Das Kugellager ist sozusagen die eierlegende Wollmilchsau unter den Lagerungen.
In vielen Anwendungsbereichen ist es immer eine Verbesserung und was auch in einer Kaufwelt die von Garantien und Gewährleistungen entscheidend ist:
Die Lebensdauer ist in Betriebsstunden berechenbar.
Das Kugellager ist also der optimale Kompromiss zwischen Haltbarkeit, Bezahlbarkeit, Funktion, Rentabilität und Ressourcenaufwand.
Wenn man mal die Kataloge der Wälzlagerhersteller wälzt

, stellt man fest, das der offensichtliche Parameter "Baugröße" der entscheidende Faktor für die Lebensdauer eines Wälzlagers ist.
Kugellager sind so lange in Ordnung, bis man mal ein kombiniertes Axial Radiallager im Tretlager "erfahren" hat.
Anhang anzeigen 1361855
Hab hier mal über dieses Lager berichtet:
https://www.rennrad-news.de/forum/threads/woran-schraubt-ihr-gerade.111330/post-5333566
Die Steifigkeit dieser Lagerung ist selbst mit einer Vierkantwelle um so vieles besser im Vergleich zu allen Kugellagerkonstruktionen die ich so kenne, dass ich mich schon frage, warum in dieser Richtung nicht mehr geschehen ist.
Dies hier hat sich wohl seit Jahrzehnten bewährt.
https://www.bike-components.de/de/Shimano/Dura-Ace-Innenlager-BB-7700-Octalink-p900/
Es ist völlig nachvollziehbar, dass man im Mittelklassebereich und darunter mit kostengünstigen Kugellager-Lösungen operiert. Die tun es ja auch.
Aber im High-End-Bereich ist da doch eigentlich wenig geschehen, in den vergangenen Jahrzehnten. Manchmal überlege ich, ob man in den 80ern schon weiter war.