• Hallo Gast, wir suchen den Renner der Woche 🚴 - vielleicht hast du ein passendes Rennrad in deiner Garage? Alle Infos
  • Rennrad-News User Awards 2026: Jetzt abstimmen und Rennrad im Wert von 4.999 € gewinnen!
    Stimme in einer kurzen Umfrage über deine Produkte des Jahres 2026 ab und gewinne dabei ein Rennrad im Wert von 4.999 €!
    ➡️ Jetzt abstimmen!

Werkstoff Carbon

Allright

Mitglied
Registriert
14 Februar 2010
Beiträge
36
Reaktionspunkte
0
Ort
MA / HD
Ist es richtig, dass manche Hersteller für Ihre Rahmen isotrope Fasern benutzen, oder ist das Quatsch und alle Fahrradrahmen werden aus anisotropem Fasermaterial hergestellt? (Hab' ich von Wikipedia).
Ein Rahmenbauer, der selbst Carbonrahmen herstellt, hat mir dies so erklärt - das würde die guten teuren von den schlechten billigen Rahmen unterscheiden. Ich hoffe, das mit den isotropen und anisotropen Fasern stimmt so und er hat nicht ein anderes ähnliches Wort aus dem Fachjargon benutzt.
Wie seine Qualitätskontrolle aussieht, das konnte er mir allerdings nicht erklären.... :(

Was würdet Ihr machen, doch besser einen Carbonrahmen (es sollte schon einer aus diesem Werkstoff sein) eines nahmhaften Herstellers beschaffen?

Gruß
AR
 
AW: Werkstoff Carbon

Isotropie ist nur der Schlausprech für die Anordnung der Faserrichtung. Früher hat man v.a. aus Gründen der Optik in der oberen Carbonschicht bidirektionale Fasern verwendet. Heute verzichtet man meist darauf, da die Steifigkeit darunter leidet und man zusätzlich das Gewicht erhöht. Die Qualität eines Rahmens allein auf die Faseraussrichtung der Deckschicht auszumachen wäre jedoch zu stark vereinfachend.

Prinzipiell macht es bei jedem Rahmen Sinn, sich zunächst mal Klarheit darüber zu verschaffen, was man an Voraussetzungen und Erwartungen mitbringt - unabhängig vom Material.
 
AW: Werkstoff Carbon

Geanu, das Wort hat er benutzt - "bidirektional". Die billigen Rahem wären aus bidirektionalen Fasern gebaut und seine nicht !
 
AW: Werkstoff Carbon

is auch Schlausprech

bi versus unidirektional

bidirektiional ("überkreuz") - die Fasern bilden Karomuster
unidirektional ("gleichgerichtet") - nix Karomuster
 
AW: Werkstoff Carbon

ein bidiretkionaler muss nicht schlecht sein, UD carbon ist halt grad "in"
 
AW: Werkstoff Carbon

im High-Endbereich hat man halt mittlerweile erkannt, dass das typische Carbondesign (bidirektional) ein paar entscheidende Gramm mehr kostet, ohne irgendeinen funktionellen Sinn zu haben (eben auch kein Komfort). Deshalb gibts trotzdem brauchbare Carbonrahmen mit BD Deckschicht.

Wenn jemand heute allerdings für ein Rahmenset 2500 Euro ausgibt :eek:, wird er keine BD mehr haben wollen. Da brauchts schon andere Argumente als den alten "Carboneffekt".....
 
AW: Werkstoff Carbon

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass die günstigen CFK-Rahmen konstruiert werden ohne die Faseranordnung genau zu betrachten. Da wird solange Fasermatten zusammen geklebt so dass es hält. Die günstigen CFK-Rahmen sind ja auch nicht leichter als die guten Alus, d.h. dass Potential von CFK wird nicht ausgenutzt.
UD alleine bedeutet aber noch nix. Wenn ich blind 0/45/90 Lagen aufschichte, dann ist das entstehende Laminat vom Steifigkeits/Gewicht-Verhältnis auch nicht mehr so dolle.
Bringen tut die Faseranordnung nur etwas, wenn man sie auf die vorherrschende Beanspruchung abstimmt. Das erfordert natürlich ein paar Ingenieursstunden und ist dementsprechend teuer bzw. ist Know-How, welches überhaupt erstmal vorhanden sein muss.
 
AW: Werkstoff Carbon

aber sollen die bidirektionalen fasern nicht stabiler sein. ich hab gehört das viele rennradler ihre rahmen mit ud fasern nach nem jahr wegschmeißen müssen weil sie brechen
 
AW: Werkstoff Carbon

Die Fasern müssen in Beanspruchungsrichtung liegen. Wenn Ein Teil nur aus einer Richtung belastet wird sollte ich alle Fasern in diese Richtung legen um möglichst leicht zu werden. Falls es aber doch Beanspruchungen aus einer anderen Richtung gibt wird das Bauteil versagen. Wenn ich aber aus Unkenntnis über die Beanspruchungen einfach Fasern in alle Richtungen lege ist das Steifigkeits-/Gewichtverhältnis nicht mehr besser als bei Alu oder Stahl.
Ein Laminataufbau 0/90 ist bei gleicher Dicke nur halb so steif und fest in 0°-Richtung als ein reines 0°-Laminat (logisch, halbe Anzahl Fasern in 0° Richtung), aber deutlich steifer und fester in 90°-Richtung (auch logisch, da hat das reine UD-Laminat gar keine Fasern). Kommt also immer drauf an wie die Lasten sind wo man die Fasern hinpacken muss, das macht das ganze so schwierig.
 
Zurück