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Die Rennmaschinen bis 1990 Sammler haben auch gleich altes Hifi Geraffel

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Re: Die Rennmaschinen bis 1990 Sammler haben auch gleich altes Hifi Geraffel
Zuletzt bearbeitet:
Was ist eigentlich von sowas zu halten?

https://amzn.eu/d/6X8tKSt
Wie @ad-mh schon schrob, stammt das Original von Knosti und stammt aus den späten 70ern oder ganz frühen 80ern und ist auch nicht die einzige Kopie. Bei den Kopien gibt es einen deutlichen Unterschied. Analogis Wash n Play und die originale Knosti und deren Derivat von Protected nutzen zwei austauschbare Ziegenhaarbürsten, die Spincare dagegen Samtstreifen und die Big Fudge Solche aus Microfasertuch.

Preislich tun sich diese auch nicht die Welt. Je nach Händler und Plattform gibt es diese Maschinchen ab ca. €60.

Ich habe vor ganz vielen Jahren mit einer Knosti angefangen; die Reinigungsleistung ist gut und ausreichend. Zwischen den beiden Ziegenhaarbürsten hat der von der Reinigungsflüssigkeit gelöste Dreck keine Chance. Wie das bei den Varianten mit Samtstreifen oder Microfasertuch aussieht, kann ich nicht sagen. Samt ist aber bei der alkoholhaltigen Reinigungslösung garantiert nicht so lange haltbar, wie eine Ziegenhaarbürste. Insofern würde ich Dir auf jeden Fall zu einer Knosti raten, welche ja auch gebraucht sehr günstig zu bekommen ist

https://www.kleinanzeigen.de/s-anzeige/lp-waschgeraet-knosti/3271016224-78-6818

Die Verlinkte müsste sogar noch eine alte Version aus Ende 90er/ Anfang 2000er sein - ob die auch schon das beschriebene Rostproblem aufweist, weiß ich allerdings nicht.

Diese hier wäre mWn sogar noch älter.

Die Waschflüssigkeit kann man sich auch recht preisgünstig selbst anmischen - Isopropanol aus dem Kosmetikbedarf (<5€/ Liter) und destilliertes Wasser aus dem Baumarkt oder von Hofer/ Aldi (zuletzt 5L/ 1,79€) reichen eigentlich aus, weil Isopropanol ebenfalls die Oberflächenspannung des Wassers reduziert und wie ein Netztrennmittel fungiert - siehe Neil Antin´s Fibel/ Bibel zum Plattenwaschen.

Viele geben aber halt noch ein Netztrennmittel hinzu; das kann ein Tensid wie ganz normales Spüli sein oder eines de Mittelchen aus dem Fotobedarf wie die altbekannten Tetenal Mirasol oder Agfa Agepon; ich glaub die Mittelchen und auch die Hersteller heißen heute aber anders. Ich hab´ von beiden eigentlich noch einen Lebensvorrat; gefunden habe ich auf die Schnelle als modernen Ersatz ADOX Adolfo II und AMALOCO H 10.

Das Mischungsverhältnis ist dabei immer etwa 1:30 (also bis zu 30% Isopropanol) und kein oder aber wenn dann nur ganz wenige Tröpfchen Netztrennmittel.

Was mir bei der Knosti nicht gefallen hat, war die fehlende Absaugung. Je nach Verschmutzungsgrad und evtl. auch Zimmertemperatur bleib in der Rille doch was zurück und ergab dann beim Abspielen quasi einen langen sich aufkräuselnden weißen Faden, der von der Nadel aus der Rille "gezaubert" wurde. Auch fand sich dieser Schmodder an der Nadel wieder.

Dennoch ist die Knosti zumindest für kleine Plattensammlungen (<500 LPs) garantiert mit die preiswerteste Wahl. Eine Maschine mit Absaugung wie eine Okki Nokki lohnt halt imho eigentlich erst ab deutlich über 1000 LPs, eine Loricraft oder Keith Monks erst bei über 2000 LPs.
 
Wie @ad-mh schon schrob, stammt das Original von Knosti und stammt aus den späten 70ern oder ganz frühen 80ern und ist auch nicht die einzige Kopie. Bei den Kopien gibt es einen deutlichen Unterschied. Analogis Wash n Play und die originale Knosti und deren Derivat von Protected nutzen zwei austauschbare Ziegenhaarbürsten, die Spincare dagegen Samtstreifen und die Big Fudge Solche aus Microfasertuch.

