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Matthias Meier mit Arnold an die Spitze: Canyon holt DT Swiss-Mann als CEO

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Re: Matthias Meier mit Arnold an die Spitze: Canyon holt DT Swiss-Mann als CEO
Ich hoffe die konservative Ausrichtung von Dt Swiss färbt nicht auf Canyon ab.
Ja, ich hatte gehofft, dass Canyon sich vielleicht etwas mehr von den DT Swiss Laufrädern löst, die mit ihren aus der Zeit gefallenen Maßen und Gewichten oft der schwächste Punkt in der Ausstattung der Räder sind, aber leider einen erheblichen Teil des Kaufpreises ausmachen.
 
„Die größte Herausforderung in dieser Branche ist es, eine Marke aufzubauen, an die Fahrerinnen und Fahrer wirklich glauben.“

Die Frage ist nur: Welches Markenimage hat Canyon eigentlich – und welches möchte man aufbauen?

Aktuell bewegt sich die Marke in der Wahrnehmung vieler eher in Richtung „Instagram-Bike“ bzw. „Instagram-Marke“. Ein weißes Canyon wird auf Social Media inzwischen nicht selten als Meme oder Karikatur belächelt. Gleichzeitig häufen sich Beiträge, in denen Nutzer offen ihre Genervtheit über die Marke äußern.
Für eine Marke die so stark auf Social Media setzt (oder gar abhängig ist?) wie Canyon ist das halt zwiespältig.

Das muss nicht zwangsläufig schlecht sein – wenn genau dieses Image gewollt ist. Schließlich gilt im Marketing oft: Auch negative Aufmerksamkeit ist Aufmerksamkeit.
Trotzdem stellt sich die Frage, ob das mittlerweile sehr dominante, teilweise fast schon aggressive Marketing von Canyon langfristig wirklich hilfreich ist – oder ob es bei vielen eher zu Ermüdung und Ablehnung führt.

Mir fällt jedenfalls spontan keine andere Bike-Marke ein, die so stark polarisiert wie Canyon
 
Zuletzt bearbeitet:
„Die größte Herausforderung in dieser Branche ist es, eine Marke aufzubauen, an die Fahrerinnen und Fahrer wirklich glauben.“

Die Frage ist nur: Welches Markenimage hat Canyon eigentlich – und welches möchte man aufbauen?

Aktuell bewegt sich die Marke in der Wahrnehmung vieler eher in Richtung „Instagram-Bike“ bzw. „Instagram-Marke“. Ein weißes Canyon wird auf Social Media inzwischen nicht selten als Meme oder Karikatur belächelt. Gleichzeitig häufen sich Beiträge, in denen Nutzer offen ihre Genervtheit über die Marke äußern.
Für eine Marke die so stark auf Social Media setzt (oder gar abhängig ist?) wie Canyon ist das halt zwiespältig.

Das muss nicht zwangsläufig schlecht sein – wenn genau dieses Image gewollt ist. Schließlich gilt im Marketing oft: Auch negative Aufmerksamkeit ist Aufmerksamkeit.
Trotzdem stellt sich die Frage, ob das mittlerweile sehr dominante, teilweise fast schon aggressive Marketing von Canyon langfristig wirklich hilfreich ist – oder ob es bei vielen eher zu Ermüdung und Ablehnung führt.

Mir fällt jedenfalls spontan keine andere Bike-Marke ein, die so stark polarisiert wie Canyon
Ich glaube du verwechselt grade Wahrnehmung von vielen mit deiner eigenen. Es geht mir auch ähnlich und ich denke, ich kann deine Denkweise hier gut nachvollziehen.
Du empfindest es als negativ und mit dieser Einstellung findest du in den „negativen“ social Media Beiträgen oft Bestätigung deiner Meinung. Dabei befinden wir uns im größten Absatzmarkt von Canyon und das es sich Beiträge aller Art genau hier häufen ist an sich nicht negativ zu bewerten.

So zu empfinden ist eigentlich kein Problem, so funktionieren wir. Siehe dazu Bestätigungsfehler oder auch confirmation bias genannt.
 
Da der Artikel über das neue Canyon Endurace seit dem 09. April bereits 390 Kommentare und knapp 100K Aufrufe hat, würde ich mir, was das Interesse an der Marke angeht, ehrlich gesagt keine Sorgen machen.

