AW: Krebs von Vaseline
Ein Trauerspiel sehe ich darin, daß in diesem Land auf eigentümliche Weise die Möglichkeiten verspielt werden, die die Stammzellenforschung der Heilung eröffnen würde und als bezeichnend im Hinblick auf die fachliche Begründung der Bedenken erscheint es mir, daß die meisten Einwände von Klerikern ausgesprochen werden, die damit auf wundersame Weise und ganz ungefragt die Entscheidung über das Werden unserer Gesellschaft auch denen aus den Händen nehmen wollen, die sich von christlich blockierten Denk- und Entscheidungsmustern emanzipiert haben. Ich möchte nicht, daß irgendein kirchlicher Propagandist für mich eine Entscheidung trifft oder auch nur beeinflußt, die sich im Nachhinein als eine Hemmung der Forschung erweisen wird, die, nicht nur für mich, eine Vergrößerung der Auswahl der zur Verfügung stehenden Heilungsmöglichkeiten
auf dieser Welt hätte bewirken könnnen.
Einige Stoffe sind schon in geringer Menge oder kurzer Kontaktdauer krebsfördernd, zeigen ihre Schadwirkung jedoch nicht gleich, sondern erst nach vielen Jahren oder gar Jahrzehnten. Ich nehme an, Du hast den Moment des Erstkontaktes gemeint, als Du von "gleich" schriebst und nicht den Zeitpunkt des Entdeckens des entwickelten Krankheitsbildes. Denke an Asbest (zugegeben ein veraltertes Beispiel) oder die hautkrebsfördernde Wirkung eines Sonnenbrandes (eine Gefahr, die für Radfahrer eher von Bedeutung ist).
Aber auch die schon hier angesprochenen bakterientötenden Beimischungen in Polstern von Radhosen sind sehr in Verruf, sowohl was ihren direkten Eingriff auf das Immunsystem betrifft, wie die schädigende Wirkung auf die Zeugungsfähigkeit und den Verdacht, krebserregend zu wirken. Gerade bei Polstern von Radhosen kommt es nicht zu einem einmaligen Kontakt, sondern zu einem dauerhaften, da diese in aller Regel in Kontakt mit der bloßen Haut kommen, wo durch Transpiration schädliche Beimischungen aus den Textilien ausschwemmt werden, die nun in die Hautschichten eindringen können.
Daß es ein schweizerisches Testinstitut war, daß selbst bei hochpreisigen schweizerischen Hosen zu einem bedenklichen Urteil kam, untermauert die Glaubwürdigkeit dieser Studie und auch der anderer Institute.
http://www.rennrad-news.de/forum/showpost.php?p=469582&postcount=4
Als ein weiteres Trauerspiel erscheint mir die mangelnde Information und dauerhafte Sensibilisierung gegenüber Gefahren, die dieser Staat seinen Bürgern zukommen läßt. Wer erinnert sich noch an das als krebserregend hochverdächtige Acrylamid in Kartoffelchips? Warum dürfen Kartoffelchipsprodukte, bei deren Produktion immer Acrylamid entsteht, überhaupt noch verkauft werden, wo sie von unserer, größtenteils übergewichtigen, Bevölkerung tütenweise konsumiert werden? Entweder scheuen es deutsche Politiker, als "unmündig" eingestufte oder gar von ihnen als "dumm" verachtete Bürger durch Aufklärung zu verängstigen, oder es geht darum, die Industrie nicht durch Verbote zu verprellen, die eigentlich im Interesse des Staates gegenüber dem Schutz seiner Bürger stehen sollten, den er ihnen als Gegenleistung für deren Loyalität schuldet.
Zum Thema aber kann ich hinzufügen, daß es zweierlei Vaseline gibt: die sogenannte "technische Vaseline" und die "nach Arzneibuch", die in Apotheken zum Verkauf kommt.