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Ableitungen aus dem Blutbild

SGEuropa

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Ich habe gerade ein aktuelles Blutbild vom Doc vor mir und frage mich gerade, ob es für Radsportler oder Ausdauersportler generell dort Werte gibt, aus denen wir irgendetwas (auch individuell) herauslesen können.
Beispielsweise, ob sich bei uns bestimmte Werte in irgendeinem bestimmten Bereich bewegen sollten, oder ob ein niedriger Wert von X durch ein Training von Y "behoben" werden kann etc. Oder sowas wie: Bei Ausdauersportlern bewegt sich der Wert X eher im oberen Toleranzbereich etc.

Gibt es da generell irgendwelche Erkenntnisse, die euch so einfallen? ("Nein, daraus kann man ohne weitere Daten nichts lesen" ist selbstverständlich auch eine akzeptierte Antwort)
 

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Re: Ableitungen aus dem Blutbild
Hilfreichster Beitrag geschrieben von Thomthom

Hilfreich
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Eisen z.B. ist recht wichtig für Sportler und kann bei regelmäßigem Training auch gern mal zu niedrig sein, war bei mir auch mal bissl zu tief. Bin aber grad überfragt, wo der richtige Wert dafür liegen sollte. Ist übrigens wohl auch ein Grund, warum kompletter Fleischverzicht für Sportler kritisch sein kann.
 
Neben Eisen ist auch der Ferrerin-Wert zu beachten, um den Eisenhaushalt zu beobachten. Näheres kann man sich ergoogeln.
Niedrige Haemoglobin-/Haemtokrit-Werte können offenbar die Folge vom intensivem Training, inbs. Harten Intervallen im VO2max-Bereich sein, weil die eine Zunahme des Plasmavolumens auslösen. Das zeigt, dass man so ein Blutbild wohl am besten von einem erfahrenen Sportmediziner, der auch ein paar Infos zum aktuellen Training hat, beurteilen lässt.
 
Das zeigt, dass man so ein Blutbild wohl am besten von einem erfahrenen Sportmediziner, der auch ein paar Infos zum aktuellen Training hat, beurteilen lässt.
Das ist ja sowieso immer die beste Option.
Daran angeschlossen vielleicht eine Folgefrage: Hast du (oder andere Mitlesende) tatsächlich einen Sportmediziner mit dem ihr darüber sprecht? Oder sind das eher so Zufälle, dass der Hausarzt auch Sportmediziner ist und daher dort auch Kompetenzen hat?
Weil ansonsten geht so eine sportmedizinische Betreuung doch richtig ins Geld, oder?

Edit: Es gibt ja hier einen User, der sich nach dem berühmten Italiener benannt hat, der den Name mit einem Autohersteller teilt. Der dürfte sich doch mit Blutwerten gut auskennen :D:D:D
 
Weil ansonsten geht so eine sportmedizinische Betreuung doch richtig ins Geld, oder?
Ist sehr relativ, 3 Monate Zwift gehen auch ins Geld.
Viele Krankenkassen übernehmen zumindest Anteilig sportmedizinische Untersuchungen, da ist dann schon einiges drin wie Leistungsdiagnose mit Spiro und Belastungs-EKG.
 
Na, grds sollten alle Werte in den Vorgaben liegen. Erst wenn Abweichungen festgestellt werden, wird die Ursachensuche und die Regulation interessant.
 
Großes oder kleines Blutbild? Normwerte? Werte, die den Normwert verlassen sind normalerweise etwas fett formatiert oder ein Hinweis wird gegeben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Viele Krankenkassen übernehmen zumindest Anteilig sportmedizinische Untersuchungen, da ist dann schon einiges drin wie Leistungsdiagnose mit Spiro und Belastungs-EKG.
Also meine KV schießt einmal in zwei Jahren einen ordentlichen Teil zu einer sportmedizinischen Untersuchung. Aber hier ging es ja um die Besprechung eines Blutbildes. Das sind für mich schon zwei verschiedene Dinge.
Pjotr sagte das nur so relativ selbstverständlich (kein Vorwurf), dass es für mich klang, als hätte er eben einen Sportmediziner, wie er vielleicht einen Hausarzt, einen Friseur und einen Zahnarzt hat, wo man eben fast jederzeit hingehen kann, wenn man etwas braucht/möchte. Und sowas stelle ich mir bei Sportmedizin sehr teuer vor.

