ziemlich das Ende der Fahnenstange altersmäßig erreicht ist im Fahrradbereich. Bei Mercedes steigt man auch mit 20 mit der A-Klasse ein und scheidet mit 70 mit der S-Klasse aus. 😁
 
Das heißt, ein Pogi schraubt sich eine Shimano auf das Colnago, weil Shimano ihn einfach besser zahlt? Auch wenn Colnago mit der Campa besser harmoniert (Bella Italia)?
Mit Garantie. Gerade bei solchen Sachen wie Schaltgruppen, wo es nur wenige, große Anbieter gibt. Wer zahlt schafft an im Profi-Rennsport - speziell in der Topliga. Das war immer oder fast immer schon so - die letzten 25 Jahre geschätzt.
Für alle Profis ist immer das Material das beste, was sie gerade fahren und wo am meisten Kohle fließt - dürfte aber schon allgemein bekannt sein. ;)
 
Mit Garantie. Gerade bei solchen Sachen wie Schaltgruppen, wo es nur wenige, große Anbieter gibt. Wer zahlt schafft an im Profi-Rennsport - speziell in der Topliga. Das war immer oder fast immer schon so - die letzten 25 Jahre geschätzt.
Für alle Profis ist immer das Material das beste, was sie gerade fahren und wo am meisten Kohle fließt - dürfte aber schon allgemein bekannt sein. ;)
Mir ist schon klar, dass sich ein Weltklassefahrer am Gehalt orientiert. Ich dachte aber, dass Colnago als Ausstatter sagt:"Wir Traditions Italiener wollen einen campagnolo haben. Colnago ist ja nicht Cube, Merida oder eine andere junge Marke, denen das egal sein kann.
 
Da ich mit meinem FTP und vO2max im Entwicklungsland lebe, werde ich NIE eine Ultegra, Red und Campa benötigen. Trotzdem werde ich meine zwei nächsten Räder sicher mit Campa ausstatten. Das zweite Rad ist schon mit campa unterwegs und falls es mal ein drittes gibt von colnago, dann natürlich auch mit Campa. ob ich es brauche? Nein, eine 105er reicht mir vollkommen.
Aber ich trage auch eine mechanische Uhr, obwohl das Handy mir viel günstiger die Zeit genauer anzeigt. Wenn ich ein Rad um fünfstelliges Geld kaufe, dann ist der geringe Aufpreis für eine Campa vernachlässigbar.
Und was nicht vergessen werden darf, die Campa 13 funktioniert bombastisch gut, optisch eine Augenweide.
 
Man muss sich nur die Umsatzzahlen von Campa in Vergleich zu Shimano anschauen um zu wissen wie es weitergeht:

Campa:
2021: 193 Mio €
2022: 266 Mio €

Shimano:
2021: 4,3 Mrd €
2022: 4,4 Mrd €
2023: 3,02 Mrd €

Campa wird den Weg von z.B. Loewe oder Metz gehen. Man zieht sich auf einen Nischenmarkt zurück und kann da gut Geld verdienen, auch wenn der Markt immer kleiner wird. Irgendwann aber verschwindet die Nische und das wars dann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich dachte aber, dass Colnago als Ausstatter sagt:"Wir Traditions Italiener wollen einen campagnolo haben. Colnago ist ja nicht Cube, Merida oder eine andere junge Marke, denen das egal sein kann.
Vielleicht auf einem oder 2 Modellen. Aber nicht in der Breite.
Natürlich müssen sich auch Traditionshersteller aus ITA an den Bedürfnissen/Nachfrage seitens der Kunden orientieren. Shimano und SRAM wurden in den letzten 15 Jahren sehr stark - zulasten von Campagnolo eben, die sich aus der breiteren Masse längst verabschiedet haben und wohl auch nie mehr wieder zurück kommen werden. Zu stark sind SRAM und Shimano, die einfach auch wirtschaftliche Skaleneffekte nutzen um preislich den Ton anzugeben.
Der Markt im Komponentenbereich ist einfach gesättigt und wird faktisch duch Shimano und SRAM in allen Preis-/Qualtätssegmenten bedient - Campagnolo ist reiner Nischenanbieter im Premiumsegment und das nur im Rennradbereich. Campagnolo wird vermutlich auch nie mehr wieder hochkommen - ausser die machen etwas abseits des Radsports - sondern ich sehe es ähnlich wie @ruebennase56: schleichend sterben. Abseits der Psychologie/Image gibt es keinen Grund Campa. zu fahren - ich weiß, das trifft jetzt hier manche Tifosi mitten ins Herz, aber die knallharte Realität ist so.
Auch ITA-Radmarken haben längst nicht mehr jene Zugkraft im Rennradbereich wie vor 20-30 Jahren und leben heute auch noch viel vom Image der alten Zeiten. Wie auch im Automobilbereich. Aber, die Käuferschicht im Super-Luxus-Segement, die > 12.000€ für ein Rennrad auf den Tresen legt, ist nun mal klein und ich kenne leider nicht konkrete Marktzahlen, allerdings zweifle ich, dass sich dieses Segment vom Volumen her weiter entwickelt und größer wird. Man darf aber nicht vergessen, dass Campagnolo eben gerade mit ITA-Radmarken verkaufstechnisch gerne kombiniert wird.
 