Preislich tun sich diese auch nicht die Welt. Je nach Händler und Plattform gibt es diese Maschinchen ab ca. €60.

Ich habe vor ganz vielen Jahren mit einer Knosti angefangen; die Reinigungsleistung ist gut und ausreichend. Zwischen den beiden Ziegenhaarbürsten hat der von der Reinigungsflüssigkeit gelöste Dreck keine Chance. Wie das bei den Varianten mit Samtstreifen oder Microfasertuch aussieht, kann ich nicht sagen. Samt ist aber bei der alkoholhaltigen Reinigungslösung garantiert nicht so lange haltbar, wie eine Ziegenhaarbürste. Insofern würde ich Dir auf jeden Fall zu einer Knosti raten, welche ja auch gebraucht sehr günstig zu bekommen ist

https://www.kleinanzeigen.de/s-anzeige/lp-waschgeraet-knosti/3271016224-78-6818

Die Verlinkte müsste sogar noch eine alte Version aus Ende 90er/ Anfang 2000er sein - ob die auch schon das beschriebene Rostproblem aufweist, weiß ich allerdings nicht.

Diese hier wäre mWn sogar noch älter.

Die Waschflüssigkeit kann man sich auch recht preisgünstig selbst anmischen - Isopropanol aus dem Kosmetikbedarf (<5€/ Liter) und destilliertes Wasser aus dem Baumarkt oder von Hofer/ Aldi (zuletzt 5L/ 1,79€) reichen eigentlich aus, weil Isopropanol ebenfalls die Oberflächenspannung des Wassers reduziert und wie ein Netztrennmittel fungiert - siehe Neil Antin´s Fibel/ Bibel zum Plattenwaschen.

Viele geben aber halt noch ein Netztrennmittel hinzu; das kann ein Tensid wie ganz normales Spüli sein oder eines de Mittelchen aus dem Fotobedarf wie die altbekannten Tetenal Mirasol oder Agfa Agepon; ich glaub die Mittelchen und auch die Hersteller heißen heute aber anders. Ich hab´ von beiden eigentlich noch einen Lebensvorrat; gefunden habe ich auf die Schnelle als modernen Ersatz ADOX Adolfo II und AMALOCO H 10.

Das Mischungsverhältnis ist dabei immer etwa 1:30 (also bis zu 30% Isopropanol) und kein oder aber wenn dann nur ganz wenige Tröpfchen Netztrennmittel.

Was mir bei der Knosti nicht gefallen hat, war die fehlende Absaugung. Je nach Verschmutzungsgrad und evtl. auch Zimmertemperatur bleib in der Rille doch was zurück und ergab dann beim Abspielen quasi einen langen sich aufkräuselnden weißen Faden, der von der Nadel aus der Rille "gezaubert" wurde. Auch fand sich dieser Schmodder an der Nadel wieder.

Dennoch ist die Knosti zumindest für kleine Plattensammlungen (<500 LPs) garantiert mit die preiswerteste Wahl. Eine Maschine mit Absaugung wie eine Okki Nokki lohnt halt imho eigentlich erst ab deutlich über 1000 LPs, eine Loricraft oder Keith Monks erst bei über 2000 LPs.

Dem kann man wenig hinzufügen. Eine Knosti reicht eigentlich aus. Das Anmischen der Reinigungsflüssigkeit passt. Beim Netztrennmittel reicht eine geringste Menge zum Beispiel DrWack CW 100. Der Rest kommt in die Scheibenreinigungsanlage am Auto.
Beim Absaugen oder Abwischen nehme ich neue Microfasertücher mit feiner Faser. Ohne Druck drübergewischt nehmen die die Tücher die Feuchtigkeit raus. Der "weiße Faden" bleibt fast aus. Trocken lässt sich der Restschmodder auch an der Nadel mit der Carbonbürste entfernen.
Die Tücher lassen sich natürlich waschen, sollten aber nicht für andere Sachen verwendet werden.
Normalerweise nehme ich bei sowas einfach nach der Grundreinigung beim ersten Abspielen eine einfache Nadel die nimmt den Rest aus der Rille.
Da bietet sich das VM95 an. Die gerne etwas abenutzte, grüne Nadel für sowas, die bessere dann später.

