AW: Frage zur Atmungsaktivität der FuguJack
Mein lieber clam. Interessiert lese ich deinen ganz persönlichen "Anti-
Assos-Feldzug". Zuweilen amüsant, muss ich sagen, was die Suche mit der Paarung
assos+clam ergibt, und das alles in den letzten 2 Wochen.
MMn bist du einfach unglaubwürdig, schreibst "in depth reviews" über Teile, bei denen ich mittlerweile zweifle, ob du sie jemals gefahren bist. Halte ich nur noch für Polemik.
Eine der grossen Errungenschaften des Forums ist ja, dass man Beiträge nachträglich nicht mehr ändern kann. Ich zähle mal auf:
Hier verkündest du, dass du aus Prinzip keine
Assos kaufst, um dann
hier ein Halleluja auf die Aldi-Windschutz-10Euro Teile anzustimmen.
Hier hingegen hast du einige
Assos durchprobiert und welche behalten.
Hier hingegegen bist du die Fugu gefahren und warst "klatschnass", oben bist du sie nicht gefahren. Wie auch immer, Fazit: Material Mist.
Hier bemängelst du die Trägerhose Airblock.LL (Die Hose hat vorne keinen vollflächigen Windschutz) als "schwächelnd", Windschutz ungenügend, schreibst aber gleichzeitig dass "garnix atmen tut". Wie passt das zusammen?
Ich geb dir einen Tipp. Schreibe doch einfach über Sachen, die du wirklich kennst, am besten einigermassen objektiv.
Tja Cacco, du wolltest -wohl weise vorausschauend- keine Diskussion, aber wenn ich das hier lese kann ich einfach nicht anders.
Nun ONtopic.
Habe die FuguJack, bin sie aber noch nicht gefahren. Die airjack 851 habe ich auch, die bin ich schon gefahren.
Kann mal festhalten, dass das Windschutzmaterial bei beidem das gleiche ist, dieses 851er Ding, und auch noch gleich dick (überall, es gibt keine Abstufung in der Dicke). Ich nehme an die beiden Jacken hast du gesehen? Die Fugu ist praktisch vollständig mit Windschutz, nur hinten neben der Rückentasche hat es 2 Schlitze ca. 20x4cm, sowie genau unter den Achseln 2 ca. 15x3cm, die sehr durchlässig sind.
Nach meiner Erfahrung taugt die Airjack 851 bis max. +5 (wenn es nicht windig ist) mit 2 Schichten, darunter fröstle ich. Wenn es stark windig ist und es einem hinten an den Rücken weht, merkt man es schnell, würde sagen dann ist die Jacke bis +8-10 angebracht.
Schwitzen? Also ich schwitze sogut wie immer, das mal als Eingang, auch im Sommer mit den Kurzarmtrikots. Bei der Airjack 851 bin ich bei GA1 und etwas darüber vorne am Rumpf moderat nass, das ganze bleibt für mich angenehm. Über GA2 und "volle Pulle" bin ich nachträglich vorne ganz nass, der Unterzieher ist dann vollflächig durchschwitzt. Ich persönlich empfinde es aber nicht als sonderlich störend, da "immer fahrend", mir auch nicht kalt wird.
Ich hatte vorher verschiedene Gore Windstopper Jacken, war dort bei voll Rohr auch immer am Rumpf durchnässt (vorne, wenn nur vorne Windstopper, vorne+hinten, wenn vollflächig), wirklich vorsichtig ausgedrückt kann ich beim Material 851 keine Verschlechterung feststellen.
Das ganze festgestellt für die Airjack, bei der Fugu wird das sicher verstärkt, da vollflächiger Windschutz.
Nur, MMn gibt es die Jacke nicht, bei der man im tiefen Winter bei 0° abwärts in "high performance" vollen Windschutz+Wärmeschutz hat UND trocken bliebt. Bin früher 6 Jahre gelaufen/gejoggt, auch im Winter. Da "langsam", kann man dabei auch ohne Windschutzklamotten auskommen. Wurde dabei dennoch immer vollflächig nass am Rumpf, egal welche Kombination von noch so atmungsaktiven, nicht-Windschutz Teile ich anhatte.
Als Vergleich kann ich noch die ältere
Assos "Gator" Jacke (Vorgänger der Fugu) ins Spiel bringen. Die hat vollflächigen Windschutz, innen aber ein Fleece, das nicht mit der äusseren Hülle vollflächig vernäht ist. Bin die den ganzen letzen Winter gefahren, finde die wirlich gut, bis -5 nach wie vor kuschelig warm. Hält auch ca. 1Std Nieseln bis leichter Regen ab, bis was durchdringt. Denke der Fleeceeinsatz mit unvermeidlichem Lufteinschluss trägt für die gute Isolation bei. Darin wurde ich wie oben beschrieben auch vollständig nass bei "voller Pulle", eine Sauna (wie man sie hat bei vollständig dichten Jacken) war es aber dennoch nicht.
Noch kurz was zu den Schichten. Meine persönliche Meinung bzw. Erfahrung. Das mancherorts hochgelobte Zwiebelprinzip kann ich nicht so unterstützen. Meiner Erfahrung nach ist es am besten möglichst wenige, dafür angepasste Schichten zu tragen. D.h. Beine optimal eine Schicht, maximal 2, und oben optimal 2, maximal 3 Schichten. Mmn gibt es, je mehr Schichten, desto mehr Sauna, egal wie atmungsaktiv die Teile auch sein mögen.
Gruss
Also dass ich alles andere als ein
Assos Fan bin, ist hier im Forum kein Novum.
