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Muskelschmerzen nach zwei Tagen Pause

Ich hab das Problem für mich so gelöst , dass auf Monate mit hohem Volumen dann Monate mit weniger Umfang aber mehr intensität folgen.
Bisher ist das Problem bei mir auch dieses Jahr nicht wieder aufgetreten

ich glaube nichtmal dass da irgendwas kaputt ist oder behandelt werden muss.
Evtl ist es einfach an sich nicht gesund mehrere Monate mit 1200km+ zu fahren und dann schlagartig mehrere Tage 0,0 Belastung zu haben.

Habe noch ein anderes Phänomen , wenn ich zu lange nur HIT 30/30 1/1 etc. mache.
Nämlich, dass im Alltag bei eher kleinen Belastungen wie mal noch kurz über ne Grüne Ampel joggen mein ganzer Körper hochfährt als stehe ein Wettkampf an.... Puls geht hoch , Herz spürbar am pumpen , Hitzeentwicklung...

lässt sich aber einfach verhindern wenn man regelmäßig Grundlage einbaut.

Vielleicht liegt also gar kein Mangel vor sondern die Trainingsgestaltung ist suboptimal.
Sind aber nun nur meine persönlichen Erfahrungen
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich habe auch früher Muskelschmerzen am Tag nach dem Training gehabt. Ist wohl ein Phänomen, das mit dem Alter kommt. Seit einiger Zeit nehme ich vor dem Training eine Dosis L-Carnithin und nochmals normal über den Tag verteilt. Unglaublich, wie das geholfen hat. Kaum noch Schmerzen, es sei denn sie sind eher Muskelkater, auf Grund höherer Trainingsintensität. Außerdem konnte ich meine Durchschnittsgeschwindigkeit signifikant steigern und generell fühle ich auf dem Rennrad dadurch wohler.
Evtl. auch eine Option für andere …
 
Kannst du den als link hier reinsetzen ?
Kann ich schon, die hier untersuchten Fälle sind aber überhaupt nicht vergleichbar mit dem Phänomen hier:
https://edoc.ub.uni-muenchen.de/11060/1/Schneiderat_Peter.pdfUnd hier wird auf die Therapie von Muskelschmerzen mit Q10 eingegangen. Auch diese Fälle sind nicht direkt vergleichbar, der erhöhte Befarf an Q10 und allfälliger Mangel durch Sport wird jedoch kurz gestreift, ebenfalls werden Studien erwähnt, welche eine verbesserte Muskelregeneration unter Q10-Substitution untersuchten und bestätigten.
https://repositorium.meduniwien.ac.at/obvumwhs/content/titleinfo/2242878
Da das Q10 für den Muskelstoffwechsel wichtig ist, war das nur so ein Gedanke meinerseits, dass man das ja auch in die Richtung denken könnte …
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe diesen alten Thread hier gefunden - ich hätte nie gedacht, dass es noch andere Verrückte mit diesem Phänomen gibt...

Ich trainiere normalerweise täglich (Rennrad, Rollentrainer, Ebike MTB, Nordic Walking, Kraft, Skimo). Pause mache ich im Prinzip nie, allerhöchstens mal 1 Tag bei Erkältung oder Grippe...

Letzte Woche war ich mit der Familie in einem Wellnessurlaub und habe 2 Tage Pause gemacht. Nach der Heimfahrt wollte ich in den Keller auf die Rolle => nach ein paar Treppenstufen hinunter komplette Blockade der Oberschenkel. Nur unter extrem starken Schmerzen wieder in die Wohnung hochgekommen... Hatte so starke Krämpfe, da war an ein Training nicht zu denken (und ich bin normalerweise nicht empfindlich....) Sobald die Muskulatur sich nach ein paar Minuten hinlegen oder setzen wieder entspannt ist der Schmerz erträglich. Man denkt es geht wieder, aber jede Form von geringster Belastung (Spazieren, Treppen, locker in die Pedale vom Heimtrainier treten) führt sofort wieder zu Krämpfen. Sogar bei leichter Berührung/Massage fängt der Muskel an zu krampfen. Das Ganze ist nun seit 5 Tagen so. Keine Besserung in Sicht....
Mache jetzt auch Homeoffice, weil schon ins Auto zu kommen eine Qual ist, dann vom Parkplatz ins Büro usw... auch nicht besser...

Einige schreiben hier, dass sie die Krämpfe in den ersten 15min "rausfahren". Daran ist bei mir nicht zu denken, die Schmerzen sind so stark dass ich beinahe im Ohnmacht falle...

Ich hoffe, dass es sich bald wieder legt. Wenn man es gewohnt ist, so aktiv wie ich zu sein, ist es schon quälend an die eigene Wohnung gefesselt zu sein...
 
Das Ganze ist nun seit 5 Tagen so. Keine Besserung in Sicht....
Wenn sich nach 5 Tagen keine Besserung einstellt, würde ich an Deiner Stelle einen Arzt aufsuchen, denn bei der beschriebenen Vorgeschichte klingt das nicht normal.

Normale Muskelkater Spannungen nach der Zeit würde ich noch als normal bezeichnen, aber richtige Schmerzen sind es nicht.
 
Wenn sich nach 5 Tagen keine Besserung einstellt, würde ich an Deiner Stelle einen Arzt aufsuchen, denn bei der beschriebenen Vorgeschichte klingt das nicht normal.

Normale Muskelkater Spannungen nach der Zeit würde ich noch als normal bezeichnen, aber richtige Schmerzen sind es nicht.
Kann ich nur unterstützen. Die Symptombeschreibung passt ganz und gar nicht zu sportüblichen "Zipperlein". Das muss grundlegend abgeklärt werden.
 
