• Hallo Gast, wir suchen den Renner der Woche 🚴 - vielleicht hast du ein passendes Rennrad in deiner Garage? Alle Infos

Einsteiger: Rennrad bis 3000€

Bequemlichkeit ist aber doch ein Frage besserer oder schlechterer Abstimmung und natürlich von Laufrädern und der Vorderradgabel. - kann man verbessern, sofern es die Sitzposition betrifft.
Wendigkeit hängt von Details der Lenkgeometrie ab (Radstand, Nachlauf), ok, ist für alle praktischen Belange fix.

Aber Übersetzung? Ist doch nahezu frei gestaltbar, notfalls durch Tausch von ein paar Komponenten.
Ah also kauft der Einsteiger nun ein Vintage Rennrad für 200-300€ und tauscht noch ein paar Komponenten. Da brauch man ja garkeine Erfahrung zu und kommt billig weg...
Ein einsteiger Rennrad / Gravel gibts von Rose z.B. für knapp über 1000€. Neu, alles funktioniert.

Ich weiß echt nicht was da an altem Fahrrad kaufen besser sein soll als an nem günstigen neuen bzw. "jahres-rad". Außer liebhaberei (was cool ist - aber nicht die Anforderung)
 
Am Ende ist es das Specialized Aethos Compo geworden. Equipment habe ich zusammen und die erste Ausfahrt schon gemacht, hat Bock gemacht!

Mir fehlt jetzt nur noch Pflege (Kettenöl, Fett für Schrauben, ...?) und Putzmittel. Was könnt ihr mir hier an Produkten empfehlen? Wohne in der Stadt, gerne was unkompliziert in der Dusche oder Hinterhof angewendet werden kann.
 
Kette: Kettenwachs (optimize oder irgendeine andere Wasser-Wachs-Emulsion)
Fett für Schrauben/Montage: Shimano Anti_seize
Montage von Carbonteilen: Carbonpaste
Putzmittel (günstige Variante): Spüli, Microfasertuch
Putzmittel (teurere Variante): Muc Off bike wash
 
Zum putzen einfach bisschen Spülmittel in warmes Wasser. Schrauben brauchst du nicht fetten (manche Schraubverbindungen können aber eine Montagepaste vertragen um Korrosion zu vermeiden, ist aber eher nichts was du direkt brauchst). Dazu eine spezielle Carbon Montagepaste z.B. für eine Sattelstütze. Kettenöl ist nahezu egal, um das Gewissen zu beruhigen vielleicht einen Testbericht lesen.

Mehr brauchst du für die regelmäßige Wartung am Anfang eher nicht.
 
+1
So mache ich es auch für die Wäsche, warmes Wasser mit Neutralseife. Einweichen, warten, dann mit viel Flüssigkeit weitermachen.
Handschuhe wären nicht schlecht. Am Anfang musst Du dich zuerst mal um den Antrieb kümmern und der ist schmutzig, solange nicht gewachst wird.
Ich nehme zur Zeit https://dr-wack.com/fahrrad/bio-linie/f100-bio-trocken-schmierstoff.
Anti-Seize von Shimano als Montagepaste kann auch irgendwann auch dazu, falls Du doch mal mit Schrauben anfängst
 
Im Fahrradladen sagte man mir, ich sollte die Schrauben für die Flaschenhalter fetten. Also hier die Montagepaste (Anti Seize) nutzen? Für welche Schrauben noch?

Und die Carbon Montagepaste nur für die Sattelstütze? Ist die unbedingt mit einem Drehmomentschlüssel festzuziehen oder handfest?
 
Zuletzt bearbeitet:
Carbon Montagepaste da wo glattes Carbon geklemmt ist. Also theoretisch auch am Carbonlenker, wenn der nicht angeraut ist.

Ob die FlaHa Schrauben Fett dran haben oder nicht ist weitestgehend egal, auch welches du dafür nimmst. Interessant ist sowas z.B. bei geschraubten Innenlagern. Du solltest mit Fett auf dem Gewinde auch überall dort aufpassen wo Drehmomentangaben relevant sind, weil die sind meistens für trockene Gewinde.
 
Im Fahrradladen sagte man mir, ich sollte die Schrauben für die Flaschenhalter fetten. Also hier die Montagepaste (Anti Seize) nutzen? Für welche Schrauben noch?

