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Wie lege ich eine gute Grundlage?

Proteinriegel

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Hi zusammen,

als früherer Fahrradverweigerer bin ich gerade sehr verwundert, dass ich einen Post in einem Rennrad-Forum verfasse.
Aber wie es so ist, entwickelt man sich ja auch weiter.

Seit vielen Wochen reizt mich schon der Fahrradsport. Zur Zeit bin ich eher in der Fitness/Bodybuildungecke aktiv und laufe viel.
Mittlerweile ist mir aber mehr nach "gas geben". Also, schnellem fahren aus eigener Körperkraft.
Der Fitnessaspekt ist mir dabei sehr wichtig.

Also habe ich mich mal auf die Suche begeben nach einem passenden Gefährt. Leider hat sich ziemlich schnell Ernüchterung breit gemacht. Die Preise sind ja "Wahnsinn... Aber nun, was solls.
Bevor ich jetzt irgend etwas kaufe, wollte ich mir hier mal einen Rat holen.
Das Budget ist, bewusst knapp, bei 1.000-1.200€.

Bisher habe ich ein Cube Nuroad und ein Rose PRO SL 105 gefunden, welche mir optisch und nach Testergebnissen zusagen.
Wahrscheinlich wird das ein totaler Fehlgriff sein, also bitte ich hier um Rat.

Welches Rennrad ist für absolute Anfänger empfehlenswert und worauf gilt es genau zu achten?

Für alle Antworten bedanke ich mich vorab!
 

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Re: Wie lege ich eine gute Grundlage?
Hilfreichster Beitrag geschrieben von solution85

Hilfreich
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Welches Rennrad ist für absolute Anfänger empfehlenswert und worauf gilt es genau zu achten?
Ein gebrauchtes Rad, gerne einen Stahlklassiker.

zu achten ist darauf
-das die Größe exakt passt.
-das es auf dich eingestellt ist
-das alle Lager gut laufen
-das die Räder keinen Schlag haben
...
 
Hilfreichster Beitrag geschrieben von solution85

Hilfreich
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Wie gesagt gebraucht, nur auf gar keinen Fall Stahlklassiker, denn dort zahlst du Sammlerpreise und nicht “ich will den alten Kram nicht mehr“-Preise. Durch die Umstellung auf Servoschaltung und Hydraulikbremse wird gerade sehr viel sehr gutes Material aus der Ära Aluminium/Carbon “gefühlt unfahrbar“ das genau das richtige ist um mit kleinem Budget “Gas zu geben“.

Richtige Größe ist natürlich enorm wichtig, allerdings ist es wenn du noch nie Rennrad gefahren bist einfach so dass dir auch 100 Testfahrten nicht weiterhelfen werden denn das bestmöglich passende Rad wird sich genau so falsch anfühlen wie eins das überhaupt nicht passt. Oder sogar noch schlechter.

Halte dir ein bisschen Geld zurück um ggf zur Anpassung Teile tauschen zu können (gilt beim Neurad genau so!) und achte darauf dass du den Vorbau einzeln tauschen kannst. Das ist bei Neurad in der Preisklasse nie ein Problem (noch...), aber gebraucht könnte dir theoretisch schon das eine oder andere “integrierte Cockpit“ über den Weg laufen (dürfte in der Preisklasse aber auch noch sehr selten sein). Was außerdem klar für Gebrauchtrad spricht: wenn du nach 300 km merkst dass das Radfahren doch nichts für dich ist, oder nach 500 km (vorher kannst du das nicht wirklich beurteilen, weil der Körper noch lernt auf einem Rennrad zu sitzen) dass dieses spezielle Rad doch zu groß/zu klein/zu aufrecht/zu schnittig ist und du unbedingt eine andere größe brauchst dann hat das Gebrauchtrad praktisch keinen Wertverlust erlitten, das Neurad hat aber gerade diesen speziellen Wertverlust hinter sich den man Autos nachsagt die gerade vom Hof de Händlers heruntergefahren wurden. Und der fällt beim Rennrad nicht geringer aus.
 
