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Ruhrpottpflanze

Sonne_Wolken

Klassikerfee
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Dortmund
Hallo zusammen,

Habe mich hier neu angemeldet und möchte mich direkt mal vorstellen. :bier:
Ich bin Jennifer aus Dortmund, feiere meinen 30. Geburtstag schon etwas länger (so ca. 20 Jahre:confused:), bin ziemlich groß geraten und habe mir, nach 10 Jahren Pause wegen einer Verletzung, wieder ein Rennrad gekauft. Da ich sehr auf alte Räder stehe, ist es ein Giant Peleton Lite von 1985 geworden. Trauere allerdings noch immer meinem Benotto hinterher, welches ich vor 10 Jahren verkaufte.:( Fahre seit einigen Jahren bereits wieder Mountainbike und Reiserad. Von modernen Rädern habe ich ehrlich gesagt nicht so viel Ahnung, aber an meinen alten Schätzchen schraube ich selber rum. ;)
 
Hallo zusammen,

möchte mal etwas über meine Aktivitäten schreiben. Seit Januar bin ich in einem Radsportverein und fahre die erste Saison RTF mit Wertungskarte. Dieses Wochenende war Saisonbeginn und ich habe die ersten beiden RTF absolviert. Samtag startete ich in Dortmund-Aplerbeck auf der 75 km Strecke. Kurz vor 10 Uhr liess man uns auf die Strecke. Leider schloss ich mich einer Gruppe an, die eigentlich etwas zu schnell für mich war. Ich musste immer wieder Löcher zu fahren, wenn Fahrer vor mir abreissen liessen. Bis zum ersten Kontrollpunkt blieb die Gruppe aber zusammen. Danach setzte ich meinen Weg alleine fort. Nach 50 km rächte sich die anfängliche Unvorsichtigkeit und langsam verliessen mich die Kräfte. Ich schleppte mich total kaputt mit Mühe ins Ziel. Selbst Abends ging es mir noch ziemlich schlecht. Hatte schon Befürchtungen für die RTF am Sonntag. Doch am nächsten Morgen ging es mir wieder recht gut. Da hat sich das Wintertraining wohl doch etwas ausgezahlt.

Um 9 Uhr am Sonntag war Start in Holzwickede. Dieses Mal fuhr ich von Anfang an alleine mein Tempo. Das sollte sich auf den 75 km bewähren. Am Ende kam ich noch recht munter ins Ziel und hatte annähernd die gleiche Durchschnittsgeschwindigkeit wie am Vortag. Aber da ist noch viel Luft nach oben. Nächsten Sonntag geht es in Herne-Crange weiter.

Fazit des Wochenendes: Beide Tage haben Spass gemacht und ich habe erfahren wo momentan meine Grenzen liegen. Mir gefällt die Atmosphäre bei den RFT. Die Verpflegung unterwegs war gut, die Strecken schön, aber teilweise etwas holprig.
Zum Abschluss gab es im Ziel leckeren Kuchen und Kaffee.
Für mein Rad habe gerade noch ein paar Teile bestellt. Vor allem wird der breite und gerade Lenker durch einen schmaleren Compactrennlenker und Aerohebel ersetzt. Hoffe das ich bald mal Urlaub nehmen kann, um das Giant fertig zu stellen. dann habe ich wieder zwei Räder zur Auswahl.

Hier zwei Fotos vom Sonntag:
rtfholzwickede12.41.0otkbq.jpg
rtfholzwickede12.41.4wvkvw.jpg
 
Hallo Jennifer,

bzgl. Deines Umbauvorhabens würde ich Dir eher davon abraten, weil Du aus dem Rad auch mit Rennlenker kein Rennrad machen wirst. Und zwar ist die Geometrie bei Rädern, die auf gerade Lenker ausgelegt sind so, daß der Abstand zwischen Sattelstütze und Steuerrohr größer ist als bei Rennrädern, d.h. der Rahmen baut länger. Wenn Du da einen Rennlenker montierst, dann wird die Sitzposition zu gestreckt und vorne zu tief. Zum Teil kann man das mit einem kürzeren (und steileren) Vorbau kompensieren. Aber vermutlich nicht so, daß Du die "richtige" Sitzposition findest.

Du kannst ja mal Deine Maße eingeben bei http://www.competitivecyclist.com/Store/catalog/fitCalculatorBike.jsp. Und dann die Werte für ein Rennrad ausrechnen lassen und mit denen von Deinem Rad vergleichen.

Ggf. könntest Du die Sitzposition auch etwas komfortabler machen, indem Du den Lenker seitlich etwas kürzt, so daß die Hörnchen weiter nach innen kommen und Du diese Griffposition länger fahren kannst. Da muß man dann aber wieder aufpassen, daß der Lenker nach dem Kürzen in dem Bereich, in dem dann die Hörnchen montiert werden, für eine solche Klemmung geeignet ist. Lenker mit einer variablen Wandstärke sind dafür unter Umständen ungeeignet.

Willst Du den Umbau denn selber vornehmen?

