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Neues vom Verkehrsgerichtstag 2026: 1,1 Promille-Grenze für Radfahrer gefordert

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Re: Neues vom Verkehrsgerichtstag 2026: 1,1 Promille-Grenze für Radfahrer gefordert
Ich bin gegen staatliche Bevormundung, denn im Schadensfall hast Du besoffen mit 2 Promille intus sowieso schlechte Karten. Die Versicherung wird Dir mit Sicherheit die Schuld am Unfall geben.
Sobald etwas passiert oder du Ausfallerscheinungen hast und die Polizei dich anlassbezogen daraufhin kontrolliert, gilt die normale Grenze von 0,5 bzw. 0,3 und ja, dann bist „du schuld“. Das war schon immer so und wäre nichts neues. Die 1,4 oder was aktuell gilt , sind reine Augenwischerrei.
Am besten also nicht „saufen“ und biken.
 
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Aus Sicht eines Ersthelfers, der in einer solchen Situation schon mal geholfen hat, bleibt nur die harte Regel mit 0,0 % eine Option.

Auch wenn ich es als "Außenstehender" beurteile, selbst wenn du bei einem Unfall nicht der Verursacher bist, gehst du hier nicht als Sieger hervor. Da gibt es einfach nur Verlierer. Mit der Situation "einen Unfall gehabt zu haben", damit muss man erst mal lernen umzugehen. Auch wenn z.B. dein Auto nur eine Beule davon trägt.

Hinzu kommt, jeder Mensch verträgt Alkohol unterschiedlich gut/schlecht und nicht jeder kennt unbedingt seine Grenzen. Ist eine super schwierige Diskussion, dass ist mir durchaus bewusst, aber zum teil geht es ja auch darum sich und andere Verkehrsteilnehmer zu schützen.

Und auch wenn es im Artikel nicht so geschrieben steht, grundsätzlich muss sich halt jeder an die eigene Nase packen. Selbst wenn die 0,0 % Regel kommt, wird es immer Menschen geben die sich nicht daran halten werden. Warum auch immer, der Grund ist erst mal egal.

Aber, wie gesagt aus der Perspektive eines Ersthelfers der hier schon Berührungspunkte hatte... Ich rege mal den Gedanken an, welchen Schaden man bei der Partnerin bzw. dem Partner anrichtet, wenn man in ein Unfall verwickelt ist. Ich für meinen Teil möchte gern das Risiko minimieren, Ihr ersparen zu müssen durch eine möglicherweise fremde Person erfahren zu müssen, ich werde gerade aufgrund eines Fahrradunfalls ins Krankenhaus transportiert...
 
Bei 0,0 müsste man zu jeder Zeit sicherstellen, dass kein Restalkohol im Blut ist. Das ist nicht praktikabel. Zudem ist der Nutzen gegenüber milderen Grenzwerten mehr als fraglich. Eine solche Regelung stünde daher in keinem angemessenen Verhältnis zu den damit verbundenen Einschränkung. Ich halte es daher für sehr zweifelhaft, dass sowas vor Gericht Bestand hätte.
 
Hinweis: Grundsätzlich ist es verboten, alkoholisiert Kraftfahrzeuge zu führen. Es wird nur nicht gleich geahndet, sondern erst ab 0,5 Promille ist es eine OWi (Bußgeld), ab 0,8 Promille plus Ausfallerscheinungen wird es strafbar als relative Fahruntüchtigkeit und ab 1,1 Promille gilt man als absolut fahruntüchtig, selbst wenn man astrein fährt (§ 316 StGB). Das mit der 0,3 Promille-Grenze ist übringes nur interessant für die Haftung im Rahmen von zivilrechtlichen Schadensersatzansprüchen.

Als Fahrradfahrer gibt es das so nicht, sondern man gilt erst am 1,6 Promille als absolut fahruntüchtig. Der Hintergrund dieses Grenzwerts (der im Übrigen auch im Fahrerlaubnisrecht eine zentrale Rolle spielt) ist übrigens das Argument, dass es schon eines Aufwands bedarfs, sich auf diesen Wert zu trinken. Da kommt man als durchschnittlicher Gesellschaftstrinker nicht ohne weiteres hin. Und selbst wenn, dann kann der Gesellschaftstrinker jedenfalls nicht mehr Radfahren.
 
Als wenn es nicht schon genug Vorschriften, Regeln und Bürokratie gäbe ...