Und die Carbon Montagepaste nur für die Sattelstütze? Ist die unbedingt mit einem Drehmomentschlüssel festzuziehen oder handfest?
Vieles ist Glaubenssache. Ich fette auch die FlaHa Schrauben immer, weil es 1. nicht schadet und 2. ein Mythos besagt, dass trockene FlaHa Schrauben Ursache von Geräuschen sein könnten.

Carbonpaste nur da, wo Carbon im Spiel ist (Ausnahme: PF Lager). Und ja, Drehmo einhalten ist empfehlenswert, weil: zu fest: mögliche Zerstörung der Komponente; zu locker: mögliche Knackgeräusche.
 
Zur Reinigung kann man auch in die Auto-Abteilung im Baumarkt schauen. Vieles ist da recht identisch zu Fahrrad-Mittelchen, kostet aber nur nen Teil.
Ich hab schon die Erfahrung, dass manche Reiniger Dreck etc. noch etwas besser lösen als ne Spüli-Lösung. Hans jetzt erst nen Test in Tour und Bike Magazin.

Was ich persönlich aus dem Baumarkt super gern nutze, ist 1. solch ein Autowaschhandschuhe. Wenn das Grobe, Feste runter ist, kann man damit super fix über den Rahmen, Laufräder etc gehen und kommt fast überall gut ran.
2. ein Handdrucksprüher (5l, bis zu 3 bar), kann man vorne an der Düse etwas drehen bzw. abändern, dass der Strahl wie gewünscht kommt. Klar kein Rad-Kärcher. Aber handlich, günstig um das Rad fix im Hof oder aufm Balkon abzuspritzen. Schädigt keine Lager.
 
Wenn es wirklich mal richtig keimig ist einfach eine Ladung “Bref Fett und Eingebranntes” drauf, damit geht auch die schlimmste Kassette wieder sauber.
 
Ich hänge mich mal an den Thread mit ran, hoffe das geht in Ordnung. Wollte keinen neuen aufmachen, weil eigtl geht es um das gleiche Thema. Suche für meinen Schwager ein Rennrad bis 3000€. Er ist 170cm groß und hat eine Innenbeinlänge von 80cm. Er ist sehr sportlich und beweglich (ehemals Turner). Kann durchaus auch sportlich auf einem Rad sitzen, das traue ich ihm zu. Selbst kann ich diverse Wartungsarbeiten und Umbauten später durchführen, hab auch meine ersten beiden eigenen Rennradaufbauten hinter mir. Cube Attain C62 oder Agree C62 wären Preis-/Leistungstechnisch schon recht ideal gewesen, fallen aber wegen Verfügbarkeit weg (zumindest die SLT Varianten, die im o.g. Preisbereich gelegen wären).

Folgende Räder hab ich bisher in der Auswahl:

  • Merida Scultura 5000 Modelljahr 2025 2600€ (Link)
  • Colnago V3 105 Di2 2900€ (Link)
  • Stevens Izoard 105 Di2 Modelljahr 2025 2800€ (Link)
  • Giant TCR Advanced 1 2800€ (Link)
  • Lapierre Xelius SL7 (2024) 2700€ (Link)

Größen habe ich bisher nicht genau abgecheckt. Mein Favorit bisher das Lapierre für den Preis mit ner Ultegra Di2. Später dann je nach Gusto iwann China-Carbon-LRS dran. Ist halt vlt in S schon sehr klein für ihn, wobei Lapierre das so ausgibt für seine Größe. Reach-Stack-Quotient mit 1,36 schon sportlich.

Habt ihr noch Vorschläge? Was sagt ihr zu den Rädern?

Danke euch und vielen Dank für euren Input.

Grüße
 
Ich hänge mich mal an den Thread mit ran, hoffe das geht in Ordnung. Wollte keinen neuen aufmachen, weil eigtl geht es um das gleiche Thema. Suche für meinen Schwager ein Rennrad bis 3000€. Er ist 170cm groß und hat eine Innenbeinlänge von 80cm. Er ist sehr sportlich und beweglich (ehemals Turner). Kann durchaus auch sportlich auf einem Rad sitzen, das traue ich ihm zu. Selbst kann ich diverse Wartungsarbeiten und Umbauten später durchführen, hab auch meine ersten beiden eigenen Rennradaufbauten hinter mir. Cube Attain C62 oder Agree C62 wären Preis-/Leistungstechnisch schon recht ideal gewesen, fallen aber wegen Verfügbarkeit weg (zumindest die SLT Varianten, die im o.g. Preisbereich gelegen wären).

