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Death of a legend - stirbt Campa Record?

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Re: Death of a legend - stirbt Campa Record?
möchte nun nicht Klugschxxen aber meiner Meinung nach stribt Campagnolo die Kundschaft weg.
Bin nun 30 Jahre am Rennrad unterwegs.
Als ich anfing waren einige Vereinskollegen 20 oder 30 Jahre älter als ich , meist war an Ihren
Stahlrahmen Campa verbaut.
Bin eingestiegen mit Alu Renner und Shimano 600.
Da wir Jüngeren fast alle auch mit MTB unterwegs waren , war natürlich das Zeug aus Japan eh
näher an uns drann.
Später als SRAM in Erscheinung trat , war dies am MTB auch oft verbaut.
Campa hatte diesen Trend voll verpennt , evtl auch Absicht den MTB Bereich zu verlassen.
So tüdelte es dann die Jahre hindurch , an Komplett Rennrädern zu 80% Shimano am Gerät.
SRAM wird am MTB immer mehr. Rennrad mit der Double Tape ging so aber die breite Masse wollte es nicht.
Mit Funkschaltung wurde es dann bei SRAM deutlich mehr.
Campa lebt mit der EKAR wieder auf dies aber nur in Gravel.
an x1000 E Bikes findet man nur Gerätschaft aus Japan.
alles Zeug was immens Umsatz bringt und Geld für Forschung.

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Nun bin ich der Alte , im Verein haben Wir sehr viel Nachwuchs , alle fahren mit MTB.
Rennrad erst ab 20 Lebensjahr eher noch später.
Den Namen Campagnolo kennen die wohl garnicht, woher auch.
Sieht man bei den Profis ............so gut wie keiner mehr was aus Italien.

Dennoch sehr Schade das es nicht mehr gut um Campagnolo steht.
 
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Na ja, das Abrutschen von Campagnolo in die Bedeutungslosigkeit am Markt wurde in den Foren schon ewig prognostiziert.
Nun kommt es wohl tatsächlich näher.

Ganz verschwinden wird Campa wohl absehbar nicht, aber immer mehr zum engen Nischenprodukt werden (vermute ich).
 
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Na ja, das Abrutschen von Campagnolo in die Bedeutungslosigkeit am Markt wurde in den Foren schon ewig prognostiziert.
Nun kommt es wohl tatsächlich näher.

Ganz verschwinden wird Campa wohl absehbar nicht, aber immer mehr zum engen Nischenprodukt werden (vermute ich).
Sie haben ja schon versucht die SR als Boutique Gruppe zu vertreiben. Scheinbar klappt das bisher so mittelmäßig.
Im Interview meinte Herr Campagnolo, dass sie wieder stärker versuchen wollen an OEM Rädern verbaut zu sein. Die wollen also aus der Super Premium Nische wieder raus. Ob sie es schaffen, ist eine andere Frage.
An sich glaube ich schon, dass sie mit der SR eine gute Alternative zur Dura Ace oder zur Red haben, schraubt sich halt kaum jemand ans Rad.
 
Bei OEM Ausstattungen müsste Campa dann ähnlich massive Preisabschläge für die Hersteller bieten wie Shimano und SRAM, um konkurrenzfähig zu sein.
Und genau das war wohl nie möglich.

Wenn ich auf die letzten 35 Jahre zurück blicke, so waren Räder mit OEM Campa Ausstattung immer deutlich teurer als wie mit Shimano Ausstattung, jeweils auf dem vergleichbaren Qualitätsniveau.

Campa versuchte dies zu vertuschen, indem man suggerierte, dass Athena das (preisliche) Pendant zu Ultegra wäre, Chorus zu Dura Ace.
Und Record oberhalb von Dura Ace anzusiedeln wäre.
Was natürlich nur Werbe-Blabla war, um die teureren OEM Preise zu erklären.

In den 90er Jahren konnte Campa noch mit schöneren Oberflächen (hochpoliertes Alu) punkten gegenüber Shimano.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich wünsche Campa, dass sie bald wieder auf die Beine kommen.

