kann es sein, daß Ihr evtl. aneinander vorbeiredet?
1) frontsweep bei Bahnradlenkern: die werden nur und ausschließlich im Untergriff gefahren. Wie man den weiter "nach vorne" bringt - Vorbau alleine, oder mit frontsweep - ist biomechanisch total wumpe
2) wenn man am Gravel Kontrolle wie am MTB haben will, z.B. für technische single trails, der fährt halt bei einem Lenker mit wenig drop und reach (ich habe 85mm drop, 70mm reach) im Untergriff, mit brutal viel flare. Der Lenker ist auf den hoods schön schmal und Aero, und wenn ich einen langen Hebel brauche, gehe ich im Untergriff ans Ende des Lenkers
3) im Obergriff bringt weder front- noch backswepp bessere Kontrolle; der Hebel ist sehr kurz. Wenn man allerdings für seine Schulterbreite einen eher schmalen Lenker fährt, mag leichter frontsweep von Vorteil sein; denn ich rotiere in der Schulter leicht nach innen, und damit legt sich meine Hand in Neutralposition besser einem frontsweep an - das meinte der Creeper vielleicht?
Puh ich glaube, ich mach einfach mal Bilder.😄
1)Also ich sprach von DopBar-Bike-Lenkern mit Frontweep und habe nebenbei erwähnt, dass Bahnrad-Lenker, gute Road-Bike-Lenker sein könnten, weil sie zum Teil deutlich besser durchdacht sind.
Was eigentlich schon wieder witzig erscheint, weil Bahnräder, nur in der Halle bewegt werden.
Leider oft aber auch zu schmal gebaut sind, eben für die Bahn.
Der Cross-Wind-Aero geht sogar mit Bremsschalthebeln
Es gibt unterschiedliche Bahnradlenker, auch solche, die am Start oder während des Trainings bzw. aufwärmens
oben gegriffen werden können.
2) Ein Gravel Bike, ist per Definition kein Bike für Trails, daher bleibe ich schon beim gedachten Einsatzbereich, wenn ich davon spreche.
Der enge Griff mit Frontsweep, bietet Sicherheit und Komfort über einen längeren Zeitraum.
3) Damit meinte ich in erster Linie die Handgelenkstellung.
Nicht die Hände auf den Hoods, sondern an der Lenkermitte.
Ein Backsweep knickt die Handgelenke ein und zwengt den Fahrer die Ellenbogen an den Körper zu nehmen.
Was eben auch zu Schmerzen, tauben Händen und krämpfen führen kann.
Viele können so eine Position nicht lange halten, weshalb sie kontraproduktiv ist.
Der Frontsweep ermöglicht hingegen einen freien Brustkorb, engen Griff, bei ausgestellten Ellenbogen.
Der Fahrer hat die Möglichkeit zwischen seinen Postionen zu wechseln, ohne das es unangenehm oder sich wie festgenagelt anfühlt.
Die Ellenbogen können genauso an den Oberkörper genommen werden, nur eben für den Fahrer angenehmer.
Das erste Bild zeigt einen eingedrehten Hood, in Verlängerung zum Lenker, womit man wunderbar, ohne zu krampfen in den Unteramstütz gehen kann.
Von einem 420 Lenker ausgegangen, ergeben sich gut 380, eng am Körper. Kein Problem!
Das letzte Bild soll einen geraden Lenker oder einen mit Backsweep darstellen.
Ich hatte schon Schwierigkeiten einen geraden Lenker darzustellen, weil das Gelenk bereits am Limit war.
Da meine Bänder in der Schulter angerissen sind, merke ich das auch in meiner Schulter.
Daran merkt man aber, dass diese Position aus anatomischer Sicht, nicht gut für uns ist.
Der Punkt, mit einem schmalen Lenker und Frontsweep, ist auch gut, soweit wollte ich aber nicht ausholen.
@mk13
Das einzige Schicksal, was daraus entsteht ist, dass Endverbraucher in eine Athleten Position gezwungen werden sollen, die eine Mehrheit nie einnehmen wird.
Achso vielleicht noch ein kleiner Reminder.
Ritckey hat den Backsweep damals aus Komfort Absichten eingeführt, nicht um den Fahrer in eine Zwangsjacke zu stecken. Die Idee war ursprünglich, den Fahrer in eine aufrechtere Haltung zu bringen.
Ist nur ultra unangenehm für die Hangelenke.
Ja was soll ich dazu sagen, wenn dein Augenmaß das so einschätzt, werden die Lehrbücher wohl demnächst mal überarbeitet werden müssen 😜
Das eine ist Therorie und das andere die Praxis.
Anatomie, lässt sich nicht in einem Wort oder anhand einer Skizze zsuammenfassen.
Ich hab dir ja erklärt, wie das bei mir wäre.
Van de Poel hört auch auf sein Körpergefühl und arbeitet mit seinem Körper und nicht dagegen, auch wenn Hersteller wie Speiseeis, da anderer Ansicht sind.