Was das Geld angeht, finde ich ähnlich wie der usr, dass der Vergleich hinkt. Vor allem bietet mir Zwift über drei Monate auch einen Wert, die Besprechung eines Blutbildes macht mich hinterher vielleicht nicht mal schlauer.
 
Großes oder kleines Blutbild? Normwerte? Werte, die den Normwert verlassen ist normalerweise etwas fett formatiert oder ein Hinweis.
Ich habe ein kleines Blutbild ohne Abweichungen er hier vorgeschlagenen Toleranzbereiche, bis auf die Erythrozytenverteilung. Mich hat nur interessiert, ob ich bei den Werten, die teilweise genau in der Toleranz liegen, eigentlich als "Sportler" ein anderes Ergebnis sehen müsste.
Der Punkt mit dem Blutplasmazuwachs nach intensiven Intervallen z.B. war da sehr aufklärend. :)
 
Das ist ja sowieso immer die beste Option.
Daran angeschlossen vielleicht eine Folgefrage: Hast du (oder andere Mitlesende) tatsächlich einen Sportmediziner mit dem ihr darüber sprecht? Oder sind das eher so Zufälle, dass der Hausarzt auch Sportmediziner ist und daher dort auch Kompetenzen hat?
Weil ansonsten geht so eine sportmedizinische Betreuung doch richtig ins Geld, oder?

Grundsätzlich sollte ein Blutbild zwar für jeden gescheiten Mediziner Tageswerk sein, aber wichtig ist, dass er die Zusammenhänge und Deine Situation kennt.

Ein normaler Mediziner hat das Blutbild vielleicht für einen ganz anderen Zweck gemacht, und dann achtet er natürlich nicht auf andere Zusammenhänge. Der Hämatokritwert variiert ja zum Beispiel auch, je nachdem wie (de)hydriert man ist.

"Praktischerweise" habe ich mal ein Blutbild unter Wettkampfbedingungen gemacht bekommen: 35 Grad, Bergmeisterschaften, Wespenstich in den Kopf, trotzdem weiter geknallert, dann komplett kollabiert, Rettungswagen, ab ins KH.. und zack, hatte ich ein komplettes Blutbild mit in die Hand gedrückt bekommen. Für die Docs im KH in dem Moment alles super damit, aber hatte das dann anschließend meinem Kumpel/Arzt/Sportler gezeigt, der konnte mir da halt ein paar Tipps geben.


(War übrigens keine Wespengift-Allergie, aber bei Hitze, Puls 180, Stich im Kopfbereich, und dem idiotischen Trieb, weiterzumachen, ist ein Kollaps wohl nicht so ganz unüblich. Hatte das schon zweimal in ähnlicher Situation, beide Male RTW. Hatte auch schon Wespenstiche, wo ich direkt rausgemommen hab, kein Problem, keine Reaktion)
 
Also meine KV schießt einmal in zwei Jahren einen ordentlichen Teil zu einer sportmedizinischen Untersuchung.
Kleiner Tipp am Rande, ich habe meine Leistungsdiagnostiken immer bei Instituten (bei mir: Olympiastützpunkt) machen lassen, die auch einen Arzt involviert haben, und ggü. der Krankenkasse abrechnen dürfen, bzw. man das deswegen auch bezuschusst bekommt. Schon wird das Ganze auf einmal günstiger als sowas wie Staps & Co. Und denen dort kannst Du mit Sicherheit alles sagen, die zwacken ja eh schon Blut fürs Laktat ab, dann sollen sie das auch gleich checken. Und die wissen mit Sicherheit auch, ob besser davor/während/danach.
 
