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Blick über den Tellerrand: Technolog. Entwicklungen, top oder flop?

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Re: Blick über den Tellerrand: Technolog. Entwicklungen, top oder flop?
Pressfit-Innenlager

Sind eine gute und richtige Idee aus dem Maschinenbau, wo niemand darauf kommen wirde, Lager mittels Schraubschalen zu befestigen.

Sind aber mit den üblichen Toleranzen im Fahrradrahmenbau meistens eher anfällig und selten wirklich konsequent umgesetzt. Daher bislang eher Nachteil, als Vorteil. Häufig halten die Lager nicht lange.
Verstehe ich ehrlich gesagt nicht.
Beim geschraubten Lager sollten die Planflächen möglichst parallel sein -> Fräsen.
Das geht am Carbonrahmen nicht, ist aber auch gar nicht nötig, da press.
Wenn die Tretlagerröhre produktionsbedingt fluchtet, ist alles OK für das Lager. Dann muss man nur gucken, dass man es nicht beim Einbau himmelt. Mit einer passenden Hülse und einer dicken Gewindestange ist das ganz easy.
 
• Pressfit-Innenlager
Das hieß doch früher Glockenlager und war anfangs (30er bis frühe 50er Jahre) Ausstattung bei den höherwertigen Stadträdern, später dann bei Kaufhausrädern.

Da wurden die inneren Lagerschalen in das Tretlagergehäuse eingeschlagen, die Welle durchgesteckt, Kugeln "eingefüllt" und von außen der Konus aufgeschraubt und dann damit das Lagerspiel eingestellt
... Scheibenbremsen, ....


Pluspunkte:

Klasse Bremsleistung und gute Dosierbarkeit auch bei schlechten Bedingungen wie Schnee, Eis und Schlamm. Vor allem kein Verschleiß der Felgen,
Vor Allem bleibt die Hitze durch Reibung der Bremsklötze auf den Felgen aus und die Schläuche platzen nicht mehr wegen Überhitzung. Aber auch die Scheibenbremse gab es schon vor gut 50 Jahren - Shimano, allerdings mit Bremszug.
 
Das sind die von Schwalbe entwickelten Ventileinsätze, welche Dunlop- oder Sclaverand-Ventileinsätze ersetzen.

Anhang anzeigen 1781338

(...)

Ahaaa!
Das ist eine ganz normale Druckluft-Schnellkupplung im Miniaturformat!
Nicht übel, aber eine Schutzkappe sollte trotzdem aufs Ventil, wenn das System auch bei Dreck und Nässe sorglos bleiben soll.

Verstehe ich ehrlich gesagt nicht.
Beim geschraubten Lager sollten die Planflächen möglichst parallel sein -> Fräsen.
Das geht am Carbonrahmen nicht, ist aber auch gar nicht nötig, da press.
Wenn die Tretlagerröhre produktionsbedingt fluchtet, ist alles OK für das Lager. Dann muss man nur gucken, dass man es nicht beim Einbau himmelt. Mit einer passenden Hülse und einer dicken Gewindestange ist das ganz easy.

Naja, Pressfit-Gehäuse gibt es ja auch bei Alurahmen, wo sie vermutlich vor dem Zusammenschweißen ordentlich gefräst und maßhaltig waren, aber anschließend krumm.
Dann gibt es Carbonrahmen der Spitzenklasse, wo schon Gabel und Hinterbau nach dem Entfernen der Räder nicht mehr fluchten, wenn man sich die Ausfallenden anschaut - und, Überraschung, die Lagersitze im Tretlagergehäuse tun es dann auch nicht (Specialized).
Ein Freund von mir hat beides und noch eine Reihe anderer Räder mit Pressfit-Lagern, aber bislang keins, wo die Tretlager wirklich langlebig sind. Auf mich wirkt der Abstand der eigentlichen Lager manchmal recht klein im Vergleich zu klassischen Gehäusen.

Wie gesagt, persönliches Fazit: Pressfit wäre eine gute Sache, wenn die Lagerdimensionen und sonstigen Abmessungen zur Belastung passen und die Lagersitze wirklich akkurat gefertigt sind und fluchten.

Mit dem Austausch der eigentlichen Lager gibt es da so wenig Probleme, wie an Autos usw. auch.
Das finde ich vergleichsweise simpel und eigentlich besser, als Schrauben.
Dass Pressfit langlebig und problemlos sein kann, hat Klein schon mit dem ersten Attitude bewiesen, bevor es die Bezeichnung überhaupt gab. Obendrein beim Tretlager und dem Steuersatz.
 