Man muss sich nur die Umsatzzahlen von Campa in Vergleich zu Shimano anschauen um zu wissen wie es weitergeht:

Campa:
2021: 193 Mio €
2022: 266 Mio €

Shimano:
2021: 4,3 Mrd €
2022: 4,4 Mrd €
2023: 3,02 Mrd €

Campa wird den Weg von z.B. Loewe oder Metz gehen. Man zieht sich auf einen Nischenmarkt zurück und kann da gut Geld verdienen, auch wenn der Markt immer kleiner wird. Irgendwann aber verschwindet die Nische und das wars dann.

diese Darstellung erinnert mich dummerweise an einen Bäcker.

Dorfbäcker Anton mit kleiner Auswahl der seiner Ware treu geblieben ist.

Dorfbäcker Bernhard der Expandiert hat und nun 20 Filialien beliefert.
mit 10 Facher Auswahl.
 
Mir ist schon klar, dass sich ein Weltklassefahrer am Gehalt orientiert. Ich dachte aber, dass Colnago als Ausstatter sagt:"Wir Traditions Italiener wollen einen campagnolo haben. Colnago ist ja nicht Cube, Merida oder eine andere junge Marke, denen das egal sein kann.

Colnago ist seit 2020 vollständig in Besitz von Chimera Investments mit Sitz in Abu Dhabi.
 
Man muss sich nur die Umsatzzahlen von Campa in Vergleich zu Shimano anschauen um zu wissen wie es weitergeht:

Campa:
2021: 193 Mio €
2022: 266 Mio €

Shimano:
2021: 4,3 Mrd €
2022: 4,4 Mrd €
2023: 3,02 Mrd €

Campa wird den Weg von z.B. Loewe oder Metz gehen. Man zieht sich auf einen Nischenmarkt zurück und kann da gut Geld verdienen, auch wenn der Markt immer kleiner wird. Irgendwann aber verschwindet die Nische und das wars dann.
Ich sehe die Campa-Zahlen steigen und die Shimano-Zahlen sinken.
Nicht das allerbeste Beispiel für einen Niedergang😁
 
weil alt-hergebrachte Marketingstrategien mitunter bei jungen Menschen (< 30) anders oder gar nicht wirken, wie das bei der älteren Generation der fall ist. Ein traditionshersteller braucht beide Käuferschichten: die ältere Generation als zahlungskräftiges Klientel und die Jungen als deren Nachfolger,
Ja leider. Der Markt hat sich in der Zeit auch verändert, die Rennradkäufer für das höhere Preissegment sind halt nicht mehr die Rennfahrer oder älteren mit Rennrad-Historie, sondern oft Neueinsteiger (auch mit 40+), denen sagt Campa wenig, die Shops verkaufen ungern weil sie es nicht führen (da ja zu viele in die Discounter Tempel rennen).
 
Ja leider. Der Markt hat sich in der Zeit auch verändert, die Rennradkäufer für das höhere Preissegment sind halt nicht mehr die Rennfahrer oder älteren mit Rennrad-Historie, sondern oft Neueinsteiger (auch mit 40+), denen sagt Campa wenig, die Shops verkaufen ungern weil sie es nicht führen (da ja zu viele in die Discounter Tempel rennen).
Was ja grundsätzlich auch positive Aspekte hat - wenn Neueinsteiger in ein Hobby sich eine hochwertige Ausrüstung dafür leisten. Positiv mindestens in der Hinsicht, sich überhaupt diesem Hobby widmen zu wollen und auch für die Nachfrage nach hochwertigen Produkten.

