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Einstiegs-Ultra 2026: Erfahrungen und Empfehlungen

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Moin! Dotwatching, YouTube-Dokus und Sitzfleisch-Podcast haben mich angefixt. Jetzt möchte ich selbst mitradeln und 2026 an einem mehrtägigen Ultra-Event teilnehmen. Dafür benötige ich euren Rat: Welche Veranstaltungen könnt ihr empfehlen?

Kontext und Kriterien:
  • Ich fahre seit drei Jahren Rad und trainiere relativ strukturiert. Richtig lange Ausfahrten sind aus Zeitgründen selten. Maratona, mehrere Brevets und ein Everesting waren aber kein Problem. Deshalb mache ich mir keine großen Sorgen ums Finishen.
  • Ein Ultra wäre für mich kein Rennen gegen die anderen Teilnehmenden, sondern eine Herausforderung für mich selbst. Ich möchte zügig vorankommen, mich aber nicht ständig stressen und vor allem genug schlafen. Für Sitzfleisch-Hörer: Meine Herangehensweise wäre eindeutig Typ Flo und nicht Christoph.
  • Je einfacher die Logistik, desto besser. Wenn Start und Ziel von Berlin aus mit dem Zug oder Auto erreichbar sind, ist das ein Plus. München ist ebenfalls praktisch, dort wohnen meine Eltern. Lange Zugfahrten mit Rad nerven, und fliegen würde ich nur ungern.
  • Trotz Canyon Grail bin ich lieber auf Straßen unterwegs. Offroad steigt das Pannenrisiko, und darauf habe ich um 3 Uhr nachts wenig Lust. Moderate Gravel-Abschnitte sind okay, aber viele Gravel-Ultras sind eher MTB-Kurse. Das schließe ich zumindest für den Einstieg aus.
  • Ich bin leidenschaftlicher Schönwetterfahrer. Das liegt auch an meinen kälteempfindlichen Händen (Raynaud-Syndrom). Natürlich gibt es keine Sonnengarantie, erst recht nicht in den Alpen. Tendenziell bevorzuge ich aber Events in den Sommermonaten, bei denen das Risiko für Regen und Schnee geringer ist.
  • Mich reizt die Routenplanung, aber ich weiß nicht, ob ich ausreichend Zeit dafür habe. Vielleicht stresst mich das am Ende unnötig. Deshalb kommt mir eine fixe Route für den Einstieg sinnvoll vor.
Meine bisherige Shortlist:
  • Monaco di Baviera Classic: Start und Ziel in München erleichtern Logistik, eher kleine, familiäre Veranstaltung, kein reines Rennen, attraktive Route, vergleichsweise günstig
  • Race Across Austria: unterschiedliche Routenoptionen, einsteigerfreundlich dank Verpflegungsstationen mit Bag-Drops, Adventure-Kategorie ohne Race-Ambitionen
  • The Grand Escape Austria/Germany: Erlebnis statt Ergebnis, wunderschöne Strecke, mit 500 Kilometern aber ziemlich kurz, würde deshalb vermutlich mit dem Rad aus München anreisen, damit es sich lohnt
Alternativen:
  • The Bright Midnight: Norwegen und Gravel, aber Justinas ist so verdammt sympathisch, und ich habe nur Gutes gehört (ausgebucht, aber Team-Anmeldungen noch möglich, und man muss nicht gemeinsam fahren)
  • Lakes n' Knödels: Gravel mit Hike-a-Bike-Passagen, aber sonst gefällt mir alles daran
  • The Unknown Race: akute Schneegefahr, aber die Ad-hoc-Routenplanung gefällt mir
  • NorthCape4000: mit Start von Berlin immer noch 3000 Kilometer und eigentlich zu lang, aber ich liebe Skandinavien
Habt ihr an einem der genannten Events teilgenommen und könnt eure Erfahrungen teilen? Das würde mir sehr helfen. Vielen Dank!
 

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Re: Einstiegs-Ultra 2026: Erfahrungen und Empfehlungen
Über den Northcap 4000 gibt's hier einen speziellen Thread: https://www.rennrad-news.de/forum/threads/northcape4000.166643/
Ich war dieses Jahr dabei, musste aber verletzungsbedingt aussteigen. Dies ist absolut keinen einsteiger Ultra.

Als einsteiger Ultra wurde ich Bordeaux - St Malo raten. Gute Orga, angenehme Stimmung und schöne Strecke. Und Frankreich ende Mai, da wird es nicht zu kalt sein.: https://www.bordeauxsaintmalo.com/
Das kommt auf die Liste, vielen Dank! Sieht wirklich nett aus.

An- und Abreise wären allerdings eine Herausforderung. Das sind vermutlich vier Tage und einige hundert Euro zusätzlich. München wäre für mich viel angenehmer, das könnte ich mit einem Familienbesuch kombinieren.
 