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Ahaaa!
Das ist eine ganz normale Druckluft-Schnellkupplung im Miniaturformat!
Nicht übel, aber eine Schutzkappe sollte trotzdem aufs Ventil, wenn das System auch bei Dreck und Nässe sorglos bleiben soll.
(…)
Kappen sind jedem Set beigelegt… Machen vermutlich vor allem am Crosser Sinn; danke für den Hinweis!
 
Klar, theoretisch geht das so ganz schnell. In der Praxis klappte das bei mir bisher aber nur 1-2x richtig gut. Die Regel ist, dass die Scheibe anschließend trotzdem irgendwo minimal schleift. Vielleicht bin ich da sehr empfindlich, aber auch das leiseste anticken der Scheibe an den Belägen nervt mich.

In über 95% aller Fälle kam bei mir erst Ruhe rein, wenn ich die Bremssättel ganz akribisch bei drehendem Rad manuell ausgerichtet hatte.

nimm mal einen Tropfen Hydrauliköl aus der Leitung...
 
Mein Senf:

Tubeless: meine einzige Panne bekam ich, weil ich billige Milch verwendet hatte, die viel zu schnell eingetrocknet war. Fazit: auf die Milch kommts an! In letzter Zeit keine Pannen mehr.

Hookless: keine Erfahrung

Pressfit: wenn die Lagerschalen nicht sauber im Gehäuse sitzen, knackt es und dann nerft das. Das Wechseln geht aber problemlos

Click-Valve: habe ich schon besorgt und liegt bereit, habe es aber noch nicht ausprobiert. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich so einen Baumarktkompressor für die Luft im Keller habe, mit dem es bei allen Ventilen immer klappt.

Digitale Schaltung: Versuchskaninchen ist meine Frau!:idee:Nicht weil sie das unbedingt wollte aber ihr hat das Rad so gefallen, dass sie das in Kauf genommen hat. Probleme (...also leere Akkus) gehen natürlich zu meinen Lasten.

Scheibenbremsen: am Mtb nicht mehr wegzudenken, am Rennrad mit 28mm Bereifung und darunter nicht unbedingt notwendig, weil mehr Power erzeugt werden kann, als man auf die Straße bringt und das kann dann bei Schreckbremsungen schon mal zu einem Problem werden!

Das beruht alles auf persönliche Erfahrungen meinerseits, ohne den Anspruch auf diese ganzen pseudowissenschaftlichen Erkenntnisse zu haben, mit denen alle, die etwas verkaufen wollen, immer so um sich schmeißen....
 
@Nimmerklug hat mir aus dem Hezen gesprochen, @Bonanzero dürfte sich ähnlich ... ?

Gerade gestern hab ich gedacht: was sind alte Konustretlager doch für ein grandioses System ...
 
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Keine wirklichen Erfahrungen.

Tubeless habe ich nicht montiert bekommen, obwohl meine Felgen 2-way fit sind. Die Wulste an den Reifen waren so dick, daß sie an mehreren Tubelessventilen nicht vorbei gepasst haben. Den ganzen Kram incl. Kompressor hab ich dann hier verkauft und die Reifen dann mit Schlauch gefahren.
Clik-Valve ist auf dem Weg, um meinen f****** Rennkompressor nach dem inzwischen dritten Kopf ohne Halt nicht an den Straßenrand zu stellen und mir ein sündhaft teures Modell einer aufgekauften italienischen Traditionsfirma zu kaufen.
Elektronische Schaltung wird evtl mal in Verbindung mit Alfine ausprobiert. Die verfügbaren mechanischen STI von microshift sind nichts für meine kleinen Hände. Falls das entsprechend gut funktioniert und die Akkus auch lang genug aushalten, kann ich mir das aber auch an anderen Rädern vorstellen. Das Argument der begrenzten Haltbarkeit zählt für mich nicht wirklich, da ich meine Räder fahre und die Schaltkomponenten in dem betreffenden Zeitraum sowieso durch sind (Federn, Buchsen...).
Scheibenbremsen halte ich bei meinem Fahrstil (Hollandradfahrer auf Rennrad) für unnötig. Wäre für mich aber ein komplett neues Universum und deswegen wahrscheinlich für mich eine zu große finanzielle Hürde.
Pressfit... in Stahl und Alu wäre das sicherlich eine gute Sache, bei den Fertigungstoleranzen von Kunststoff muss es perfekt passen, weil man nicht nacharbeiten kann.
 
