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Cancellara mit 700-800 Watt !

Pannoniaradler

Kreuzband geschädigter ehrgeiziger Hobbyradfahrer.
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Cancellara gewinnt 97. Flandern-Rundfahrt. - ... die Entscheidung fiel 14 Kilometer vor dem Ziel, als Cancellara am Paterber, dem letzten der 17 giftigen Anstiege, mit einem kraftvollen Antritt unwiderstehlich davonzog.

Habe die Entscheidung life gesehen wie er am letzten Anstieg im Sitzen davonzog. Was für mich ein Wahnsinn war ist, dass er über 14 km sowohl die zwei Verfolger ( Peter Sagan und Jurgen Roelandts ) als auch das Feld über 1 Minute abgenommen hat. Laut Motorrad Tacho war er auf der Geraden alleine mit 55-60km/h unterwegs. Und das nach bereits 240 km.:eek: Wenn ich das im Kreuzotter eingebe komme ich auf Werte um die 700 - 800 Watt ! Wie geht das ?
 

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Re: Cancellara mit 700-800 Watt !
Der Herr wird sicher aerodynamischer sitzen als die von Kreuzotter das denken, dazu bessere Reifen etc. Vll. hatte er auch ein bisschen Rückenwind. 700-800 Watt halte ich dementsprechend für ein bisschen viel, aber er wird schon auf jeden Fall über 500 getreten haben
 
Motorradtacho und Kreuzotter. Genauer kann man Wattwerte nicht berechnen.
Die letzen 14km ist er mit einem 53er Schnitt gefahren.
Selbst über 500W schätze ich zuviel ein. Das wären bei ihm über 6W/kg über 16min. Wenn er das schaffen würde, dann hätte er schon die eine oder andere Bergetappe gewonnen.
 
Motorrad Tacho wird ja hoffentlich stimmen / hat ja auch gestimmt wenn er einen 53 er Schnitt gefahren ist !
Habe das aber mal zum Anlass genommen um über Kreuzotter eine Berechnung zu machen.
Letztendlich habe ich die Kreuzotter Werte auch immer schon bezweifelt was sich jetzt anscheinend bestätigt !
 
Er ist halt nicht irgendeiner, sondern der seit Jahren beste Zeitfahrer der Welt. Und ein 53er-Schnitt auf flacher Strecke und 14km Länge schaffen auch durchschnittliche Profis.
 
Mag sein. In der Situation hat es aber nur er geschafft und das nachdem er alle andern distanziert hat. Für mich sind solche Geschwindkeiten trotzdem extrem.
 
Das kann man nicht genau vergleichen. Der Prolog 2012 war leicht wellig. Die Ronde ging am Schluss sogar bergab. Und der Wind spielt ja auch noch eine wichtige Rolle.
Letztendlich will ich damit nur ausdrücken, dass ein 53er-Schnitt natürlich schon sehr flott ist, aber kein Hexenwerk.

Wenn das jeder durchschnittliche Pro kann, warum gewinnt dann ein Cancellara nur mit einem 53er Schnitt den Tour de France Prolog 2012, der nur 6.4km lang war und mit Zeitfahrmaterial gefahren wurde.
 
Wenn das jeder durchschnittliche Pro kann, warum gewinnt dann ein Cancellara nur mit einem 53er Schnitt den Tour de France Prolog 2012, der nur 6.4km lang war und mit Zeitfahrmaterial gefahren wurde.

Vor allen Dingen ist der Kurs in Lüttich auch extrem winkelig, da haste Spitzkehren drinn, vergleichbar mit Wendepunkten bei Volkstriathlonstrecken etc. Und von 60 und bei Rückenwind auch sicher mehr abbremsen auf 25 und dann wieder raufbeschleunigen, das kostet Kraft ohne Ende, vor allem, wenn man eh schon im roten Bereich fährt.
700-800Watt tritt über die Zeit jedenfalls niemand auf der Welt, vielleicht hat Gerippe sogar recht und meine veranschlagten über 500 Watt sind sogar zu viel, halte ich trotzdem für einigermaßen realistisch, beim olympischen Zeitfahren hat Wiggins meine ich ca. 470 Watt getreten und das ist länger (dafür natürlich ohne den Vorlauf) und Wiggins ist leichter. Zur Haupt-Epozeit hat Indurain über eine Stunde sogar über 500 Watt getreten (muss ich mal testen, wie lange ich das kann, ich schätze mal 2 Minuten, wenn überhaupt).
Auf jeden Fall wäre ne SRM-Auswertung sehr interessant gerade bei solch einem Klassiker.
 
ich habe das auch live im TV gesehen und war schwer beeindruckt. Der einzige Wermutstropfen ist, dass mit dem ganzen sch... Doping im Radsport keiner mehr beurteilen kann, ob einer wie Cancellara einfach genial gut in den Frühjahresklassikern ist oder doch Doping (per ;) Motor ;) oder chemisch) dabei ist.

Disclaimer: Damit will ich auf keinen Fall irgend etwas andeuten, sondern einfach nur ausdrücken, dass mit der aktuellen Vergangenheit immer ein bitterer Nachgeschmack bei solchen Leistungen bleibt.
 
Das ist nun mal die Radsportwelt, die wir haben. Eine andere gibts nicht. :-/

Gruß, svenski.
 
Bergabheizer Wo hast du die 470 für Wiggins her. In einer Reportage war mal die Rede von 420-440W über 30min. Da war er aber noch ein bissel schwerer als bei der Olympia.
 
Unabhängig von der absoluten Wattleistung und mal ganz abgekoppelt vom D-Thema: Habe mir gerade die Schlussphase ab dem Kwaremont mal angesehen: Cance musste da nicht aus dem Sattel, weil er weitgehend konstant raufgefahren ist. Und wenn man seine Haltung auf dem Flachstück mit Sagan und Roelandts vergleicht, und wie er die immer wieder nachkorrigiert, dann wird schon klar, dass seine Verfolger da einiges an Optimierungspotenzial hatten. Wenn da, wie hier bereits gesagt, Rückenwind war, dann konnte er das schon gegen ein Duo durchziehen, weil dadurch sein Nachteil geringer wurde.

Diese 15 km sind schon ein klasse Lehrstück dafür, wie man sowas optimal hinter sich bringt. Eine Augenweide.

Da zahlt sich seine enorme Erfahrung als Zeitfahrer voll aus. Und Sagan hat noch einige Erfahrungen zu machen.

Gruß, svenski.
 
Roelandts war mausetot und Sagan hat resigniert. Nach so einem Rennen und nach dem letzten Anstieg nochmal ein Loch
zu keinem geringeren als Cance zufahren - da resigniert man problemlos :)
 
Bergabheizer Wo hast du die 470 für Wiggins her. In einer Reportage war mal die Rede von 420-440W über 30min. Da war er aber noch ein bissel schwerer als bei der Olympia.

Wo hab ich das her, gute Frage, wenn ich mich recht erinnere, haben die das in einer Berichterstattung im öffentlich rechtlichen während der Olympiade erzählt. Habe eigentlich auch gedacht, die >450 Watt-Zeiten wären vorbei. Vielleicht haben die auch was verdreht, bin mir aber zu 100% sicher, eine Zahl zwischen 465 und 475 Watt gehört zu haben. Eigentlich sollte bei sowas ja auch ein bisschen mehr drinn sein als z.B. nach 3 Wochen Tour de France.
 
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