Dass eine Marke wie Canyon omnipräsent auf Instagram und YouTube ist, spricht ebenfalls für sich. Und aktuell ist kein wirklicher Abriss in Sicht. Wir reden hier wohlgemerkt nur von der Rennrad und Gravel Sparte. Canyon ist auch in meinem Umfeld, das sich nicht annähernd in einer Blase wie dem Forum hier bewegt, ein fester Begriff.

Und genau das ist doch der Punkt. Canyon funktioniert nicht primär über klassische Markeninszenierung im Sinne einer High End Premium Marke, sondern über Sichtbarkeit und ein klares Preis Leistung Verhältnis.

Sie sind dort präsent, wo Kaufentscheidungen heute vorbereitet werden. Social Media, YouTube Reviews, Vergleichstests. Und sie sind für viele schlicht die naheliegende Option, wenn man viel Bike fürs Geld will, ohne sich tief in die Materie einarbeiten zu müssen.

Oder anders gesagt, Canyon ist weniger Traummarke aber extrem oft logische Wahl.

Rein optisch kann ich das, zumindest was Aeroad und Endurace angeht, allerdings trotzdem nicht verstehen.
Es gibt für mich am Markt kaum Bikes die weniger aufregend sind.

Vermutlich funktioniert das Konzept in der Hinsicht aber genau aus diesem Grund. Die Bikes ecken kaum an, sind funktional und lassen sich deshalb gut vermarkten.
 
Die strategischen Ziele für die kommenden Jahre umfassen unter anderem:
  • Die Vertiefung der Zusammenarbeit mit Profi-Athleten und Teams zur Produktentwicklung.

Halte ich für einen kritischen Punkt, ganz besonders bei Canyon. Produkte in Kombination mit Profisportlern lassen sich sehr gut vermarkten aber es kommen dabei halt oft Bikes raus, die an vielen Normalsterblichen vorbeientwickelt wurden. Bestes Beispiel ist das neue Endurace mit Aeroad Geometrie. Es bringt der großen Masse nichts, wenn Bikes für Profis optimiert werden und sich dann der kaufkräftige Joachim mit Mitte 50 nochmal jung fühlen will, sich für 9000 € ein Endurace rauslässt, vorher natürlich keinen Bikefitter konsultiert und sich dann wundert warum er (noch mehr) Probleme mit dem Rücken bekommt.

Das Ganze ist natürlich nichts neues und nicht nur Canyon-spezifisch aber jedes mal wenn ich was von "mit oder für Profis entwickelt" lese, zuckt mir ein Augenlid.
 
Da der Artikel über das neue Canyon Endurace seit dem 09. April bereits 390 Kommentare und knapp 100K Aufrufe hat, würde ich mir, was das Interesse an der Marke angeht, ehrlich gesagt keine Sorgen machen.

Dass eine Marke wie Canyon omnipräsent auf Instagram und YouTube ist, spricht ebenfalls für sich. Und aktuell ist kein wirklicher Abriss in Sicht. Wir reden hier wohlgemerkt nur von der Rennrad und Gravel Sparte. Canyon ist auch in meinem Umfeld, das sich nicht annähernd in einer Blase wie dem Forum hier bewegt, ein fester Begriff.

Und genau das ist doch der Punkt. Canyon funktioniert nicht primär über klassische Markeninszenierung im Sinne einer High End Premium Marke, sondern über Sichtbarkeit und ein klares Preis Leistung Verhältnis.

Sie sind dort präsent, wo Kaufentscheidungen heute vorbereitet werden. Social Media, YouTube Reviews, Vergleichstests. Und sie sind für viele schlicht die naheliegende Option, wenn man viel Bike fürs Geld will, ohne sich tief in die Materie einarbeiten zu müssen.

Oder anders gesagt, Canyon ist weniger Traummarke aber extrem oft logische Wahl.


Rein optisch kann ich das, zumindest was Aeroad und Endurace angeht, allerdings trotzdem nicht verstehen.
Es gibt für mich am Markt kaum Bikes die weniger aufregend sind.

