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Ernährung

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Hey,

erstmal zu mir: Ich bekomme keine Gewichtsprobleme und konnte mich deshalb mein ganzes Leben ungesund ernähren, obwohl mir schon bewusst war, dass die Ernährung unser wichtigstes Gut ist. Als ich dann mit dem Sport begonnen habe, fing ich an mich "bewuster" zu ernähren. Vollkornprodukte, Ballaststoffe, Obst, Gemüse... jedoch weit weg von einem Optimum.

Letzte Woche habe ich aus Faulheit fast komplett nur Obst, Gemüse und Salat gegessen und mir Gedanken über meine Ernährung gemacht. Rohkost hat es mir angetan und ich überlege, meine Ernährung nun komplett umzustellen.

Als erstes habe ich jetzt probeweise mal vor, die Milch aus meinem Ernährungsplan zu streichen, da ich täglich viel Milch konsumiert habe. Zukünftig will ich dann mit meiner Ernährung mehr und mehr hin zur Rohkost, wobei ich mich nicht 100 prozentig daran halten will... keine Lust auf guten Kaffee zu verzichten. :D

Jetzt wollte ich von euch mal hören, wie ihr es mit eurer Ernährung haltet und was ihr zu meinen Plänen sagt. Ich würde mich freuen, wenn wir hier über Ernährung disskutieren könnten.

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Re: Ernährung
AW: Ernährung

erstmal zu mir: Ich bekomme keine Gewichtsprobleme und konnte mich deshalb mein ganzes Leben ungesund ernähren, obwohl mir schon bewusst war, dass die Ernährung unser wichtigstes Gut ist. Als ich dann mit dem Sport begonnen habe, fing ich an mich "bewuster" zu ernähren. Vollkornprodukte, Ballaststoffe, Obst, Gemüse... jedoch weit weg von einem Optimum.
Optimum? Welches Optimum meinst Du denn? Was ist bei Dir "zu viel Milch/Milchprodukte"? Was versprichst Du Dir von einer "kompletten Umstellung"?

Mir klingt Deine Schreibe eher nach Verschlechterung der ausgewogenen Ernährung als nach einer Verbesserung derselben.
 
AW: Ernährung

Also, KingoftheHill, da kann ich eine lustige Begebenheit beisteuern.

Ich bin ein paar Mal mit einem Reiseveranstalter in die Alpen gefahren. Hammertouren: 13 Tage, 2.000km, 40.000Hm - nur damit wir wissen, wovon wir reden.

Mit dabei war einer, den nannten wir "Müsliman". Der aß: kein Fleisch (Vegetarier), überhaupt keine tierischen Produkte (Veganer) und noch dazu nichts gebratenes und gekochtes (Rohkostler), trank kein Alokohol (Nichtalkoholiker) also quasi nur rohes Gemüse, Körner und Früchte, auch als Saft.

Am ersten Tag war er noch ganz gut unterwegs. Am zweiten Tag ging er schon auf dem Zahnfleisch. Dann hat er mal abgekürzt. An den Pässen hat er sich immer 6 Bananen reinstopfen wollen, da hatte er aber nicht mit dem Reiseveranstalter gerechnet. Denn der fand, dass wir anderen ja auch noch Bananen haben müssten. Der Typ ist fast verhungert, weil er ja außer Bananen (fast) nichts aß. Am sechsten Abend war es dann so weit: Er hat doch tatsächlich Bratkartoffeln gegessen. Sein Kommentar war: Er müsse Kompromisse machen, sonst könnte er nicht mehr vernünftig fahren - wie wahr! Danach lief es dann auch wieder so halbwegs.

Also kurz: Wenn es dir um eine Verbesserung deiner Leistungsfähigkeit geht, halte ich das für eine Schnapsidee, du wirst das Gegenteil erzielen. Wenn du aus anderen Gründen auf Rohkost umsteigen willst: Tu, was du nicht lassen kannst.

