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irgendwie doch blöd...

racetec

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Hallo zusammen,
also die Nummer ärgert mich jetzt eben
Als ich mich im September 10 entschieden hatte mir ein Rennrad zu kaufen, bin ich frohen Mutes durch die Radgeschäfte getingelt und habe mir vieles angelesen da ich ja noch totaler Neuling war.

Ich hatte mir ein finanzielles Limit gesetzt und mit der Zeit auch rausbekommen was ich dafür so bekommen kann. Natürlich war die Optik für mich ein großer Aspekt und die Farbe stand auch schon fest.
Bei einem Händler fand ich nun ein Rad, welches genau in mein Beuteschema paßte. Da ich bislang noch bei keinem Händler "vermessen" wurde und ich auch meine Radgröße gar nicht kannte, habe ich mich halt total auf den Kerl verlassen. Ich habe ihm auch klar gesagt das ich keine Ahnung habe und der total Anfänger bin.
Lange Rede gar kein Sinn..... der Rahmen ist mir nicht nur zu groß sondern viel zu groß!! ( der ein oder andere hier hatte das schon auf meinen Bildern angemerkt)

Echt jetzt, das ist doch blöd. Er erzählte mir irgendwas von Knie und Ellenbogen und Winkel und das das Rad schon passen würde, da ich mehrfach nachgefragt hatte.

Da ich jemand bin, der alles bewegt was nur irgendwelche Rollen hat ( und wenn ich auf den Rewe Einkaufswagen springe) :D hatte ich mich halt auf das Rad eingeschossen, zumal ich ja auch keinen Vergleich hatte. Ich habe damit meine Alpenüberquerung gemacht und bin zwei Rennen gefahren. Nun und genau bei diesen Rennen habe ich gesehen das die anderen auf ihren Rädern irgendwie anders aussehen. Dynamischer und mehr Tritt von hinten ..... ich weiß nicht wie ich das besser erklären soll .
Ich habe jetzt einen Radladen gefunden bei dem ich mich super aufgehoben und ehrlich behandelt fühle, ich brauche einen Rahmen der ganze zwei Nummern kleiner ist, der Lenker ist viel schmaler usw usw. Ich bin dort weit über zwei Stunden beraten worden,und war drei mal dort, da ich jetzt natürlich oberskeptisch war, dafür hat der jetzt einen treuen Kunden auch wenn ich über eine Stunde Anfahrt habe

Echt mal, ist doch Mist.... das Geld fürs erste Rad hätte nicht sein brauchen. Entweder hatte der keine Ahnung oder hat mich gnadenlos veralbert, weils ihm einfach egal war und er einfach nur die Kohle wollte. Ich würde echt gerne da noch mal hinfahren und ihm eins auf die Nase hauen.

Das der mir noch zusätzlich eine weitere Campa Kassette (andere Übersetzung) verkauft hatte die im nachhinein gar keine war, erwähne ich dann mal nur kurz am Rande

nun ist viel Text , aber ich bin´s jetzt mal losgeworden :mad:

O.k. dann mal Gruß die Marion
 
Du räumst ja mehr oder weniger selber ein daß Du wohl bischen blauäugig an die Sache rangegangen bist. Plus den "Haben wollen"-effekt aus Ungeduld...?

Neudeutsch nennt man das wohl "Lessons learned". Denn inzwischen gibt es ja genug Anbieter von Vermessungen, Sitzpositionsanalysen, also von daher wär diese "Pleite" schon vermeidbar gewesen. Ich hab als Neuling mein RR auch erst Ende Juli 2011 gekauft aber der Händler hat direkt darauf hingewiesen daß er diese Dienstleistung (Vermessung) ausgelagert hat an eine Art Kompetenzzentrum die u.a. auch Leistungsdiagnostiken im Angebot haben. Die haben dann das Rad meiner Wahl (dafür gabs Tips von einigen hier aus dem Forum) auf mich eingestellt.

Abhaken und vergessen. Den Frust hast Dir ja jetzt von der Seele geredet.
 
Da bist du nicht alleine.