Vermutlich funktioniert das Konzept in der Hinsicht aber genau aus diesem Grund. Die Bikes ecken kaum an, sind funktional und lassen sich deshalb gut vermarkten.
Das trifft es ganz gut. Canyon ist für mich oft die Wahl der Vernunft - und das meine ich absolut positiv und anerkennend.

Ich pflege eine kleine Shortlist an Rädern, die ich mir eines Tages in meinem Fuhrpark vorstellen könnte und Canyon hat in jeder der Kategorien (Road, Allroad, Gravel) gute bis sehr gute, bezahlbare Lösungen zu bieten und macht mir den Zugang zu diesen Rädern sehr einfach, sofern ich eine Geometrie-Tabelle lesen kann: Bestellen und los fahren. Den Gang zum schlecht sortierten Händler von nebenan empfinde ich da eher als Kaufhürde. Der Aufpreis, der damit einhergeht sowieso.
 
„Die größte Herausforderung in dieser Branche ist es, eine Marke aufzubauen, an die Fahrerinnen und Fahrer wirklich glauben.“

Die Frage ist nur: Welches Markenimage hat Canyon eigentlich – und welches möchte man aufbauen?

Aktuell bewegt sich die Marke in der Wahrnehmung vieler eher in Richtung „Instagram-Bike“ bzw. „Instagram-Marke“. Ein weißes Canyon wird auf Social Media inzwischen nicht selten als Meme oder Karikatur belächelt. Gleichzeitig häufen sich Beiträge, in denen Nutzer offen ihre Genervtheit über die Marke äußern.
Für eine Marke die so stark auf Social Media setzt (oder gar abhängig ist?) wie Canyon ist das halt zwiespältig.

Das muss nicht zwangsläufig schlecht sein – wenn genau dieses Image gewollt ist. Schließlich gilt im Marketing oft: Auch negative Aufmerksamkeit ist Aufmerksamkeit.
Trotzdem stellt sich die Frage, ob das mittlerweile sehr dominante, teilweise fast schon aggressive Marketing von Canyon langfristig wirklich hilfreich ist – oder ob es bei vielen eher zu Ermüdung und Ablehnung führt.

Mir fällt jedenfalls spontan keine andere Bike-Marke ein, die so stark polarisiert wie Canyon

Die Wahrnehmung täuscht oft, wenn man nur auf eine Bubble guckt, egal ob Instagram, rennrad-news usw.
Mir fallen durchaus ander Marken ein, die (auch wieder in der Bubble) polarisieren: Specialized, Pinarello, Cube, aber draußen einfach gefahren werden und sich an der Eisdiele auch keiner danach umdreht.
Inzwischen ist jede Marke von Social Media bzw. generell vom Netz abhängig, das steht außer Frage...
 
äußerst irreführende headline: leute, das ist nicht DER arnold. nur so ein canyon schulli der niemals in terminator mitgespielt hat.
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Ich hoffe die konservative Ausrichtung von Dt Swiss färbt nicht auf Canyon ab.
Nein nein, Canyon wird schon noch weiterhin alle 2 Jahre ein völlig neues, revolutionäres Aeroad herausbringen und zusätzlich für andere Bedürfnisse z.B. ein gänzlich davon abweichendes Endurace.
 
Nein nein, Canyon wird schon noch weiterhin alle 2 Jahre ein völlig neues, revolutionäres Aeroad herausbringen und zusätzlich für andere Bedürfnisse z.B. ein gänzlich davon abweichendes Endurace.
beim bewerbungsgespräch:
"leute, ihr wollt mehr endurace verkaufen oder?"
"ja!"
"aber alle wollen ein aeroad oder?"
"ja!"
nimmt endurace sticker, geht langsam zum aeroad, klebt endurace sticker aufs aeroad
tosender applaus

"der job gehört ihnen!"
 
Die Wahrnehmung täuscht oft, wenn man nur auf eine Bubble guckt, egal ob Instagram, rennrad-news usw.
Mir fallen durchaus ander Marken ein, die (auch wieder in der Bubble) polarisieren: Specialized, Pinarello, Cube, aber draußen einfach gefahren werden und sich an der Eisdiele auch keiner danach umdreht.
Inzwischen ist jede Marke von Social Media bzw. generell vom Netz abhängig, das steht außer Frage...
Da würde ich massiv widersprechen. Cube macht nahezu kein Social Media Marketing und sie reißen sich auch nicht darum, für jeden Test ein Rad rumzuschicken. Teure Influencer sind ebenfalls Fehlanzeige. Die haben es rein durch günstige Preise und Mundpropaganda geschafft. Ich bin kein Fan aber das muss man anerkennen.
 
