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Erster Ötztaler, wie angehen?

Fahre seit 5 Jahren Rennrad, am liebsten Pässe. Oft werde ich gefragt, warum ich nicht mal den Ötzi fahre. Meine Antwort ist immer die gleiche: Weil ich zu schlecht bin.
Selbst wenn ich gut / fit genug wäre, wüsste ich nicht ob ich mir das antun wollte. Daher frage ich mich schon manchmal, wo da die Motivation herkommt.
Im ersten Rennrad-Jahr kann das wohl nur Anfangs-Euphorie sein. Zu schaffen dann vermutlich nur, wenn man sehr gute Gene hat.
Was ist gut und fit? Das ist doch alles Auslegungssache und hängt stark davon ab, wo man selbst steht. Beim Özi gehen auch Leute an den Start, die ein schlechteres Watt/Kilo Verhältnis haben, als der TE.
 
Was ist gut und fit? Das ist doch alles Auslegungssache und hängt stark davon ab, wo man selbst steht. Beim Özi gehen auch Leute an den Start, die ein schlechteres Watt/Kilo Verhältnis haben, als der TE.

Watt/Kilo ist keine Auslegungssache.
Wie gesagt, ich verstehe nicht warum die Leute sich das antun, was sie sich da teilweise antun.
Liegt vielleicht am Alter und daran, dass ich mir nichts mehr beweisen muss. Als junger Mann hätte ich mich vielleicht auch gleich in meiner ersten Saison angemeldet :D
 
Fahre seit 5 Jahren Rennrad, am liebsten Pässe. Oft werde ich gefragt, warum ich nicht mal den Ötzi fahre. Meine Antwort ist immer die gleiche: Weil ich zu schlecht bin.
Selbst wenn ich gut / fit genug wäre, wüsste ich nicht ob ich mir das antun wollte. Daher frage ich mich schon manchmal, wo da die Motivation herkommt.
Im ersten Rennrad-Jahr kann das wohl nur Anfangs-Euphorie sein. Zu schaffen dann vermutlich nur, wenn man sehr gute Gene hat.
Es gibt immer Menschen (... nicht nur im Sport ) die gerne ihre eigenen Grenzen ausloten, oder gar überschreiten möchten. Das hat mit " beweisen " wenig zu tun. Ich bin da ganz Egoist, es geht mir nur um mich. Was dem einen Spaß macht, treibt den anderen zur Verzweiflung.
Ich persönlich mag es einfach mich komplett auszupowern. Das erreichen immer neuer Ziele macht mir einfach Spaß.
Nach meiner gesundheitlichen Bremse vor ca. 2 Jahren, haben alle Ärzte einheitlich gemeint "... das wird nicht mehr ganz so wie früher ". Sie hatten Unrecht. Auch das war für mich ein " Ziel " was ich erreichen wollte, aber nur für mich und nicht für andere.
Das man den Ötztaler fahren möchte kann ich gut verstehen. In jeder größeren Radgruppe immer wieder ein Thema. Ich persönlich bin ihn noch nicht als offizielles Rennen gefahren, aber schon 6 x mal privat mit Freunden, davon 2 x mal auf 2 Tage verteilt, allein als Herausforderung und um zu sehen wovon alle sprechen.
Mit dem finishen beim Ötztaler ist man anschließend auch kein besserer Mensch, aber man hat eine gewaltige sportliche Herausforderung gemeistert.
 
Watt/Kilo ist keine Auslegungssache.
Wie gesagt, ich verstehe nicht warum die Leute sich das antun, was sie sich da teilweise antun.
Liegt vielleicht am Alter und daran, dass ich mir nichts mehr beweisen muss. Als junger Mann hätte ich mich vielleicht auch gleich in meiner ersten Saison angemeldet :D
Und ab wann ist man nun deiner Meinung nach fit?
 
Ich bin auch erst seit dem letzten Jahr dabei und angemeldet. Meine Leistungsdaten sollten für eine gute Zeit reichen. Ob die Ausdauer reicht sehe ich dann.
 
Die Pässe selbst kenne ich alle, bin dort in den letzten 30 Jahren schon x-mal mit dem Motorrad entlang Habe aber nie darauf geachtet, wie es sich um die Gasthäuser verhält. Wichtig wäre mir nur die Wasserversorgung. Die kenne ich aus den Alpen von den Brunnen in den Dörfern. Wenn das sichergestellt ist, ist der Rest kein Problem. Tanke geht natürlich auch.
 
