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Sattelrohr verbogen ?

Yo!

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Guten Abend,

... eine Angelegenheit plagt mich: Das Sattelrohr ist nicht gleichmäßig rund. In x-Richtung hat es 27.2mm und in y-Richtung nur 25.4mm. Vermutlich hat daran jemand rumgepfuscht. Nur verstehe ich nicht was diese Person genau gemacht hat, damit sowas entsteht.


Hat jemand einen Lösungsansatz?
 

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Re: Sattelrohr verbogen ?
SATTELROHR.jpg
 
So einen Rahmen hatte ich auch mal. Allerdings Alu. Da müßte ich die Sattelstütze auch ziemlich reinprügeln. Späteres Rausziehen ging zwar, brachte dann aber unschöne Kratzer an der Stütze zum Vorschein.
Man sollte nicht glauben, dass Rahmen immer hübsch gleichmäßig und sauber gebaut werden. Wenn man mal neue Rahmen akribisch vermisst, fällt man nicht selten vom Glauben ab.

Gut möglich, dass das verbaute Rohr von Anfang an nie wirklich ganz rund war. Auch konnte man früher die Bolzen weit kräftiger anziehen, als an den heutigen Schellen. Drehmomentschlüssel? Da wurde angezogen, bis die gut gefettete Sattelstütze nicht mehr rutschte.
Ob eine Sattelstütze wirklich paßte, wurde per Augenmaß festgelegt. Rutschte sie, wurde eben der Bolzen festgezogen. ... (s.o.)
Reichte das nicht, wurde eben aus ein wenig Blech eine "Reduzierhülze" geschnitten.
Auch "Spezialisten", die viel zu kurze Sattelstützen fahren, hinterlassen nicht selten Spuren am Sattelrohr.

Insofern: Schaue einfach, ob irgendwo Risse zu sehen sind. Wenn nicht, alles gut, wenn auch nicht perfekt. ;)
 
Ob eine Sattelstütze wirklich paßte, wurde per Augenmaß festgelegt. Rutschte sie, wurde eben der Bolzen festgezogen. ... (s.o.)
Ich weiß ja nicht was Du so für Spezialisten kennst.;) Ich gebe zu, ich hab so was auch mal verbrochen, da war ich aber wirklich noch sehr jung und neu in dem Thema. Und ist mittlerweile fast 35 Jahre her und damit verjährt.:p
Damals hab ich nen COLNAGO so zugerichtet. Asche auf mein Haupt:oops:. Das war mir aber eine Lehre und ich hab ab da immer mit nem Messchieber gemessen.
 
Ich weiß ja nicht was Du so für Spezialisten kennst.;) Ich gebe zu, ich hab so was auch mal verbrochen, da war ich aber wirklich noch sehr jung und neu in dem Thema. Und ist mittlerweile fast 35 Jahre her und damit verjährt.:p
Damals hab ich nen COLNAGO so zugerichtet. Asche auf mein Haupt:oops:. Das war mir aber eine Lehre und ich hab ab da immer mit nem Messchieber gemessen.
Ich schrieb "Spezialisten" ja nicht ganz grundlos in Gänsefüßchen. Ich fuhr vor 35 Jahren ein Fahrrad, das mindestens noch einmal so alt war, wie heute die damalige Zeit her ist. Und natürlich werkelte ich da selbst dran rum. Viele meiner Freunde fuhren ähnliches Material. Der Coolste war der, dessen Zähne am Kettenblatt am spitzesten waren. :D
Verbaut wurde, was annähernd paßte. War ein Glockenlager durch, kamen andere Kugeln rein. Kugeln, die man eben irgenwoher hatte. Dass es die Dinger in unterschiedlichsten Minimalgrößenunterschieden gab, ... das Wissen kam erst später. Nicht selten durch Zufall.
Natürlich wurde auch kaputtrepariert. - Der Eine lernte daraus, der Andere eher nicht. :cool:
Aber mal ganz ehrlich: Das Material war damals auch ziemlich robust und konnte eine ganze Menge mehr ab. Unkaputtbar war es natürlich auch nicht.

Ich kenne auch Niemanden, der selbst schraubt, der nicht schon mal ganz blöde Dinger hat gucken lassen.

Du brauchst dir nur mal Räder in den Werkstätten anschauen, an denen sich so manche Besitzer vorher selbst betätigt und erst später, manchmal auch zu spät, davon abgelassen haben.

