Das Rad wird es vllt. auch nicht mehr geben weil es dafür keinen Markt gibt. Die Anzahl der Leute die im realen Leben mit sowas rum fahren läuft ja gegen 0.
Und wenn du Click Valve als Innovation bezeichnest, dann bist du wohl nicht wirklich an Innovationen interessiert.
Bei dir scheint aber auch innovation zu sein einfach jeden Müll rein zu packen und das als Innovativ zu bezeichnen. Sau schwerer und teurer Helm mit allen Möglichen Spielereien ist wohl kaum innovativ. Und nur weil es im Auto Systeme gibt, wo den Luftstrom Geschwindigkeitsabhängig regulieren, was soll man damit am Fahrrad? Wohl vergessen das am Rad der Vortrieb nicht durch einen Motor kommt wo ein paar Kilo mehr oder weniger nix ausmachen.
Selbiges gilt für Helm mit integriertem Licht und integrierter Brille. Letzteres gibt es schon und wird nicht wirklich häufig verkauft. Permanent Licht mit schleppen obwohl man keins braucht? Wozu? Oder dann zig Helme daheim je nach Wetter? Sehr Innovativ massiv Material zu verschwenden...
Ich glaube, wir haben einfach einen unterschiedlichen Blick auf Innovation.
Du bewertest viele Ideen danach, ob heute ein klarer Markt dafür existiert. Ich schaue eher darauf, was dadurch in Zukunft möglich wird.
Hätte man 1900 gefragt, wer ein Auto braucht, hätten die meisten gesagt: "Wozu? Das Pferd funktioniert doch." Hätte man vor 15 Jahren gefragt, wer Scheibenbremsen am Rennrad braucht, wäre die Antwort ähnlich ausgefallen. Bei Elektroautos ist die Diskussion nahezu identisch.
Warum muss ein Helm mit integriertem Licht automatisch schwerer sein?
Heute fahren die meisten mit Helm, Frontlicht, Rücklicht, Halterungen, Akkus und Ladekabeln herum. Wenn man das als Gesamtsystem betrachtet, ist nicht gesagt, dass eine integrierte Lösung schwerer oder ineffizienter sein muss.
Dasselbe bei einer integrierten Brille oder einem Visier. Die Frage ist nicht, ob man zusätzlich etwas an den Helm baut, sondern ob man bestehende Komponenten zusammenführen kann.
Viele Innovationen entstehen genau dadurch, dass man mehrere Produkte zu einem System zusammenfasst.
Und bei adaptiven Helmen denke ich auch nicht an fünf Motoren und bewegliche Klappen wie beim Auto. Es gibt heute bereits Materialien, die auf Temperatur, Luftdruck oder Strömung reagieren. Wer weiß, was in 10 oder 20 Jahren möglich ist?
Genau deshalb finde ich die Argumentation "braucht keiner" oder "ist schwerer" schwierig. Das Gleiche hätte man über Scheibenbremsen, elektronische Schaltungen oder breite Reifen sagen können.
Viele Innovationen wirken am Anfang unnötig, weil man sie mit den heutigen Anforderungen bewertet. Erst wenn sich das gesamte System verändert, erkennt man den Nutzen. Deshalb sehe ich Dinge wie smarte Brillen, integrierte Beleuchtung, Sicherheitsfunktionen oder andere Konzepte nicht als Produkte, die ich morgen kaufen muss. Für mich sind das Denkrichtungen.
Ich fahre beispielsweise ohne Radcomputer und mache keine Wettkämpfe. Trotzdem profitiere ich heute von Entwicklungen, die ursprünglich aus dem Rennsport kommen. Breitere Reifen, Scheibenbremsen, elektronische Schaltungen oder Tubeless-Technik wurden auch nicht entwickelt, weil der Durchschnittsradfahrer danach gefragt hat.
Mein Punkt ist deshalb nicht, dass jede Idee gut ist. Die meisten werden scheitern. Aber wenn man jede neue Idee sofort mit "Wer braucht das?" oder "Dafür gibt es keinen Markt" bewertet, dann verhindert man genau den Prozess, aus dem später die wirklich interessanten Entwicklungen entstehen.
Für mich beginnt Innovation dort, wo jemand eine bestehende Annahme hinterfragt.
Wenn ich also als Radsportler an Veranstaltungen unter UCI-Regeln teilnehmen will, dann muss ich das akzeptieren oder mir andere Wettbewerbe suchen, die diesen Restriktionen nicht unterliegen (aber dafür andere Regeln haben).
Und wenn du als Volleyballspielerin an Wettkämpfen teilnehmen willst, dann hast du dich gefälligst an die Hösschenlängenregel zu halten, Basta. Nicht jede Regel ist sinnvoll...