Ansonsten ist eine sinnvolle Ernährung sicher leistungsfördernd, aber ich esse weiterhin das, was mir schmeckt und werde mir auch mein kleines Glas Alkohol nicht verkneifen. Ich glaube auch, dass sich der Organismus ohnehin, wenn er nicht durch falsche Ernährungsgewohnheiten verzogen ist, das holt und auf das Appetit hat, was er braucht. Der eine braucht halt mehr Fleisch, der andere weniger. Der eine mag keine Erdbeeren (weil er dagegen allergisch ist, z.B., aber das gar nicht weiß), der andere findet sie superlecker. So ist das halt.
 
AW: Ernährung

Kenne einige die sich "blutgruppengerecht" ernähren (keine Radler, aber auch ein Extrem-Skifahrer und Tennisspieler...)
Das Blutgruppenbuch teilt die Ernährung den Blutgruppen zu.
Ich bin zum Beispiel A und somit der typische Vegetarier, der schlecht Milchprodukte verträgt... angeblich...
Alles eine Glaubensfrage! Ich war über zehn Jahre Vegetarierin und esse aber heute gelegentlich wieder Fleisch und Fisch.
(Nein ich bin nicht wegen dieses Buches Vegetarierin geworden... - sowas ließt man mit acht Jahren eher nicht...)
 
AW: Ernährung

Rohkost? Nur zu!

Die Gießener Rohkoststudie
Die Gießener Rohkoststudie wurde von 1996 bis 1998 vom Fachbereich Ernährungswissenschaft der Universität Gießen unter Leitung von Claus Leitzmann durchgeführt. Ihr Ziel war es, die verschiedenen Richtungen der Rohkost in Deutschland zu erfassen sowie das Ernährungsverhalten und den Gesundheitsstatus von Rohköstlern zu untersuchen. Die Studienteilnehmer waren zwischen 25 und 64 Jahre alt und ernährten sich zu mindestens 70 Prozent von Rohkost. Sie mussten Nichtraucher sein und sich seit mehr als 14 Monaten in dieser Weise ernähren. In der Hauptphase gab es noch über 700 Teilnehmer, vollständige Datensätze lagen zum Schluss von 201 Personen vor. 63 davon ernährten sich fast ausschließlich von Rohkost, 73 zu über 80 Prozent. 57 Personen waren Veganer, 88 Vegetarier, 56 so genannte omnivore Rohköstler, die auch (ungekochtes) Fleisch und Fisch verzehren. Die Nährstoffversorgung wurde durch Blutuntersuchungen ermittelt.

Wesentliche Ergebnisse der Studie: 57 Prozent der Studienteilnehmer hatten Untergewicht, nur ein Prozent Übergewicht. Innerhalb von vier Jahren hatten die Männer im Schnitt fast zehn Kilogramm Gewicht verloren, die Frauen etwa zwölf Kilo, und zwar unabhängig vom Ausgangsgewicht. Etwa ein Drittel der Frauen unter 45 Jahren hatte keine Menstruation mehr, litt also unter Amenorrhoe. Das ist ein Symptom von Unterernährung. Die Zufuhr der Vitamine A, C, E, B1, B6, Folsäure, Betacarotin, Selen und Antioxidantien war überoptimal, lag also über den empfohlenen Richtwerten. Bei Calcium, Zink, Iod, Vitamin D und Vitamin B12 wurde ein deutlicher Mangel festgestellt. Die Magnesiumzufuhr über die Nahrung war ausreichend, trotzdem lagen die Blutwerte unter den Richtwerten. Das zugeführte Magnesium wird bei Rohköstlern demnach nicht optimal vom Körper aufgenommen. Außerdem war die Zufuhr an Eisen nicht ausreichend, so dass 43 Prozent der Männer und 15 Prozent der Frauen an Anämie litten. Sie wurde um so häufiger festgestellt, je länger ein Studienteilnehmer bereits Rohköstler war.