Auf jeden Fall hast Du meinen Respekt dafür, so früh im Jahr gleich mal 150 km an einem Wochenende hingelegt zu haben!

Grüße,
Michael
 
Hallo Michael,

danke, ja ich baue das Rad selber um. Habe da schon einiges an Erfahrung sammeln können (habe eine eigene kleine Werkstatt im Keller). Das Oberrohr ist nicht länger wie bei meinem Rennrad, da die Rahmenhöhe deutlich kleiner ist. Dadurch kann ich mit viel Sattelüberhöhung fahren, was mir fürs sportliche Fahren entgegen kommt. Bei Gegenwind fehlte mir bisher die Unterlenkerposition. Montiere einen Compactlenker mit wenig Reach (75 mm) und Drop (120 mm). Hatte probeweise mal den Lenker von meinem Rennrad montiert. Das fühlte sich deutlich besser wie die gerade Stange an. Ich muss dazu sagen das ich sehr gross bin .
Aus dem Rad soll auch kein richtiges Rennrad werden. Aber übersetzungsmässig ist es deutlich besser für Bergfahrten geeignet als die Übersetzung an meinem Rennrad. Möchte eine Alternative haben für RTF mit vielen Höhenmetern und steilen Anstiegen.

Bisher dachte ich das 150 km nicht so viel ist, aber für RTF gelten andere Gesetze wie für Touren. Man fährt doch um einiges schneller.
 
@Sonne_Wolken: Ok, ich seh schon, Du kennst Dich technisch sehr gut aus. Da muß ich mir also keine Sorgen machen.

Ja, bei einer RTF muß man immer schauen, in welcher Gruppe man mitfährt. Wenn man einzeln gestartet ist, dann sind die Gruppen, die von hinten kommen und einen überholen, meist zu schnell, die Gruppe, die man selbst überholt, zu langsam. Am besten am Anfang mal extra gemütlich fahren, damit man von der richtigen Gruppe auch eingeholt werden kann. Oder mal bei einer schnelleren Gruppe mitfahren und sich dann später an eine lansamere dranhängen. Aber ist auch ein guter Trainingseffekt, wenn das Tempo von außen vorgegeben wird und man nicht immer sein Wohlfühltempo fahren kann. Man muß nur schauen, daß man nicht überzieht, vor allem so früh im Jahr. Mein Tip: Traubenzucker mitnehmen, für den Fall, daß gar nichts mehr geht und zusammen mit etwas Wasser im Mund auflösen. Oder solche Gels. Wobei ich immer versuche, ohne sowas auszukommen. Ich will ja beim Sport nicht noch zunehmen.
 
Hallo Michael,

für Notfälle habe ich immer einen Energieriegel dabei. Die Gels habe ich schon mal probiert. Sind echt ekelhaft.
Muss halt jetzt erst mal Erfahrung mit den RTF sammeln. Werde mal versuchen Deine Tips zu beherzigen. Vielen Dank.
 
Hallo,

mittlerweile hat sich bei meinem RTF-Rad einiges getan.
Das Cockpit habe ich komplett neu gestaltet.
Ein kompakter Rennlenker von Xtreme habe ich mit einem 60 mm Vorbau ebenfalls von Xtreme kombiniert.
Das Lenkverhalten ist natürlich durch den kürzeren Vorbau (vorher 120 mm) etwas nervöser geworden, aber das empfinde ich nicht als störend. Die Aerobremshebel sind von Dia Compe und speziell für V-Bremsen. Auch die Lenkerendschalthebel sind von Dia Compe und nur mit Friktion, d.h. ohne Rasterung. Dazu kommen neue Innen- und Aussenzüge von Shimano und Korklenkerband von Xtreme. Da mich vor zwei Wochen mein alter CicloMaster Tacho nach 15 Jahren verlassen hat, komplettiert jetzt ein neuer Sigma BC 12.12 das Cockpit.

Als Farbtupfer gab es noch einen neuen Flaschenhalter und aus ergonomischen Gründen einen breiteren aber härteren Ledersattel. Da die alte Satteltasche sich nicht mehr befestigen liess, war eine neue fällig.

Am Oster-Wochenende konnte ich die neuen Teile bei zwei 112 km RTF ausführlich testen. Alles passt jetzt, wie ich es mir vorgestellt habe.

neuescockpit10.20.23_qku3i.jpg
cockpit10.20.31_303ugq.jpg


Finde das Rad hat jetzt eine sportlich komfortable Sitzposition.
Der Rahmen hat zwar nur eine Höhe von 580 mm, aber das Oberrohr misst stolze 610 mm.
Durch die Geometrie ergibt sich eine starke Sattelüberhöhung, was mir entgegen kommt.

jennyrad117us7.jpg


Das Bild wurde Gestern bei der Waltroper RTF aufgenommen. Nur das Datum auf dem Bild stimmt nicht. :rolleyes:
 
Es tut sich wieder etwas. Diese Woche bekomme ich Bremsadapter von Mavic. Damit kann ich den Rahmen von 26 Zoll auf 28 Zoll Laufräder umbauen. Platz ist genug vorhanden.
Gerade habe ich 28 Zoll Aero-Laufräder mit Shimano Deore LX Naben in schwarz und Continental Grand Prix 4000S II in 25er Breite bestellt. Die sollen in einer Woche lieferbar sein. Bin mal gespannt.
 
