• Hallo Gast, wir suchen den Renner der Woche 🚴 - vielleicht hast du ein passendes Rennrad in deiner Garage? Alle Infos

Neues vom Verkehrsgerichtstag 2026: 1,1 Promille-Grenze für Radfahrer gefordert

Zuletzt bearbeitet:

Anzeige

Re: Neues vom Verkehrsgerichtstag 2026: 1,1 Promille-Grenze für Radfahrer gefordert
Wäre bei so einem Thema nicht mal eine von euch initiierte Kurzumfrage im Ergebnis gehaltvoller? Der Ton ist ja auch hier im Faden imho schon häufig etwas eigenwillig oder sagen wir "nah an der Grenze", eben gern auch mal drüber ... aber vielleicht auch nur meine Wahrnehmung und ja: Ich muss in den Faden ja auch nicht reingucken.
Eine Kurzumfrage ist sicher nicht gehaltvoller, denn sie führt nur dazu, die eigene Position unreflektiert zu reproduzieren, aber nicht zu einer argumentativen Auseinandersetzung mit dem Thema.
 
Ich frage mich manchmal, mit welchem Zweck die Redaktion solche Artikel hier im Newsteil überhaupt verlinkt? Ob sie Spaß daran haben, sich seitenlange Abhandlungen von zahlreichen selbst berufrenen Experten zum Thema durchzuackern? Die Antwort werden wohl nur sie selbst wissen. 🤦‍♂️
Rennrad-News verlinkt solche Artikel doch nicht, um zu provozieren, sondern weil es ein verkehrs- und gesellschaftspolitisch relevantes Thema ist, das viele betrifft. Siehe dazu die Auszüge von @pjotr aus dem Spiegel Artikel. Warum beschäftigt sich der Verkehrsgerichtstag wohl damit? Dass dazu kontrovers diskutiert wird, ist doch kein Redaktionsfehler (...mit welchem Zweck die Redaktion....). Gäbe es keine Diskussionsmöglichkeit im Forum, Faden wird direkt geschlossen, oh Boy, das Zensurgeschrei höre ich schon.

Wer keine Lust auf inhaltliche Auseinandersetzung hat, muss sich nicht beteiligen. Aber die Diskussionen als Argument gegen den Artikel selbst zu benutzen, sagt nichts über die Qualität oder Sinnhaftigkeit des Themas aus, aber über die Diskussionsmüdigkeit und -bereitschaft einzelner hier im Forum. Stellt man Beiträge inhaltlich, verstummen diese auch urplötzlich.
 
Wäre bei so einem Thema nicht mal eine von euch initiierte Kurzumfrage im Ergebnis gehaltvoller?

Aber so arbeitet die Redaktion nicht.

Der Ton ist ja auch hier im Faden imho schon häufig etwas eigenwillig oder sagen wir "nah an der Grenze", eben gern auch mal drüber ... aber vielleicht auch nur meine Wahrnehmung und ja: Ich muss in den Faden ja auch nicht reingucken.

Du meinst im Forum? 😁
 
Ein paar Highlights aus dem verlinkten Artikel (Hervorhebung von mir)



Zu der heute gültigen Grenze von 1,6 Promille gibt es in dem Artikel eine interessante Äußerung eines Toxikologen, die zeigt, dass diese Gremze defacto kaum praktische Relevanz hat und nicht zu mehr Sicherheit auf der Straße beiträgt.



Die Diskussion um eine Verschärfung der Grenzwerte ist außerdem nicht Neu und wird mindestens seit 2015 geführt




Dringlich wird die Thematik durch den Boom von E-Bikes.



Bei den Unfallzahlen gibt es außerdem vermutlich eine große Dunkelziffer bei Alleinunfällen




Zusammenfaassung.

Es gibt nach amtlichen Daten ein steigendes Unfallgeschehen durch Alkohol beim Radfahren: Radfahrer verursachen mittlerweile mehr Alkoholunfälle, als Autofahrer.

Es gibt durch Alleinunfälle zudem eine erhebliche Dunkelziffer.

Die heutige gesetzliche Regelung ist so großzügig, dass sie faktisch wirkungslos ist.

Die einzige mögliche Schlussfolgerung daraus ist: Es gibt dringenden Handlungsbedarf.