Ab Paris gibt's TGV's mit Fahrradmitnahme bis Bordeaux und ab St Malo. Vorab buchen erforderlich, nicht über die Bahn App sondern über die SNCF App. Berlin-Paris geht entweder über Brüssel oder über Strasburg. Was im nächsten Jahr besser ist, ist erst zu beurteilen wenn die Bahngesellschaften die diverese neue Fahrpläne veröffnetlich haben.
 
Das RACA kann ich absolut empfehlen. Sowohl nord/Süd als auch ost/west.
Wenn du Details möchtest: gerne !
 
Kommt darauf an was du als "Ultra" definierst. Wenn dir der Renn&Platzierungsanteil nicht wichtig ist kannst du natürlich bei Brevets schauen. Für direkt ab Berlin gibt es nächstes Jahr BMB (Mit bissel Verpflegung und Bag-Drop dafür Teuer) und den 1.200er "Rübezahl" (self-supported und billig)
 
Superrandonnées bzw. Superbrevets wären vielleicht noch eine Idee für den Einstieg - da gibts einige auf der offiziellen Homepage. Berlin München Berlin, oder eine Gravelvariante von Wien aus.

In den Niederlanden kann ich noch das UtrechtUltra zum Einstieg empfehlen. Straße, Route teils fix, teils selbst geplant.
Alternativ auch das Race around the Netherlands bei dem es auch eine "Sprint" Variante im nächsten Jahr gibt mit 1200km(?). Ist auch Straße mit fixed Route.

Peaks & Plains mit den 10 höchsten Anstiegen im Harz fällt mir noch ein, das ist auch Straße und fixed Route.
 
Bin dieses Jahr bei Lakes n Knödel gestartet. War mein erstes Ultra Event. Bin es für mich persönlich als Rennen gefahren. D.h. so schnell wie möglich ins Ziel kommen. Es gab doch einige schiebe Passagen teils weil zu steil, teils aber auch weil zu verblockt und manchmal auch beides zusammen. Muss man mögen sowas. Dachte im Vorraus, es wären weniger Schiebepassagen. Strecke an sich war aber schön. Habe leider keinen Vergleich zu anderen Ultras. Bin eigentlich auch eher der Rennradler als Gravelbiker.
 
Nicht alle Ultra's sind Gravel lästig. Northcape 4000 und Bordeaux - St Malo z.B. lauter Asfalt.
 
kommt auch ein bisschen darauf an worauf du lust hast, also konkret:
streckenlänge? da gibts von 1000-4000 ja doch eine große bandbreite, und davon hängt ja auch die dauer ab. oder ist dir das eher egal weil du auch an beiden enden etwas angeführt hast?
ich hab zb mit dem three peaks angefangen und fands gut so, manche steigen aber lieber mit einer "sprintdistanz" ein, manche fahren aber auch das TCR als erstes rennen.

lieber flach oder am liebsten berg nach berg? da gibts ja bei flach dann eher das zuvor genannte race around netherlands, bei bergig zb das mittelgebirge classique wenn man auf der straße bleibt, oder eben monaco di baviera wenn man die komplette strecke fährt (viele haben dieses jahr ja "abgekürzt", also man kann die strecke auch fahren ohne alle checkpoints anzufahren, man wäre da also etwas flexibler und bietet sich auch logistisch gut an.)

wie wichtig ist dir der aspekt unsupported/supported? also das raca zb ist nicht wirkliches unsupported, das northcape offiziell kein rennen und mit den regeln auch nicht so streng, das unknown hingegen ganz klar rennen/unsupported/mit regeln.

hier noch 2 links, wo zumindest der großteil der bekannteren angeführt ist, falls du noch andere alternativen willst:
https://www.apidura.com/bikepacking-events/
https://simplybikepacking.com/bikepacking-event-calendar/
 
Vielen lieben Dank euch allen für die netten und hilfreichen Antworten! Das ist wirklich super. Ich bin gerade beruflich eingespannt und melde mich in den kommenden Tagen mit mehr Ruhe. Wollte mich nur schon mal bedanken und klarstellen, dass ich alles lese, was ihr vorschlagt.
 
https://mittelgebirgeclassique.cc/

Keine Ahnung ob das etwas für Dich ist. Hab hierzu nur die Doku auf YouTube gesehen, fand das alles sehr entschleunigt und die Veranstalter sehr sympathisch 🙂

der Doku-Film ist schön, die Route auch, die Veranstalter sympatisch, davor und danach sicherlich entschleunigt - das Event selbst: ca 1135 km/23660 hm mit Zeitlimit 120 Stunden; das muß man schon können bzw wollen. Finde ich nicht ganz so entschleunigt ;) Als Super-Randonee dann schon eher (siehe Homepage)

by the way: dazu gibt es hier schon einen Faden > https://www.rennrad-news.de/forum/threads/mittelgebirgsclassique.176664/
 
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