Aus Nostalgie, Sympathie und alleine, damit wir weiterhin Konkurrenz sehen!

Momentan geht's ja allen schwer. Aber nach den frechen Preiserhöhungen über Corona hält sich mein Mitleid für die Branche auch in Grenzen.

Die Produktpolitik konnte ich auch nicht nachvollziehen.

Super Record 12-fach war doch stimmig. Nur eben mit Kabeln.

Dann WRL. Verständlich, dass man nachziehen will, wenn SRAM kabellos schaltet.

Dann S-WRL. Das hab ich nicht mehr nachvollziehen können. Da kommt eine Super Record "light" mit billiger anmutendem Finish für... welche Zielgruppe nochmal? Wenn schon SR, dann doch richtig, den meisten Käufern ist das doch egal, wieso "sparen" wenn man sowieso bereit ist, so viel auszugeben?

Dasselbe mit den Boras. Da gab es zu Beginn der Scheibenbremsen nur Bora One.

Dann kamen WTO normal.

Dann später kamen WTO "Ultras" (die man früher hätte bringen sollen, um die zahlungskräftige Kundschaft mitzunehmen. Wer die Super Record kauft, kauft oft auch die Ultras, scheiss egal, hauptsache nicht das Zweitbeste.)

Und dann in schneller Abfolge Bora WTO (Ultra) C19, C21, C23...

Während Shimano einfach einen Laufradtyp (von den Dura Ace) pro neuer Gruppe entwickelt (natürlich in versch. Höhen) und dann jahrelang so verkauft. Ist bestimmt günstiger, als dauernd neue Modelle zu bringen....


Das war schon etwas unnötig, finde ich. Dauernd so Haken zu schlagen.

Mal schauen, ob da noch was unter der ultraexclusiven Carbonkettenblatt-SR kommt. Brauchen sie dringend. Etwas auf Ultegra-Level, also ne Chorus für die OEMs.

Die Ekar war top, eine "no Bullshit"-Konstruktion und hat dem Laden ganz schön den Arsch gerettet, denke ich. Wurden sicher mehr verkauft als von den ganzen SR.

Bitte mehr Ekar. Mehr normales Zeug.
 
Bei OEM Ausstattungen müsste Campa dann ähnlich massive Preisabschläge für die Hersteller bieten wie Shimano und SRAM, um konkurrenzfähig zu sein.
Und genau das war wohl nie möglich.
Exakt. Die Preise, die wir als Bastler für eine Gruppe zahlen und die Preise, die ein Hersteller vom OEM abgerungen bekommt liegen Lichtjahre auseinander. Da geht's manchmal um den Faktor 10. Das geben dann die Stückzahlen wieder nicht her.
Ich befürchte, irgendein industrieller Riese wird Campa fressen, so wie es derzeit auf vielen Ebenen und in vielen Branchen läuft. Und die ganz Großen kaufen dann zuletzt die Politik.
 
Der mechanische Daumenhebel hat auf jeden Fall eine haptische Qualität die von einem digitalen Button nicht wirklich nachgebildet werden kann. Das Schaltergebnis von gedrückt halten ist zwar das gleiche (quer durch alle Marken), aber das "bis unten durchziehen"-Erlebnis gibt's nur bei mechanischem Ultrashift. Ich vermute auch dass das der Grund war warum man das negative Feedback auf nicht-mehr-Daumen so stark unterschätzt hat: wahrscheinlich wurde die Entscheidung von Leuten getroffen die schon ewig keine mechanische mehr bedient hatten.
Genau das hat mich überzeugt bei der Probefahrt, neben der Tatsache, dass ich ein italienisches Rad wollte, und da kommt nur Campa rauf
Was will ich sagen: diese Kundschaft fehlt Campa halt irgendwie auch bzw. gibt es diese kau noch.
ist das so? Der Händler von mir verkauft im niedrigen zweistelligen Bereich Dogmas und Oltres, fast alle mit Campa13, in Zürich der Händler, den ich kenne, meinte, dass seine 130 Dogmas pro Jahr zu 2/3 mit Campas rasusgehen.
Bei SRAM hast du an jedem Hebel nur einen Schalter. Hat aber eher patentrechtliche Gründe.
Meinst du, Sram darf gar keine zwei Schalter wie z.b. Shimano haben und deren Schaltlösung ist eine Umgehungdieses Problems? ich sehe im Sram Schaltvorgang einen Riesen Vorteil und denke, dass eher Shimano und Campa da einen Kompromiss machen müssen.
. Inzwischen ist ja 13-fach nicht mehr mehr das Alleinstellungsmerkmal.
2x13 ist immer noch nur Campa

