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Kaufberatung: 5XL und der Rennradeinstieg

Phonosophie

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Ich zweifle keine Sekunde an, dass das für das Material und die Arbeit angemessen ist, frage mich aber dennoch ob es nicht auch "Stangenware" um die 200€ gibt, die es für mich tut, habe ja keine high-end Ansprüche - lediglich stabil soll es sein. Und wenn ja - an welcher Stelle muss man dann Abstriche machen (Gewicht, Stabilität ...)?
Systemlaufräder sind bei Deinem Gewicht und Einsatzzweck (hohes Systemgewicht, ruppige Passagen) warscheinlich immer nur ne kurzlebige Lösung. Dann rechnet sich der 400 Euro LRS ganz schnell. Guck doch mal bei Rose. Die bieten ja auch klassische LRS an. Vieleicht haben die was günstiges mit stabilen Felgen, Speichen und Steckachsen im Angebot. Abstriche machen musst Du klar im Gewicht (und bei den meisten Systemlaufrädern auch bei der Stabilität). Aber bei Deinem Einsatzweck spielt es doch keine Geige ob der LRS 1400gr oder 1700gr. wiegt.Der angebotene LRS von Slowbuild dürfte ja auch an der 1650gr. Marke kratzen, ist dafür aber stabil. Die Angaben zur Belastbarkeit sind auch immer mit Vorsicht zu genießen. Da steht ja nicht ob der LRS Dein Gewicht für ein Rennen oder eine Saison oder mehrere Jahre erträgt.

Edit .Mir fällt als Laufradbauer noch superlight Bikeparts ein. Der baut aber auch auf Wunsch andere Sachen und ist günstig. Kannst ja mal auf die Seite gehen und da auch mal anfragen.
Vieleicht gibts ja auch nen Radladen in Deiner Nähe der LRS baut und Dir ein Angebot macht oder was fertiges im Laden stehen hat.
 
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@Pukyracer, neben den erwähnten und sinnvollen neuen Laufrädern gibt es noch einen weiteren Aspekt, der bei Deinem Problem durchaus bedenkswert sein kann: Es ist ein großer Unterschied, ob Du ähnlich einem Kartoffelsack (keine Unterstellung!) auf dem Fahrrad sitzt und bei jedem Schlagloch die Laufräder doppelt belastest oder ob Du Unebenheiten auch mithilfe Deines Körpers abfederst. Schau Dir mal an, wie Jockeys auf ihren Pferden sitzen (Hintern aus dem Sattel, die Beine sind sozusagen Federelemente); so ähnlich kann man auch dem armen Fahrrad helfen, die Schlaglochstrecke verletzungsfrei zu überwinden.
 

Phonosophie

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@Pukyracer ich hätte nen LRS abzugen. R460 Felgen, vorne und hinten je 32 DT-Comp Speichen.Der sollte stabil genug für Deine Anforderungen sein. Der LRS ist nahezu neu. Hab den letztes Jahr neu aufbauen lassen, und bin den höchstens 200km gefahren. Lediglich die Naben sind älter, aber wurden nur bei trockenem Wetter gefahren und sind auch neu gefettet. Würde den LRS incl. 4 Season Reifen für 250 Euro abgeben, da ich keine Verwendung für den hab. Allerdings sind die Naben Campa Record. Ob sich das mit ner Shimano Schaltung verträgt weiß ich nicht.
Falls Interesse kannst Du mir ne PN schreiben.

Edit.gar nicht dran gedacht das Du ja Scheibenbremsen hast. Dann fällt das eh weg.
 

Pukyracer

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Danke für Eure Antworten. @Sorgenbrecher ich sitze nicht wie ein Sack Kartoffeln auf dem Rad, bei Schlaglöchern, Schienen, Regenrinnen o.ä. weiche ich aus bzw. gehe natürlich aus dem Sattel... Durch den Wald, an sich ja cyclocross-Terrirorium, fahre ich nicht - also keine Wurzeln, Sprünge oder ähnliches.