Wieso sollte ein Pro SL ein totaler Fehlgriff sein? Mehr braucht man eigentlich nicht. Ich bin die letzten 4 Jahre mit einem gebrauchten Pro SL rumgefahren, was jetzt insgesamt 12 Jahre alt ist. Irgendwann will man evtl. mal was Neues, aber brauchen tut man es für den Hobbysport eher nicht.
 
Schlecht ist das Rose sicher nicht, auch wenn die durchgängigen Schaltzughüllen wohl eher nicht mein Fall wären (hat Vor- und Nachteile, durchaus möglich dass die Vorteile in dieser Fahrer/Fahrzeug-Kombination überwiegen)

“Totaler Fehlgriff“ hat niemand geschrieben, aber wenn es wieder abgestoßen werden muss ist's beim gebrauchen egal ob aus erster oder aus zweiter Hand, nullte oder erste ist eine ganz andere Baustelle.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bedenke, dass zum eigentlichen Rad auch noch die Kosten für Helm, Radlerhose, evtl Trikot, Schuhe und Pedale kommen!

Ansonsten kannst du sicherlich auf dem Gebrauchtmarkt glücklich werden, denn Alurahmen, Felgenbremse und weniger als 2x11 elektronisch geschaltete Gänge sind natürlich mittlerweile vollkommen unfahrbar ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ersteinmal Danke für die Zahlreichen Antworten!

Ich habe mir die Tipps natürlich zu Herzen genommen, und mal ein wenig in meiner Umgebung die Kleinanzeigen durchgeschaut.
Es ist absolut korrekt, das für den Anfang etwas ganz einfaches reicht. Zuerst bin ich dann auf ein altes Bulls Desert Falcon 2 gestoßen, für knappe 350 €. Laut Anzeige ist fast alles in gutem bis sehr guten Zustand.
Da war ich schon fast gewillt, am Wochenende die 50 km dafür zu fahren. Was kann man bei dem Preis schon falsch machen?
Allerdings merke ich, dass mir einfach Wissen fehlt. Nachher kaufe ich da irgend einen Schrott, der mir am ende noch den Spaß nimmt.

Wenn ich dann das hier vorgeschlagene Radon R1 sehe denke ich mir aber, dass ich wohl doch eher noch 500 € drauf lege und mir etwas neues zulege. Danke für den Tipp auf jeden fall!

Würdet Ihr eher ein gebrauchtes kaufen, oder das Radon R1? ggf. eine Alternative?
Aufgrund meines fehlenden Wissens bzgl. der Marken und Arten, suche ich einfach nach "Rennrad" bei Kleinanzeigen. Entsprechend unüberschaubar ist natürlich das Angebot. Mir geht es auch gar nicht darum, das tollste Rad zu bekommen. Ich fahre derzeit mit einem Oldtimer eines bekannten. Es geht mir mehr darum, endlich auf eigenen Rädern unterwegs zu sein :)

Kosten für Helm, Radlerhose, Schuhe, etc. habe ich auch nicht bedacht. Das sollte dann, am ende des Tages, auch in das Budget passen und muss unbedingt sein. Zumindest der Helm.
 
@Proteinriegel

Im Moment ist der Radmarkt ein „Käufermarkt“, d.h. es gibt viele Angebote. Mit ein wenig Suche kann für 100-150€ eine Grundausstattung an Bekleidung ohne Schuhe angeschafft werden. Über Schuhe würde ich mir Gedanken machen (welches System, überhaupt Klickpedale???).
 
@usr hat da schon Recht.
Am besten ein gebrauchtes Rad kaufen, da machst Du am wenigsten Geld kaputt.
Gib doch bitte die Informationen zu Körpergröße, Schrittlänge, Wohnort (ungefähr) und wie weit Du fahren würdest für eine Radbesichtigung.
Kannst oder willst Du selber schrauben oder hast du jemand zur Hand für kleinere Arbeiten?
 