Gravel boomt während die Kategorie Rennrad an Marktanteil verliert.
Gerade wurde im TV vom Rennradboom geschrieben im Sinne von Rennrad ist das neue Golf. Mag sein, obwohl ich Golf nicht mit Rennrad vergleichen möchte. Blaupillenschluckergolfcartfahrer mit Toupet sind jetzt nicht die neuen MAMILS.
 
In meinen jungen Jahren fuhr ich in manchen Jahren auch Rennräder mit Campagnolo Bestückung - meist Chorus; finanziell war als Anfang 20-jähriger nicht mehr drinnen. Von der Funktionalität/Präzision war ich sehr zufrieden; aber der Grund Campagnolo zu fahren, ist primär das Flair & Mythen der Marke, die bei manchen - meist älteren Menschen - heute noch (stärker) ausgeprägt ist, aber bei jungen (< 30) überhaupt nicht mehr vorhanden ist.
Damals waren auch custom-Aufbauten wesentlich häufiger in der Rennradszene gängig, als heute, wo das nur mehr eine sehr kleine Käuferschicht betreibt. Wozu auch? Es gibt seitens der Industrie hinreichend gute Ausstattungsangebote in jeder Preisklasse, dass sich die Notwendigkeit von Custom-Aufbauten abseits rein psychologischer Gründe nicht mehr ersinnt. Jemanden, der ein Pinarello oder Colnago fahren will, weil er markenaffin ist, der hat meist auch Campagnolo drauf. Aber, für einen Komponentenhersteller ist das zu wenig - es geht um Menge.
Das war vor 20 Jahren etwas anders. In den 1990iger und Anfang 2000 Jahre war die Marke Campagnolo eben eine starke Marke - es gab nur Shimano und eben Campagnolo (abseits von irgendwelchen Kleinstanbietern) im Rennradbereich.
Kombiniert werden Bauteile von Campagnolo aber besonders häufig mit Rennrädern aus ITA. Ebenso Marken mit viel Schick & Flair, aber objektiv/abseits dessen wenig mehr als das.
Jedoch, dauerhaft kann man davon nicht leben, auch wenn Marketingexperten immer versuchen, über diese Schiene Emotionen zu wecken und die Marke am "kochen" zu halten. Das ist zu wenig, denn die "harte wirtschaftliche" Realität überholt jede Firma irgendwann.

