• Hallo Gast, wir suchen den Renner der Woche 🚴 - vielleicht hast du ein passendes Rennrad in deiner Garage? Alle Infos

Neues vom Verkehrsgerichtstag 2026: 1,1 Promille-Grenze für Radfahrer gefordert

Zuletzt bearbeitet:

Anzeige

Re: Neues vom Verkehrsgerichtstag 2026: 1,1 Promille-Grenze für Radfahrer gefordert
Solche Anekdoten findest Du auch bei Rasern, oder bei Kampfradlern. Deshalb Tempolimit 80km/h und Verbot des Radfahrens?
Grundsätzlich ist es wenig sinnvoll, Extreme als Argumentationsgrundlage für gesellschaftliche Entscheidungen zu verwenden...
Es ging mir primär um den auch hier teilweise recht unbedarft kommunizierten Umgang mit Alkohol. Der hat im Straßenverkehr einfach nix zu suchen - unabhängig vom Fortbewegungsmittel. Jeder kann genießen u./o. sich die Kante geben, wie er das in der individuellen Abwägung oder Nichtabwägung für richtig hält. Wenn er durch sein rücksichtsloses Verhalten andere beeinträchtigt oder schädigt, dann muss er dafür zur Verantwortung gezogen werden. Eigentlich ein ganz klassisches Thema und eine vernünftige Schranke des Liberalismus. Solche abzuwägenden Promillegrenzen können eine gute Richtschnur dafür sein, wo die Grenzüberschreitung beginnen kann.
 
All' diese Zahlen sind hochgradig fragwürdig - ist so. Ja, Alkohol ist ein Zellgift, und v.a. seine Abbauprodukte wie Acetaldehyd. Ändert nix daran, daß die von der WHO herbeidelirierten Zahlen nicht von der Realität gedeckt sind. Wenn man all' die vermeintlichen Noxen für Krebs zusammenzählt, ist man so bei 160%. Dummerweise ist Krebs aber eben in erster Linie a) eine Strafe für Mehrzelligkeit (Krebs bei Amöbe=zwei Amöben) b) eine Funktion der Lebenszeit/Anzahl von Replikationszyklen - stochastisch nimmt einfach die Chance zu, daß eine Zellteilung "schief geht" und nicht Apoptosis eingeleitet wird c) eine zynische Lotterie - gibt Leute, die "gesund gelebt" haben, und mit 50 vom Krebs aufgefressen werden, und den glücklich-neunzigjährigen Rauchsäufer...
Das Entscheidende ist aber: FREIHEIT des Individuums, über sich selbst zu verfügen. Wer also sich kaputt machen will, der darf das tun, solange er nicht Dritte mit 'reinzieht, z.B. betrunken mit dem fetten SUV Leute totfährt.
Ich würde dir zu 50% zustimmen, denn natürlich ist Alkoholkonsum ein Risikofaktor für Krebsenstehung. Und zwar nicht nur "in zweiter Linie".
 
Ist das so? Ist nicht eher der aktuelle Stand der Wissenschaft, dass es keine harmlose Dosis gibt?
nein, das ist kein "aktueller Stand der Wissenschaft", sondern eine politisch überlagerte Diskussion.
Bei Nikotin haben wir zwei grundsätzliche Schädigungsmuster; das eine ist mehr oder weniger linear eine Schädigung der Lunge, die allerdings von individuellen Dispositionen moduliert wird (z.B. Alpha-1-Antitrypsinmangel+Rauchen=Transplantationslistung mit Mitte 40). Hier kann man sein Risiko ziemlich genau durch diese Dosis/Wirkungsbeziehung titrieren, insbesondere wenn man die individuelle Disposition (AAT1-Mangel etc.) kennt.
Davon (fast) unabhängig das stochastische Risiko, daß eine durch die Noxen im Rauch induzierte Mutation nicht rechtzeitig erkannt und abgeräumt wird, und Krebs entsteht - und den gibt es hypothetisch bereits nach einer Kippe! Mit jedem Lungenzug wird da neu gewürfelt, und irgenwann wirft man halt den Dreierpasch... Umgekehrt gibt es auch die glücklichen Kettenraucher, die zwar eine völlig überblähte COPDisten-Lunge haben, aber nie Krebs bekommen.
Beim Alk sind wir eher bei Risikomuster 1, und damit gibt es formal zwar keine "harmlose Dosis", aber einen weiten Spielraum, in dem die Chancen, sich durch Alk früher aus dieser Welt verabschieden zu müssen, eher gering sind.
 