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Clik-Valve ist auf dem Weg, um meinen f****** Rennkompressor nach dem inzwischen dritten Kopf ohne Halt nicht an den Straßenrand zu stellen und mir ein sündhaft teures Modell einer aufgekauften italienischen Traditionsfirma zu kaufen.
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Das mit Click-Valve könnte für dich eine ganz neue Erkenntnis werden. Auch ich hatte schon manches mal Probleme mit nicht abdichtenden SKS-Pumpenköpfen… lag aber zumeist an zu kurzen Ventilen bei höheren Felgen. Ich glaube, dass Click-Valve und ich gute Freunde werden.
 
Zum Thema Haltbarkeit der elektronischen Schaltungen - an meinem Sonntagsrad läuft die erste Generation Di2 Ultegra von 2011. Die Hoods werden klebrig und ich finde keinen Ersatz, Elektronik läuft aber noch tadellos. Das Nadelöhr sind also eher die modernen Kunststoffe 😉
 
Auch wenn ich mit dem Rad bisher nur ein oder zweimal im Gelände war, die extrem schnellen Schaltvorgänge vor steilen Rampen machen sich schon bemerkbar.
Ich hatte mal fuer ein paar Wochen ein Gravel-Bike von meinem Bruder ausgeliehen, das eine elektronische SRAM-Schaltung hatte. Fand ich ganz lustig, wenn beim Schalten immer eine gruene LED am Schaltwerk leuchtete.
Nur das schnellere Schalten kann ich weder bestaetigen noch nachvollziehen. Die Schnelligkeit des Schaltvorgangs haengt bei Kettenschaltungen doch sehr davon ab, wie nah an einer Schaltweiche der Schaltvorgang passiert. Das ist natuerlich umso deutlicher, je groesser die Ritzel sind, also sehr ausgepraegt am MTB. Vielleicht ist der schnellere Schaltvorgang bei kleinen Rennrad-Ritzel eher bemerkbar, aber haben Rennraeder heutzutage nicht auch vergleichsweise grosse Ritzel?
Lediglich das Schalten ueber mehrere Ritzel ist tatsaechlich eindeutig schneller zu bewerkstelligen, als bei mechanischen Schaltungen! (Und das ist beim Cross vor einer Steigung sicher ein Vorteil - kenne ich nur vom MTB.) Da muss man erst mal ein Gefuehl dafuer bekommen, wie schnell man den Schalthebel wieder loslassen muss, bevor man unerwartet weit runtergeschaltet hat.
 
Es kommt mir schon etwas schneller vor, auch einzelne Gangsprünge. Um das mit der Schaltgeschwindigkeit abschließend beurteilen zu können, muss ich damit aber erstmal öfter ins Gelände. Vielleicht morgen…
 
Minimal schneller, und vor allem immer exakt. Kein nachstellen, kein wechseln der Züge. Sind kleine Benefits, die mit der Zeit aber spürbar sind. Das Rad ist mein zuverlässigstes.
 
Braucht man Das?
Wohl immer eine Frage der Einstellung und auch des Fahrstils. Manche Neuerungen verbessern das Fahrerlebnis und die Fahrsicherheit erheblich, aber im Gegensatz auch manchmal etwas komplizierter.

Für mich ist die Scheibenbremse am Fahrrad nicht mehr wegzudenken. Meine erste Scheibenbremse am MTB war eine gebrauchte Formula ca. 2001. In diesen 25 Jahren gab es viel Schrott und damit auch viel Frust.
Mittlerweile haben wir ja weitgehend funktionierende Systeme auf dem Markt. Meine erste Scheibenbremse am Rennrad bzw. Crosser war noch eine mechanische Avid. Zu der Zeit war das Thema noch nicht wirklich in der Szene angekommen. Funktioniert gut, kann aber mit Hydraulik nicht mithalten.