Hallo,

und weiter geht es. Der neue Laufradsatz ist noch nicht da, aber ich hatte noch einen Aeroradsatz mit Rennradnaben und Michelin Reifen (23 mm Breite) im Keller (für ein anderes Projekt) und keine Lust mit dem Umbau zu warten. Die hintere Nabe habe ich mit Distanzscheiben von 130 mm auf 135 mm erweitert und ausgerichtet. Die Mavic Adapter wurden montiert, die Bremsen frisch belegt und neu eingestellt. Gestern Abend eine erste Testfahrt. Das Rad fährt sich super.
Hier das Ergebnis.

mavicadapterhinten959meq3k.jpg

bullyrennrad9594_26uq9t.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

am 1. Mai war ich mal wieder im Keller werkeln.
Zunächst musste das alte Innenlager raus, da es bereits Spiel hatte.
Leider wollte sich die rechte Lagerschale (Antriebsseite) partout nicht lösen.
Selbst eine 1 m Verlängerung erwies sich als wirkungslos.
Erst durch herzhaften Einsatz von Hammer und Meissel konnte ich die Lagerschale zum nachgeben überreden.
Sie liess sich dann völlig problemlos raus drehen. Den Grund für den Widerstand sah ich dann auch. Das Gewinde war durch die Wirkung von Wasser und Sauerstoff oxidiert, zu erkennen an der weissen Schicht. Durch eine Reinigung und ausreichend Schmiermittel ist dem jetzt hoffentlich Einhalt geboten. Jetzt konnte ich neben dem Innenlager auch den Umwerfer nebst Halter (der war mit dem Innenlager verschraubt) entfernen. Auf der Kurbel wurde das 42er Kettenblatt durch ein 48er ersetzt. Jetzt konnte ich das neue Cartridge-Innenlager (gekapselte Lagerung) problemlos montieren. Danach kamen die Kurbeln wieder drauf. Ich benutze übrigens für alle Verbindungen grundsätzlich spezielles Montagefett. So gammeln die Teile nicht so leicht fest und lassen sich später wieder lösen.
Dann wurde der neue Umwerfer montiert und ausgerichtet. Schliesslich gab es noch eine neue, längere Kette.
Die Schaltung wurde justiert und getestet, bis alles störungsfrei lief.
Hier das Ergebnis:

48kettenblatt11.49.05n5ul9.jpg


Die Durchschnittsgeschwindigkeit ist bei einer am Samstag gefahrenen RTF mit 110 km um 4 km/h gestiegen (von 23,5 km/h, (schnellste Durchschnittsgeschwindigkeit bisher mit dem 42er Kettenblatt, auf 27,5 km/h), bei gleicher Trittfrequenz. Was 6 Zähne vorne mehr ausmachen können. Konnte problemlos in mittelschnellen Gruppen mithalten.

So sieht Bully jetzt aus:

bullyfastfertig11.48.2tuaf.jpg


Jetzt muss ich nur noch die 25er Contis montieren (habe ich schon im Keller) und dann ist das Projekt vorerst fertig. Vielleicht fahre ich die 23er Michelin auch noch vorher runter.
 
Das Red Bull als Rennrad ist mittlerweile Geschichte. Nach der RTF-Saison im Herbst habe ich es wieder als Mountainbike aufgebaut:
bully_rechts125257_2tiunu.jpg


Dafür habe ich mir für die RTF-Saison 2016 ein Peugeot Cologne von 1990 aufgebaut:
peugeotcologne9945_3ury9y.jpg


Im Januar und Februar fahre ich mit dem Red Bull die Westfalen Winter Bike Trophy, bevor Anfang März dann die ersten RTF anfangen.
 
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Mich wundert, dass du vor lauter Bastelei überhaupt zum Fahren kommst ;)
"Hut ab" sage ich hier mal! Ich kenne viele männliche Genossen, die sich nicht einmal eine Reifenreparatur zutrauen...
Du fährst an dem Peugeot vorne dreifach?
 
Mich wundert, dass du vor lauter Bastelei überhaupt zum Fahren kommst ;)
"Hut ab" sage ich hier mal! Ich kenne viele männliche Genossen, die sich nicht einmal eine Reifenreparatur zutrauen...
Du fährst an dem Peugeot vorne dreifach?

Danke, bastle halt gerne an Rädern rum. Ja, vorne ist eine Dreifach Kurbel (52-42-30). Brauche das 30er Kettenblatt damit ich mit dem 28er Ritzel hinten auch grössere Steigungen hoch komme. Für eine andere Übersetzung fehlt mir die Kraft. Bin halt nicht die Leichteste.:oops:
 
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