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Material oder Training entscheidend für Komfort?

Bikefitting halte ich bei der Ausgangslage für rausgeschmissenes Geld. Die grundlegende Position auf dem Rennrad sollte jeder, der einen Zollstock und eine Wasserwaage bedienen kann, selber einstellen können. Anleitungen gibt es im Internet.
Du bist aber schon im neuen Zeitalter angekommen? Die neuen Rennradkäufer sind durch Trends und Internet geprägt, ohne eigene Erfahrung und oft nicht sportlich (die Selbsteinschätzung mal aussen vor). Zuerst wird über Material diskutiert und alles haarklein gespalten, ist halt so. Wenn der Bauer nicht richtig schwimmen kann ist auch immer die Badehose schuld. :D
 

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Re: Material oder Training entscheidend für Komfort?
.... Nichtsdestotrotz zwickt doch immer irgendwas, irgendwo während ich unterwegs bin. Nach der Fahrt spüre ich davon jedoch nichts mehr, aber den Fahrspaß trübt es doch ein wenig. Ich habe auch schon einiges hinsichtlich Sattel, Trägerhose, Lenker, Kurbellänge und Spaceranzahl experimentiert, was teilweise für Abhilfe gesorgt hat, jedoch nicht endgültig die Lösung war.

Du hast an allen möglichen Schrauben gedreht... hoffentlich nicht mehrere Dinge gleichzeitig verändert, sonst weißt du nie, was schlussendlich geholfen hat.
Ohne deine Beschwerden zu kennen, ist es schwer möglich, dir Tipps zu geben. Hose klingt nach Sitzbeschwerden, Spaceranzahl klingt nach Rückenbeschwerden, kann aber auch auf taube Hände hindeuten.
Solange wir hier raten müssen, um was es genau geht, wirst du auch nur allgemeine Hinweise erhalten und nichts Konkretes.
 
Ich würde beim vielen Leuten gern mal heimlich die Kurbel tauschen oder den Luftdruck um 0,3bar verändern und schauen wie sie reagieren wenn sie so aufs Rad steigen :)
Sag mir bitte Bescheid, wenn Du das machst, ich würde da gerne zuschauen .... :D
Bei solchen Themen wie Kurbellänge, Reifendruck oder auch der Unterschied zwischen Reifenmodellen merkt man regelmäßig, wie sehr viele Leute ihre eigene Urteilsfähigkeit überschätzen. Dabei reproduzieren man bei solchen Themen oft einfach nur die eigenen Vorurteile. Sind wir alle nicht frei von, muss man sich nur bewusst machen und die richtigen Schlussfolgerungen draus ziehen.
 
Sag mir bitte Bescheid, wenn Du das machst, ich würde da gerne zuschauen .... :D
Bei solchen Themen wie Kurbellänge, Reifendruck oder auch der Unterschied zwischen Reifenmodellen merkt man regelmäßig, wie sehr viele Leute ihre eigene Urteilsfähigkeit überschätzen. Dabei reproduzieren man bei solchen Themen oft einfach nur die eigenen Vorurteile. Sind wir alle nicht frei von, muss man sich nur bewusst machen und die richtigen Schlussfolgerungen draus ziehen.
Ich denke dabei immer an die Vereinsleute die auf Mallorca mit Leihrädern unterwegs waren und an Tag 3, nachdem über Kurbellängen gesprochen wurde, feststellten das sie andere Längen fahren als zu Hause. Mit dem Wissen haben sie das an Tag 4 natürlich gespürt, deutlich 🤣😂
 
Gott sei Dank kann Dir sowas nicht passieren.
Habe ich nie behauptet, man könnte meine, Dir gehen die Argumente aus.

Natürlich ist niemand frei davon, nicht zuletzt spielt da die Dauerberieselung durch Werbung und Medien eine Rolle. Man kann sich aber bemühen, einen kritischen Umgang mit solchen Themen anzugewöhnen, z.B. Quellen anzuschauen, zu reflektieren, was man gesichert weiß. Jim Martin hat z.B. schon vor Ewigkeiten in Studien gezeigt, dass man die Kurbellänge um mehrere Zentimeter verändern muss, um messbare Effekte zu haben. Außerdem muss man Millimeter-Veränderungen der Sitzpostion oder der Kurbellänge ins Verhältnis setzen zu den Maßen der Extremitäten und sich dann die dadurch erzeugten Änderungen an den Winkel am Knie etc. ansehen. Die sind offensichtlich sehr, sehr gering und damit sind auf die Auswirkungen auf die Kräfte, die auf verschiedene Gelenke wirken minimal. Bei einer Veränderung der Kurbellänge hat das zwar Auswirkungen auf die Trittfrequenz, das ist aber nichts weiter als die Folge der unveränderten Kontraktionsgeschwindigkeit der Muskeln, die halt über den veränderten Hebel sichtbar wird.
 