Die strategischen Ziele für die kommenden Jahre umfassen unter anderem:
  • Die Vertiefung der Zusammenarbeit mit Profi-Athleten und Teams zur Produktentwicklung.

Halte ich für einen kritischen Punkt, ganz besonders bei Canyon. Produkte in Kombination mit Profisportlern lassen sich sehr gut vermarkten aber es kommen dabei halt oft Bikes raus, die an vielen Normalsterblichen vorbeientwickelt wurden. Bestes Beispiel ist das neue Endurace mit Aeroad Geometrie. Es bringt der großen Masse nichts, wenn Bikes für Profis optimiert werden und sich dann der kaufkräftige Joachim mit Mitte 50 nochmal jung fühlen will, sich für 9000 € ein Endurace rauslässt, vorher natürlich keinen Bikefitter konsultiert und sich dann wundert warum er (noch mehr) Probleme mit dem Rücken bekommt.

Das Ganze ist natürlich nichts neues und nicht nur Canyon-spezifisch aber jedes mal wenn ich was von "mit oder für Profis entwickelt" lese, zuckt mir ein Augenlid.
Klasse, wie gut du den Joachim kennst, um einfach mal pauschal Vorurteile rauszulassen. Zudem gibt es ja wohl noch genug andere Räder im Sortiment oder etwa nicht?
 
Da würde ich massiv widersprechen. Cube macht nahezu kein Social Media Marketing und sie reißen sich auch nicht darum, für jeden Test ein Rad rumzuschicken. Teure Influencer sind ebenfalls Fehlanzeige. Die haben es rein durch günstige Preise und Mundpropaganda geschafft. Ich bin kein Fan aber das muss man anerkennen.
Ich hatte eher das Gefühl man gibt jedem 2ten Triathleten ein Cube Bike der das dann ganz von selbst erledigt.?!
 
Da würde ich massiv widersprechen. Cube macht nahezu kein Social Media Marketing und sie reißen sich auch nicht darum, für jeden Test ein Rad rumzuschicken. Teure Influencer sind ebenfalls Fehlanzeige. Die haben es rein durch günstige Preise und Mundpropaganda geschafft. Ich bin kein Fan aber das muss man anerkennen.
Cube hat es als Händlermarke geschafft, über alle möglichen Produktarten im Bikebereich, Masse umzusetzen und damit Preise auf Direktversenderniveau zu halten. Das muss man def. anerkennen. Dass dies allerdings ohne Social Media und Influencer und (Profi-)Sportler (als Influencer) geklappt hätte oder klappt, ist mMn nicht ganz richtig. Ich sehen seit Jahren div. Sportler (u.a. Tria und natürlich Profi-RR-Teams) und div. Influencer auf Cube rumfahren und dies präsentieren. Ja, nicht so stark wie Canyon (oder Rose aktuell), aber auch nicht selten. (Wenn ich weniger vor Ort Präsenz in Form von Stores und Händler als Promoter habe, muss ich natürlich stärker anders sichtbar werden - u.a. via Social Media.) Ist als solches aber ja auch nicht verwerflich und gehört schon lange dazu.
Zu Cube:
https://www.bike-x.de/blog/der-unsc...m-die-marke-cube-wirklich-so-erfolgreich-ist/
 
Zuletzt bearbeitet:
Da würde ich massiv widersprechen. Cube macht nahezu kein Social Media Marketing und sie reißen sich auch nicht darum, für jeden Test ein Rad rumzuschicken. Teure Influencer sind ebenfalls Fehlanzeige. Die haben es rein durch günstige Preise und Mundpropaganda geschafft. Ich bin kein Fan aber das muss man anerkennen.
Ich habe geschrieben, dass Cube polarisiert, aber nicht auf Social Media bezogen. Bitte nochmal durchlesen.
 
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