Und ja. Mit sehr einfachen Mitteln bekommt man gebrauchte Platten sehr einfach sauber.
Bei wenig Platten reicht das eigentlich aus.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bereits mit einem Flächensauger wie der Okki Nokki tritt das Problem mit dem verbleibenden Restschmutz in der Rille und dem weißen Faden übrigens nicht mehr auf. Ein Punktsauger trocknet zudem auch zuverlässig die Einlaufrille, welche bei einem Flächensauger zumindest bei Reinigung mehrerer LPs hintereinander bzw. sobald die Samtlippen rund um den Absaugschlitz nass werden dann immer auftritt.

P.S.: Die oben beschriebene Mischung für die Waschlösung bitte nur bei LPs verwenden. Schellacks dürfen nur mit einer Seifenlauge gereinigt werden - Alkohol in der Mixtur zerstört den Schellack.
 
Wenn ich das heute noch richtig erinnere, dann könnte das Grado wahlweise ein FTE+ oder F1+ sein. Das Erstere gab es mal in "dreckigem grau" und das Zweitere in einem etwas helleren grau, was aber eigentlich ein silber darstellen sollte. Beide weisen einen elliptischen Nadelschliff auf, wobei beim FTE+ dieser mit 0,3*0,7 mil und beim F1+ mit Grado Special type beschrieben ist - die sind aber mWn identisch. Beide Tonabnehmer von damals entsprechen ungefähr dem heutigen Prestige Silber.

Von der Nadelnachgiebigkeit liegen die damaligen Grados je nach Modell meiner Erinnerung nach zwischen 20 und 30, was auch zu den 7,5 Gramm effektiver Masse des TP-30 auf dem TD-115 passt.

Die Grados weisen übrigens unter den MI Systemen eine Sonderstellung auf. Deren Generatoren weisen (einerseits) eine sehr geringe Induktivität (je nach Modell und Baujahr zw. 45 und 55 mH) und auch einer recht kleinen Impedanz (zw. 475 und 700 Ohm) auf. Damit kommt die Hochtonresonanz bei den üblich erwartbaren 200 bis 250 pF Gesamtkapazität immer deutlich außerhalb des Hörspektrums zum Liegen (40 bis 50 kHz) und selbst höhere Kapazitäten haben deutlich weniger Auswirkungen auf die Linearität des Frequenzganges. Allerdings gibt es ein paar Dinge im Phonoverstärker, welche das Signal einbrechen lassen. Das sind insbesondere diese unsäglichen FTZ-"Schutzschaltungen" (eine Spule und ein Kondensator im Phono-Eingang des Verstärkers). Sowohl der Denon PMA-500V (Mitte 80er Jahre) als auch der spätere PMA-500AE (Anfang 2000er) weisen solche FTZ-"Schutzschaltungen" auf. Der negative Effekt wäre einerseits Lautstärke- und andererseits auch leichter Höhenverlust.

Andererseits und Du hattest vor einiger Zeit selbst das Thema Verhärtung des Dämpfungsgummis ins Siel gebracht, was ungefähr in die richtige Richtung gehen könnte. Bei den Grados ist es allerdings nicht das Dämpfungsgummi sondern die Dämpfungsmasse mit welcher der Generator zur Unterdrückung mechanischer Resonanzen gefüllt ist. Diese Masse härtet aus und damit nimmt dann leider das Rillenrauschen und die Laufgeräusche zu.

Der CD-Player Denon DCD-910 ist einer der frühen Vertreter mit Burr Brown D/A-Chip und wenn ich das noch richtig erinnere niedriger Ausgangsimpedanz, was ihn auf technischer Seite unempfindlicher für die Filterwirkung von Audiokabeln und im HiFi-Szene-Sprech zu einem frühen Vertreter der audiophilen CD-Player Garde macht; das war damals quasi Synonym für bassgewaltig mit viel Glanz obenrum.

