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(Zwift) FTP Test - Ramp Test oder die 20 minuten Variante = unterschiedl. Ergebnisse

usr

übt bei schönem Wetter radfahren
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Ich habe auch Probleme mit dem Stufentest. Da kommt bei mir ein FTP von 256 raus. Realistischer sind eher max. 225. Das sind ganze 30 Watt zu viel. Leider macht das den Test für mich völlig unbrauchbar.
Dito. Bin gerade ganz tief unten im Verletzungsmodus und Zwift faselt was von 286 was leider zZ vollkommen utopisch ist. Vielleicht passt der Stufentest ja einigermaßen bei Trias die normal keine Sekunde mehr als 20 Watt über oder unter Gesamtschnitt fahren?
 

Justav1A

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Es gibt noch einen kürzeren Test: 4 Minuten All Out. Anhand dessen gibt es für Langdistanzen wohl einen guten Wert.

Das ist schon putzig, wie der Roy Hinnen hier mit seinem esoterisch erscheinenden 4-Minuten-Test daherkommt und diesem seinen Roy-Hinnen-Marketing-Stempel aufdrückt... Die Maike Maurer, die ihn interviewt, kenne ich persönlich. Sie ist wirklich nett und geduldig beim Interview. 🙂

Es ist seit Jahren bekannt, wie man aus der FTP realistische Leistungswerte für die Radsplits all der verschiedenen Triathlon-Wettkampfdistanzen ableitet. Das mache ich. Das machen andere. Das steht in Büchern. Ich bin das erste Mal bei Coggan darauf gestoßen. Und das Thema wird auch bei Triathlon-Szene.de gut und ausführlich beschrieben. Wie das funktioniert ist also lange bekannt. Auch wenn der Hinnen hier so tut, als wäre er der einzige, der's kann.

Aber eine Herleitung aus einer 4-Minuten-Maximalleistung ist eben ungenauer als eine Herleitung aus der FTP. Einfach, weil die anaerobe Kapazität bei einem doch sehr kurzen 4-Minuten-Test anteilsmäßig noch eine deutliche Rolle spielt. Das wurde auch hier im Forum schon oft besprochen.

Wenn ich in meine eigenen Tabellen schaue, sehe ich, dass Hinnen offenbar von einem mittleren Athleten (einem Allrounder ohne besondere Ausdauerskills oder Sprintskills) ausgeht und dann durchaus korrekt aus der 4-Minuten-Leistung die 20-Minuten-MMP hochrechnet. Daraus lässt sich also für den "Allrounder", die ungefähre FTP und auch die ungefähren Wettkampfleistungen ableiten. Im Videobeispiel nimmt Hinnen in der Folge aus der Range denkbarer Wettkampfleistungen die unterste Unterkannte. Das ist sozusagen das, was man als trainierter Triathlet problemlos schaffen sollte. Ein Profi, der in unter 8 Stunden seine Langdistanz macht, wird sich natürlich in der Range des nach Coggan errechneten Leistungsspektrums höher befinden, als ein Hobbysportler, der vielleicht 14 Stunden braucht. Hinnen wählt im Video den untersten Leistungsbereich. Dennoch braucht es für einen Ironman natürlich ein konsequentes Ironman-Training. Es wäre fatal, wenn ein schlecht trainierter Sportler glauben würde, einfach anhand des Roy-Hinnen-4- Minuten-Tests auf die Ironmandistanz hochrechnen zu können.

Kurz gesagt, das Ergebnis von Hinnen spricht durchaus für Realitätsnähe, ist aber einfach ein wenig schlechter, als die gängige Ableitung von der FTP.
 

usr

übt bei schönem Wetter radfahren
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weil die anaerobe Kapazität bei einem doch sehr kurzen 4-Minuten-Test anteilsmäßig noch eine deutliche Rolle spielt.
Ach was, ein echter Triathlet ist doch am Ende dieses Test seit mindestens 235 Sekunden im steady state ;)

(wohingegen ein Rennradfahrer den seinigen typischerweise erst nach dem duschen erreicht)
 

pjotr

Radprofi, gefangen im Körper einer Hobbylusche
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Rampentests sind ohne Spiro und ggf. Laktatdiagnostik weitgehend wertlos, wenn es um die FTP geht. Das Zwift Protokoll steigert die Leistung wenn ich das richtig sehe jede Minute. Damit entspricht es Protokollen, die zur Ermittlung der MAP = Maximum Aerobic Power eingesetzt werden bzw. in Stufentests zur Bestimmung der VO2max. MAP ist die Leistung, die am Ende eines solchen Test unter Ausschöpfung der maximalen Sauerstoffaufnahme (VO2max) erbracht werden kann, sie entsprich also der [email protected] Zwar hat die VO2max - logischerweise - einen EInfluss auf die FTP. Grob gesagt gilt, je höher die maximale Sauerstoffaufnahme, desto höher tendenziell auch die Schwellenleistung/FTP. Dummerweise ist die Beziehung Vo2max zu FTP aber nicht mechanistisch stabil, schon gar nicht, wenn man mehrere Sportler vergleicht. Sie hängt von Trainingszustand, Trainingsinhalten, Trainingshistorie und genetischen Faktoren ab. Bei sehr gut trainierten Ausdauersportlern mit langjähriger Trainingshistorie kann die Schwellenleistung bei >85% der [email protected] liegen, bei weniger trainiern bzw. solchen, die gerade erst mit dem Training begonnen haben liegt sie teilweise sehr deutlich unter 80%. Vor dem Hintergrund sollte klar werden, dass es mit ganz großen Unsicherheiten verbunden ist, aus einem Stufentest eine FTP schätzen zu wollen und irgenwelche Faustformeln, nach denen man aus der Leistung am Ende des Stufentests einen fixen Prozentsatz abzieht, um zur FTP zu kommen, nicht zielführend sind.
Fazit: Stufentest vergessen, es sei denn man interssiert sich für die MAP, richtigen FTP-Test durchführen!
 