Folgende Räder hab ich bisher in der Auswahl:

  • Merida Scultura 5000 Modelljahr 2025 2600€ (Link)
  • Colnago V3 105 Di2 2900€ (Link)
  • Stevens Izoard 105 Di2 Modelljahr 2025 2800€ (Link)
  • Giant TCR Advanced 1 2800€ (Link)
  • Lapierre Xelius SL7 (2024) 2700€ (Link)

Größen habe ich bisher nicht genau abgecheckt. Mein Favorit bisher das Lapierre für den Preis mit ner Ultegra Di2. Später dann je nach Gusto iwann China-Carbon-LRS dran. Ist halt vlt in S schon sehr klein für ihn, wobei Lapierre das so ausgibt für seine Größe. Reach-Stack-Quotient mit 1,36 schon sportlich.

Habt ihr noch Vorschläge? Was sagt ihr zu den Rädern?

Danke euch und vielen Dank für euren Input.

Grüße

Allesamt gute RR, die du da rausgesucht hast.

Ich selber habe das Xelius 7.0 und bin damit super zufrieden. Im Gegensatz zu den anderen RR die du ausgesucht hast, bekommst du hier natürlich die Ultegra Di2 obendrauf. Das ist dadurch natürlich schon echt ein gutes Angebot. Allerdings ist die 105 Di2 nicht sooo weit weg von der Ultegra Di2. Klar, mehr Gewicht und man hat keine Satellitenschalter, der Umwerfer bei der Ultegra ist auch geschmeidiger, aber letztlich alles Sachen, die für den "Normalo" nicht sonst wie krass den Unterschied am Ende ausmachen werden. Die Ultegra bringt aber natürlich mehr Prestige und man bekommt sie hier in diesem Case in der Anschaffung ohne Aufpreis zur Konkurrenz mit 105 Di2. Was man aber bedenken sollte, sind ggf. Ersatzteile - da zahlt man für "Ultegra" idR nochmal ordentlich drauf im Vergleich zu Ersatzteilen für die 105er. Vielleicht das erstmal noch als paar Überlegungen.

Ich selbst bin mit der Geo vom Lapierre sehr zufrieden, ist ein schönes Race-Kletter-Bike (Aerodynamik natürlich nicht vergleichbar zu mancher Konkurrenz). Lapierre produziert das Xelius auch mittlerweile in der 4. Generation und das Bike ist Tour erprobt (Thibaut Pinot hat es auch stets dem Aircode bevorzugt). Ich bin auch selbst ein großer Fan von der eigenwilligen Konstruktion von Lapierre, welche mir optisch extrem gefällt und für mich ein Faktor FÜR genau dieses RR war... Aber das ist eine subjektive Geschichte. Lapierres Radklemmung und auch die Kabelführung und Maße des Steuerrohrs sind ziemlich universell, was ganz gut ist, wenn man noch irgendwie auf/ nachrüsten will. Ich selbst bin auch großer Fan vom Colorway (auch wieder subjektiv). Ein Nachteil, wenn man direkte Lapierre Ersatzteile haben möchte, die gibt es einzeln irgendwie kaum auffindbar im Internet - da müsste man ggf. Ausschau nach einem Händler halten. Und wie gesagt, wegen der angesprochenen Unterhaltsthematik... hätte ich die Wahl gehabt dieses Bike mit der 105er Di2 aber dafür einem guten LRS oder stattdessen der Ultegra Di2 aber eben dem verbauten LRS zu bekommen für den Preis den ich Anfang des Jahres bezahlt habe (2.499 EUR), hätte ich mich für 105 Di2 und besserer LRS entschieden... aber die Wahl gab es nicht.