Demnächst soll also die Polizei neben dem Biergarten stehen und bei allen Radfahrern die Promille messen?
Als wenn unserer liebe Polizei keine anderen Probleme hätte ...
Deine Beispiele in Ehren und Antworten darauf sind sicherlich divers, aber es entkräftet nicht die Kernfrage, was regulativ getan werden kann, um Leid zu vermeiden.
Klare Angaben seitens des Gesetzgebers sind in anderen Ländern eher üblich und das nimmt keinesfalls den 'Trinkenden' Verantwortung, Spaß oder gar Freiheit.
 
Vielleicht kann man sich ja auf einen Kompromiss einigen - keine 0,0 Regel, sondern z.B. 3 alkoholisierte Radfahrten pro Jahr, oder so.
Z.B. eine Heimfahrt von Besenwirtschaft (alternativ Biergarten), eine Heimfahrt von der Vereinsweihnachtsfeier und eine Wild Card fürs Grillen beim Kumpel, wo man dann nachts berauscht mit Licht durch den Wald duest.
 
Vielleicht kann man sich ja auf einen Kompromiss einigen - keine 0,0 Regel, sondern z.B. 3 alkoholisierte Radfahrten pro Jahr, oder so.
Z.B. eine Heimfahrt von Besenwirtschaft (alternativ Biergarten), eine Heimfahrt von der Vereinsweihnachtsfeier und eine Wild Card fürs Grillen beim Kumpel, wo man dann nachts berauscht mit Licht durch den Wald duest.
Ergänzend Strafstaffelung: jeden Jahr in dem kein Vergehen registriert wurde, bringt eine Freifahrt (straffrei) wahlweise: ohneBeleuchtung/hackedicht/gegendieFahrtrichtung/ohneBremsen/FahreninderFußgängerzone/ …

Edit: nennt sich glaube ich Straffreiheitsrabatt
 
Es geht ja hier erst mal "nur" um Radfahrer. Vieles wurde schon benannt. 1.1 Promille erscheinen auch mir noch deutlich zu viel. Ansonsten denke ich auch immer daran, dass die Dosis das Gift macht. Alkohol grundsätzlich zu verteufeln finde ich genauso dämlich wie es zu preisen. Ja, es gibt halt den berühmten Verstand, an den man appellieren kann. Da setzt es halt leider bei manchen aus und das mit teils beschriebenen dramatischen Folgen. Eine Gesellschaft überzuregulieren finde ich genauso blöd. Ich mag es, mit meinen Dudes nach getaner Runde eine Hopfenkaltschale zu genießen, weiß dann auch um meine Verantwortung für die restlichen Meter. Es gibt imho nicht nur schwarz oder weiß.
 
Demnächst soll also die Polizei neben dem Biergarten stehen und bei allen Radfahrern die Promille messen?
Als wenn unserer liebe Polizei keine anderen Probleme hätte ...
Dann haben die weniger Zeit um betrunkene Autofahrer zu belästigen. CSU gefällt das.
 
Ansonsten denke ich auch immer daran, dass die Dosis das Gift macht. Alkohol grundsätzlich zu verteufeln finde ich genauso dämlich wie es zu preisen.
Alkohol ist nun mal aber leider ein Gift für den menschlichen Körper und sicher nicht um sonst die Droge, an der die meisten in Deutschland sterben. Rational macht es überhaupt keinen Sinn sowas zu konsumieren
 
Für alle die hier schreiben, das wird ja eh nicht kontrolliert, bringe ich hier mal eine Anekdote die einem Kumpel von mir vor nicht ganz 10 Jahren passiert ist.
Nach einer Kirmes im Nachbardorf ist der nämlich mit dem Fahrrad nach mehreren Longdrinks auf dem Radweg nach Hause gefahren. Es war zwischen 3-4 Uhr nachts, er hatte vorbildlich Licht am Rad. Am Ortseingang stand die Polizei, die schon auf Feierheimkehrer wartete und hielt ihn an. Weil es dort kurz bergauf geht und er sein Singlespeed im Wiegetritt den Anstieg hoch wuchtete, sah es mit der Lampe für die Polizei wohl so aus, als würde er Schlangenlinien fahren. Eine Messung ergab 1,0 Promille. Die Blutalkoholmessung dann sogar 1,1. Außer der Geldstrafe verlor er daraufhin seinen Führerschein und musste 1 Jahr später auch noch eine MPU machen um diesen wieder zu bekommen. Dies weil einer der beiden Polizisten vor Gericht aussagte, er hätte "Ausfallerscheinungen" gezeigt. Finanziell hat er für die ganze Sache mehrere tausend Euro gelassen. Nun mögen die 0,0 Promille Verfechter hier sagen, richtig so, aber ich bin da anderer Meinung. Sicher auch, weil ich ihn kenne und gut einschätzen kann, aber in erster Linie weil ich es für nicht verhältnismäßig halte.
 
