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Bikerouter - Eure Erfahrungen

Ist das denn mit dem Rennrad okay fahrbar und entsprechend auch wirklich ein geringeres Übel im Vergleich zu 3 km B260 oder größeren Umwege wie bspw in meinem letzten Post (natürlich vorausgesetzt, es geht nicht um die kürzeste Route oder Pendelstrecke... mir ist schon klar, dass das für eine Pendelstrecke nicht tragbar wäre)?
Ich als ehemaliger Local bin da so mal während einer Veranstaltung gefahren (Taunus Bikepacking, siehe mein erster Link). Aus der Erinnerung heraus meine ich, dass der unasphaltierte Teil größtenteils Forstweg war.
Würde ich zwischen Egenroth und Kemel mit dem Pedelec pendel - dann würde ich so fahren, ja. Ich selbst bin, was Bauernsöhne in tiefergelegten Akneschleudern anbelangt aber auch abgehärtet und würde (weil ich kein Pedelec habe) auf der B260 bleiben - ich bin genau dieses Stück regelmäßig im Morgengrauen nach der Disco nachhause gelaufen.
 

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Re: Bikerouter - Eure Erfahrungen
Die Bewertung welche Varianten besser sind können die lokalen Radler sicher besser als ich einschätzen. Es zeigt aber wieder gut, dass in Abhängigkeit persönlicher Vorlieben und Witterungsbedingungen unterschiedliche Varianten als "optimal" eingestuft werden. Bei der Frage ob unpaved oder nicht spielt bei mir auch immer das Wetter rein. Wenn es vorher lange oder viel geregnet hat eher nicht, wenn es trocken ist schon. Aber damit braucht man dann sowieso immer zwei separate Tracks für die gleiche Strecke.

Zu den konkreten Optionen:
  • Ohne lokale Kenntnis würde ich im Zweifelsfall die asphaltierten Varianten über Laufenselden oder Wisper in bevorzugen.
  • Bei dem Forstweg zwischen Langschied und Mappersheim spräche für mich dagegen, dass die Oberflächenbeschaffenheit in OSM gar nicht beschrieben ist. Andererseits hat es das lcn-tag, d.h. zumindest in Deutschland sollte es kein absolut furchtbarer Weg sein.
  • Zwischen Mappersheim und Kemel würden mich smoothness=bad und surface=gravel abschrecken.
Aber all das ist wie gesagt "von oben gesehen". Es war für mich genau deswegen ein Beispiel wo die optimale Lösung nicht trivial ist oder ggf. auch gar nicht existiert.

Allgemein könnte also auch hier wieder die Frage sein, wie man mit fehlenden Informationen umgeht. Hat da jemand noch OSM-spezifische Erfahrungen wie oft die detaillierten Daten (insbesondere die Tags smoothness und surface) überhaupt verfügbar sind?

@phesinger Interessant fände ich es, wenn Du auch den Entwicklungsprozess dokumentierst. Sowohl bei den Standardprofilen als auch den Parametern hatte ich oft außer mit Trial and Error Schwierigkeiten einzuschätzen, was ein Parameter jetzt genau bewirkt.
 
dass in Abhängigkeit persönlicher Vorlieben und Witterungsbedingungen unterschiedliche Varianten als "optimal" eingestuft werden
Klar, sowieso!
Aber ich will nochmal ergänzen, dass es mir vor allem um ein Rennradprofil geht, das ohne größere Unpaved-Anteile oder unerwartete Offroad-Passagen auskommt – gerade im Hinblick auf die Flüssigkeit des Fahrens, bei größeren Ausfahrten oder Trainingsstrecken. Ich glaube nicht, dass dann solch Offroad-Alternativen gerne toleriert werden. Ich möchte also eigentlich nicht, dass bei vermeintlichen Offroad-Highways die Tags bzw. nicht vorhandene Tags optimistische Kosten erhalten – ergo ist ein grade2-Track ohne Surface-Information eher ein Ausschlusskriterium als ein "geht schon irgendwie".

Trotzdem wäre es schön, wenn das Profil bei Mangel an Alternativen solche Extremsituationen abdecken könnte, in denen eine eventuell stark befahrene Bundesstraße gegen eine Offroad-Strecke abgewogen werden muss. Da es vermutlich zwei "unpaved-Modi" gibt, finde ich eure Beispiele super spannend, weil es ja durchaus viele gibt, die für kurze Abschnitte (gerade bei längeren Mehrtagesstrecken) von 200–500 m auch mal einen schlechteren Untergrund in Kauf nehmen würden. Und gerade bei diesem Beispiel scheint es wohl zu funktionieren: Aktuell würde im Modus 1 der Abschnitt zugelassen. Der zweite Modus lässt dies nicht zu und geht den Umweg über Laufenselden ein. Meine Testrouten ändern sich dadurch nicht/kaum – somit ist das für mich erst mal okay. Ob ich es so lasse, ist noch fraglich... weil wie @nabenputzer schon sagte: die Tags schrecken etwas ab, wenn keine Ortskenntnis vorliegt.

Dass mehr Offroad oder Gravel berücksichtigt wird, ist vorerst eigentlich nicht geplant. Gerade im Gravel-Bereich ist der Bikerouter/Brouter ohnehin schon sehr gut aufgestellt und bietet für nahezu jeden Geschmack passende Optionen und Profile, sodass das Gravel-Herz vermutlich mehr als befriedigt wird.
Interessant fände ich es, wenn Du auch den Entwicklungsprozess dokumentierst.
Ein Readme und die ein oder anderen Profilkommentare sind teils vorhanden und/oder eingeplant.
 
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