PS: Hier gibt es Infos vom Statistischen Bundesamt zu dem "Vatertagsphänomen" auf die sich der Spiegel bezieht
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Zahl-der-Woche/2025/PD25_22_p002.html?templateQueryString=unfälle
Der TÜV-Verband hat sich zu der Thematik auch schon geäußert.
https://www.tuev-verband.de/pressem...aelle-auf-rekordniveau-konsequenzen-notwendig
danke
 
@Komfortzone_yay: Ich bezweifle die Qualität deiner und auch der Beiträge von @pjotr nicht. Auch deine Argumentation zu einer oeffentlichen Diskussion kann ich nachvollziehen. Was ich nicht mag, sind Extreme hier: also wenn Leute, die einen maßvollen, gesetzlich, geregelten Umgang gleich für blöd oder unverantwortungsvoll erklärt werden, gleichsam "Gegner" und grundsätzliche Negierer als Spießer o. ä. bezeichnet werden. Es geht ja um Argumente und nicht darum, wie ich jemanden finde, der diese kund tut. ... Ich tue mich wohl insgesamt schwer mit dem leider wohl immer ungehobelteren Umgangston hier im Forum und dem Maß, wie das mehr und mehr Konsens scheint und auch geduldet wird. Bei diesem Thema konkret liegt das wohl auch nicht so weit weg. 🥴
 
Ich tue mich wohl insgesamt schwer mit dem leider wohl immer ungehobelteren Umgangston hier im Forum und dem Maß, wie das mehr und mehr Konsens scheint und auch geduldet wird.

Knalltüten gab es schon immer

Schlimm wurde das ab 2015, als eine Lagerbildung stattfand, die vermehrt zu persönlichen Angriffen führte.

Der nächste Höhepunkt in dieser Sache war Corona. Es ist seitdem durch die Entwicklungen auf der Welt nicht besser geworden.

Bei Alkohol hast du auch genau diese Lagerbildung, wenn die Leute unreflektiert vor sich herschreiben.
 
Mal ab davon, wie viel geht und wieviel uns als Gesellschaft oder Individuum (aus wie auch immer kulturell hergeleiteten Gründen) zustehen mag oder sollte: Warum stellt man KFZ-Lenker und Radler bei den Grenzwerten nicht einfach gleich? Hier einen Unterschied zu machen, ist ein moralisches Hintertürchen, das die Haltung zum Ausdruck bringt, Radfahren habe mehr mit zu Fuß gehen als mit Straßenverkehr zu tun. Das schadet m. E. der Sache mehr, als dass es nützt.
 
Wäre bei so einem Thema nicht mal eine von euch initiierte Kurzumfrage im Ergebnis gehaltvoller? Der Ton ist ja auch hier im Faden imho schon häufig etwas eigenwillig oder sagen wir "nah an der Grenze", eben gern auch mal drüber ... aber vielleicht auch nur meine Wahrnehmung und ja: Ich muss in den Faden ja auch nicht reingucken.
Ich denke, der Ton ist hier - im Vergleich mit sonstigem Geposte im Netz - noch absolut moderat. Dass man mal etwas derber formuliert als von Angesicht zu Angesicht, liegt wohl in der Natur des Mediums.
 
Mal ab davon, wie viel geht und wieviel uns als Gesellschaft oder Individuum (aus wie auch immer kulturell hergeleiteten Gründen) zustehen mag oder sollte: Warum stellt man KFZ-Lenker und Radler bei den Grenzwerten nicht einfach gleich? Hier einen Unterschied zu machen, ist ein moralisches Hintertürchen, das die Haltung zum Ausdruck bringt, Radfahren habe mehr mit zu Fuß gehen als mit Straßenverkehr zu tun. Das schadet m. E. der Sache mehr, als dass es nützt.
Wurde ja auch schon geschrieben: weil ein 2 Tonnen PKW mehr Schaden anrichten kann als ein Radfahrer.
 
Zuletzt bearbeitet:
Man darf übrigens bei solchen Diskussionen natürlich nicht erwarten, dass man mit ein paar Fakten und gut gewählten Argumenten schnell mal andere von der Richtigkeit der eigenen Meinung überzeugt. Vielmehr geht es bei solchen Themen darum, gesellschaftliche Veränderungsprozesse anzustoßen. Sowas dauert in der Regel. Das Thema Promillegrenze für Radfahrer schwelt in der Fachöffentlichkeit offenkundig ja schon länger.

Wer ein bisschen älter ist, kann sich vielleicht noch an die Einführung der Gurtpflicht 1976 im Auto erinnern. Da war das Gejammer am Anfang auch groß, es gab in Teilen der Bevölkerung eine ausgeprägte Aversion. Eines der beliebten Gegenargumente war, dass man bei einem Unfall im Auto verbrennen würde, wenn man den Gurt angelegt hätte. Zunächst war die Gurtpflicht auch nicht mit einem Bußgeld verbunden, das wurde erst 1984 eingeführt. Ich kann mich noch dran erinnern, dass jahrelang Leute mit über gelegtem aber nicht eingerastetem Gurt herumgefahren sind. Nach dem Bußgeld, kamen dann irgendwann sogar die Anschnall-Signale in den PKW, heute sogar mit einer akustischen Warnung. Die Anschnallpflicht ist bei aller- allermeisten längst in Fleisch und Blut übergegangen. Solche Prozesse dauern nur halt etwas.