Für alle die hier schreiben, das wird ja eh nicht kontrolliert, bringe ich hier mal eine Anekdote die einem Kumpel von mir vor nicht ganz 10 Jahren passiert ist.
Nach einer Kirmes im Nachbardorf ist der nämlich mit dem Fahrrad nach mehreren Longdrinks auf dem Radweg nach Hause gefahren. Es war zwischen 3-4 Uhr nachts, er hatte vorbildlich Licht am Rad. Am Ortseingang stand die Polizei, die schon auf Feierheimkehrer wartete und hielt ihn an. Weil es dort kurz bergauf geht und er sein Singlespeed im Wiegetritt den Anstieg hoch wuchtete, sah es mit der Lampe für die Polizei wohl so aus, als würde er Schlangenlinien fahren. Eine Messung ergab 1,0 Promille. Die Blutalkoholmessung dann sogar 1,1. Außer der Geldstrafe verlor er daraufhin seinen Führerschein und musste 1 Jahr später auch noch eine MPU machen um diesen wieder zu bekommen. Dies weil einer der beiden Polizisten vor Gericht aussagte, er hätte "Ausfallerscheinungen" gezeigt. Finanziell hat er für die ganze Sache mehrere tausend Euro gelassen. Nun mögen die 0,0 Promille Verfechter hier sagen, richtig so, aber ich bin da anderer Meinung. Sicher auch, weil ich ihn kenne und gut einschätzen kann, aber in erster Linie weil ich es für nicht verhältnismäßig halte.
Ja, nachvollziehbar und das mit der Verhältnismäßigkeit kam mir auch in den Sinn.
Dem entgegen (naja nicht wirklich) steht dann häufig die eigene Selbstwahrnehmung/-einschätzung und da wird es dann schnell beliebig auf der 'anderen' Seite.
 
Alkohol ist nun mal aber leider ein Gift für den menschlichen Körper und sicher nicht um sonst die Droge, an der die meisten in Deutschland sterben. Rational macht es überhaupt keinen Sinn sowas zu konsumieren
Welchen Sinn macht es rational mit 40 km/h im Kreis zu fahren? Frage für einen Freund.

PS: habe meiner Krankenkasse bereits sowohl alkoholisiert auf dem Rad als auch nüchtern auf dem Rad Kosten erzeugt (und ohne Rad nicht viele). Wollt ihr raten welche dieser beiden Summen die höhere ist?
 
Alkohol ist nun mal aber leider ein Gift für den menschlichen Körper und sicher nicht um sonst die Droge, an der die meisten in Deutschland sterben. Rational macht es überhaupt keinen Sinn sowas zu konsumieren
Der Mensch ist aber nicht nur rational ;)
 
Für alle die hier schreiben, das wird ja eh nicht kontrolliert, bringe ich hier mal eine Anekdote die einem Kumpel von mir vor nicht ganz 10 Jahren passiert ist.
Nach einer Kirmes im Nachbardorf ist der nämlich mit dem Fahrrad nach mehreren Longdrinks auf dem Radweg nach Hause gefahren. Es war zwischen 3-4 Uhr nachts, er hatte vorbildlich Licht am Rad. Am Ortseingang stand die Polizei, die schon auf Feierheimkehrer wartete und hielt ihn an. Weil es dort kurz bergauf geht und er sein Singlespeed im Wiegetritt den Anstieg hoch wuchtete, sah es mit der Lampe für die Polizei wohl so aus, als würde er Schlangenlinien fahren. Eine Messung ergab 1,0 Promille. Die Blutalkoholmessung dann sogar 1,1. Außer der Geldstrafe verlor er daraufhin seinen Führerschein und musste 1 Jahr später auch noch eine MPU machen um diesen wieder zu bekommen. Dies weil einer der beiden Polizisten vor Gericht aussagte, er hätte "Ausfallerscheinungen" gezeigt. Finanziell hat er für die ganze Sache mehrere tausend Euro gelassen. Nun mögen die 0,0 Promille Verfechter hier sagen, richtig so, aber ich bin da anderer Meinung. Sicher auch, weil ich ihn kenne und gut einschätzen kann, aber in erster Linie weil ich es für nicht verhältnismäßig halte.
Jau, blöd gelaufen für deinen Kumpel. Aber dass man mit Saufen&Radfahren seinen Führerschein riskiert, sollte bekannt sein. Hab früher selber das Rad genommen, wenn irgendwo Party war - das war aber gaaanz früher, also 80er/90er. Das geht aber schon lange nicht mehr. Und ist auch gut so!
 
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