Dass die wenigsten Fahrer von hochmotorisierten Sportwagen im Straßenverkehr keine Rennfahrer oder Menschen mit Renn-Historie sind stört ja auch niemanden. ;)

Vielleicht endet die Ära von Campagnolo auch irgendwann einfach - so wie es zB mit Suntour war.
Dann erinnert man sich rückblickend an eine Ära die ihren Abschluss gefunden hat.
Es gibt Schlimmeres.
Zum Beispiel das Ende des Radsports wäre imho eine schlimmere Wendung...
 
Colnago ist seit 2020 vollständig in Besitz von Chimera Investments mit Sitz in Abu Dhabi.
Könnte der Anfang vom Ende sein und wäre nicht die erste Unternehmung, die den Bach auf diese Weise runter geht im Fahrradbereich. Ein langjähriges Familienunternehmen in den Händen von Finanzinvestoren - in der Fahrradbranche haben sich schon zig "Investoren" kalte Füße geholt, da die Branche eben nicht ganz so tickt, wie andere. 🙄 Viele Investoren verstehen das Geschäft per se nicht und Manager übernehmen dann mal schnell - angestammtes, langjähriges Personal stetzt man vor die Türe, weil der kurzfristige Profit über allem steht.
Ja leider. Der Markt hat sich in der Zeit auch verändert, die Rennradkäufer für das höhere Preissegment sind halt nicht mehr die Rennfahrer oder älteren mit Rennrad-Historie, sondern oft Neueinsteiger (auch mit 40+), denen sagt Campa wenig, die Shops verkaufen ungern weil sie es nicht führen (da ja zu viele in die Discounter Tempel rennen).
Massiv sogar, wie ich finde. Heute ist die ganze Fahrrad-Branche sehr marketinglastig geworden - garniert mit laufend neuen "Trends". Es geht viel mehr ums "Branding"/Markenbildung sowie um Emotionen, als vor 20-30 Jahren - was aber nicht auf die Radbranche beschränkt ist.

Aus Händler Sicht sehe ich folgende Unannehmlichkeiten im After-Sales Support dem Kunden gegenüber bei einem weiteren Kompontenanbieter: zahlreiche Spezialwerkzeuge für Campagnolo, bisweilen eigene Schulung der Mitarbeiter, eigenes Ersatzteil-Handling und das ganze selten von Bestandslieferanten. Kurzum: mehr Arbeit, Doppelgleisigkeiten und keinen substanziellen Mehrwert, denn man kann der Kundschaft selten den Mehraufwand weiter verrechnen. Klar hängt das vom Laden jeweils ab - es wird sicherlich auch einige wenige geben, die gezielt auf Campagnolo setzen; nur wie viele?
Der Rennradsport erlebt viele Quereinsteiger in den vergangenen Jahren. Die Frage ist für mich, wann der Trend vorbei ist und wie viele Leute dem Sport treu bleiben.
 
Könnte der Anfang vom Ende sein und wäre nicht die erste Unternehmung, die den Bach auf diese Weise runter geht im Fahrradbereich. Ein langjähriges Familienunternehmen in den Händen von Finanzinvestoren - in der Fahrradbranche haben sich schon zig "Investoren" kalte Füße geholt, da die Branche eben nicht ganz so tickt, wie andere. 🙄 Viele Investoren verstehen das Geschäft per se nicht und Manager übernehmen dann mal schnell - angestammtes, langjähriges Personal stetzt man vor die Türe, weil der kurzfristige Profit über allem steht.
Ich wäre hier grundsätzlich bei dir…aber bei Colnago glaube ich sind die Umsatzzahlen seit der Übernahme sehr kräftig gestiegen und die Firma soll sehr gut laufen…muss also nicht immer negativ werden…(war da auch nicht irgendeine Story dass nach Ernesto Colnago niemand in der Familie passend für die Weiterführung wäre?) irgendwelche Fakten oder zahlen habe ich aber nicht 🤷🏼‍♂️😇
 
Warum harmoniert Campa besser mit Colnago als Shimano?
Irgendwer hat sich den Quatsch mal ausgedacht, viele haben das dann auswendig gelernt und erbrechen dies dann bei sämtlichen Diskussionen über "italienische" Radsport-Marken.

Das ist wie der unangenehme Onkel beim Weihnachtsessen, der stets ein Jahr lang darauf wartet, dass Thema X angesprochen wird.
 
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