P.S.: Die Ortofon 2M Serie ist übrigens verwandt mit der alten OM-Serie und eigentlich auch der noch viel älteren VMS-Serie. Im Vergleich zu den Grados (Vintage und Neuzeit) aber sind das Generatoren mit hoher Induktivität (700 mH für das Blue) und hoher Impedanz (1300 Ohm für das Blue), so dass hier die Hochtonresonanz bei 200 pF Gesamtkapazität bei ca. 14 kHz voll im hörbaren Bereich liegt. Das wird also in Deinem SetUp eher heller klingen. Auch wäre das Bronze der Best Buy aus der Serie und ich würde Dir zudem wenn es ein Ortofon werden soll dann eher zu OM-20 oder OM-30 (beide günstig über Thakker) mit dem OM-30 als best buy raten.
Danke Rolf, interessante Informationen. Habe zuhause nochmal nachgeschaut.
Der "neue" Denon ist ein PMA 520 AE
Der CD Spieler ein DCD 920
Und das Grado System ist blau, war wohl nichts besonderes beim Kauf vor langer Zeit.

Grüße Raimund
 

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Ich hab jetzt einfach mal das Amazonding bestellt. Da war gleich alles zusammen.
Wird für die 10 Platten die ich da reinigen will schon reichen.

Ansonsten hab ich am 714q einen Nachlaufbesen, der nimmt auch schon ganz gut Dreck weg.
 
Mein neues Spielzeug ist seit ein paar Tagen der Waxwing Phono DSP.
Nettes Spielzeug. Glückwunsch.

Vor etwas über 10 Jahren gab es mWn mal ein Projekt zur Archivierung von alten Schallacks, welches die Entzerrung ebenfalls nach AD-Wandlung per Software erledigte. Das war deshalb so verlockend, weil es bei Schellack und frühen Mono-LPs sehr viel mehr Schneidkennlinien als die immer wieder zitierten von Decca, London, Columbia und Co. gegeben hat. So gab es z.B. im Berlin der 20er Jahre über 500 Schallplattenproduzenten mit fast genauso vielen abweichenden Geschwindigkeiten (deshalb verwenden die Mono- und Schallack-Aficionados z.B. auch gerne Plattenspieler welche stufenlos einstellbar bis zu 90 U/min schaffen) und Schneidkennlinien.

Angefangen hat das Projekt mWn mit Einstellwerten für parametrische Equalizer und ob der Vielzahl von notwendigen Einstellungen wurde dann ein Software-Projekt daraus, welches in den Grundzügen genauso funktionierte wie es das im Waxwing tut - Eingangsstufe and AD-Wandlung, digitale Entzerrung und DA-Wandlung für den Ausgang aka DSP.

Im Waxwing wird hier zu 24bit/ 96 kHz gewandelt. Spannend, dass dieser Schritt in der Profi-Welt - also unter den Toningenieuren/ Mastering-Ingenieuren - aktuell ziemlich kontrovers diskutiert wird. Die Mehrheit sieht in DSD 192 ausreichende Auflösung zum Mastering für hochauflösende Audiofiles in Downloadportalen und für die Tonträger-Produktion. Bernie Grundman, langjähriger Chief Mastering Engineer in den A&M Studios und seit 1984 selbständiger Mastering-Ingenieur, welcher heute für z.B. di Blue Note Tone Poet und Classic Vinyl Re-Issues verantwortlich zeichnet dagegen, formulierte erst kürzlich, dass DSD 192 bei weitem (noch) nicht ausreiche, um bessere Mastering als bei Verwendung des analogen Bandmaterials von damals herzustellen.

Die eingebaute Gradingfunktion ist auch nett. Man darf nur nicht vergessen, dass sämtliche (technischen) Fehler des Setups (z.B. Fehljustage des TA, Nadelnachgiebigkeit-/ effektive Tonarmmasse-Missmatch, Fehlabschluss) in das Grading mit einfließen.

Ein Beispiel: Digital gemessen werden können z.B. Rauschen, Pops & Klicks aber auch das Verzerrungsspektrum. Steht nun die Nadel schief im Headshell, dann hat man im Eingangssignal höhere Verzerrungen und damit auch automatisch eine schlechtere Bewertung der Schallplatte. Ähnlich verhält es sich, wenn der Tonabnehmer nicht technisch korrekt abgeschlossen wurde und deshalb sich nicht ganz linear verhält. Auch das würde bei der Messung durch den DSP als Verzerrung eingestuft und würde dann zu einem schlechteren Grading der LP führen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Waxwing Grade funktion


Aber: Wenn das wie beschrieben funktioniert - eindrucksvoll !
Es gibt keinen Standart für gebrauchte Platten .
Ein Händler kann alles behaupten.
Meine Platte von 1965 hat viele kleine Kratzer aber nur auf der Oberfläche.
Ich hätte nicht gedacht das die fast neu ist.