Sehe wenig was gegen das Falcon spricht (Preis kannst ja noch verhandeln), besonders als Anfänger. Kenne dein Gewicht nicht, aber die 3fach acht das Leben am Berg einfacher (Schalten halt ein wenig schwerer).

https://www.tour-magazin.de/rennraeder/aktuelles/bulls-desert-falcon-2/

Zum Anfangen sind normale Pedal auch sehr ok, Klickies können nach ein paar Wochen auch gebraucht gekauft werden.

Worst case hast ein Rad mit dem du am Weg ins Gym aufwärmst wenn es sonst nicht taugen sollte. Grösse sollte halbwegs passen, das wäre noch wichtig.
 
Klickpedale möchte ich anfangs noch vermeiden. Es soll so einfach wie möglich für mich sein.

Klar, die Infos gebe ich gerne. Ich bin 176 cm, Schrittlänge 82-84 cm (gemessen vom Fußboden bis in die Leiste, ohne Schuhe natürlich) , Wohnort ist Köln.
Fahren würde ich einen Umkreis von 50-60 km. Kleinere Arbeiten mache ich gern selber.
Alles, was ich noch nicht kann, bringe ich mir bei. Im Notfall frage ich hier nach, oder bringe es, im schlimmsten Fall, zur Werkstatt.
 
Zuerst sollte man doch mal den Bedarf ermitteln und dann Lösungen vorschlagen.
Soll es denn tatsächlich ein echtes Rennrad sein oder doch ein etwas gemütlicheres Marathon/Allroad oder doch ein Gravelrad?
Sind Scheibenbremsen ein dringender Wunsch?
Möglichkeit für Schutzbleche, Gepäckträger?
 
Das R1 ist im Vergleich zum Rose wirklich ein Anker. Es ist zwar gerade modern “Gewicht wird überbewertet“ zu sagen aber bei zweistellig geht dieser Haltung dann irgendwann doch die Luft aus. Das Rose hingegen spielt in dieser Hinsicht durchaus in der gleichen Liga wie Räder die mehrere tausend teurer sind, nur eben ohne Elektro, ohne Aero (gibt's beides beim R1 genau so wenig) und ohne Scheibenbremsen (Rennradfelgenbremsen sind allerdings sehr, sehr viel stärker als alle Felgenbremsen die man von anderen Fahrradtypen kennt, das ergibt sich aus konstruktiven Besonderheiten die nur mit den schmalen Reifen zusammengehen)

Das Rose ist für das wenige Geld immerhin ein verdammt gutes Bergrad, das R1 hingegen hat überhaupt keine Paradedisziplin außer den Preis.
 
Hier noch ein Tipp, ohne das ich das Rad genau kenne: 780€ sind aber ein Kampfpreis.

https://www.bruegelmann.de/cinelli-zydeco-M965937.html?vgid=G1401861
Ich habe selber gerade ein Rad mit mechanischer DB im Aufbau (naja, Umbau), als Pendelrad, und ich würde das niemandem empfehlen der sich nicht hobbymäßig mit der Mechanik beschäftigt. Klar, Hydraulik ist eigentlich noch viel anspruchsvoller, aber wenn es funktioniert dann funktioniert es, und nicht “vielleicht bekomme ich es ja mit den KEB-SL Außenhüllen schleiffrei, mal gucken welcher Händler die gerade lieferbar hat“. Cinelli findet man entweder wegen der Marke richtig geil oder man guckt besser anderswo (die Farbkombination ist wirklich sehr schön!)
 
Das ist also nicht normal, oder? mein erster Blick ging zum Lenker und ich dachte mir "irgendwie stimmt da was nicht. Irgendwie tut es mir sogar fast Leid"...
Hab Ihm aber trotzdem mal geschrieben. Der Preis ist natürlich heiß. Vorausgesetzt, es ist tatsächlich so brauchbar.
 
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