Leitzmann leitete aus den Studienergebnissen den Schluss ab, dass eine fast ausschließliche Rohkosternährung aus gesundheitlichen Gründen nicht empfehlenswert ist. Bei Rohkostanhängern stieß die veröffentlichte Studie auf heftige Kritik; die Gültigkeit der Ergebnisse wurde angezweifelt. Ein häufiger Einwand war, die Teilnehmer seien zum größten Teil keine „echten“ Rohköstler, ein Teil nicht mal Vegetarier. Nach der Studie traten aber gerade bei den „reinen“ Rohköstlern, die sich bereits jahrelang auf diese Weise ernährten, die häufigsten Mangelzustände auf.

(Wikipedia)

:daumen:
 
AW: Ernährung

Ich ernähre mich seit nem Jahr vegetarisch bis vegan und bin bisher nur leistungsfähiger geworden, was natürlich auch damit zusammenhängt, dass ich etwas später das Radeln begann und mein Körper somit insgesamt in Schwung kam..

Aber Rohkost würde ich mir, falls die zitierte Studie stimmt, nochmal überlegen...

Die Anekdote von Kwak ist imo wertlos, da das Problem ja die Quantität, nicht aber die Qualität der Ernährung war... hätte der gute Mensch seine sechs Bananen bekommen, hätte er eventuell auch genug Energie gehabt...
 
AW: Ernährung

Ich glaube, es kommt weniger drauf an, ob man nun Rohkost oder "Kochkost" ist, sondern eher darauf, wie schonend und natürlich die Lebensmittel bearbeitet wurden.

Ich denke, dass Dir Möhren, die in Deinem eigenen Garten,den Du mit Liebe pflegst *grins*, ganz ohne Druck gewachsen sind, und die Du dann ein bisschen gegart hast, mehr geben als roh geschnittene und im Turbogewächshaus gewachsene Möhren.

Und die Milch, die noch ganz echt aus der Kuh kommt und nicht vergewaltigt im Tetra-Pak ankommt (homogenisiert und so), wird Dein Körper wohl auch besser verwerten können.

Als Kind hatte ich auch irgendwann total aufs Fleisch verzichtet, weil ich den Geschmack einfach nur noch ekelerregend fand (bei uns gabs immer ganz viel Fleisch).
Leider bekam ich nach ca. 20 Jahren immer wieder unerklärliche Rückenschmerzen. Nach langer erfolgloser Therapie "zwang" mich ein Osteopath dazu, ab und zu mal Fleisch zu essen, und nach einiger Zeit waren die Probleme weg. Meine Leber hatte sich verhärtet, da in Fleisch nunmal Sachen sind (bzw. Formen von Vitaminen, die IN DIESER FORM nicht aus anderen Lebensmitteln zu beziehen sind) die der Körper braucht. Da ich sie ihm vorenthielt, baute er Bestandteile aus der Leber ab.
Geniessen kann ichs immer noch nicht, aber ich machs jetzt halt so, dass ich alle 4-6 Wochen mal beim Bauern um die Ecke nachfrage, wann geschlachtet wird (hat noch eigene Schlachtung) und ich mir dann dort ein Stück Fleisch aussuche, welches er mir zu Hackfleisch shreddert. Das kommt dann in die Lasagne oder Nudelsosse oder so. Ist wie beim Radfahren:man muss sich auch ein bisschen quälen können...
Immer wieder fällt mir allerdings auf, dass man "frohes" Fleisch sogar am Geruch von Fabrik- und Massenfleisch unterscheiden kann.
Natürlich bin ich da sehr empfindlich, bei Gemüse gelingt mir diese Unterscheidung meist nicht.

Was ich damit sagen will ist, dass man allein dadurch, wie man isst, nicht leistungsfähiger oder -ärmer wird (Rohkost, Fleischesser, Vegetarier), sondern eher dadurch, WAS man isst.

LG, andracula
 
AW: Ernährung

Habe mich über eure Antworten gefreut, dann werde ich das mit der Rohkost wohl doch eher lassen... hätte ich wahrscheinlich eh niiieee geschafft.

Aber interessieren würde es mich schon mal, wie sich der Körper nach Rohkost oder Vollwert-Ernährung anfühlt. Vieleicht mache ich ja mal den 4 Wochen Selbstversuch und berichte euch davon... :)
 
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