Der Waxwing kann aber noch vieles mehr.

Testfunktion für Azimuth VTA einstellung.
Balance Feineinstellung wenige tonabnehmer sind perfekt .
Needle drops/Aufnahme direkt zum PC mit Toslink USB converter.
RPM 33/45/78 Speed test für Plattenspieler.
Magic ist vielleicht das beste überhaupt. siehe Anleitung
deRumble
Low Filter , High Filter
EQ
Gain Übersteurungsanzeige die angezeigt wird wenn das zu hoch ist.
Peq
FX 2 tube harmonics
etc.
Ach so die RIAA Entzerrung ist auch perfekt.
Vieles braucht man sicher nicht, aber verzichten möchte ich jetzt auch nicht mehr darauf.
 
Hallo Raimund,

Danke Rolf, interessante Informationen. Habe zuhause nochmal nachgeschaut.
Der "neue" Denon ist ein PMA 520 AE
Der CD Spieler ein DCD 920
Und das Grado System ist blau, war wohl nichts besonderes beim Kauf vor langer Zeit.

gerne. Ich hab´ kurz in den Serviceunterlagen zu Verstärker und CD-Player nachgeschlagen; auch bei diesen Modellen gilt, was ich schon zu den andern beiden geschrieben hatte. Der Phonoeingang des PMA-520ae weist ebenfalls Spule und Kondensator für eine "FTZ-Schutzschaltung" (diese sollten Radio Eriwan verhindern) auf, die Eingangskapazität beträgt auch hier 100pF fix.

Der DCD-920 hat ebenfalls einen Burr Brown DA-Chip verbaut; allerdings eine Nummer weiter oben aus dem Regal (PCM61P anstatt PCM56P).

Dein blaues Grado ist ein Modell MG. Bei den alten Grados waren aber noch die beiden kleinen Punkte auf dem Nadeleinschub von Bedeutung bzw. gab es auch Systeme, welche mit unterschiedlichem Nadeleinschub ausgestattet waren/ ausgeliefert wurden. Bei Dir bzw. auf dem Foto sieht das so aus, als ob dieser silberne Punkte hätte, womit das ein hochwertiger elliptischer Nadeleinschub wäre. Der Generator war auch damals ähnlich wie bei der heutigen Prestige Serie innerhalb der Serie immer gleich. Insofern gilt auch für Dein Blaues eigentlich was ich schon zu den Grados geschrieben hatte.
 
Nettes Spielzeug. Glückwunsch.

Vor etwas über 10 Jahren gab es mWn mal ein Projekt zur Archivierung von alten Schallacks, welches die Entzerrung ebenfalls nach AD-Wandlung per Software erledigte. Das war deshalb so verlockend, weil es bei Schellack und frühen Mono-LPs sehr viel mehr Schneidkennlinien als die immer wieder zitierten von Decca, London, Columbia und Co. gegeben hat. So gab es z.B. im Berlin der 20er Jahre über 500 Schallplattenproduzenten mit fast genauso vielen abweichenden Geschwindigkeiten (deshalb verwenden die Mono- und Schallack-Aficionados z.B. auch gerne Plattenspieler welche stufenlos einstellbar bis zu 90 U/min schaffen) und Schneidkennlinien.

Angefangen hat das Projekt mWn mit Einstellwerten für parametrische Equalizer und ob der Vielzahl von notwendigen Einstellungen wurde dann ein Software-Projekt daraus, welches in den Grundzügen genauso funktionierte wie es das im Waxwing tut - Eingangsstufe and AD-Wandlung, digitale Entzerrung und DA-Wandlung für den Ausgang aka DSP.

Im Waxwing wird hier zu 24bit/ 96 kHz gewandelt. Spannend, dass dieser Schritt in der Profi-Welt - also unter den Toningenieuren/ Mastering-Ingenieuren - aktuell ziemlich kontrovers diskutiert wird. Die Mehrheit sieht in DSD 192 ausreichende Auflösung zum Mastering für hochauflösende Audiofiles in Downloadportalen und für die Tonträger-Produktion. Bernie Grundman, langjähriger Chief Mastering Engineer in den A&M Studios und seit 1984 selbständiger Mastering-Ingenieur, welcher heute für z.B. di Blue Note Tone Poet und Classic Vinyl Re-Issues verantwortlich zeichnet dagegen, formulierte erst kürzlich, dass DSD 192 bei weitem (noch) nicht ausreiche, um bessere Mastering als bei Verwendung des analogen Bandmaterials von damals herzustellen.

