Ich, frisch 18 geworden, vielleicht war ich auch schon 19, fahre in meiner kleinen Stadt mit 10.000 Einwohner mit meinem Skoda Fabia, blau, mit weissen Rennstreifen, durch die einzige enge Stelle. Leider war ich etwas "zu cool" unterwegs und habe dabei den Boardstein so gerammt, dass ich mir den
Reifen aufgeschlitzt habe.
"Kein Problem, ich habe im Kofferraum immer einen Ersatzreifen". Ich hatte bis dahin auch immer meinem Papa beim Reifenwechseln geholfen und konnte das mittlerweile alleine.
Als gelernter Mechatroniker und handwerklich (eigentlich) geschickter Typ hab ich das
Auto aufgebockt, Radkreuz angesetzt und das Radkreuz gedreht. Versucht zu drehen. Auch mit Schmackes. Mit dem Fuß auf den äußerten Punkt des Kreuzes getreten um eine, weil ich bin ja ein schlauer Mechatroniker, möglichst große Hebelwirkung zu haben. Nix. Stillstand. Eiskalt wars draussen.
Bin dann in die nächste Kneipe und hab dort jemanden getroffen und zu ihm gesagt "Du, Sepp, i ho ma grod an Plattn gfoahn und wollt ma mein Reifn wechsln. Radkreiz hobe ogsetzt aber da rihrt se nix, probiers etz seit a na halben Stund, aber anscheinend san de Schraum so fest oder festgrost, dass ma do nix macha ko" - "Host du scho jemals
Reifen gwechslt?" - "ja schaust me du für ganz bled o?" - "Guad, fahr ma schnell zu mia hoam, i ho a zwoa Meta Rohr dahoam, da hamma a riesen Hebelwirkung".
Wir holen das Rohr, Sepp setzt das Rohr an und zack. Schraube löst sich. Mit einer Leichtigkeit. Was mir dann aufgefallen ist, weil der Sepp der ist kein Depp, der hat in die andere Richtung, ccw, gegen den Uhrzeigersinn, gedreht....