Tubeless! Außer am Stadtrad habe ich alle Räder die ich regelmäßig nutze auf Tubeless laufen. MTB´s, Gravel und Rennrad. Die ersten Varianten waren auch dort teils eine Katastrophe. Mittlerweile sehr entspannt zu montieren, auch zuhause ohne Kompressor.
Außer am MTB, da spielt natürlich das Gelände auch eine Rolle, kann ich nicht von Defekten berichten.
Nehmen wir mal das Gravelbike als Beispiel. Seit September 2023 im regelmäßigen Einsatz. Die 45mm Reifen fahre ich 1,8 Bar Luftdruck. Einsatz ist Straße, Feldwege und Singletrails auf denen sich das ein oder andere mal
Steine oder Wurzeln bis zur Felge durchdrücken. Mit Schlauch würde das nicht so lange gut gehen.
Insgesamt aber auch ein sehr angenehmes Abrollverhalten
Ja, wie schon vorher erwähnt, die Dichtflüssigkeit hat sehr großen Einfluss auf das Ergebnis. Ich nutze seit Jahren Muc-off.
Nachteile ist die Sauerei bei Wechsel und man tauscht nicht mal so eben den Reifen für einen anderen Einsatzzweck

Hookless, bis jetzt noch keine wirkliche Erfahrung. Musste mal einen Reifenwechsel in der Werkstatt vornehmen. Die Felge entpuppte sich sich als Hookless. Vorsichtshalber dann mal rechierchiert.
Da war dann vom selben Reifenhersteller von der gleichen Serie eine Reifenbreite erlaubt, der andere aber nicht. Hmmh!

Elektronische Schaltung. Tja, jeder Gang sitzt, auch unter Last. Ist cool, funktioniert gut, weiß nicht!
Kann da nur vom MTB mit Sram berichten. Hab mir einen zweiten Akku besorgt. Die angebenen Laufzeiten kann ich glaube ich nicht bestätigen. Ich nutze das Rad einfach zu selten um da wirklich Erfahrungswerte geben zu können.

Mein Resümee
Schrauben macht mir bei der alten Technik mehr Spaß. Der moderne Klumpatsch muss halt auch gewartet werden.
Ohne Internet und Bedienungsanleitungen kommt man heute in der Werkstatt nicht mehr zurecht. Alleine die vielen verschieden Scheibenbremssysteme kann man nicht mehr im Kopf haben. Die Hersteller selber haben ja schon verschiedene Bremsflüssigkeiten in den Bremsen. Dazu die verschiedenenen Anschlüsse zum entlüften...
 
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Minimal schneller, und vor allem immer exakt. Kein nachstellen, kein wechseln der Züge. Sind kleine Benefits, die mit der Zeit aber spürbar sind. Das Rad ist mein zuverlässigstes.
Wie oft hast Du denn Züge gewechselt/wechseln müssen?

Man kann das eine schön- und das andere schlechtreden...



...oder umgekehrt, ganz wie es beliebt.
 
Zum Thema: Was macht ein Rad schneller und sicherer?

Exakte Schaltindexierung und entsprechend geformte Schaltkomponenten (Ketten und Ritzel)? - ja
Mehr Gänge? - nein!
Bei 8-fach war das Optimum erreicht. Ketten und Ritzel so breit wie bei 6-fach, aber gute Stufung und Überall-Einsetzbarkeit möglich. Früher musste man sich einen Kranz je nach Gelände und Einsatz aussuchen, ab 8-fach nicht mehr. Bei mehr als 8 Ritzeln werden sowohl diese als auch die Ketten schmäler. Also mehr Verschleiß.

Gute Bremsen und Beläge? -ja
Scheibenbremsen? - jein. Bremsverhalten kann besser sein als bei Felgenbremsen, Reibbelagpaarung ist exakter definiert, unterschiedliche Witterungen unkompliziert. Scheibenbremsen erfordern stabilere Gabeln und längere Bremsleitungen, sind also nicht erste Wahl, wenn das Rad leicht sein soll (= schneller). Am Schlechtwetterrad gelten andere Regeln, das muss bei Schlechtwetter auch schnell und sicher sein, also auch gut bremsen. Beim Schönwetterrad reicht das Bremsverhalten einer guten Felgenbremse aus.
Hydraulische Bremsen funktionieren wahrscheinlich besser als mechanische. Aber mein einziges Scheibenbremsrad muss im Alltag funktionieren und im Defektfall in kurzer Zeit (an einem Abend) wieder betriebsbereit sein. Das kann nur ein mechanisches System, bei dem ich alle Werkzeuge und Ersatzteile schon dahabe.
Einen Nachteil habe ich neulich bei meiner Scheibenbremse (hybrid, Seilzug mit hydr. Kolben am Bremssattel) festgestellt: im Winter hat sich das Gelenk festgesetzt und damit die Brmese blockiert. Ich konnte es mit Öl wieder gängig machen. Die vorherige rein mechanische Bremse war robuster in dieser hinsicht (kein extra Gelenk für den Hydraulikkolben, weil kein Kolben vorhanden), musste aber getauscht werden, weil sie nach ein paar Jahren Winterbetrieb verrostet war. Scheibenbremsen habe ich also als empfindlicher gegen Witterunxeinflüsse ausgemacht als Felgenbremsen. Denn hier funktionieren die Gelenke auch bei Winterbetrieb.