Die eingebaute Gradingfunktion ist auch nett. Man darf nur nicht vergessen, dass sämtliche (technischen) Fehler des Setups (z.B. Fehljustage des TA, Nadelnachgiebigkeit-/ effektive Tonarmmasse-Missmatch, Fehlabschluss) in das Grading mit einfließen.

Ein Beispiel: Digital gemessen werden können Rauschen, Pos & Klicks aber auch das Verzerrungsspektrum. Steht nun die Nadel schief im Headshell, dann hat man im Eingangssignal höhere Verzerrungen und damit auch automatisch eine schlechtere Bewertung der Schallplatte. Ähnlich verhält es sich, wenn der Tonabnehmer nicht technisch korrekt abgeschlossen wurde und deshalb sich nicht ganz linear verhält. Auch das würde bei der Messung durch den DSP als Verzerrung eingestuft und würde dann zu einem schlechteren Grading der LP führen.
VTA habe ich mit der Ortofon testplatte überprüft und tatsächlich war meine neue Sas/B etwas schief. Zum Glück habe ich ein Headshell von Sony das verdreht werden kann. Nach ein paar Versuchen konnte das ausgleichen.
Ich habe noch die Original Technics nadel vor dem verdrehen eingesteckt und getestet die war pefekt grade im Nadelträger.

Es gibt nur eine feste Eingangskapazität von 50pF und
47K und 200Ohm.


16. LOAD

This is the Waxwing's input impedance and will almost always be left at 47k. For moving coil users, the 200 ohms setting will provide a very good load for a wide range of moving coils (though HOMCs should use 47k). For those looking to tweak the sound of the cartridge - historically a hit and miss procedure through loading methods - use Waxwing’s Air instead. 200 ohms can also be used to attenuate the input when the -4dB gain setting has level clipping due to a source with non-standard line levels (some DACs or proaudio devices). But it is suggested to lower the output on the source device if possible for best fidelity, as 47k is an ideal load for line level devices.

Possible Settings:
200 ohms
47k ohms (default)


Aber man kann alles nach wunsch einstellen.

Ich habe
meinen nach der Messung auf ASR
eingestellt aber ich werde meinen mal selbst ein Frequenz-Messung machen

Technics 205C-IIL JICO SAS_1.5 g_~230 pF_50k Ω_STR-100_norm1_1_17 Beta.png


4. AIR

Air is a higher frequency treble control (above 8kHz) that is intended as a cartridge loading adjustment. This will help extend frequency response of high inductance moving magnet cartridges, but can also tame other overly bright cartridges or other sources. It is an improved substitute for capacitive loading techniques on MM carts or over damped MC loads searching for a sweet spot. Works great for non-phono sources as well.

Possible Settings:
-6
-5
-4
-3
-2
-1
+0 (default)
+1
+2
+3
+4
+5
+6

15. PEQ (Parametric EQ)

PEQ is a single parametric control that allows great flexibility as a peak, notch, or general tone control.

The default settings of 10kHz, +4dB, and Q=2 can emulate a high inductance MM loaded with lots of capacitance, making the percussion pop out more realistically but not with the treble content being overbearing.

It can also be used as a notch filter for mains hum or a general EQ fix for odd 78 equalizations. Once you find a good PEQ setting you are encouraged to share it with others.

Possible Settings:
Frequencies: 10 to 24000 Hz (64 settings)
Gain: -40dB to +6dB (47 settings)
Filter Q: 0.125 to 128 (11 settings)

Das wird zu lang wer möchte kann alles hier sehen.
https://parksaudiollc.com/waxwingmanual.html
 
Zuletzt bearbeitet:
VTA habe ich mit der Ortofon testplatte überprüft und tatsächlich war meine neue Sas/B etwas schief. Zum Glück habe ich ein Headshell von Sony das verdreht werden kann.