Gibt es hier irgendwelche neuen Erkenntnisse? Ich habe mal alle Infos in Chat GPT geworfen und das ist das Resultat:

Zusammengefasste Arbeitshypothese​

Am ehesten wirkt es wie ein:

adaptations- und regulationsbedingtes Muskel-/Tonus-/Perfusionsproblem bei extrem hoher chronischer Ausdauerbelastung
also kein klassischer struktureller Schaden und wahrscheinlich auch keine progressive Muskelerkrankung.


Grundmechanismus (vereinfacht)​

Dein Körper ist über Jahrzehnte auf:

  • tägliche Bewegung,
  • hohen metabolischen Umsatz,
  • dauerhaft hohe Durchblutung,
  • hohe neuromuskuläre Aktivierung,
  • permanent arbeitende Beinmuskulatur
spezialisiert/adaptiert.

Wenn du:

  • 2–3 Tage fast komplett rausgehst,
  • viel sitzt,
  • Dienstreisen/Meetings hast,
  • abrupt inaktiv wirst,
gerät dieses System offenbar in eine Art:

  • Dysregulation von Muskeltonus,
  • Gewebespannung/Faszien,
  • lokaler Perfusion,
  • neuromuskulärer Rekrutierung.

Warum „Ruhe = Erholung“ bei dir offenbar nicht gilt​

Das klassische Sportverständnis:

Ruhe regeneriert die Muskulatur
scheint auf dein System nur eingeschränkt zuzutreffen.

Bei dir wirkt es eher so, als sei die Muskulatur auf:

  • kontinuierliche Aktivität,
  • konstanten Stoffwechselumsatz,
  • regelmäßige mechanische Bewegung
optimiert.

Deshalb scheint:

  • moderate tägliche Bewegung stabilisierend zu wirken,
    während:
  • komplette Inaktivität das System dysreguliert.
Das bedeutet nicht, dass dein Körper keine Regeneration braucht — sondern eher:

dass dein System aktive Regeneration deutlich besser toleriert als völlige Ruhe.
Mit anderen Worten:
Für deine Muskulatur ist Bewegung offenbar nicht nur Belastung, sondern auch ein wichtiger Teil der funktionellen Regulation.


Warum Treppe heruntergehen der Haupttrigger ist​

Das ist biomechanisch und physiologisch sogar sehr logisch.

Treppen heruntergehen belastet die Muskulatur exzentrisch.

Das bedeutet:
Der Muskel arbeitet unter Spannung, während er gleichzeitig verlängert wird.

Vor allem betroffen:

  • Quadrizeps,
  • Glutealmuskulatur,
  • Hüftstabilisatoren.
Exzentrische Belastung erzeugt:

  • sehr hohe intramuskuläre Spannungen,
  • hohe Bremskräfte,
  • hohen lokalen Druck im Muskel,
  • starke mechanische Belastung auf Gewebe/Faszien.
Und genau diese Art Belastung scheint dein „dysreguliertes“ System nach Pausen schlecht zu tolerieren.

Deshalb:

  • normales Gehen → oft ok,
  • lockeres Rollen → manchmal ok,
  • Treppe runter → sofortiger Trigger.
Das passt extrem gut zu:

  • erhöhtem Muskeltonus,
  • schlechter Gewebegleitfähigkeit,
  • lokaler Perfusionsproblematik,
  • Schutzspannung.

Die zwei möglichen Verläufe beim Wiedereinstieg​

Variante A — „das System öffnet“​

  • Warm-up funktioniert
  • Durchblutung steigt
  • Muskeltonus normalisiert sich
  • Rekrutierung synchronisiert sich
  • Schmerzen verschwinden nach einigen km.

Variante B — „das System macht zu“​

  • Schmerz → Schutzspannung
  • Spannung → schlechtere Durchblutung
  • schlechtere Durchblutung → mehr Schmerz
  • positive Rückkopplung/Eskalation
  • vegetative Symptome möglich (Schüttelfrost etc.).

Warum das wahrscheinlich keine schwere Erkrankung ist​

  • seit ~25 Jahren stabil
  • keine Progression
  • keine Muskelschwäche
  • keine bleibenden Schäden
  • volle Leistungsfähigkeit
  • aktive Bewegung schützt
  • aktive Ruhetage helfen deutlich.
Das spricht stark gegen:

  • progressive Muskelkrankheit,
  • entzündliche Myopathie,
  • neurologische Erkrankung,
  • strukturellen Schaden.

Wahrscheinlich beteiligte Systeme​

Vermutlich eine Mischung aus:

  • Muskeltonus,
  • Faszien-/Gewebespannung,
  • lokaler Perfusion,
  • neuromuskulärer Regulation,
  • vegetativer Regulation,
  • metabolischer Umschaltung.

Der eigentliche Trigger​

Nicht Belastung selbst, sondern:

der Wechsel von chronischer Hochaktivität → abrupter Inaktivität.
Das scheint die zentrale Schwachstelle zu sein.


Praktische Konsequenz​

Dein System scheint:

  • kontinuierliche moderate Aktivität
    deutlich besser zu tolerieren als:
  • komplette Ruhe + abrupten Wiedereinstieg.
Deshalb helfen vermutlich:

  • aktive Ruhetage,
  • regelmäßige Bewegung auf Dienstreisen,
  • langes progressives Warm-up,
  • hohe Kadenz/niedrige Last,
  • Vermeidung langer Immobilität,
  • leichte Aktivierung vor Belastung.
 
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