Der Sinn gesetzlicher Regelungen, wie der Promillegrenze im Verkehr besteht eben auch darin, Bewusstseinsveränderungen anzustoßen, die sich langfristig auf das individuelle Verhalten auswirken. Dazu ist es auch nicht notwendig, ständige "360 Grad-Kontrollen" zu haben, es reichen manchmal auch punktuelle Kontrollen.
 
Warum stellt man KFZ-Lenker und Radler bei den Grenzwerten nicht einfach gleich?
Genauso kannst du fragen, warum man Fußgänger nicht gleichstellt.

IMHO war auch ein Grund für den höheren Grenzwert bei Fahrradfahrern der, dass man hoffte die Trinker fahren lieber mit dem Fahrrad nach Hause als mit dem Pkw.

Zum Thema Taxi: Auf dem Land wartet man oft auch mal eine 1h oder mehr bis ein Taxi kommt oder das Taxi kommt überhaupt nicht, wenn der Fahrer hört, dass die Fahrt dann nur ein paar Kilometer ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es gibt nach amtlichen Daten ein steigendes Unfallgeschehen durch Alkohol beim Radfahren: Radfahrer verursachen mittlerweile mehr Alkoholunfälle, als Autofahrer.
Das ist eigentlich eine ziemlich dämliche Verallgemeinerung. Wie auch schon von anderen vermutet, denke ich, es ist schlichtweg so, dass es für nicht wenige die normalerweise fast nur Auto fahren okay ist, auf dem Rad besoffen nach Hause zu fahren. Mit dem Auto würden sie das nicht tun. Daraus jetzt Radfahrer verursachen mehr Alkoholunfälle als Autofahrer zu machen, ist wieder echt typisch Spiegel.
Dazu kommt noch die Sanktionierung. Wenn ich betrunken einen Autounfall habe, oder auch nur erwischt werde ist mein Führerschein weg, wie auch als Radfahrer. Ich kann aber weiter Rad fahren, Auto fahren ist mir aber dann verboten. Wie werde ich wohl im weiteren Verlauf in die Statistik eingehen? Und warum sollte ich es lassen mit 1,5 Promille Rad zu fahren? Bestimmt nicht aus dem Grund, dass wenn ich erwischt werde, jetzt ein Owigverfahren am Hals habe?
Und ein letzter Punkt Alkoholkranke haben ihren Führerschein meist schon lange verloren. Mit welchem Gefährt bestreiten die wohl meist ihren Heimweg? Würde eine 0,0 Promille Grenze für alle daran etwas ändern?
 
Und ein letzter Punkt Alkoholkranke haben ihren Führerschein meist schon lange verloren. Mit welchem Gefährt bestreiten die wohl meist ihren Heimweg? Würde eine 0,0 Promille Grenze für alle daran etwas ändern?
ich verrat dir jetzt ein geheimnis: man kann auch ohne führerschein auto fahren. und das tun sehr, sehr viele. manche nüchtern, viele nicht.
 