Und ab wann ist man nun deiner Meinung nach fit?
Wenn einem 5.000 Höhenmeter und 200 Kilometer am Stück keine Probleme bereiten.
Oder wenn die Excel-Liste sagt es passt :D

Klar, Grenzen überschreiten, über sich selbst hinauswachsen, geht nicht gibts nicht etc. Kann man verstehen. Ich brauchs nicht. Bin aber auch in keiner Rennradgruppe ;)
 
Man braucht keine Berge um für den Ötzi vorbereitet zu sein = ankommen ohne Besenwagen und nicht auf dem Zahnfleisch. Ich trainiere auch ohne Berge und würde den Ötzi jederzeit fahren können. Man muß nur den Körper an die Strapazen gewöhnen durch entsprechend lange Fahrten. Echtes Höhentraining können die Meisten aus Zeitgründen sowieso nicht absolvieren.
 
Wenn einem 5.000 Höhenmeter und 200 Kilometer am Stück keine Probleme bereiten.
Oder wenn die Excel-Liste sagt es passt :D

Klar, Grenzen überschreiten, über sich selbst hinauswachsen, geht nicht gibts nicht etc. Kann man verstehen. Ich brauchs nicht. Bin aber auch in keiner Rennradgruppe ;)
Das ist wieder so eine Sache. Was heißt keine Probleme? Ich denke für keine ist das wirklich nur eine Kaffeefahrt. Ich mag folgenden Spruch sehr. Es wird nicht einfacher, sondern nur schneller. Die Challenge für den TE ist anzukommen und nicht das möglichst entspannt zu schaffen.
 
Das ist wieder so eine Sache. Was heißt keine Probleme? Ich denke für keine ist das wirklich nur eine Kaffeefahrt. Ich mag folgenden Spruch sehr. Es wird nicht einfacher, sondern nur schneller. Die Challenge für den TE ist anzukommen und nicht das möglichst entspannt zu schaffen.
Oh Mann, keine Probleme heißt doch nicht Kaffeefahrt.
Aber wenn ich (in der sehr guten Reportage) ausgewachsene Männer sehe, die weinend in einer Serpentine sitzen…
Bin die Strecke auch schon gefahren, in zwei Tagen. Daher weiß ich, dass ich sie an einem Tag nicht fahren möchte :D
 
Oh Mann, keine Probleme heißt doch nicht Kaffeefahrt.
Aber wenn ich (in der sehr guten Reportage) ausgewachsene Männer sehe, die weinend in einer Serpentine sitzen…
Bin die Strecke auch schon gefahren, in zwei Tagen. Daher weiß ich, dass ich sie an einem Tag nicht fahren möchte :D
Wo ist das Problem? Dann haben sie es halt nicht geschafft. Vielleicht waren sie Gründe des aufsteigens auch ganz banal. Krankheit, Panne oder was weiß ich. Für so eine Reportage ist das doch ein gefundenes Fressen, wenn da einer weinend an Straßenrand sitzt. Und wenn man es nicht schafft ist das doch auch kein Weltuntergang. Dafür ist man um eine Erfahrung reicher und es klappt vielleicht beim nächsten Mal.
 
Wo ist das Problem? Dann haben sie es halt nicht geschafft. Vielleicht waren sie Gründe des aufsteigens auch ganz banal. Krankheit, Panne oder was weiß ich. Für so eine Reportage ist das doch ein gefundenes Fressen, wenn da einer weinend an Straßenrand sitzt. Und wenn man es nicht schafft ist das doch auch kein Weltuntergang. Dafür ist man um eine Erfahrung reicher und es klappt vielleicht beim nächsten Mal.
Ja, wie Du meinst, jedem das Seine. Hab halt ne andere Einstellung zur Teilnahme an einem derart anspruchsvollen Radmarathon.
 
Wo ist das Problem? Dann haben sie es halt nicht geschafft.
Jetzt könnte man natürlich noch in den Raum werfen, dass die "Ich guck mal was passiert" - Starter, kombiniert mit den (siehe letztes Jahr) "Ich starte nur wenn's warm ist" - Startern dafür sorgen, dass viele motivierte, Trainierte, keinen Startplatz bekamen. Dazu kommt die Selbstverständlichkeit, den halben Bekanntenkreis für die Verlosung anzumelden. Wird dann irgendwie ein komischer Teufelskreis.

