AW: Reinigungsfrage
Hallo,
war ja klar....
Das bringe ich zum Recyclinghof. Dazu kommt, das 1 Liter
Petroleum weit weniger umweltschädlich und eigengefährdend als Acetonist.
Für Aceton gibt es einen MAK Wert und eine LD 50 Dosis, für Petroleum nicht. Komisch, ne?
http://de.wikipedia.org/wiki/Aceton
http://de.wikipedia.org/wiki/Petroleum
Ich beschreibe verschiedene Methoden. Man kann sie nutzen, muss man aber nicht.
Aha, also der gesamte Restmüll wird verbrannt?...Soso..erzähl mehr.:eyes:
Whg.; Siehe MAK Wert u. LD Dosis.
Wurde Deine Suchmaschine gesperrt? Z. B.:
http://www.fahrrad-richter.de/product_info.php?products_id=2004
Nicht zwingend. Siehe letzten link. Und selbst wenn, wo ist
das Problem?
Hier könnte man mit ein wenig nachdenken auf eine
schonende Methode kommen. Wie wäre es mit abpinseln in einen nur Millimeter hoch gefülltem Behältniss oder Ähnliches?
Aha. Warum wird dann nicht Aceton anstelle von Petroleum eingesetzt? Z. B. (Auszug aus dem Wikipedia Artikel):
Petroleum wird außerdem noch als Schmiermittel für präzise gleitgelagerte Spindeln eingesetzt, z. b. an Flachschleifmaschinen.
Warum wird dann Petroleum teilweise in der spanenden Bearbeitung eingesetzt und nicht Aceton?
http://www.umweltschutz-bw.de/?lvl=352
Könnte es daran liegen, dass Petroleum mehr schmiert und nicht so radikal entfettet wie Aceton?
Nicht zwangsläufig, bei einer Grundreinigung wg. starker Verschmutzung oder Umstellung auf "Trockenschmiermittel" wäre es nicht verkehrt. Öffnen der Kette ist für mich kein Problem, da ich seit Jahren schon wiederverschließbare Kettenschlösser verwende.
Falls es beruhigt:
Ich nehme im Normalfall nur einen Lappen, den man auch......
Ja, sicherlich. Rom wurde auch nicht an einem Tage von der Wölfin gesäugt.
Fazit:
Es scheint verschiedene Methoden der Antriebsreinigung zu geben. Ich beschrieb eine. Aber:
Ich bin nicht der Meinung, dass ich sämtliche Methoden der Kettenreinigung und angrenzender Gebiete vom Urknall an hier abhandeln sollte.
Dafür ist die Bezahlung einfach zu mies.:heul:
Im Zweifelsfall nochmal den letzten Satz in meinem ersten Beitrag zu
diesem Thema lesen.
Bitte nicht so agressiv. Ich habe versicht einen Irrtum klarzustellen.
Also, bleiben wir sachlich:
Petroleum ist ein Erdöl-Destillat, das von der Destillierungtemperatur zwischen Benzin und Erdöl liegt (nachzulesen auch in deinem Wiki-Link). Es ist chemisch mit Benzin und Diesel eng verwand. Als hochkomplexe Mischung aus Erdölbestandteilen ist es nicht weniger "harmlos" als Benzin.
Aceton ist eine sicher nicht gesundheitsfördernde REIN-Substanz, daher gesundheitlich aber auch leichter einschätzbar.
Petroleum ist eingruppiert als gesundheitsschädlich und umweltgefährden.
R- und S-Sätze:
R 65 = Gesundheitsschädlich: Kann beim Verschlucken Lungenschäden verursachen.
S-Sätze:
S 23 Gas/Rauch/Dampf/Aerosol nicht einatmen. (geeignete Bezeichnungen vom Hersteller anzugeben)
S 24 Berührung mit der Haut vermeiden.
S 62 Bei Verschlucken kein Erbrechen herbeiführen. Sofort Ärztlichen Rat einholen und Verpackung oder dieses Etikett vorzeigen.
Du kannst getrost davon ausgehen, dass es für Petroleum eine LD50 gibt, - das ist der Wert bei dem 50 % der Versuchstiere sterben. Das kriegen wir problemlos hin....
Zur Info, Duftpetroleum werden heute oft Bitterstoffe beigemischt, damit Kinder das nicht trinken, was üble Folgen hat.
Würde mich sehr wundern, wenn es keine MAK für Petroleum gibt, das gesundheitsschädliche Substanz.
Ich habe kein Problem mit der Verwendung von Petroleum, nur mit der Vorstellung es wäre umweltfreundlich im Gegensatz zu Aceton.
Bei meiner Methode wird man für eine Kassette mit etwas 15 ml (0,015 Liter) Acteon auskommen. Das verdunstet vollständig. Der Restmüll ist alte Kettenschmiere an Pfeifenreinigern, ohne Aceton. Die Kettenschmiere bröselt dir eh ab und an von der Kette, gelangt also eh in die Umwelt.
Müllverbrennung liegt sehr im Trend, da hier große Menge an Energie gewonnen werden und man den Müll sehr umweltfreundlich lös wird. Dafür wird der Rest-Haumüll verwendet. Verbrannt würde hier nicht das Aceton, nur das Kettenöl.
Petroleum kann man prinzipiell - wie das dickflüssigere Dieselöl oder das dünnflüssigere Benzin zum Schmieren nehmen. Wichtig ist aber bei Schmierstoffen die Druckstabilität. Deshalb nimmt man z.B. für Kugellager auch keine Nähmaschinenöl.
Die Druckstabilität von Petroleum ist viel zu niedrig für Kettengelenke, es verdünnt das Kettenöl und senkt dessen Druckstbilität ab, - zumindetst bis es verdunstet ist.
Kettenreiniger sind in der Regel aggressive Detergenzien (quasi "Seifen", aber chemisch hergestellt und eine biologische "Fremdsubstanz", - im Gegensatz zu verseiften Fetten, die normale Seife bilden).
Detergenzien brechen das hydrophobe Öl auf und machen es wasserlöslich, indem Fetttropfen von Detergenz umgeben in Wasser gelöst werden. Dabei dringt das Detergenz aber auch in feine Spalten und könnte dazu führen, dass es in den Kettengelenken zurückbleibt und bei Regen die Kette ausschwemmt.
Detergenz ist noch lange nicht umweltfreundlich, auch nicht wenn "biologisch abbaubar" drauf steht.. Außerdem löst es Kettenfett mit ab, dass man anschließend mit Wasser wegspült in die Kanalisation. Ölabscheider funktionieren hier nicht mehr, da das Öl nicht frei vorliegt, sondern emulgiert.. Biologisch abbaubar heißt erst mal, das sehr geringe Konzentrationen von Bakterinen abgebaut werden können. Von hohen Konzentrationen redet da keiner. Von ggf. beigemischten organischen Lösungmitteln darin ganz zu schweigen.
Also, Du darfst gerne bei Petroleum bleiben, wenn Dir die Methode zusagt. Nur das Aceton Umweltschweinkarm ist und Petroleum nicht, - das ist nun mal einfach nicht wahr.
Mehr wollte ich dazu nicht sagen.