Meine Fahrradkäufe waren bis jetzt auch immer unerfreulich.
*unterschreib*
Viele Händler sind halt einfach nur Verkäufer ohne große Ahnung von der Materie. Fängt bei der Rahmenhöhe an, geht über die Oberrohrlänge, bis hin zu Knielot und Sattelhöhe.
Bis mein letztes beim Händler gekauftes Komplettrad halbwegs gepasst hat hab ich zwei Jahre lang gebraucht. Da hat nichts gepasst, wenn man mal von der Rahmenhöhe absieht, die aber auch eher zufällig halbwegs getroffen. Mittlerweile nehme ich meinen gut passenden (perfekt sage ich mal lieber nicht, da gibt es zu verschiedene Meinungen)Maßrahmen für die Eckdaten und schraube selbst. Da ärgere ich mich zumindest nur noch über mich selbst.
 
Habe gerade dieses Buch übers richtige Sitzen beim Radfahren gelesen.
Darin wird u.a. beschrieben, daß es eigentl. kein stringentes, wissenschaftl. fundiertes
Konzept der Sitzposition auf dem Fahrrad gäbe. Es gäbe wohl ein paar Glaubenssätze,
mit denen man meinte ganz gut zurechtgekommen zu sein, aber nichts was irgendwie zu Ende
gedacht sei. (Z.B. " Von Sattelstütze bis Anfang Lenker soll genau eine Unterarmlänge plus
3 Finger passen").*1

Ich weiss nicht was offiziell in der Ausbildung gelehrt wird, aber die Sache mit dem Knielot ist
bisher definitv nicht bis zu allen Fahrradhändlern durchgedrungen.

*1 Mehr als eigene Erfahrungswerte als Verkäuferin kann die Autorin auch nicht beisteuern.
 
Dass das nicht fixes ist, ist klar (deswegen vermeide ich ja auch die Beschreibung "perfekt"). Aber grob sollte man denke ich schon Plan haben. Mein Rahmen war beispielsweise mal eben 1,5cm zu kurz. Wenn ich von meiner heutigen Sitzposition ausgehe wäre ein 135mm Vorbau nötig gewesen. Am Crosser eine Katastrophe, zumindest meiner Meinung nach.
Naja, wie sollte man das auch ahnen können, wenn man jemanden auf einen anderen Rahmen des gleichen Hersteller probesitzen lässt.:rolleyes: Geometrie ist ja bei Quantec auch nur schon zu der Zeit immer auf den Bestellzetteln abgebildet gewesen.
Sind so Dinge, auf die ich mittlerweile, mit einiges mehr an Erfahrung, zumindest mal achten würde.

Der Umgang mit Einsteigern ist bei Händlern jedenfalls zum Teil grauenhaft. Zum Glück gibt es ja auch welche, die sich noch Mühe geben.
 
Sicher ist das teilweise eine empirische Wissenschaft und die Frage ist ja auch ob es ein solches "wahres" Konzept überhaupt geben kann wenn, wie ich schon gehört habe, 2 Leute mit annähernd gleichen Körperproportionen ein- und dieselbe Sitzposition unterschiedlich empfinden. Zumal man als Anfänger auch überhaupt nicht einschätzen bzw. goutieren kann was nun "richtig" ist. Beim Probesitzen oder 'ner Runde auf dem Parkplatz mal sicher nicht. Bei meinem Rad z.B. war ab Werk der Vorbau zu lang für mich. Wahrscheinlich hätte ich nach den ersten Rückenschmerzen bemerkt daß ich da zu gestreckt drauf gesessen hätte. Andererseits hab ich später aber noch 1cm aus der Überhöhung rausgenommen, danach fühlte es sich für mich irgendwie "richtiger" an als die "professionelle" Einstellung. Solche persönlichen Erfahrungswerte kann auch die beste und durchdachteste Sitzpositionsanalyse nicht liefern glaube ich (und der Laden bei dem ich deswegen war hat schon ein gewissen Ruf).
 
Hallo,

ich "muss" mal denen widersprechen, die meinen es ist gar nicht so selten ...