Früher haben wir im Scherz gesagt, "Von Weizen kannste heizen". Bissel jugendlicher Leichtsinn sozusagen.

Einmal habe ich nach dem TAW (hieß das damals, Tourabschlussweizen) auf einem Trail Bodenkontrolle gemacht, weil der Vorderreifen einen Schleicher hatte, den ich im Überschwang nicht bemerkt habe.

Man sollte einen ziemlich niedrigen Level zulassen, da durch Radfahrer eher keine schlimmen Unfälle passieren. Ist schon was anderes, wenn man mit einem Auto fährt. Das ist ggf. tödlich.

Frau um 60 kg: 1,1 Promille ≈ ca. 3–3,5 Flaschen à 0,33 l.

Mann um 70 kg: 1,1 Promille ≈ ca. 4–4,5 Flaschen à 0,33 l.
 
1000031488.png
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Früher haben wir im Scherz gesagt, "Von Weizen kannste heizen". Bissel jugendlicher Leichtsinn sozusagen.

Einmal habe ich nach dem TAW (hieß das damals, Tourabschlussweizen) auf einem Trail Bodenkontrolle gemacht, weil der Vorderreifen einen Schleicher hatte, den ich im Überschwang nicht bemerkt habe.

Man sollte einen ziemlich niedrigen Level zulassen, da durch Radfahrer eher keine schlimmen Unfälle passieren. Ist schon was anderes, wenn man mit einem Auto fährt. Das ist ggf. tödlich.
4 Flaschen à 0,33 ist ja schon hoch genug. Insofern bleibt ein niedriger level ja zugelassen.
 
Die Unterscheidung zwischen Rad-und Autofahrer in der Alkoholgrenze ist nicht nachvollziehbar. Selbst wenn ein Auto max nur 25km/h fahren könnte würden dafür trotzdem keine max. 1,6 Promille gelten…

Für 0,0 bin ich hingegen auch nicht, daher würde ich für die gleiche Grenze fürs Fahrrad wie auch beim Auto einführen, mit allen pro und contras.
 
Die Unterscheidung zwischen Rad-und Autofahrer in der Alkoholgrenze ist nicht nachvollziehbar. Selbst wenn ein Auto max nur 25km/h fahren könnte würden dafür trotzdem keine max. 1,6 Promille gelten….
Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich.

Wer zwischen ein paar Kilo Fahrrad und bis zu 3,5 Tonnen Stahl keinen Unterschied erkennen kann, muss schon ganz schön die Augen zukneifen.
 
Ich bin dafür, dass wir für alle Verkehrsteilnehmer eine 0,0‑Promille‑Grenze einführen. Jeder weiß, dass Alkohol am Steuer, egal ob im Auto, auf dem Fahrrad oder bei anderen Fahrzeugen, nichts zu suchen hat. Eine klare Grenze schafft Sicherheit und verhindert Ausreden.

Außerdem sollte die Alkoholsteuer deutlich erhöht werden, zum Beispiel auf 400 %, damit Alkohol bewusster und verantwortungsvoller konsumiert wird. Höhere Preise können dazu beitragen, riskanten Konsum zu reduzieren und die gesellschaftlichen Folgekosten zu senken.

Warum eine 0,0‑Promille‑Grenze sinnvoll ist

• Schon geringe Mengen Alkohol beeinträchtigen Reaktionszeit und Wahrnehmung.
• Eine einheitliche Grenze ist leicht verständlich und verhindert Grauzonen.
• Länder mit strengen Promillegrenzen verzeichnen oft weniger Unfälle mit Personenschäden.

Warum eine höhere Alkoholsteuer wirken kann

• Höhere Preise senken nachweislich den Alkoholkonsum, besonders bei riskanten Trinkmustern.
• Die zusätzlichen Steuereinnahmen könnten in Prävention, Verkehrssicherheit oder Suchthilfe fließen.
• Alkohol verursacht hohe gesellschaftliche Kosten (Unfälle, Gesundheit, Polizei). Eine höhere Steuer kann diese zumindest teilweise ausgleichen.


• Wenn Alkohol teurer wird, steigt der bewusste Umgang: Man trinkt weniger impulsiv und überlegt eher, ob es wirklich sein muss.
• Besonders Jugendliche reagieren stark auf Preisänderungen.
Selten so einen Blödsinn gelesen.
 
Zurück