Genau das. Mir ist ein Rätsel, wie man bei seiner Auffassung so beschränkt sein kann, nur den Blickwinkel einer von einem Veranstalter geplanten Brevet (oder auch RTF) als Maßstab zu nehmen und mit einer selber erstellten Tour vergleichen kann, die in eine Gegend führt, die man noch gar nicht kennt.
Ich versteh auch nicht, wie man das Fahren mit mutmaßlich jahrelanger Langstreckerfahrung und guter Grundkondition mit dem Schritt eines Anfängers vergleichen kann, der erstmals Touren mit 100km+ in Angriff nehmen will. Vielleicht merke ich ja nach 4-5 Touren a 120km, dass alles viel einfacher ist als gedacht. Aber warum soll ich denn bitte so bescheuert sein, ein Risiko einzugehen, wenn ich doch ganz simpel vom Sofa aus beim Fernsehen nebenbei meine geplante Route checken kann, ob ich da nicht zu lange durchs Niemandsland fahre? Heute war ich zB schon ne Runde Radfahren, und jetzt schau ich Giro und schreib hier nebenbei oder könnte auch einfach mal aus Spaß eine neue Strecke planen.
Und so oder so: Selbst wenn ich bei einem Wetter wie heute mit 30 Grad nur mal 2 Stunden nahe um Köln herum fahre, überleg ich mir natürlich vorher, wo ich langfahre, damit ich bei Bedarf nach c.a. 2/3 der Strecke was zu trinken bei ner Tanke oder nem Kiosk holen kann, ohne nochmal ne halbe Stunde fahren zu müssen. Nur: Wenn ich in einer Region fahre, die ich noch nicht kenne, weiß ich halt nicht, wo und OB überhaupt es da in einem bestimmten Streckenabschnitt nen Kiosk, ne Tanke, ein Cafe oder sonstwas gibt. Und genau deswegen würd ich das gern halbwegs mit einplanen, damit ich nicht später Kopfschmerzen bekomme, weil ich bei 30 Grad zu lange ohne Wassernachschub gefahren bin