Schade @Phonosophie , das hätte wirklich super gepasst...

Bitte schlagt mich nicht, aber sollten
diese heruntergesetzten Aksium Elite nicht ausreichen für meine Stabilitätsbedürfnisse, oder ist das nennenswert weniger robust als das o.g. Angebot mit RR521? Ist die Konstruktion bei System-LRS pauschal weniger präzise als bei slowbuild und co.?

Und wenn das Angebot von Rose Eurer Meinung nach ein fauler Kompromiss ist, lohnt sich dann gleich noch die 20€ teurere DT 350 Nabe bei slowbuild? Ist zwar scheinbar 80gr schwerer, dafür aber angeblich um einiges robuster als die novatec ultralight Nabe?

In Punkto Gewicht wäre jeder LRS den wir hier diskutieren deutlich leichter als meine lädierten RS-WH170. Da das Focus Mares mein erstes CX/RR ist, ist mir das Gewicht nicht negativ aufgefallen - alles eine Frage des Anspruchs...

Viele Grüße!
 

Phonosophie

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Bitte schlagt mich nicht, aber sollten
diese heruntergesetzten Aksium Elite nicht ausreichen für meine Stabilitätsbedürfnisse, oder ist das nennenswert weniger robust als das o.g. Angebot mit RR521? Ist die Konstruktion bei System-LRS pauschal weniger präzise als bei slowbuild und co.?
Es geht nicht mal um Präzision. Ne homogene Speichenspannung haben sicher auch die Aksium, auch eine stabile Felge, aber nur 24 Speichen gegenüber 28 Speichen bei den Slowbuild. Und das macht einen enormen Unterschied bei der Stabilität. Ausserdem lässt,falls dann doch mal ne Speiche bricht, diese problemlos tauschen, da Standardspeichen. Bei den Aksium wirst Du nach kurzer Zeit schon Probleme haben ne Ersatzspeiche zu bekommen.
Und wenn das Angebot von Rose Eurer Meinung nach ein fauler Kompromiss ist, lohnt sich dann gleich noch die 20€ teurere DT 350 Nabe bei slowbuild? Ist zwar scheinbar 80gr schwerer, dafür aber angeblich um einiges robuster als die novatec ultralight Nabe?
Die 20 Euro Mehrpreis für die DT 350 Naben würde ich zahlen. Die Naben sind sehr robust und langlebig und der Zahnscheibenfreilauf ist das Beste was es gibt. Jedenfalls hätte ich mehr Vertrauen in DT Naben als in Novatech.
 

Pukyracer

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Es geht nicht mal um Präzision. Ne homogene Speichenspannung haben sicher auch die Aksium, auch eine stabile Felge, aber nur 24 Speichen gegenüber 28 Speichen bei den Slowbuild. Und das macht einen enormen Unterschied bei der Stabilität.

Stefan von slowbuild schrieb "Die RR521 würde auch bei dir mit 24/24 funktionieren, mit 28/28 hast du wirklich Reserven."

Aber 24/24 definitiv raus? Und wie viel machen die Felgen aus?

Danke für deine Einschätzung zu den Naben!
 

Phonosophie

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Stefan von slowbuild schrieb "Die RR521 würde auch bei dir mit 24/24 funktionieren, mit 28/28 hast du wirklich Reserven."

Aber 24/24 definitiv raus? Und wie viel machen die Felgen aus?

Danke für deine Einschätzung zu den Naben!
Klar wird es auch mit 24/24 Speichen funktionieren. Aber mit 28/28 hast Du eben wirklich Reserven und der LRS wird auch steifer=fahrstabiler. Ich z.b. wiege zwischen 72kg-76kg, je nach Jahreszeit. Ich hab mir von Stefan nen LRS mit DT-RR411 in 24/28L und Hope Naben bauen lassen, obwohl 20/24L auch gegangen wäre. Ich möchte aber Laufräder die steif sind und an denen ich ein paar Jahre Freude habe.Die paar Gramm Mehrgewicht nehme ich dafür in Kauf. Ausserdem spielt es bei ner 21mm hohen Felge eh keine Rolle ob da 4 Speichen mehr oder weniger verbaut sind, Aerolaufräder werden das nicht. Ein labberiges Hinterrad das beim Wiegetritt an die Bremsen kommt merkst Du aber auf alle Fälle. Felgen würde ich schon die von Stefan empfohlenen nehmen. Der weiß schon was er tut, und was für welchen Zweck taugt.
 
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Danke für Eure Antworten. @Sorgenbrecher ich sitze nicht wie ein Sack Kartoffeln auf dem Rad, bei Schlaglöchern, Schienen, Regenrinnen o.ä. weiche ich aus bzw. gehe natürlich aus dem Sattel... Durch den Wald, an sich ja cyclocross-Terrirorium, fahre ich nicht - also keine Wurzeln, Sprünge oder ähnliches.

Das mit dem Kartoffelsack habe ich ausdrücklich nicht unterstellt. Ich habe jetzt den ganzen Dich betreffenden Faden nicht mehr im Kopf (Altersverblödung, hat aber auch seine guten Seiten), aber hast Du einmal daran gedacht, Deine Laufräder selbst zu bauen? Du brauchst dazu nur eine Anleitung, für mich ist die beste immer noch die von Roger Musson
Musson kostet neun Britische Pfund. (Das hochgehandelte Zeug von vor 30 Jahren brauchst Du nicht.) Bei Musson ist sogar beschrieben, wie Du Dir einen eigenen Zentrierständer aus Sperrholz baust.
Du kannst Dir dann Deine passenden Laufrädern mit 32, 36 oder notfalls auch 40 Speichen selbst aufbauen. Wenn etwas reißt, weiß Du ziemlich sicher, warum. Die Lernkurve mit Musson ist alles andere als steil. Ich habe, entgegen den Ratschlägen von Musson, mit 35-jahrealten Gebrauchtfelgen begonnen. Das erste Laufrad war so là là. Das zweite war gut, das dritte war super, dann habe ich das erste neueingespeicht, und, natürlich super. Das Einspeichen wurde regelrecht zur Sucht, so einfach und befriedigend war es. Ich hatte am Ende vielzuviele eingespeichte Laufräder (daraufhin mußte ich mir natürlich ein paar neue Rahmen kaufen).
Kürzlich fuhr ich mit einem meiner Räder eine größere Runde, bei Halbzeit habe ich festgestellt, daß einer meiner Selbstbaulaufradsätze drauf war, den ich zuvor niemals auch nur probiert hatte. Entgegen meiner Panik gab es keine Probleme.

Hans
 

Gooofy99

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Hallo,
dann werfe ich auch mal meine Plauze, sorry meinen Hut in den Ring. Ich bin 45 Jahre, 202 cm lang und bringe derzeit leider ca. 123 kg auf die Waage. Ich habe eine Schrittlänge von ca. 95 cm, bin also ein Langbeiner. Seit Jahren bin ich mit meinem Trekkingbike Gudereit LC80 Evo in einer 67er Rahmenhöhe auch längere Strecken regelmäßig unterwegs und bin in den letzten beiden Jahren die Ruhr2NorthSeaChallenge gefahren. Das und die Tatsache, dass meine sonstigen Mitfahrer hauptsächlich auf RR unterwegs sind haben mir den Euch wohl alle bekannten Floh ins Ohr gesetzt..... Ein Renner/Crosser/Gravelbike muss her!!!!!!
Dieser Tread spricht mir aus der Seele und es beruhigt mich, wenn ich lese, dass es Lösungen gibt. Vielleicht ja auch für mich... Ich habe hier gelesen, dass ein vom Hersteller angegebenes maximales Fahrergewicht von 120 kg nicht unbedingt der Todesstoß für meine Überlegungen sein muss. Und dass es hier besonders auf die Laufräder ankommt. Jetzt bringe ich ja nicht nur ein paar kg auf die Waage, sondern habe durch meine langen Beine auch eine nicht zu unterschätzende Hebelwirkung auf die sonstigen Bauteile. Bei meinem Gudereit, gab es bereits den ein oder anderen Felgenriss, gerissene Speichen kommen halt mal vor. In welche Richtung, kann die reise bei mir gehen? Da ich kompletter Einsteiger bin will ich kein Vermögen ausgeben, mir würde auch was gebrauchtes weiterhelfen.....

Vielen Dank vorab für alle gut gemeinten Tipps und Ratschläge

Viele Grüße
 

silberkorn

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Ich habe hier gelesen, dass ein vom Hersteller angegebenes maximales Fahrergewicht von 120 kg nicht unbedingt der Todesstoß für meine Überlegungen sein muss. Und dass es hier besonders auf die Laufräder ankommt.

Es wird nix so heiss gegessen wie es gekocht wird.
Es gibts sicherlich Lösungen die für Dich funktionieren.
Ich habe mit 145Kg mit Rennrad angefangen und die meisten Kilometer habe ich auf Campa Zonda gemacht und die hatten nicht den Hauch eines Problems. Mein Simplon Kiaro hat es auch klaglos überstanden :)

Mein Giant Advanced 1 Gravel Bike hat sogar eine Freigabe bis 160kg.
Da machst Dir 32mm Conti GP5000 drauf und bist auf der ganz sicheren Seite :)
Das mit den Laufrädern wird IMHO zu hoch gehängt.
Auf dem Gravelfahre ich seit einiger Zeit Hunt 4 Season Gravel die der Hersteller nur bis 100kg frei gibt, ich fahre sie mit 125kg Systemgewicht und Terrain mässig wird denen nix geschenkt. Auch das ist kein Problem.

Wenn das mit den LRS alles so furchtbar wäre, bräuchten alle Reisetandem Panzerketten, die haben beladen auch mal über 200kg und auch dafür gibts LRS :)
 

bigsize

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Hallo,
dann werfe ich auch mal meine Plauze, sorry meinen Hut in den Ring. Ich bin 45 Jahre, 202 cm lang und bringe derzeit leider ca. 123 kg auf die Waage. Ich habe eine Schrittlänge von ca. 95 cm, bin also ein Langbeiner. Seit Jahren bin ich mit meinem Trekkingbike Gudereit LC80 Evo in einer 67er Rahmenhöhe auch längere Strecken regelmäßig unterwegs und bin in den letzten beiden Jahren die Ruhr2NorthSeaChallenge gefahren. Das und die Tatsache, dass meine sonstigen Mitfahrer hauptsächlich auf RR unterwegs sind haben mir den Euch wohl alle bekannten Floh ins Ohr gesetzt..... Ein Renner/Crosser/Gravelbike muss her!!!!!!
Dieser Tread spricht mir aus der Seele und es beruhigt mich, wenn ich lese, dass es Lösungen gibt. Vielleicht ja auch für mich... Ich habe hier gelesen, dass ein vom Hersteller angegebenes maximales Fahrergewicht von 120 kg nicht unbedingt der Todesstoß für meine Überlegungen sein muss. Und dass es hier besonders auf die Laufräder ankommt. Jetzt bringe ich ja nicht nur ein paar kg auf die Waage, sondern habe durch meine langen Beine auch eine nicht zu unterschätzende Hebelwirkung auf die sonstigen Bauteile. Bei meinem Gudereit, gab es bereits den ein oder anderen Felgenriss, gerissene Speichen kommen halt mal vor. In welche Richtung, kann die reise bei mir gehen? Da ich kompletter Einsteiger bin will ich kein Vermögen ausgeben, mir würde auch was gebrauchtes weiterhelfen.....

Vielen Dank vorab für alle gut gemeinten Tipps und Ratschläge

Viele Grüße
Hallo!

Man würde Dir sicher gerne helfen. Deine Angaben sind leider etwas unpräzise. Rennrad, Crosser oder Gravel? Mit welchem Budget bist Du unterwegs? Und was genau ist Dein Anliegen? Wenn wir ein gebrauchtes Bike bewerten sollen, könntest Du Vorschläge aus den Kelinanzeigen etc. raussuchen und hier posten. Wenn Du Dir auch ein neues Bike vorstellen kannst, dann müssen wir erst recht Dein Budget kennen.

Kannst Du da nochmal was nachliefern?
 

Gooofy99

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Erstmal danke für die schnellen Antworten,
Recht hast Du @bigsize , mein Eingangspost war wohl zu ungenau... Bei dem was ich genau suche, bin ich mir wohl selber noch nicht ganz sicher. Ich weiß nur, dass ich in einer eher gemäßigten Sitzhaltung unterwegs sein will, heißt nicht zu weit unten. Und ich möchte auch mal über einen Schotterweg fahren können. Budget mäßig wollte ich mich nicht all zu weit von € 1.500 nach oben entfernen. Das Thema "gebraucht" habe ich nur angeschnitten um nicht zu weit oben beim Preis zu landen. Neu wäre natürlich schöner.

Hoffe, damit ist mehr anzufangen...
 

feelthesteel

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Ein Renner/Crosser/Gravelbike muss her

was denn nun genau?

maximales Fahrergewicht von 120 kg nicht unbedingt der Todesstoß für meine Überlegungen sein muss

das ist richtig, wir sind quasi Gewichts - /Innenbein-/Größenkollegen na so fast :D

besonders auf die Laufräder ankommt

auch richtig, wir müssen wissen, was für ein Rad du möchtest (s.o.)

Bei meinem Gudereit, gab es bereits den ein oder anderen Felgenriss, gerissene Speichen kommen halt mal vor

na ja, ganz so unbeleckt bist du offensichtlich nicht, also: was hast du im Fokus? (s.o.)
 

bigsize

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Okay, bei dem Budget braucht man ja nicht zwingend nach etwas Gebrauchtem schauen....

Langbeiner und wenig Überhöhung, da wird es relativ kompliziert. Da Du aber ohnehin Gravelbikes mit in den Fokus genommen hast, währe mein erster Vorschlag die Richtung Randonneur. Die arbeiten zwar meistens mit Spacern, um die Überhöhung gering zu halten, aber bei diesen Bikes sieht das nicht so problematisch aus. Zudem sind diese Räder auf Dauerhaltbarkeit ausgelegt, deshalb etwas schwerer, aber für große Jungs mit Reserven. Zudem haben die auch bei großen Rahmengrößen noch relativ moderate Oberrohrlängen, was wg. des relativ kürzeren Oberkörpers bei Langbeinern entgegen kommt.

Beispiel wäre etwa ein Poison: https://www.poison-bikes.de/Fahrraeder/Randonneur-Fahrraeder/Stahl-28_/

Wenn es ein reines Rennrad sein soll wäre ein langes Steuerrohr bei vergleichweise kurzem Oberrohr sinnvoll, damit die Überhöhung moderat bleibt. Viele Einsteigerräder der Versender sind so aufgebaut, damit die Kunden nicht gleich wg. Rückenschmerzen das Bike zurücksenden. Für diejenigen, die Bewusst weniger Überhöhung wollen die Chance auf ein günstiges Rad. Mit dem Restbudget kann man auf Wunsch die Laufräder austauschen, oder man setzt auf kulante Bearbeitung eines Schadens.

Extrembeispiel für "angenehme" Geo sind die Bikes von Canyon. Bei diesem Rad hat das Steuerrohr 230mm bei nicht mal 590cm Oberrohr, was schon sehr moderat ist. Gleichzeitig mit 900€ günstig. Da bleibt dann viel Geld übrig, falls man doch die Laufräder anpassen möchte: https://www.canyon.com/de-de/road-b...6.0/2391.html?dwvar_2391_pv_rahmenfarbe=RD/BK

Fast so langes Steuerrohr und auch seltener: https://www.fahrrad.de/orbea-avant-h40-M756590.html?vgid=G1042577 Die Laufräder würde ich aber nicht nutzen....

Bei Gravelbikes finde ich es nach wie vor schwer, etwas für richtig große in "Kostengünstig" zu finden. Aber grundsätzlich haben diese Räder zweckbedingt auch reserven für gewichtigere Fahrer. Mit der SRAM Apex wäre dieses hier noch in Deinem Budget: https://www.ridley-bikes.com/de/product/kanzo-alloy/#/customise/71489922?basketIndex=0 Im Netz auch gerne mal etwas günstiger: https://shop4cross.de/bikes-frames/...d-bikes/kanzo-a/ridley-kanzo-02bs-apex-m.html

Selbstverständlich beziehe ich mich immer auf die größte verfügbare Rahmenhöhe, ist ja logisch....

Hoffe das hilft etwas, mach Dich gerne mal damit vertraut und stell dann nochmal gezielte Fragen.
 

Gooofy99

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DANKE für diese sehr ausführliche Antwort!

Sehr viel Input, sehr viele für mich hilfreiche Überlegungsansätze und ein Bild welches sich langsam herausarbeitet…

Randonneur hatte ich zuerst auch als Idee, kommt meinem Trekker aber zu nahe. Daher, auch bei meiner „besseren Hälfte“ eher schwer vermittelbar. Genau das gleiche beim Thema Gravelbike.

Es geht also in Richtung Endurance Rennrad mit wenig Überhöhung bzw. einer komfortablen Sitzposition. Beim Thema maximal mögliche Reifenbreite bin ich leider im Tal der Ahnungslosen, da ich NULL Erfahrung habe. Sind 30er nötig oder reichen auch 28er?
Das von Dir angesprochene Canyon spricht mich schon mal an, wobei ich hier die Version mit der 105er Schaltgruppe interessanter finde: https://www.canyon.com/de-de/road-b...7.0/2392.html?dwvar_2392_pv_rahmenfarbe=RD/BK

Bei meinem Gudereit liebe ich meine hydraulische Scheibenbremse. Ob Felgen- oder Scheibenbremse ist wohl auch Glaubensfrage, oder. Nur ist die Wartung von Felgenbremsen , nach meiner Erfahrung für den Laien einfacher.

Du hast mich auf die Räder von Ridley aufmerksam gemacht. Die finde ich richtig interessant. Zudem wäre für mich als Einsteiger der persönliche Kontakt im Laden hilfreich im Vergleich zum "Versender". Gerade dieses hier kann ich mir sehr gut vorstellen: https://www.ridley-bikes.com/de/product/fenix-sla-disc/#/customise/73525996?basketIndex=16 oder dieses: https://www.ridley-bikes.com/de/product/helium-sla/#/customise/73539932?basketIndex=17

Im Oktober soll hier die Version mit Scheibenbremse rauskommen.

Das Fenix wird mit einem besonders robusten Rahmen beworben, was mir je entgegen kommen würde.

Ridley ist bis jetzt der einzige Hersteller der in seinen offiziellen Größenangaben Fahrer über 2 Meter einschließt: https://www.ridley-bikes.com/wp-content/uploads/2017/08/sizing-chart_280x200.pdf

Hat bei den Ridley Rädern jemand Erfahrung mi der Sitzgeometrie und Überhöhung
 

frankblack

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Langbeiner und wenig Überhöhung, da wird es relativ kompliziert.
naja, mit 95/202 ist man nicht wirklich Langbeiner, lt. Umfragen in Radforen liegt man damit knapp unter dem Durchschnitt. Man muss nicht alles glauben, was die Tour (auf Basis von Kleiderkonfektionsgrössen) abgedruckt hat. Die Frage ist eher, was 'gemäßigte Sitzposition' bedeutet? Nach meinem Verständnis sind 10cm Überhöhung bei dieser Größe immer noch sehr 'gemäßigt', falls der TE aber nur 4cm wünscht, wird es eher der allseits beliebte Spacerturm werden. Sicherlich ist es nicht einfach, mit der Größe/Gewicht, den passenden Rahmen zu finden -andererseits wachsen die großen RH mehr in der Höhe, als in der Länge.
 