Wie bereits geschrieben - einmal das "haben wollen" - es ist doch nichts "einfacher" für einen Händler als den "Kundenwunsch" zu erfüllen. Bevor sich ein Händler dann ewig anhört "äh - da passt mir die Farbe nicht" - oder "äh - der Rahmen schaut komisch" aus - da tut er sich doch einfacher, als den Kundenwunsch "anzupassen" (LEIDER). :rolleyes:

Ich bin auch durch viele Radgeschäfte getingelt - habe auch die Erfahrungen gemacht mit dem "das passt schon - da machen wir halt ..." - bis ich zu VELOemozione (sorry für die Werbung) in Roth gekommen bin. Da wurde ich erst mal mit allem "konfrontiert", was es so für mich gibt. Gleich darauf hin habe ich eine Vermessung machen lassen & die Jungens sind hergegangen und haben in den Katalogen verschiedener Hersteller anhand meiner errechneten Maße für Sitzrohlänge - Oberrohrlänge etc. die Rahmen ausgesucht, die passen würden. :daumen: Für mich blieb nur noch die Entscheidung, welcher Hersteller es werden würde. Die Wahl war zwischen WILIER & COLNAGO.

So - jetzt bin ich seit über einem Jahr COLNAGO- Besitzer & jede Ausfahrt ist einfach eine Freude.

Es gibt sie also wirklich noch - die GUTEN Händler ...
 
mmhh?? klar fand ich das Rad sehr schön, aber wie erwähnt, habe ich auch mehrmals gefragt ob die Größe auch wirklich in Ordnung ist für mich.
Natürlich hätte ich mir mehr Zeit genommen, wenn mir das Rad nicht so gut gefallen hätte.
Aber so ganz ohne Ahnung muß ich mich doch dann auf den Verkäufer verlassen können.... man das ist sein Job

Jetzt in dem neuen Laden bin ich vermessen worden ( auf so einem verstellbaren Rad) und mußte viele Fragen beantworten, die ganze Sache lief einfach schon ganz anders ab.

Ich glaube als Anfänger zahlt man echt erst mal Lehrgeld, es sei denn man hat Glück und kommt gleich an die richtigen Leute.

Gruß die Marion :)
 
Ja, da hattest Du einfach Pech. Finde es auch nicht so optimal, dass gerade einige so auf die Art selbst Schuld kommen. Hinterher ist man halt immer schlauer, und dass Du nicht so viel Glück wie Andere hattest, kann man Dir nicht ankreiden. Jetzt bist Du ja hoffentlich gut beraten, aber selbst da kann es auch Fehler geben. Man muss in diesem Sport vielleicht zu einem gewissen Maße Erfahrungen machen, und selbst zum Optimum beitragen. Leider.
 
Also, ich verstehe deinen Ärger. Aber mal ehrlich, wenn du damit problemlos eine Alpenüberquerung gemacht hast, kann es so schlimm nicht gewesen sein. ;)

Aber so ganz ohne Ahnung muß ich mich doch dann auf den Verkäufer verlassen können.... man das ist sein Job
Und nicht jeder macht seinen Job gut. Und selbst bei Läden, die richtig viele empfehlen, gibt es immer jemanden, der sich dort nicht gut aufgehoben fühlte. Ursachen dafür gibt es viele.

Jetzt in dem neuen Laden bin ich vermessen worden ( auf so einem verstellbaren Rad) und mußte viele Fragen beantworten, die ganze Sache lief einfach schon ganz anders ab.
Sehr schön, leider aber auch keine Garantie für ein passendes Rad. Meine Frau wurde für ihr erstes Rennrad auch vermessen, aber es war dann trotzdem eine Nummer zu groß. Wichtiger als vermessen oder wenigstens genauso wichtig ist aus meiner Sicht das persönliche Fahrgefühl. Denn auch die Rahmengeometrie beeinflusst die Sitzposition beziehungsweise das "Wohlfühl-Gefühl". Genauso die Vorbaulänge, die Sattelposition, ...

Ich glaube als Anfänger zahlt man echt erst mal Lehrgeld, es sei denn man hat Glück und kommt gleich an die richtigen Leute.
Oft, wie bei fast allem. Vorher informieren kann helfen, insbesondere nicht nur in Geschäften, sondern auch ganz besonders bei Bekannten.
 