Bremsgriffschaltung - ja!
Machen schneller und sicherer, auf jeden Fall. Auch wenn die meisten meiner Räder noch immer Rahmenhebel haben, sogar mein meistgefahrenes Rad. Da sehe ich aber im Stadtverkehr tatsächlich die Grenzen der "robusteren" Technik und warte noch auf die Gelegenheit, auf "funktionellere" Technik umzurüsten. Auf dem Überlandanteil meines Arbeitsweges ist das aber nach wie vor irrelevant. Auch deswegen habe ich den Umbau noch nicht durchgeführt.

Tretlager - hier sehe ich die Außenlager mit dicker Welle als Optimum. Früher hatte ich immer Hudelei, besonders mit langen Tretlagerwellen von MTB-Kurbeln. Die haben sich beim Treten immer verbogen und haben dann am Umwerfer geschliffen und manchmal ungewollt geschaltet. Muss ich nicht haben. Aber außenliegende Lager in größeren Dimensionen und steifere Tretlagerwellen sind nicht nur aus maschinenbaulicher Sicht eine erhebliche Verbesserung, sondern nerven auch weniger beim Fahren und sind in summa auch meistens leichter als das herkömmliche 4kant-System. Dieses benutze ich eigentlich nur noch, weil es eine Unmenge von Teilen dafür gibt und man jeden erdenklichen Stil damit verwirklichen kann. Technisch ist es dem Hollowtech, Ultra-Torq oder GXP weit unterlegen.
Andere Tretlagersysteme brauchts da ja gar nicht mehr. Presslager erfordern eine exakte Passung, was man wohl im Fahrradbau nicht immer erreichen kann, also kein technologischer oder funktioneller Fortschritt.

Nabendynamo? - Am Alltaxrad nie mehr ohne!
Rücklicht mit Bremslichtfunktion? -gerne! Wiegt nicht mehr, bringt aber vielleicht etwas mehr Sicherheit.
Akkulampen sind in letzter Zeit aber auch wirklich brauchbar geworden. die haben den Vorteil, dass man nut einen Satz braucht für alle Räder, weil man sie einfach umstecken kann. Nachteil ist eigentlich nur, dass man sie immer neu ausrichten muss, abgesehen davon, dass der Akku vor oder während der Fahrt leer werden könnte.

Klickfix? - ja. Funktioniert einfach

Steckpedale? - ja. Vorteil wie bei Akkulampen.

Schlauchlosreifen? - Sind für mich nicht sinnvoll. Ich will ein Rad nicht fahren müssen, um die Milch mal wieder zu bewegen. Manche Räder fahre ich jahrelang nicht und hole sie dann wieder her, pumpe sie auf und los gehts. Die Maßgabe "schneller und sicherer" - das gilt natürlich auch für die Fahrtvorbereitung. Hier haben klassische Systeme eindeutige Vorteile.
Die Reifen sind dicker und steifer als schlauchhaltige Reifen. Wenn diese mit einem dünnen Schlauch (z.B. TPE) gefahren werden, kommt genausoviel Gummi zusammen wie bei schlauchlos, bei gleichzeitiger Einsparung der Dichtmilch.
Und wer pannenfrei fahren will, kann trotzdem Milch einfüllen (wenns das für TPE gibt) und hat dann immernoch den Vorteil, dass ein Reifentauch sauberer vonstatten geht.

Klickventile - kenne ich noch nicht, lese aber nur Gutes darüber. Kann keinen funktionellen Nachteil erkennen, praktisch hält mich nur der Preis ab und die Notwendigkeit, alle Räder umrüsten zu müssen, wenn ich nicht eine extra Pumpe anschafen will nur für Räder mit diesem System. - Gibts dafür eigentlich auch Mitnehmpumpen?

Alles in allem bin ich eher konservativ, was Fahrradtechnik angeht. Wie viele andere Vorschreiber ist die Unsicherheit, ob etwas in ein paar Jahren noch funktionieren kann, ein großer Faktor. Auch hier wieder Stichwort "Sicherheit" - in 20 oder 30 Jahren werden alle meine Räder noch voll funktionsfähig sein. Wer sich heute ein Rad im Laden kauft, kann das nicht sagen.
 
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