bigsize

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naja, mit 95/202 ist man nicht wirklich Langbeiner, lt. Umfragen in Radforen liegt man damit knapp unter dem Durchschnitt. Man muss nicht alles glauben, was die Tour (auf Basis von Kleiderkonfektionsgrössen) abgedruckt hat. Die Frage ist eher, was 'gemäßigte Sitzposition' bedeutet? Nach meinem Verständnis sind 10cm Überhöhung bei dieser Größe immer noch sehr 'gemäßigt', falls der TE aber nur 4cm wünscht, wird es eher der allseits beliebte Spacerturm werden. Sicherlich ist es nicht einfach, mit der Größe/Gewicht, den passenden Rahmen zu finden -andererseits wachsen die großen RH mehr in der Höhe, als in der Länge.
"Langbeiner" hab ich in der Tat unkritisch übernommen, ohne nochmal nachzuschauen...
DANKE für diese sehr ausführliche Antwort!

Sehr viel Input, sehr viele für mich hilfreiche Überlegungsansätze und ein Bild welches sich langsam herausarbeitet…

Randonneur hatte ich zuerst auch als Idee, kommt meinem Trekker aber zu nahe. Daher, auch bei meiner „besseren Hälfte“ eher schwer vermittelbar. Genau das gleiche beim Thema Gravelbike.

Es geht also in Richtung Endurance Rennrad mit wenig Überhöhung bzw. einer komfortablen Sitzposition. Beim Thema maximal mögliche Reifenbreite bin ich leider im Tal der Ahnungslosen, da ich NULL Erfahrung habe. Sind 30er nötig oder reichen auch 28er?
Das von Dir angesprochene Canyon spricht mich schon mal an, wobei ich hier die Version mit der 105er Schaltgruppe interessanter finde: https://www.canyon.com/de-de/road-bikes/endurance-bikes/endurace/endurace-al-7.0/2392.html?dwvar_2392_pv_rahmenfarbe=RD/BK

Bei meinem Gudereit liebe ich meine hydraulische Scheibenbremse. Ob Felgen- oder Scheibenbremse ist wohl auch Glaubensfrage, oder. Nur ist die Wartung von Felgenbremsen , nach meiner Erfahrung für den Laien einfacher.

Du hast mich auf die Räder von Ridley aufmerksam gemacht. Die finde ich richtig interessant. Zudem wäre für mich als Einsteiger der persönliche Kontakt im Laden hilfreich im Vergleich zum "Versender". Gerade dieses hier kann ich mir sehr gut vorstellen: https://www.ridley-bikes.com/de/product/fenix-sla-disc/#/customise/73525996?basketIndex=16 oder dieses: https://www.ridley-bikes.com/de/product/helium-sla/#/customise/73539932?basketIndex=17

Im Oktober soll hier die Version mit Scheibenbremse rauskommen.

Das Fenix wird mit einem besonders robusten Rahmen beworben, was mir je entgegen kommen würde.

Ridley ist bis jetzt der einzige Hersteller der in seinen offiziellen Größenangaben Fahrer über 2 Meter einschließt: https://www.ridley-bikes.com/wp-content/uploads/2017/08/sizing-chart_280x200.pdf

Hat bei den Ridley Rädern jemand Erfahrung mi der Sitzgeometrie und Überhöhung
Scheibenbremsen gehört wahrscheinlich die Zukunft, wobei ich es bei rennräder verzichtbar finde und Felgenbremsen sicher noch lange bleiben werden. Der mechanischen Schaltung wurde auch schon vor zehn Jahren der schnelle Tod versprochen...

Die beiden Ridleys wirst Du mit relativ wenig Überhöhung fahren können. Aber wenn Du da im Laden mal schauen kannst. Ist halt immer die Frage, ob die auch ein Bike in RH63 da stehen haben....
 
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