Bei Merida ist cool, dass die viele FSA-Komponenten verbauen. Das erlaubt dann entsprechend den Zugriff zu einer enorm vielfältigen Produktpalette (z. B. auch Vision). Das ist ein großer Vorteil wenn man später relativ einfach einzelne Komponenten Upgraden möchte. Die 105 Di2 ist wie gesagt eine gute Schaltung und in der Wartung und bezüglich Ersatzeile günstiger im Unterhalt. Von Merida gibt es auch im ähnlichen Preissegment ein Aero-Bike, falls das für eure Region und gemäß der allgemeinen Trends interessant ist (Link - Reacto silber; Link - Reacto weiß). Die Geo ist ziemlich "0815", was nicht schlecht gemeint ist - es ist halt einfach eine ziemlich normale, derzeit zeigemäße RR-Geo - wenn man aber so will: aus deiner Auswahl die wohl eben zeitgemäßte RR-Geo. Merida produziert btw. die Rahmen für Specialized.

Beim Colnago hat man natürlich schlichtweg schon den Epos durch den Namen. Wenn einen sowas beflügelt, ist das auch ein tolles Bike - der Name begründet aber eben auch, warum es das teuerste Bike in deiner Auswahl ist. Die Geo könnte man ebenfalls "veraltet" nennen - aber sehe ich persönlich eigentlich nicht so schwerwiegend.

Das Stevens ist ein ganz cooles, bewährtes Bike und hebt sich aus deiner Auswahl am ehesten als der "Allrounder" ab. Auch hier wieder die Vorteile der FSA-Komponenten und man könnte jetzt wieder schimpfen, dass die Geo etwas in die Jahre gekommen ist (was für mich persönlich aber wieder kein Faktor ist).

Das Giant TCR ist auch ein erprobter Rahmen und mit Giant im Hintergrund hat man auch wieder Zugriff auf viele Komponenten.

Alle Räder deiner Auswahl haben Alu-LRS. Vision als auch DT Swiss & Fulcrum sind namenhafte LRS-Bauer. Dennoch haben alle Räder aus der Auswahl hier natürlich das größte Upgrade-Potential. Wenn man hier nicht gleich Upgraden möchte, machen die Vision mit Ihren 35mm optisch etwas mehr her als die 23/24mm von DT Swiss oder Fulcrum. Alle Felgenhöhen die verbaut sind, sind aber noch nicht in einem Windanfälligen Bereich und sind allesamt gute Einstiegs-LRS.

Gerade das Merida, das Stevens & das Giant kann man auch oft bei Einzel- oder Großhändlern finden. Da könnte man die RR mal probe fahren. Bei mir in der Region hat Fahrrad XXL auch einige Xelius 5.0/6.0 mit 105/Ultegra 11-fach rumstehen - die würde ich dir jetzt nicht empfehlen zu kaufen, aber da könnte man auch ggf. mal ein Gespür für den Xelius-Rahmen bekommen. Das Colnago hat in deiner Auswahl defintiv den prestigeträchtigsten Namen, falls das ein Faktor ist. Stevens und Merida punkten durch die vielfältige Auswahl an Komponenten auf die man durch FSA zugriff hat, Giant hat sehr viele eigene Komponenten mit guter P/L. Die 105 ist die in der Erhaltung/Wartung günstigere Schaltgruppe und ich selbst liebe mein Lapierre Xelius 7.0. ;-)

So... damit genug Input von meiner Seite.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wow, vielen Dank für dein ausführliches Feedback. Waren viele gute Ideen dabei und liefern einen durchaus sinnvollen Input. Danke dir!!! Mit dem LRS wollte ich meinen Schwager noch nicht überfordern. 😁 Aber da kann ich ihm mit ICAN, Elitewheels & Co im Nachgang noch einiges an preisgünstigen Updatemöglichkeiten anbieten.
 
Mir fehlt jetzt nur noch Pflege (Kettenöl, Fett für Schrauben, ...?) und Putzmittel. Was könnt ihr mir hier an Produkten empfehlen? Wohne in der Stadt, gerne was unkompliziert in der Dusche oder Hinterhof angewendet werden kann.
Ich hab meine Räder in der Wohnung und nehme Variolube (vollsynthetisch). Hat bessere Reibungswerte als Öl, ist für die Lebensmittelherstellung zertifiziert (Umwelt) und zieht Schmutz ein bißchen weniger an. Der größte Vorteil gegenüber mineralischen Ölen ist aber, das es nicht verharzt, dh man bekommt den Antrieb sehr easy wieder sauber, strenggenommen würden sogar Feuchttücher reichen. Solche Paste auf den Schaltröllchen entwickelt sich also nie.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück