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Von 28mm auf 30 o. 32mm Reifenbreite für Sommer Alpentour?

Maxim_k

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Bin im Sommer 1 Woche in der Schweiz mit dem Rennrad. Freue mich schon auf die vielen Pässe, habe aber auch viel Respekt, vor allem vor den Abfahrten.

Hab auf meinem Focus Mares Disc aktuell 28mm GP5000 mit denen ich auch sehr zufrieden bin, frage mich aber ob ich beim nächsten Reifenwechsel evtl. doch auf 30mm oder sogar 32mm wechseln soll? Ggf. auch hinten breiter als vorne?!

Was mE dafür spricht: etwas mehr Grip und damit Sicherheitspuffer auf den Abfahrten(?); etwas mehr Komfort

Was ggf. dagegen spricht: etwas mehr Gewicht am Laufrad; Laufräder sind aerodynamisch für 28mm optimiert (Swiss-Side Hadron Allroad)

Machen? Nicht machen? Und wenn ja dann vorne und hinten gleich?
:kopfkratz:
 

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Re: Von 28mm auf 30 o. 32mm Reifenbreite für Sommer Alpentour?
Ich bin von 32 auf 28 zurückgegangen, nachdem meine neuen LR einen Innenweite von 21 statt vorher 19mm aufweisen. Mir wurde der vorher geliebte Pirelli Velo am Vorderrad zu undefiniert (fahre TL). Wegen der Strassenqualität brauchst Du aus Komfortgründen in der Schweiz eher keine breiteren Reifen, dann eher auf TL umrüsten, wenn nicht schon erfolgt und überhaupt möglich. War jüngst in der Toskana, und die Nebenstrassen sind halt so wie sie sind, habe mich aber mit 28ern doch gut gefühlt. Die 30er und 32er haben da genau gleich gehoppelt. Ich würde die 28er Reifen drauf lassen. Wenn Du gerade wechseln musst, kannst ja hinten mal 30 probieren.
 
Also aus meiner Sicht und meinen Erfahrungen (mit 9kg Rad bei rund 10kg Beladung und mir 80kg), hatte ich letztes Jahr nicht schlecht gestaunt, wie viel besser sich 40mm Gravelreifen (2bar) auf sehr strammen Abfahrten fahren lassen.
Das hat in erster Linie damit zu tun, dass ein bepacktes Rad nicht zu 'lupfen' ist, sprich dass was Du mit einem nackten Renner locker auf dem Rad turnend kompensieren kannst, fällt bei der Packvariante wie ein Sack Reis in alle Unebenheiten.
Und dann ist es eben ein Riesenunterschied, wenn die Reifen (mit Orientierung an der unteren Druckskala) agil an der Dämpfung mitwirken können. Die Fuhre fährt einfach etwas weniger beeinflusst von den kleinen Impulsen von der Straße ruhiger und spurstabiler.
Nimm den größtmöglichen Reifen, probiere vorher mit verschiedenen Drücken auf den gleichen Straßen die Unterschiede und hab eine gute Fahrt :)
 
Also aus meiner Sicht und meinen Erfahrungen (mit 9kg Rad bei rund 10kg Beladung und mir 80kg), hatte ich letztes Jahr nicht schlecht gestaunt, wie viel besser sich 40mm Gravelreifen (2bar) auf sehr strammen Abfahrten fahren lassen.
Das hat in erster Linie damit zu tun, dass ein bepacktes Rad nicht zu 'lupfen' ist, sprich dass was Du mit einem nackten Renner locker auf dem Rad turnend kompensieren kannst, fällt bei der Packvariante wie ein Sack Reis in alle Unebenheiten.
Und dann ist es eben ein Riesenunterschied, wenn die Reifen (mit Orientierung an der unteren Druckskala) agil an der Dämpfung mitwirken können. Die Fuhre fährt einfach etwas weniger beeinflusst von den kleinen Impulsen von der Straße ruhiger und spurstabiler.
Nimm den größtmöglichen Reifen, probiere vorher mit verschiedenen Drücken auf den gleichen Straßen die Unterschiede und hab eine gute Fahrt :)
Was für ein Profil hatten die Reifen?
 
ein Aspekt, der nie beachtet wird, den ich aber aus der Motorradgeschichte her gut kenne: Umso breiter ein Reifen, desto mehr Schräglage des Systems wird in der Kurve bei gleicher Geschwindigkeit verlangt. Wenn du dich also in der Abfahrt unsicher fühlst, wird das mit mehr verlangter Schräglage wohl nicht besser werden. Fahrer, die gefühlt sowieso schon mit dem Innenknie den Boden berühren vor lauter Schräglage können den Gripvorteil natürlich gut gebrauchen.
 