Am Ende des Tages zählt das Geld - wer die besseren Preise im OE-Bereich macht, kommt auf die Räder der Fahrradhersteller rauf. SRAM und Shimano sind hier nun mal stärker - international gesehen ob der Stückzahlen und da kommt Campag. preislich einfach nicht mit. Insbesondere bei Radmarken, die nicht aus ITA-stammen, verblasst die Marke mehr oder minder vollends und hat außer bei der ältern Käuferschicht (40+) keine Zugkraft mehr.
Damit ist Campagnolo einfach aussen vor. In der Fahrradbranche läuft das Mengengeschäft über die erstausrüstung/OE und nicht über den Aftermarket. Als Hersteller muss man dort hinein - ansonsten wird es sehr schwer. Klar gibt es manche Anbieter, die sich einigermaßen erfolgreich im Afteramarket etabliert haben (spziell im MTB), jedoch selten bei Komplettgruppen (Schaltung, Kurbeln, Bremsen, Naben).
Ich zweifle, ob heutzutage nennenswerte Stückzahlen sich bei Rennradgruppen im Aftermarket verkaufen - abseits von ein paar "Super-Freaks", die solche nachfragen und entsprechendes Geld auf den Tresen legen. Davon kannst aber auch als Hersteller mangels Stückzahlen nicht leben - oder kaum. Nicht aber für den normalen Rennradfahrer. Der hat Shimano/SRAM drauf, ist da was kaputt, wird die jeweilige Komponente getauscht und that's it. Niemand tauscht die ganze Komponentengruppe, z.B. auf Camagnolo bzw. wird Campagnolo aktiv vom Kunden nachgefragt. Der Händler/die Werkstätten sind auf Shimano/SRAM durch die Bank ausgelegt, zumal die auch MTB, Gravel und Trekking Komponenten anbieten - also eben alles. Exoten a la Campagnolo stören den Werkstättenprozess ob anderer Werkzeuge, anderer Montageprozedere mitunter. Kurzum: extra schulung für MA, extra Werkzeuge, usw. Und wofür? Margenmäßig ist Campagnolo kaum besser gewesen in den 2010er Jahren (wie heute, weiß ich nicht).

Ich kenne klarerweise auch einige italophile Campagnolo/Pinarello Fahrer, die viele T-€ für ein solches Rad ausgeben um ein Flair mitzukaufen, das aber im sozialen Ranking/Status kaum mehr Zugkraft bei den (jüngeren) Kommilitonen besitzt. Gleiche Leistung/Performance gibt es schlichtweg um weniger Geld heutzutage.
 
aber der Grund Campagnolo zu fahren, ist primär das Flair & Mythen der Marke, die bei manchen - meist älteren Menschen - heute noch (stärker) ausgeprägt ist, aber bei jungen (< 30) überhaupt nicht mehr vorhanden ist.
Eine MAMIL Marke halt.
Das ist zu wenig, denn die "harte wirtschaftliche" Realität überholt jede Firma irgendwann.
Besonders, wenn die Kaufkraft eher sinkt statt steigt, ich rede vom Nachwuchs.

Deine Beschreibung trifft voll auf mich zu. Ich kaufe ein Flair UND die Optik, mehr nicht. Funktionieren tut heute eine 105er Gruppe so gut, dass kein Mensch eigentlich etwas anderes benötigen würde hier.

Man darf Trends nicht unterschätzen, und da kann sich schnell was ändern. Nur ob einer Marke das auf Dauer reicht?
 
Wenn Campa es schaffen würde, z.B. auf den drei großen Italienerinnen in der TdF wieder präsent zu sein statt Shimano, wäre das optimaler.
Dass der Effekt auf einer Supermarkt Marke weniger zieht ist logisch.
 
Hab mal auch Jux die Seiten von Pina und Colnago angesehen
nicht mal die Landsleute haben Ihre Räder mit Campa als ersten Treffer.

...
Ernesto hat ja schon in den 90ern mit Shimano kolaboriert. 😉

Gibt aber noch Anbieter wie Wilier oder Basso die Campa ab Werk anbieten oder De Rosa mit freundschaftlich verbundenen Familien.
Aber auch der generelle Niedergang vieler italienischer Marken ab Ende der Stahlrahmnrn-Ära war natürlich nicht hilfreich für italienische Anbauteile.
 
Wie wird eigentlich entschieden, welche Marke einer Gruppe an einem Tour de France Rad verschraubt ist? Wie läuft das genau mit dem Sponsoring?
 
Kurz: Über's Geld.

Gibt Vollsponsoring,da legt der Ausrüster auch noch Bargeld obendrauf.
Und Teilsponsoring, wo es dann eben nur um die Ausrüstung und günstige Konditionen geht.

Da hat SRAM damals beim Einstieg ins RR-Segment sehr kräftig investiert, was sich bezahlt gemacht hat.

Entsprechend dem mittlerweile sehr eingeschränkten finanziellen Spielraums ist Campa eben auch kaum noch sichtbar. (Cofidis, CSF-Bardiani)
 
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