Dabei wäre es doch so simpel, einfach eine Vorqualifikation abzufragen, ein Event, irgendwas ab 150-200 Km 3.500-4.000 Hm im laufenden oder Vorjahr, oder halt einen bereits gefahrenen Ötztaler. Damit wäre auch das Verlosungs-Dilemma eingedämmt, wenn Omma Gertrud, 85, erstmal den Highlander fahren muss, um in die Verlosung zu kommen.
 
Lese ich da ein leises "mimimi, da melden sich Leute an die es sowieso nicht schaffen/garnicht erst starten und nehmen mir meinen Platz weg"? :D

Dass sich da Leute mit ihrem Bruder und seinem Hund anmelden ist Teil des Programms. Was meinst du was mit dem Budget passiert wenn die plötzlich wegfallen und somit auch die satten Gebühren für die Ummeldungen.

Alleine die Anmeldegebühren dürften mindestens €50,000 Einnahmen garantieren. Dazu nochmal locker ein fünfstelliger Betrag durch die Ummeldungen. Das wird der Veranstalter nicht so einfach in den Wind schreiben nur um eine Qualifikation aufzustellen. Das Ganze läuft seit Jahren schon so, es läuft gut und die wissen ganz genau was da abgeht.
 
Das heißt aber nicht, dass da System gut ist, oder? Es funktioniert ja nur, weil alles es mitmachen, bzw. mitverursacht haben. Ich denke, die meisten würden sogar eine höhere Startgebühr akzeptieren, wenn es dafür ein Quali-System ohne Verlosung gäbe. Bei Paris-Brest-Paris muss man sich auch erstmal über andere Events "beweisen", ist doch nichts verkehrtes dran, und fördert sogar andere Events, die sonst womöglich immer mehr in den Schatten des "einzig Wahren" fallen. Wie viele Trias würden über Hawaii herfallen, wenn es dort ein Losverfahren statt Slots über andere Events gäbe, bei denen man sich erst einmal (aber richtig!) beweisen muss.
 
Wenn beim Ötzi zB nur noch die unter 10h Finisher mitfahren, die sich vorher qualifizieren mussten, würde sich der Charakter der Veranstaltung ändern.
 
Man braucht keine Berge um für den Ötzi vorbereitet zu sein
Oha, der Meinung schliesse ich mich mal nicht an.

Das ist wie beim Boxen. Du kannst so lange auf den Sandsack eindreschen und Seil springen wie Du willst, daß Gefühl wie beim Sparring vom Gegner getroffen zu werden und weitermachen ersetzt es nicht.
 
Wenn beim Ötzi zB nur noch die unter 10h Finisher mitfahren, die sich vorher qualifizieren mussten, würde sich der Charakter der Veranstaltung ändern.
Ob man nun eine Netto-Fahrzeit von 10 oder doch 11 h ansetzen soll.. die recht etablierte Pacing-Tabelle sagt, für 10 h brauchts ca. 3,1 Watt/Kg FTP, für 11 h 2,7. Das sind m.E. Werte, die man für die "Königin der Alpenmarathons" durchaus mitbringen darf, oder?
 
Oha, der Meinung schliesse ich mich mal nicht an.

Das ist wie beim Boxen. Du kannst so lange auf den Sandsack eindreschen und Seil springen wie Du willst, daß Gefühl wie beim Sparring vom Gegner getroffen zu werden und weitermachen ersetzt es nicht.

Ich bin meinen ersten Ötztaler deutlich unter 9h gefahren...nie vorher in den Bergen gewesen und in Nordeutschland zuhause. Klar, berghoch fahren ist ein bisschen anders als im Flachen zu treten. Aber am Ende gehts allein um die Fitness und die kann man überall trainieren.
 
Ich bin ja eigentlich Hamburger (... also kein Bergfahrer ) und denke das ich eine sehr gute Kondition habe. Als ich nach Mittenwald zog, hab ich mich spontan beim Glocknerkönig in Österreich angemeldet. Auf dem Zielfoto konnte ich noch nicht mal mehr lächeln.
Nein, man kann nicht alle Erfordernisse im " Flachen " trainieren.

Aber ich mach jetzt hier mal Schluss für mich, denn wie immer im Forum geht es hier nicht um Hilfe für den Threadersteller, sondern nur wieder um´s Recht haben.

Ich fahr jetzt nach Frankreich. :)
 
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