Und dann wären da noch so manche "Fachwerkstätten", die so rummurksen. Nicht selten fühle ich mich da an meine Versuche in Kindertagen zurückerinnert. :D

Ein Bekannter (fährt viel, hat aber schraubertechnisch weder Ahnung noch Geschick) hatte vor einem Jahr seinen Randonneur in einer Fachwerkstatt. Auftrag: Ketten-, Ritzel-, Kettenblatt- und Lenkerbandtausch. Außerdem Rundumdurchsicht.
Fazit: Ritzelpaket getauscht, knarzte aber. Verschlußring konnte mit Hand geschraubt werden. Kette zu lang, Kettenblatt machte Geräusche. Alle Kettenblattschrauben waren minimal zu lang und ließen sich nicht anständig festziehen. Warum die überhaupt ausgetauscht wurden, erschließt sich mir nicht. Das Lenkerband sah irgendwie merkwürdig aus. Klar, das rechte Band wurde vom Lenkerende her gewickelt, das linke von der Lenkermitte her. Man sieht es, kann es aber kaum glauben.
Das Hinterrad hatte den leichten (fast 2mm) Schlag noch immer, der Rat, mal bei Gelegenheit die Bereifung und die Bremsbeläge zu wechseln, entfiel auch. Die Bremsbeläge waren ziemlich runter, die Bereifung zeigte nicht nur Risse, der Hinterreifen war einfach abgefahren.

Die Kassette zog ich fest, die Kette kürzte ich, passende Kettenblattschrauben hatte ich. So fiel die Sonntagstour wenigstens nicht aus. (Alles hübsch fotodokumentiert.)
Am Montag war er wieder in der "Fachwerkstatt" und listete die Mängel alle mal auf. Neues Lenkerband ließ er sich mitgeben und bekam einen Teil der Werkstattkosten erstattet.
Ich zentrierte daraufhin das Hinterrad, bestellte und montierte Bereifung und Bremsbeläge, ersetzte zusätzlich Brems- und Schaltzüge. (Es schaltete sich danach gleich wieder viel besser. Na ja, kann man ja eigentlich nicht meckern, die Züge hatten ja schon knapp 40.000km runter. Da dürfen die schon mal ein wenig fransig werden.)
Die Naben waren eigentlich unauffällig, bekamen aber ein wenig Fett und wurden wieder ordentlich eingestellt.
Das Ganze kostete meinen Bekannten die Materialkosten und einen feuchten Kneipenabend, den wir ohnehin irgendwann gehabt hätten. Nur konnte ich die Geldbörse diesmal steckenlassen. :D

Was genau verstehen diese Helden unter Rundumdurchsicht? Wer hat da überhaupt dran rumgeschraubt?

Und da fragst du, was ich für Spezialisten kenne? Ich erledige normale Umbau- und Instandsetzungsarbeiten sowie Laufradbau nicht ohne Grund selbst. Mir wurden mal neue Bremsbeläge in Rechnung gestellt, weil diese abgefahren seien und gewechselt werden mußten.
Das Rad war insgesamt ganz sicher nicht mehr doll drauf. Die Bremsbeläge hatte ich aber gerade erst 14 Tage vorher gewechselt. - Da war dann aber bei mir Schluß mit lustig.
Ich kenne derzeit im Ort nur eine und in gut 30km Entfernung noch eine weitere Werkstatt, denen ich meine Räder anvertrauen würde, sollte es doch mal nötig sein. Dabei gibt es hier eine ganze Reihe von "Fachwerkstätten" in der Umgebung.
Ich finde, ein Schande ist das.

PS. Ich verstehe auch nicht die guten Bewertungen, die der ADFC mal in einem Werkstatttest vergab. Die Dinge, die sie dort an einem Rad "manipulierten", hätten ALLE gefunden werden müssen. Eine Durchsicht ist eine Durchsicht. Die hat nach Checkliste abgearbeitet zu werden, nicht nach Augenmaß des Meisters oder gar des Azubis.
Gibt es keinen Auftrag für kostenintensive zusätzliche Arbeiten, müssen die wenigstens als Mängel aufgelistet werden.
Auch das typische "fertig" und Bezahlen finde ich befremdlich. Wenigstens eine Erläuterung der durchgeführten Arbeiten ist ja wohl nicht zu viel verlangt. - Kostet ja schließlich nicht wirklich wenig, das Ganze.

Und so warte ich mittlerweile die "Familienräder" und die einiger Bekannten und Nachbarn. - Gelegentlich auch NACHDEM sie aus einer Werkstatt kommen. Was ich nicht kann oder machen will, lehne ich aber mit Tipp auf eine geeignete Werksatt ab.
Ich könnte hier bald selbst eine Werkstatt aufmachen. Ich will aber auch selbst mal fahren. :D
 
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