Bin von 28mm auf 30mm vorne und hinten bei meinem Rose Reveal gewechselt. Ich fahre tubeless und mit DT Swiss 1400 bauen die GP5000 S TR auf 29,5 mm auf. Ich finde die Größe perfekt, fahre sicherer in den Abfahrten und mittlerweile auch öfters Schotterwege ohne mir einen Kopf zu machen. Bei meinem Aeroad fahre ich 28mm vorne und hinten 30mm, ebenfalls GP 5000 S TR tubeless, passt auch wunderbar, hier ist mir die Aerodynamik etwas wichtiger, wobei wahrscheinlich Marginalien. Denke wie gesagt daran, das je nach Laufrad gerade mit tubeless die Reifen unter Umständen sehr unterschiedlich aufbauen. Ich kenne Kombinationen da hat dann der 28er Reifen plötzlich auf der Felge 31mm.
 
Warum sollten breite Reifen mehr Grip haben als schmale? Die Reibungsgleichung lautet ja (Haft-)Reibungskraft = my*Gewichtskraft. Da ist weit und breit nichts von irgendeiner Fläche zu erkennen.
 
ein Aspekt, der nie beachtet wird, den ich aber aus der Motorradgeschichte her gut kenne: Umso breiter ein Reifen, desto mehr Schräglage des Systems wird in der Kurve bei gleicher Geschwindigkeit verlangt. Wenn du dich also in der Abfahrt unsicher fühlst, wird das mit mehr verlangter Schräglage wohl nicht besser werden. Fahrer, die gefühlt sowieso schon mit dem Innenknie den Boden berühren vor lauter Schräglage können den Gripvorteil natürlich gut gebrauchen.
Das kannst Du so nicht auf Fahrradreifen übertragen. Bei dem von Dir genannten Phänomen spielt der Querschnitt die größte Rolle. Die unfassbar breiten Motorradreifen sind extreme Niederquerschnittsreifen – das gibt es bei Fahrrädern nicht.
 
Warum sollten breite Reifen mehr Grip haben als schmale? Die Reibungsgleichung lautet ja (Haft-)Reibungskraft = my*Gewichtskraft. Da ist weit und breit nichts von irgendeiner Fläche zu erkennen.
Breite Reifen (mit weniger Druck) kontakten länger mit der Straßenoberfläche, weil sie die Störimpulse zu weit größeren Teilen verformenderweise absorbieren können.
 
Seit dem ich einmal echte 30er Reifen auf Abfahrten gefahren bin ich ein Fan von breiteren Reifen.
Wenn ich mit jemanden, der 25er Reifen fährt, in die Abfahrten gehe, ist bei mir noch alles chillig, während der andere bereits am Limit ist.
Ich sage probiere es aus und überzeug dich selbst.
 
Na klar. Wenn man die Walkarbeit rauf setzt, hoppelt die Fuhre natürlich weniger. Aber ist Das bergauf gewünscht?
Bergauf ist das natürlich irrelevant bis akkustisch störend, aber bei 70-90km/h …
Btw. natürlich bleibt immer noch die Möglichkeit, seine Geschwindigkeit den gegebenen Faktoren anzupassen und eben nicht das eigene Risikointegral zu erhöhen, aber das war ja nicht die ursprüngliche Frage.
 
Haftreibung ist in der Physik nur ein vereinfachtes Modell. Unter dem Mikroskop siehst du eine vielfache Form von kleinen Verzahnungen, die eben auch Formschluss beinhaltet, zu Überwinden von Verformung, Anheben, Abscheren....
Die Reibung wächst nicht linear mit der Fläche, aber sie steigt.
(Sehr kleine Bremsgummis sind auch schlechter als längere)

Gruß messi
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, genau, waren als Transportschutz auf einem LRS-Kauf und wollten einfach nicht kaputt gehen.
Gefahren bis überall Fäden zu sehen waren und dünn wie Reizwäsche, aber in Kombi mit Latex partout nicht plattbar.
Null Platten und einen dauerstaunenden Fahrer. :)
Als die nur annähernd so bei mir aussieht, konnte ich mich vor Pannen kaum retten.
 
Damit hier kein falscher Eindruck entsteht. Ich bin Fan von breiten Reifen am Rennrad. Auf meinem Trainingsrad fahre ich vorne 28mm und hinten 35mm. Ich wollte nur sagen, dass Grip nichts mit der Reifenbreite zu tun hat. Die Vergrößerung der Fläche dient dazu die Wärmeaufnahmefähigkeit zu erhöhen. Dadurch kann die Gummimischung weicher gewählt werden. Der Reibungskoeffizient My wird vergrößert.
Die Frage nach dem Reifengewicht finde ich jetzt auch nicht unwichtig. Geringes Reifengewicht bedeutet niedrige Kreiselkräfte also leichtes Einlenken vor Kurven. Hohes Reifengewicht bedeutet hohe Kreiselkräfte also stabiler Geradeauslauf. Oder anders: Ein dünner Reifen kann dazu führen, dass das Fahrrad total wackelig wird.
Ein dicker Reifen kann dazu führen, dass das Fahrrad kaum noch einzulenken ist. Was da jetzt der beste Weg ist, ist eine Frage der Rahmengeometrie und der persönlichen Vorlieben.
@Maxim_k : An einem Graveler wie dem Mares würde ich vorne 28mm und hinten 32mm fahren. Weniger Reifen sieht einfach ein wenig verloren aus.
 
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