Woanders wird nicht gefackelt
Das ist verdammt dünnes Eis!
1) Da werden diese Maßnahmen u.a. damit gerechtfertigt, daß man damit "Fahrzeuge für die Front" acquirieren kann. Wenn also individuelles Strafrecht für anderweitige politische Ziele genutzt wird, ist nicht allzu weit weg von den Chinesen, die gerne viel exekutieren, um genügend Spenderorgane für die Parteibonzen zu haben...
2) Wenn jeder Säufer sein Auto verliert, wird der Säufer ja nicht aufhören, zu saufen - er wird vermutlich rational agieren, und das wäre, das verkehrssichere teure Auto zu verkaufen, um sich ein spottbilligen Schrotthaufen mit verschlechterter Sicherheit nicht nur für ihn, sondern auch für Dritte zu erwerben. Suchtkranke erreicht man nicht durch Sanktionen, sondern durch Hilfe.
3) Selbst diese Maßnahmen halten ja süchtige Säufer nicht ab - umgekehrt werden die Quartalstrinker und Genußtrinker schon jetzt auch in Schland immer weniger auffällig, weil sich schlicht gesellschaftlich das Klima gewandelt hat. 2007 konnte man in meiner damaligen Firma noch selbst für meetings am Vormittag "nichtalkoholische und alkoholische Kaltgetränke sowie Warmgetränke" ordern; mittlerweile gibt es schlicht keinerlei Alk zu ordern. Dito bei betrieblichen Feiern - früher gaben sich da viele die Kanne, mittlerweile ist jeder darauf aus, jeglichen Kontrollverlust zu vermeiden - es wird gesellschaftlich getrunken, man ist fröhlich, aber bleibt doch weit weg von einem Promille.
4) Das hier gezeigte Schicksal ist schrecklich - nur: vermutlich werden mehr Menschen als Radfahrer, Fußgänger oder Autofahrer z.B. wegen Handyspielerei am Steuer umgefahren. In einem Nachbarfred wurde der Fall einer jungen Leistungssportlern diskutiert, die auf dem TT-Bike von einer unachtsamen Autofahrerin in den Querschnitt getrümmert wurde. Kein Alkohol, wohl auch keine sonstigen Drogen, vermutlich am Handy gespielt oder anderweitig so abgelenkt, daß sie ungebremst auf den breiten Radstreifen bretterte und die Frau ohne jegliche vorgängige Bremsaktivität getroffen hat...
5) Der Suff am Steuer wird weniger - dafür findet man immer mehr "Positive" beim Drogenscreening. Hier aber fehlen gesetzlich definierte Grenzwerte für nachweisbare Drogenmetaboliten, so daß hier eine Grauzone besteht.
Es ist ein bisschen wie bei den Alkopops, oder jugendlichem Rauchen - der Mißbrauch geht bereits runter, wenn Politiker das Thema für sich entdecken, und irgendwelche "Maßnahmen" exekutieren lassen. Danach feiern sich diese Politiker dann dafür, daß ihre "Maßnahmen" einen kausalen Effekt hatten - was dummerweise typischerweise eben nicht stimm! Korrelation ist nicht gleich Koinzidenz ist nicht gleich Kausalität...
 
Ich bin mir unsicher ob ich mir immer und in allen Lebenslagen eine 360 Grad Überwachung allen Tun und Handelns wünschen würde. Selbst wenn ich im Bezug auf Alkohol eher kritisch eingestellt bin. Der Wunsch nach kompletter Überwachung endet im Zweifel dann ja nicht da, wo man es für sich selbst als vorteilhaft empfindet so wie in diesem Fall im Verkehr.


Das ab sofort jeder Radler und Fußgänger daheim bleibt bis sein eines Bier vermeintlich verstoffwechselt ist, halte ich auch für einen ziemlich theoretischen Ansatz.
AMEN!
Allen rechten (und linken) law-and-order-Fans ins Gebetbuch geschrieben: eine Gesellschaft, die die Kriminalität mit "Maßnahmen" auf Null drücken will, ist eine schreckliche Gesellschaft!
Die Kunst der Politik besteht ja darin, den "sweet spot" zu finden, in dem eine gute Balance aus individueller Freiheit und möglichst geringem Schaden für Dritte erreicht ist.
 
Deutschland mal wieder zu tode regulieren. Was zudem soll das bringen? Die Bullen interessieren sich ja nicht einmal für Falschparker egal ob auf Gehwegen oder die Straße behindern.
Und wer mit dem Rad einen Unfall baut und den Krankenwagen braucht und es sich raus stellt das er alkoholisiert war zahlt kräftig. Hab ich bei einem bekannten mit bekommen. Das unsinnige war, es ging dann an irgend ein Tierheim oder so und nicht an die Rettungskräfte.

Und an die, die 0,0 fordern das ist doch totaler Schwachsinn da du das nur mit Blutprobe raus finden könntest weil selbst ein entsprechender Kaugummi die Messung per Atemluft verfälschen kann.
 
Genauso kannst du fragen, warum man Fußgänger nicht gleichstellt.

IMHO war auch ein Grund für den höheren Grenzwert bei Fahrradfahrern der, dass man hoffte die Trinker fahren lieber mit dem Fahrrad nach Hause als mit dem Pkw.

Zum Thema Taxi: Auf dem Land wartet man oft auch mal eine 1h oder mehr bis ein Taxi kommt oder das Taxi kommt überhaupt nicht, wenn der Fahrer hört, dass die Fahrt dann nur ein paar Kilometer ist.
aussage nimm das Taxi kommt doch sicher wieder von Städtern die nicht nenn haufen Geld raus hauen müssen sondern einfach bequem in den nächsten Zug steigen.
 
Zurück