Mi67
flachlandverdonnert
AW: Verständnisfrage zum Fettstoffwechsel-Training
Den unglücklichen Begriff des "Fettstoffwechseltrainings" sollte man allerdings wirklich aufgeben, denn man trainiert nicht vordergründig das Fettgewebe mit dessen Fettstoffwechsel, sondern den Muskelstoffwechsel bzw. weitere Anpassungen im Kreislaufsystem. Zu den vielfältigen Anpasungen beim Training der aeroben Leistungsfähigkeit gehört darin dann als eine von vielen Komponenten auch die verbesserte aerobe Verwertung von Fettsäuren und vielleicht sogar eine Plastizität des Fettgewebes, um in Zukunft Fettsäuren bedarfsgerechter bereitstellen zu können. Diese Komponente lässt sich aber nicht als isoliertes Trainingsziel fassen, welches durch genau eine Trainingsmaßnahme angegangen werden könnte. Viel, viel wichtiger ist der Ausbau der aeroben Fähigkeiten insgesamt, bei dem dann quasi-umsonst die Optimierung der Fettverwertung mit inbegriffen ist. Quasi alle im Labor gemessenen Parameter (freie Fettsäuren im Plasma, Lipolyserate, resp. Quotient, IMTG-Gehalt, intramuskuläres Speicherglycogen, Mitochondrienzahl und -masse, Enzyme des aeroben Stoffwechsels) und Erfahrungswerte (Hungerast-Resistenz, hohe Leistung bei Nüchtern-Trainingsfahrten, gute Schonung von Leistungsreserven in Rennsituationen, ...) lassen sich letztlich auf die optimierte aerobe Gesamtleistung als Ganzes zurückführen. I.a.W.: die Fettverwertung ist womöglich indirekt durch höhere Kapillardichte im Muskel verbessert worden und nicht durch eine intelligenter gewordene Fettzelle.
GA1 ist dabei nur eine und nicht die alleinige Trainingskomponente, die hiebei angewendet werden kann und soll. Den GA-Begriff sollte man also nicht aufgeben, wohl aber den zu falschen Interpretationen verleitenden Begriff des "Fettstoffwechseltrainings". Auch die Zuordnung, dass GA1-Training in ganz hervorragender Weise zur Optimierung der Fettverbrennung führen würde, während schwellennahe-Trainingsintensitäten oder gar stärker ins Anaerobe hineinreichende Intensitäten keine Effekte auf die Verbesserung der Energiebereitstellung aus dem Fettgewebe hätten, ist so nicht haltbar. Ebenso wie ein Energiemix optimal das Training befeuert, ist ein Trainingsmix erforderlich, um optimal gewünschte Anpassungen des Stoffwechsels zu erzielen.
ofw1988 wollte Dir mit dem Link ja offensichtlich gar nicht widersprechen, sondern nur unterstützendes Textmaterial bereitstellen.Hab mich vielleicht falsch ausgedrückt - oft wird ja von einem gewissen Pulsbereich gesprochen bei dem man Fett geradezu verbrennt (manchmal sogar *nur* in diesem Bereich wird Fett verbrannt) und das soll wohl eher zweifelhaft sein - der verlinkte Artikel sagt ja im Prinzip nichts anderes.
Den unglücklichen Begriff des "Fettstoffwechseltrainings" sollte man allerdings wirklich aufgeben, denn man trainiert nicht vordergründig das Fettgewebe mit dessen Fettstoffwechsel, sondern den Muskelstoffwechsel bzw. weitere Anpassungen im Kreislaufsystem. Zu den vielfältigen Anpasungen beim Training der aeroben Leistungsfähigkeit gehört darin dann als eine von vielen Komponenten auch die verbesserte aerobe Verwertung von Fettsäuren und vielleicht sogar eine Plastizität des Fettgewebes, um in Zukunft Fettsäuren bedarfsgerechter bereitstellen zu können. Diese Komponente lässt sich aber nicht als isoliertes Trainingsziel fassen, welches durch genau eine Trainingsmaßnahme angegangen werden könnte. Viel, viel wichtiger ist der Ausbau der aeroben Fähigkeiten insgesamt, bei dem dann quasi-umsonst die Optimierung der Fettverwertung mit inbegriffen ist. Quasi alle im Labor gemessenen Parameter (freie Fettsäuren im Plasma, Lipolyserate, resp. Quotient, IMTG-Gehalt, intramuskuläres Speicherglycogen, Mitochondrienzahl und -masse, Enzyme des aeroben Stoffwechsels) und Erfahrungswerte (Hungerast-Resistenz, hohe Leistung bei Nüchtern-Trainingsfahrten, gute Schonung von Leistungsreserven in Rennsituationen, ...) lassen sich letztlich auf die optimierte aerobe Gesamtleistung als Ganzes zurückführen. I.a.W.: die Fettverwertung ist womöglich indirekt durch höhere Kapillardichte im Muskel verbessert worden und nicht durch eine intelligenter gewordene Fettzelle.
GA1 ist dabei nur eine und nicht die alleinige Trainingskomponente, die hiebei angewendet werden kann und soll. Den GA-Begriff sollte man also nicht aufgeben, wohl aber den zu falschen Interpretationen verleitenden Begriff des "Fettstoffwechseltrainings". Auch die Zuordnung, dass GA1-Training in ganz hervorragender Weise zur Optimierung der Fettverbrennung führen würde, während schwellennahe-Trainingsintensitäten oder gar stärker ins Anaerobe hineinreichende Intensitäten keine Effekte auf die Verbesserung der Energiebereitstellung aus dem Fettgewebe hätten, ist so nicht haltbar. Ebenso wie ein Energiemix optimal das Training befeuert, ist ein Trainingsmix erforderlich, um optimal gewünschte Anpassungen des Stoffwechsels zu erzielen.