man könnte meine, Dir gehen die Argumente aus.
Ich werde langsam alt und immer weniger lustig dümmlich hin und her zu streiten. Heut geht aber noch.
Wie alt bist Du? Wie fit bist Du? Ich hab zwei von drei Rädern von 172,5 auf 170mm umgerüstet und bei meiner Frau von 170 auf 165. Die alten Räder mit alter Kurbellänge, die jetzt ein Schlechtwetter-Dasein fristen, aber doch öfter mal bewegt werden, spüren wir beide im Knie so im Bereich der Patella-Sehne. Mit den kürzeren Kurbeln kein Problem. Eine Beispiel, das ich selbst spüre. Bilde ich mir natürlich nur ein, weil Du das so genau weißt.
Winkel der Bremsschalthebel...kleine Änderung in die falsche Richtung und ich bekomme leicht Taubheit in den Pfoten. Kann ich reproduzieren. Aber ist nur Einbildung. Schon klar.
Ich hatte reichlich Probleme mit Bikefit und befasse mich viel damit für einen Laien. Dein Geschwätz kann ich vielleicht mit der Arroganz der Jugend erklären, aber sonst nicht weiter ernst nehmen.
 
...

Mich würde interessieren, wer von euch Komfortprobleme hatte und inwieweit ihr diese durch solche Übungen lösen konntet?
Ich bin Anfang 60 und mache keine Winterpause. MTB oder Gravel geht immer. Gravel vornehmlich ab Frühjahr dann nahtlos an Rennrad angeknüpft. Was den Komfort angeht, kann ich bestätigen, dass es dazu gehört, Stabi zu machen.
Kann nur von mir reden: Hauptjob sitzende Tätigkeit IT. Mache deshalb seit Jahren schon 2mal die Woche Yoga jeweils 1,5 Stunden und dehne nach jeder Radfahrt 20min. Dazu nutze ich das Programm von Dynamic Cyclist seit 2 Jahren..https://new.dynamiccyclist.com/
Seitdem habe ich keine bzw. weniger Probleme...theoretisch geht natürlich auch irgendeine youtube-Anleitung aber dafür bin ich zu faul....
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Komfortprobleme hab ich definitiv auch über hochwertig Bibs gelöst, Anpassung Lenker, passenden Sattel und Anpassung Sitzposition. Bikefitting DIY quasi.
 
Ich werde langsam alt und immer weniger lustig dümmlich hin und her zu streiten. Heut geht aber noch.
Wie alt bist Du? Wie fit bist Du? Ich hab zwei von drei Rädern von 172,5 auf 170mm umgerüstet und bei meiner Frau von 170 auf 165. Die alten Räder mit alter Kurbellänge, die jetzt ein Schlechtwetter-Dasein fristen, aber doch öfter mal bewegt werden, spüren wir beide im Knie so im Bereich der Patella-Sehne. Mit den kürzeren Kurbeln kein Problem. Eine Beispiel, das ich selbst spüre. Bilde ich mir natürlich nur ein, weil Du das so genau weißt.
Winkel der Bremsschalthebel...kleine Änderung in die falsche Richtung und ich bekomme leicht Taubheit in den Pfoten. Kann ich reproduzieren. Aber ist nur Einbildung. Schon klar.
Ich hatte reichlich Probleme mit Bikefit und befasse mich viel damit für einen Laien. Dein Geschwätz kann ich vielleicht mit der Arroganz der Jugend erklären, aber sonst nicht weiter ernst nehmen.

Du lieferst ein anschauliches Beispiel für Selbstüberschätzung eigener Urteilsfähigkeit - u.a. darin, dass Du mir "Jugend" zuschreibst .... :D
 
Und Zack geht es wieder los mit persönlichen Anfeindungen. Es ist mir ein Rätsel, warum erwachsene Menschen es nicht hinbekommen, Beiträge ohne Sticheleien zu verfassen. Man muss nicht auf alles antworten und das Feuer brennen lassen. Damit macht man alle Fäden kaputt, niemand (IMO) - außer den Kontrahenten - hat Lust, das zu lesen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die einzige relevante Wirkung die 2,5 mm Unterschied bei der Kurbel verursachen, liegt zwischen den Ohren.
wenn ich groß bin verstehe ich vielleicht die Beweggründe hinter der Art formulierten Aussagen,
die eigentlich meistens
.... Damit macht man alle Fäden kaputt, niemand (IMO) - außer den Kontrahenten - hat Lust, das zu lesen.
dazu führen.

@pjotr: Dein späterer Beitrag ist deutlich hilfreicher; die Frage mit den Winkeln in der Beingeometrie hab ich mir auch schon oft gestellt und bin für mich zu dem Schluß gekommen daß es keine so große Relevanz für mich hat (wobei ich den Umstieg von jahrelangen 175 beim MTB auf das RR mit 170 ohne Wissen gemerkt hab und den Grund erst beim Messen rausgefunden habe). Aber ich käme nicht auf die Idee anderen ihre Empfindungen und Erfahrungen abzusprechen.
Vieleicht denkst Du mal darüber nach, Dein Wissen und die Erfahrung ohne die öfter vorkommende süffisante Note zu teilen? Das schmälert in meinen Augen den Wert der Beiträge.
 