406heijn

Heute hat's aber mehr Gravitation als sonst!
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Was unhemlich schlecht fürs Ego ist:
Einleitung:
den Zwift MAP Stufentest für die Ermittlung der FTP heranzuziehen und sich banning über die geilen Werte freuen, und dan das erste Training damit zu absolvieren, vorzugsweise mache ich da gerne den Gorby.

Hauptsatz:
Dann bereits im 2. Intervall merken, das man das Ding verkackt...🤣

Ende:
über die Tabtaste dann das Niveau runterschrauben müssen.
Hätte man doch besser die bereits bekannte FTP aus dem Stunden TT vom Sommer genommen,...
 

scp

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Kurz gesagt, das Ergebnis von Hinnen spricht durchaus für Realitätsnähe, ist aber einfach ein wenig schlechter, als die gängige Ableitung von der FTP.

Ich kenne die eigene Umsetzung des Hinnen Tests noch nicht, da ich ihn bisher noch nicht selbst mal getestet habe. Ich kenne diesen Test auch nur, weil in einer unserer Trainings-Runden ein Video eben von Triathlon-Szene gab, wo der Arne selbst diesen Test durchführte. Ich weiss allerdings nicht, von wann dieses Video war. Als Beispiel fand ich nur das zitierte Video auf die schnelle.

Das natürlich für ein Ironmam nicht nur der Hinnen Test ausreicht und sondern spezifisches Training, steht völlig ausser Frage. Das soll auch doch gar nicht die Aussage des Videos/des Tests sein...oder kam das bei Dir so rüber?
 

Justav1A

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Ich kenne die eigene Umsetzung des Hinnen Tests noch nicht, da ich ihn bisher noch nicht selbst mal getestet habe. Ich kenne diesen Test auch nur, weil in einer unserer Trainings-Runden ein Video eben von Triathlon-Szene gab, wo der Arne selbst diesen Test durchführte. Ich weiss allerdings nicht, von wann dieses Video war. Als Beispiel fand ich nur das zitierte Video auf die schnelle.

Das natürlich für ein Ironmam nicht nur der Hinnen Test ausreicht und sondern spezifisches Training, steht völlig ausser Frage. Das soll auch doch gar nicht die Aussage des Videos/des Tests sein...oder kam das bei Dir so rüber?
Nee. Mein Hinweis ging nicht gegen dich. Und der Hinnen-Test ist auch nicht völlig unrealistisch. Ich wollte aber darauf hinweisen, dass es bessere Ableitungsvorgaben als die von Hinnen insbesondere von Coggan gibt, und dass Hinnen nicht der einzige ist, der diesbezüglich Berechnungen / Abschätzungen vornimmt. Ich finde Hinnen tut so, als hätte er da eine Sensation im Köcher. Klar, am Ende ist es natürlich gerade bei der Langdistanz auch so, dass man sich im Wettkampf optimal verpflegen muss und sinnvoll trainiert sein muss, sonst sind alle Berchnungen für die Katze. Da kann man immer Überraschungen erleben. Aber das weiß Hinnen natürlich auch.
 

scp

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Nee. Mein Hinweis ging nicht gegen dich. Und der Hinnen-Test ist auch nicht völlig unrealistisch.

Keine Sorge, dass hab ich auch gar nicht gegen mich verstanden ;)

Vermutlich hat Hinnen auch einfach nur einen zeitlich kürzeren Weg gesucht, den FTP zu ermitteln, weil er für 20 Minuten zu faul ist 😄 - keine Ahnung.

Mein Beitrag zu dem Test erfolgte auch nur der Vollständigkeit halber, ohne Sympathie bezug zur Person.

PS: Hat denn irgendwer diesen Test schon mal gemacht?
 
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dobelli

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ich bin jetzt zum Rollen-Trainingsstart den auf Seite 1 hier von mir verlinkten Test gefahren. Das passt wieder soweit ganz gut zu meiner Einschätzung. Den Trainerroad-Stufentest fand ich immer etwas zu hoch angesetzt. Mit dem jetzigen Ergebnis konnte ich auch die kurzen 30/30-Intervalle gut fahren. Also passt es für mich.
 

ronde2009

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Passte denn das Trainerroad Programm auch nicht weil die FTP zu hoch geschätzt wurde?
 

dobelli

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Passte denn das Trainerroad Programm auch nicht weil die FTP zu hoch geschätzt wurde?

Ja, ich denke schon. Zumindest ein bisschen. Ich fand die trainerroad-Pläne bzw. -Einheiten letztes Jahr teilweise zu hart und hab manchmal runter geregelt.
Ich hab aber auch das Gefühl, dass die Trainings schon immer am oberen Ende der Intensitätsstufe angelegt waren.

Jetzt fahre ich andere Pläne über trainingpeaks, da werden für die Zielwatt aber auch Bereiche angegeben. Der SmartTrainer reguliert das dann immer in der Mitte. Das alleine macht es etwas entspannter bzw. weniger hart.
 
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