Das ist aber der Azimuth und nicht der VTA oder SRA. ;) Steht die Nadel von vorne betrachtet nicht senkrecht in der Rille (Azimuth) hat es Kanalungleichheiten. Steht die Nadel mit Ihrer Kontaktfläche (also von der Seite betrachtet) nicht in einem ähnlichen Winkel wie der Schneidstichel ( 20 plus minus 5 Grad) in der Rille (das ist der SRA), dann werden nicht alle in der Rille gespeicherten Informationen aufgenommen und die Abtastverzerrungen sind nicht "optimal". Diese Einstellung ist aber auch davon abhängig in welchem Winkel die Nadel auf den Nadelträger "geklebt" wurde. Einstellen kann man dies über die Tonarmhöhe (VTA), welche gleichzeitig übrigens Überhang und resultierende Auflagekraft beeinflusst.

Darüber hinaus gibt es noch Schiefstellung des Diamanten durch z.B. verdreht in der Headshell montierte Tonabnehmer bzw. immer dann, wenn der Nadelträger nicht exakt parallel bzw. besser formuliert deckungsgleich zur gedachten Mittellinie durch die Headshell verläuft. Damit steht dann die Nadel verdreht in der Rille und es gibt Laufzeitunterschiede zwischen rechtem und linkem Kanal sowie insgesamt höhere Abtastverzerrungen. Diese Fehljustage passiert insbesondere dann, wenn eine Schablone zur Justage eingesetzt wird, welche nicht die Geometrie des Tonarmes respektiert - also eigentlich immer dann der Fall, wenn die Schablone nicht die Hersteller-Null-Punkte aufweist oder man unbedingt versucht den Tonarm nach Stevenson, Baerwald und CO. oder für einen weiteren Abspielbereich (Einlauf- zu Auslaufrille) einzustellen, obwohl er dafür nicht "konstruiert" wurde. Mathematisch bzw. geometrisch ist das die Funktion über Überhang, Offset bzw. Kröpfung und die Nullpunkte.

Die moderne Technik (hier DSP) bietet so viele Möglichkeiten und das Schicke an solchen Lösungen ist auch, dass die Funktionalitäten durch Anpassung bzw. Erweiterung der Software auch noch nachträglich erweitert sowie verbessert werden können. Ich bin gespannt, was da beim Waxwing in Zukunft noch kommt.

P.S.: Für optimale Ergebnisse sollte der Frequenzgang des Tonabnehmers über den gesamten Frequenzbereich linear verlaufen - also eine vollkommen gerade Linie aufweisen. Das EPC-205C MK II-L sticht aus der 205er MK II Serie ein bisschen heraus; es ist der Vertreter mit geringer Ausgangsspannung und geringerer Impedance (250 Ohm anstatt 3600 Ohm), geringerem Gleichstromwiderstand (30 Ohm anstatt 500 Ohm) und geringerer Induktivität (40 mH anstatt 500 mH). An einem 47k Ohm Eingang und 200 pF Gesamtkapazität liegt die Hochtonresonanz damit außerhalb des hörbaren Bereiches (56kHz).

Solange also die Kabelkapazität 150 pF nicht übersteigt, sollte das mit der Originalnadel einen linearen Frequenzgang ergeben; wie sich da die SAS verhält wäre spannend auszumessen. Die SAS Nachbauten weisen zumindest bzw. belegt eine abweichende Nadelnachgiebigkeit auf. Ob sie ansonsten mechanisch und elektrisch dem Original nahe kommen hat imho noch keiner wirklich stichhaltig überprüft.
 
Zuletzt bearbeitet:
Heute mal die alten Verstärker geprüft mithilfe von Freddy. Scheint noch alles funktionsfähig Lautstärkepoti kratzt beim drehen aber OK wenn man loslässt. Schade dass nur noch ein Flohmarkt Billig Plattenspieler mit reichlich Brumm angeschlossen ist . Muss da nochmal mit ordentlicher Quelle ran . Vielleicht reaktiviere ich die Teile wieder.
 

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Mitbringsel der Verwandtschaft aus Stuttgart. Schöne oldschool 40er Jazz in Mono. Versetzt einen sofort in einen New Yorker Jazzkeller.
Ist auch glaube ich ein reiner Japan Release gewesen. Erschienen 1983
 
Der Hitachi kann aber einiges. Schönes Gerät.
Ja, der war und ist richtig gut. Vor Allem hat die Phono diese unsägliche FTZ-Schutzschaltung nicht, geht auf MOSFets im Eingang und gibt sogar auch etwas mehr Spielraum bei der Kabelkapazität obwohl die Eingangskapazität hier ebenfalls fix ist. Die Fisher Endstufe könnte allerdings für die Dynaudio Contour 1 etwas schwachbrüstig sein
 
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