Bei den aggressiven
Assos Werbepostings sollte man mal ernsthaft in Erwägung ziehen, wo die Grenzen fließen. Sowas ist laut den hiesigen Verhaltensregeln nicht erlaubt, wird scheinbar aber geduldet oder unterstützt, weiß ich nicht.
Die Frage ist, was soll eine Jacke können. Die Jacke soll warm halten, Wind abweisen und soll den Schweiß möglichst abtransportieren bzw. übermäßige Hitzestaus verhindern.
Das alles ist jetzt nicht seit gestern erfunden.
Auch von mir ON TOPIC:
Ich habe mir einige Jacken auf Rechnung bestellt, u.a. von
Rose zum Testen. Ansonsten hätte ich mir das garnicht leisten können, knapp 1000 Euro vorzulegen :aetsch:
Ich habe sie alle hingelegt und wollte mich bei den 6 Jacken nicht vom Preis leiten lassen, sondern rein von der Passform und die ist für jeden bekanntlich anders. Meine Freundin hat mir die Jacken gereicht und ich hab die Augen verschlossen. Wozu? Weil ich mal ohne Vorurteile rangehen wollte.
Am besten passte mir die
Adidas Blizzard, dann kam Nalini und anschließend erst
Assos (ja, die besagte Fugu-Jacke oder wie die heißt). Das alles war der reine Passformtest, Faltenwurf, den kann man ja auch fühlen......
Ich hab mir garkeine der Jacken gekauft, aber ich hätte mir normal, hätte ich die Wahl gehabt, die Blizzard von
Adidas geholt. Alle Jacken gingen zurück, da ich den Einsatzbereich solcher Extremteile ebenso extrem eingeschränkt empfinde. Für die 20 Tage Netto im Jahr, an denen ich sie anziehen kann....ok. Aber das muss jetzt der cacco für sich entscheiden. Wenns dort 200 Tage kalt ist - meinetwegen.
Ich kann nur sagen, dieses
Assos Geschwätz geht mir seitdem so gegen den Zeiger, da diese Marke ständig als Alleskönner, als DIE Lösung aller Probleme angeprisen wurde.
Ich muss fairerweise sagen, dass ich damit nicht draußen gefahren bin, aber drinnen auf der Rolle hab ich die Jacke getestet, wie sie sitzt nach mehreren Tritten auf dem Rad.
Und was soll ich sagen? Sie löste das Problem, das ich hoffte, dass eine 400 Euro Jacke in der Lage ist zu lösen, nicht: Sie rutschte vorn und hinten beim heftigeren Treten nämlich systematisch an der Hose hoch.
De Fakto braucht man eine Hose mit hohem Windschutz. De Fakto eine 400 Euro Jacke mit einem großen Mangel in meinen Augen.
Faltenwurf war "ok", vorn hatte ich ein Fältchen, das sich sicher nicht vermeiden lässt.
Mehrere Fragen stelle ich mal in den Raum.
Warum
Assos stets nur seine Hosen in gebückter Haltung präsentiert, nie aber die Jacken, ist für mich somit geklärt, denn die Jacken sitzen in gebückter Haltung nicht besser als 250 Euro günstigere Produkte. Ich habs getestet vorm Spiegel und mit objektiver Freundin, die keine Ahnung vom Radsport hat.
Warum tragen Profis keine
Assos Klamotten bei den Touren? Wenns das Beste ist, müssten sie doch drauf bestehen.
Warum gibts auf spezielle
Assos Threads hier im Forum immer so wenige Antworten konkret von
Assos Trägern? Ganz einfach. Weil fast keiner so teure Jacken trägt, die meisten
Assos Käufer kaufen es aufgrund der Hosenpolster.
Meine Nalini warf nicht weniger Falten,
Adidas war was den Faltenwurf am besten anging, am besten.
Alle Jacken rutschten hoch, bis auf die
Adidas Tempo aber die saß knallig eng und zwar so eng, dass es mir schon zu sehr Race-Feeling war. Die
Adidas Tempo war die einzige, die richtig gescheit gummiert war.
Am Ende hab ich alle Jacken zurückgesendet, mein Zwiebelprinzip behalten.
De Fakto:
Eine 400 Euro Jacke kommt mir nicht ins Haus. Selbst wenn die
Assos - wovon ich eigentlich ausgegangen war - super gepasst hätte, hätte ich nochmal eine Nacht drüber schlafen müssen.
Mal ernsthaft. Wenn eine 160 Euro (Blizzard) Jacke schon alles leisten kann, was eine Jacke leisten soll. Wie sollen sich dann die teureren 240 Euro einer
Assos rechtfertigen lassen - wie? Es geht nicht. Also zahlt man für den Ruf, den Namen und dazu bin ich nicht bereit.
Somit kann ich dir sagen:
Kauf es, wenn du dich damit besser fühlst, kauf es, wenn deine Maße 100 Prozent zu
Assos passen und erwarte kein Wunder, sondern eine stinknormale gute Jacke, die du für weniger als die Hälfte des Preises bekommen kannst und gut isses.
Ich rate nicht dazu und ich rate nicht ab, dazu hab ich schon zu oft meine Meinung über
Assos abgelassen.
Wenn das hier einer von dern Marketingabteilung liest und das ist ja ziemlich wahrscheinlich, gibt ja genug Leute, die hier aggressivst Werbung für diesen Hersteller machen und das sicher nicht ganz uneigennützig, dann dürften die sich ins Fäustchen lachen, dass es wirklich Leute gibt, die bereit sind 400 Euro für eine Jacke hinzublättern.