Messbar...relevant...alles Begriffe, die es noch weiter zu deuten gilt. Wenn man in der einen Variante Beschwerden hat und in der anderen nicht, ist das für den Protagonisten vielleicht nicht oder nur schwer messbar, sicher aber spürbar. Und wenn es spürbar ist, ist es relevant. Der Mensch mag recht flexibel sein, er ist aber auch recht empfindlich, erst recht bei einer relativ hochfrequenten zyklischen Belastung. Gibt haufenweise Leut, die Probleme haben, dann verstellt man die Cleats bisserl, und die Probleme sind weg. Sicher auch nur Einbildung, zumindest in der persönlichen Realität mancher. Ich pflege derweil meine eigene Realität.
 
bzgl. "Material"..und um das praktisch beurteilen zu können, müsste man die Seitenansicht vom Threadersteller auf dem bike sehen in sitzender Position mit Pedale nach unten und 90° angewinkeltem Knie und da muss erst einmal die Radgeometrie/Radgrösse und Grösse zum Fahrer passen...da hab ich schon einiges gesehen..
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alles andere führt IMHO zu nix und ist sehr hypothetisch...
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Ich habe bei mir letztens im Selbstversuch mit Iphone Kamera seitlich meine Fahrt aufgezeichnet und konnte so überprüfen, wie die Sitzwinkel sind und korrigieren + Arme am Lenker...das fühlte sich einfach irgendwie nach dem Winter nicht 100% rund an und ich konnte mir das nicht genau erklären. (musste erst hoch und dann minimal wieder runter und etwas nach hinten mit Sattel). Bin jeweils eine min. Ü3Std. Tour gefahren, um das einschätzen zu können.
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Was Cleatsposition angeht, habe ich grundsätzlich gute Erfahrungen mit senkrechtem Lot gemacht von Kniemitte zur Pedalachse/Fussgelenk mit richtige Sitzhöhe und horizontaler Position, so dass die Sitzknochen rrrrrichtig aufliegen. Aus meiner Erfahrung nach kann man da sich schnell vertun oder ist zu lässig beim neuen Rad..führt dann nach anfänglicher Begeisterung dann schnell zu Verspannungen.
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Was Überhöhung und "Länge" angeht ist auf jeden Fall auch eine Altersfrage bzw. abhängig von Beweglichkeit und Haltemuskulatur. Ich fahr da mittlerweile deutlich entschärfter wie früher...(trotz viel Training)...

Alles andere ist Bauch-Gefühl, wenn das Setup für einen "gut" ist. Wobei..Einschränkung: sich dieses bei mir auch schon erst bei längeren Strecken bemerkbar gemacht hat, wenn was nicht passt. Da musste ich dann etwas wieder raus nehmen...oder..

..ein Punkt, der bei mir immer nach min. 4 Stunden Fahren kam, war Fusssohlenschmerzen. Das konnte ich mit einem breiteren Schuh lösen und einer Einlegesohle. Ein Punkt an dem ich noch optimieren will ist da auch meine Beinlängendifferenz, die sich irgendwann links ausgehend vom Piriformis in in Verspannungen bis in den Beinmuskel ausdrückt. Da muss ich noch einmal schauen, ob ich da nicht noch mit zusätzlichen Keilen im linken/kürzeren Fusssohlenbereich arbeiten will, weil evtl. zu wenig Drucl...habe eine befreundete Physio, die mich hier unterstützt...
..so oder ähnlich würde ich es empfehlen...
 
Ich werde langsam alt und immer weniger lustig dümmlich hin und her zu streiten. Heut geht aber noch.
Wie alt bist Du? Wie fit bist Du? Ich hab zwei von drei Rädern von 172,5 auf 170mm umgerüstet und bei meiner Frau von 170 auf 165. Die alten Räder mit alter Kurbellänge, die jetzt ein Schlechtwetter-Dasein fristen, aber doch öfter mal bewegt werden, spüren wir beide im Knie so im Bereich der Patella-Sehne
Da stellt sich doch die Frage ist das eine Rad mit "langer" Kurbel in allen anderen Einstellungen (Sattelposition Höhe und Setback, korrigiert um Kurbel, Sattel selber, Überhöhung, stack reach in die Hoods usw, Pedale) ansonsten exakt gleich wie die Räder mit (nur) 2.5mm kürzerer Kurbel die alle Knieprobleme verschwinden lassen..?
Ich würde wetten: nein...
Note: Aber wer mit Zollstock umgehen kann würde jetzt auf das alte Rad die funktionierenden Einstellungen spiegeln. Und ich meine alle, um 2.5mm korrigiert. An 2.5mm wird es nicht liegen...und die 5 müssen schon extrem unpassend gewesen sein, kann bei kleinen Personen schon was ausmachen
 
Meine Schulbildung reicht nicht aus, um mich an der Zollstock-Universität einzuschreiben. Deswegen ist das Thema hier von meiner Seite aus erledigt. Sollen sich die Experten drum kümmern!

Letzte Anmerkung: kürzere Kurbeln vergrößern den Bereich, in dem es gut ist.
 
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