D3 habe ich in "Eigenleistung" mit überprüfen lassen :)
Hat das Einfluss auf die physische Leistung oder geht es dir da eher um die mentale Performance? ;)

Direkt ein Nachtrag. Facette erklärt die Dinge selbstverständlich am besten, aber ich will ihre Zeit nicht stehlen, wenn auch Google hilft, in diesem Fall die Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin:
Gezeigt werden konnte bereits, dass bei Serumwerten <12 ng/ml häufiger Infektionen der oberen Atemwege mit schwereren Symptomen auftreten als bei optimalen VitD-Spiegeln >48 ng/ml (3). Auch auf die Muskelstruktur, den Querschnitt und die Anzahl von Typ-II-Muskelfasern, den Schutz vor Myopathien und die Regeneration scheint VitD günstige Effekte zu haben (6). So ist es kein Wunder, dass Sportlerinnen und Sportler weltweit von dem nicht auf der Dopingliste stehenden Wundermittel profitieren möchten und VitD-Präparate teilweise in extrem hohen Dosierungen einnehmen. Zu empfehlen ist das ohne ärztliche Begleitung auf keinen Fall, denn nicht immer ist mehr besser als viel. Doch in vernünftigem Maß kann eine VitD-Substitution bei großer sportlicher Belastung durchaus sinnvoll sein.
 
Pjotr sagte das nur so relativ selbstverständlich (kein Vorwurf), dass es für mich klang, als hätte er eben einen Sportmediziner, wie er vielleicht einen Hausarzt, einen Friseur und einen Zahnarzt hat, wo man eben fast jederzeit hingehen kann, wenn man etwas braucht/möchte. Und sowas stelle ich mir bei Sportmedizin sehr teuer vor.
Wenn mein Friseur auch mein Sportmediziner ist sollte ich mir wohl eher keine Hoffnungen machen es auf meine alten Tage noch mal zu Olympia zu schaffen?
 
Also meine KV schießt einmal in zwei Jahren einen ordentlichen Teil zu einer sportmedizinischen Untersuchung. Aber hier ging es ja um die Besprechung eines Blutbildes. Das sind für mich schon zwei verschiedene Dinge.
Pjotr sagte das nur so relativ selbstverständlich (kein Vorwurf), dass es für mich klang, als hätte er eben einen Sportmediziner, wie er vielleicht einen Hausarzt, einen Friseur und einen Zahnarzt hat, wo man eben fast jederzeit hingehen kann, wenn man etwas braucht/möchte. Und sowas stelle ich mir bei Sportmedizin sehr teuer vor.
Ich habe natürlich keinen Sportmediziner, meine Hausärztin ist mit Fragen rund um den Sport auch eher überfordert. Das meine ich keinesfalls als Vorwurf, in den Wartezimmern niedergelassener Hausärzte findet man halt zumeist eher das Gegenteil von Ausdauersportlern, zumal in meinem Alter. Da dominieren die üblichen Zivilisationskrankheiten und altersbedingte Erkrankungen.
 
In meiner aktiven Zeit haben die beim Hausarzt umme Ecke nach einem Standart-EKG den Notarzt gerufen. Die kamen mit der Herzgrösse nicht klar.
 
Wenn mein Friseur auch mein Sportmediziner ist sollte ich mir wohl eher keine Hoffnungen machen es auf meine alten Tage noch mal zu Olympia zu schaffen?
Zumindest nicht als Sportler :D

In meiner aktiven Zeit haben die beim Hausarzt umme Ecke nach einem Standart-EKG den Notarzt gerufen. Die kamen mit der Herzgrösse nicht klar.
Auch nicht schlecht :D
Hattest du dann in der Situation auch Panik oder wusstest du schon, was los ist?

Ich habe natürlich keinen Sportmediziner
Schade, ich hätte mich da über weitere gute Tipps, wie den vom Teutonen, sehr gefreut. Für mich bleibt heißt das wohl, dass sich kein Mediziner außer meinem Hausarzt das Blutbild anschauen wird - ist aber auch alles andere als tragsch, da ich ja keine Probleme damit habe sondern nur wissen wollte, ob man auch als Laie etwas aus den Werten lesen kann, was vielleicht für den Sport relevant ist.

Zu einigen Werten (Vitamin D, Hämatokrit, Hämoglobin) gab es ja auch einige Hinweise. :)
 
Zu einigen Werten (Vitamin D, Hämatokrit, Hämoglobin) gab es ja auch einige Hinweise.
..und wenn Du Deinen Hämatokritwert erhöhen willst, gehst Du eh besser zum Nephrologen als zum Sportarzt, sonst fällt das auf. 😉

(Dies ist keine medizinische Beratung. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Teamchef)
 
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