Wie oben geschrieben, muss man da auch Erfahrung sammeln. Mein erstes Rad hat einen 58er Rahmen. Egal in welche Tabelle ich schaue, von meinen Abmessungen passt der. Mein neues habe ich mir trotzdem als 56er gekauft, weil ich mich darauf wohler fühle. Habe am 58er jetzt den Vorbau 10mm kürzer, aber der Wohlfühl-Faktor kommt nicht an das 56er dran. Wobei man sagen muss, dass der Unterschied nicht sooo groß ist. Mit dem 58er habe ich auch ohne Probleme 4 Stunden oder mehr ohne Probleme gemacht. Ich fühle mich auf dem anderen halt einen Tick wohler und bilde mir auch ein, dass ich darauf einen Tick schneller bin. Aber es ist auch 1kg leichter ;-)
 
Habe gerade dieses Buch übers richtige Sitzen beim Radfahren gelesen.
Darin wird u.a. beschrieben, daß es eigentl. kein stringentes, wissenschaftl. fundiertes
Konzept der Sitzposition auf dem Fahrrad gäbe. Es gäbe wohl ein paar Glaubenssätze,
mit denen man meinte ganz gut zurechtgekommen zu sein, aber nichts was irgendwie zu Ende
gedacht sei. (Z.B. " Von Sattelstütze bis Anfang Lenker soll genau eine Unterarmlänge plus
3 Finger passen").*1

Ich weiss nicht was offiziell in der Ausbildung gelehrt wird, aber die Sache mit dem Knielot ist
bisher definitv nicht bis zu allen Fahrradhändlern durchgedrungen.

*1 Mehr als eigene Erfahrungswerte als Verkäuferin kann die Autorin auch nicht beisteuern.

Hältst Du das Buch für lesenswert?
 
Es geht ja auch nicht darum die geschilderte Erfahrung mit einem profanen "selbst Schuld" abzutun sondern es ist -mit Verlaub - zu vertrauensselig anzunehmen es gäbe eine Art ethischen Imperativ für Verkäufer. "Ganz ohne Ahnung" sich erstmal von einem Verkäufer - gut oder schlecht - beraten zu lassen ist eine Sache und durchaus legitim. Dies aber als einzige Legitimation für eine Kaufentscheidung zu nehmen eine ganz andere. Denn wie weiter oben erwähnt : "vorab informieren kann helfen". Oder eine zweite Meinung einholen.
 
Hältst Du das Buch für lesenswert?

Eigentl. schon. Es ist halt nichts für Leute, die ein vorgefertigtes kochbuchartiges Rezept suchen, dem sie folgen können. Ein starkes Interesse an solchen Themen muss auch da sein.

Rennrad kommt, für meinen Geschmack, etwas kurz. MTB kommt gar nicht vor, vermutl. sollen die genauso sitzen wie aufm Trekker.

Ein paar Thesen fand ich auch recht steil, so z.B. die Behauptung Radfahrer würden es immer merken wenn sie zu hoch sitzen, man solle deshalb daraufhin arbeiten, daß der Sattel möglichst hoch gestellt wird. Wenns zuviel wird, beschwert er sich schon.
Das allermeiste was sie sagt, macht aber IMO Sinn.

Sie geht nicht von Rahmengrößen aus, sondern von Sitzlängen (Sattelende bis Lencker) und Sattelhöhen.
Sie misst die Person anders aus, als das z.B. vom Competitive Cyclist vorgeschlagen wird.

Ich denke daß ICH es mit Gewinn gelesen habe und auch gelegentlich mal wieder reingucken werde, v.a. wenn mal wieder ein Radkauf anstehen sollte.
 
Rennrad kommt, für meinen Geschmack, etwas kurz. MTB kommt gar nicht vor, vermutl. sollen die genauso sitzen wie aufm Trekker.
MTB ist auch nicht MTB. Ganz und garnicht. Der Unterschied zwischen XC ud Downhill ist extrem. Für Touren MTBs ist der Trekker ein halbwegs brauchbarer Vergleich. Vllt. minimal gestreckter.
Von daher wird das Thema wohl rausgefallen sein.
 
Also, ich verstehe deinen Ärger. Aber mal ehrlich, wenn du damit problemlos eine Alpenüberquerung gemacht hast, kann es so schlimm nicht gewesen sein. ;)



Du , wahrscheinlich würde ich das Bike jetzt noch fahren, wie gesagt ich bin es gewohnt fahrtechnisch alles umzusetzen und weh tat auch nix, aber ich denke mit einem passenden Rad wirds jetzt besser gehn. :)
 
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