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Neues vom Verkehrsgerichtstag 2026: 1,1 Promille-Grenze für Radfahrer gefordert

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Re: Neues vom Verkehrsgerichtstag 2026: 1,1 Promille-Grenze für Radfahrer gefordert
So isses. Und die Versicherung ist bei einem echten Unfall mit einem Auto noch dein kleinstes Problem. Aber eben das Problem des (Ex) Radfahrers, nicht des Autofahrers. Der BMW X-123 i dickhead hat dagegen nur ne Beule. DAS ist ein Problem der Versicherung.
Das Problem ist dann eines, wenn jemand zu Schaden kommt – wer daran eine Schuld trägt interessiert doch erst im Nachgang, ändert aber nichts am evtl. entstandenen Leid. Grundsätzlich denke ich an das Gefährdungspotential und halte die Sorgfaltspflicht des Gesetzgebers nicht für generell schlecht.
 
Das Problem ist dann eines, wenn jemand zu Schaden kommt – wer daran eine Schuld trägt interessiert doch erst im Nachgang, ändert aber nichts am evtl. entstandenen Leid. Grundsätzlich denke ich an das Gefährdungspotential und halte die Sorgfaltspflicht des Gesetzgebers nicht für generell schlecht.
Als wenn es nicht schon genug Vorschriften, Regeln und Bürokratie gäbe ...

Demnächst soll also die Polizei neben dem Biergarten stehen und bei allen Radfahrern die Promille messen?
Als wenn unserer liebe Polizei keine anderen Probleme hätte ...
 
Genau, mehr Verbote müssen her.
Wehe es hockt sich einer nach der Runde mit den Kumpels, abgerundet im Biergarten mit zwei Halben noch auf's Radl.
Verstehen halt du spaßbefreiten Moralisten nicht.
Oh nein, wie überleben nur Spanier und Franzosen usw... Übrigens gibt's auch alkoholfreie Biere oder Radler (höhö)

0.0 überall, wäre am einfachsten.
 
Oh nein, wie überleben nur Spanier und Franzosen usw... Übrigens gibt's auch alkoholfreie Biere oder Radler (höhö)

0.0 überall, wäre am einfachsten.
Warum nicht gleich den Alkohol verbieten. So wie in den Zeiten der Prohibition in den USA. Das Ergebnis kennen wir.
 
Genau, mehr Verbote müssen her.
Wehe es hockt sich einer nach der Runde mit den Kumpels, abgerundet im Biergarten mit zwei Halben noch auf's Radl.
Verstehen halt du spaßbefreiten Moralisten nicht.
Na ja, zwei Halbe sind 1 Liter Bier. Macht gemittelt etwa 1 Promille. Find ich jetzt direkt nach dem Sport schon etwas fragwürdig - und auch nicht ungefährlich.
 
Warum nicht gleich den Alkohol verbieten. So wie in den Zeiten der Prohibition in den USA. Das Ergebnis kennen wir.
Warum nicht gleich sachlich an das Thema rangehen? Du interpretierst etwas in meine Aussage, das ich nicht fordere. Eine 0.0 Grenze für Verkehrsteilnehmer setzt keinen Verbot von Alkohol voraus. Mich würde das auch direkt betreffen, aber ich kann damit umgehen.

Das du dich nicht sachlich damit auseinandersetzen kannst oder willst, das zeigte bereits dein Whataboutism hier:
Demnächst soll also die Polizei neben dem Biergarten stehen und bei allen Radfahrern die Promille messen?
Auch heute werden Promillegrenzen nicht flächendeckend kontrolliert, sondern anlassbezogen, zum Beispiel an Fasching.
Wer alkoholisiert Rad fährt, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch Fußgänger und andere Radfahrer.

Eine Gesellschaft funktioniert nicht durch freiwillige Vernunft allein, sondern durch gemeinsam vereinbarte Regeln. Verbote sind kein Selbstzweck, sondern dienen dazu um Risiken zu begrenzen und Verantwortung einzufordern.

Setze dich damit mal auseinander.
 
Warum nicht gleich den Alkohol verbieten. So wie in den Zeiten der Prohibition in den USA. Das Ergebnis kennen wir.
weil man nicht besoffen fahren darf - lieber alles gleich verbieten.

Meine Güte: ich weiß nicht wie viele Stunden ich in meinem Leben schon sternhagel voll nach Hause getorkelt bin. Gerne auch quer durch die Stadt oder quer durch den Wald übers Land. War oft sehr Lustig
 
Schwierig Schwierig die Sache:
Wenn zwei Polizisten einen anhalten möchten und man in der Mitte zwischen beiden durch fahren will ...
Es gibt doch sicherlich Statistiken - Lohnt sich das die Doppelseher aus dem Verkehr zu ziehen?
Wer sich nur selbst in Gefahr bringt dem soll man unsinniges Verhalten nicht verbieten.
Besser er fährt Rad statt Auto. Wie ist es mit den Fußgängern?
Müssen die in der Kneipe oder im Gewahrsam übernachten?
 
Man muss bedenken, dass Deutschland beim Alkohol ein Hochkonsum-Land ist. Personen über 15 Jahren konsumieren pro Kopf und Jahr fast 13 Liter Reinalkohol. Der weltweite Durchschnitt liegt bei ungefähr der Hälfte. Alkoholkonsum führt im Straßenverkehr jedes Jahr zu mehreren Hundert Toten und Tausenden Verletzten. Das hat nicht nur Folgen für die unmittelbar Betroffenen, sondern sorgt auch für erhebliche volkswirtschaftliche Kosten, z.B. durch AU und in der Gesundheitsversorgung. Außerdem sorgt es für viel Leid, z.B. in den Familien der Opfer.

Es wäre schön, wenn man auf solche Regelungen wie Promillegrenzen gänzlich verzichten könnte, leider muss man aber manche Individuen vor sich selbst und die Gesellschaft als Ganzes vor den Folgen des Alkohols besser schützen. Das gilt btw. nicht nur für den Verkehr, auch für andere Bereiche, denn Alkohol
  • sorgt pro Jahr in D. für fast 50.000 direkt zurechenbare Todesfälle
  • ist nach WHO-Angaben bei ein Drittel aller Todesfälle durch Verletzungen und Unfälle ursächlich
  • ist nach Schätzungen bei einem Drittel aller Krebserkrankungen eine von mehreren Ursachen
  • ist schon in geringen Mengen ein wesentlicher Risikofaktor für viele weitere Erkrankungen, einschließlich Demenz.

Nichts gegen ein gepflegtes Bier oder ein gutes Glas Wein, aber in D. wird nach wie vor einfach zu viel getrunken.
 
Wenn ab 0,8 Promille grobe Koordinations- und Reaktionsprobleme messbar zunehmen, sollte man das als Grenze einführen.
Die Grenze von 1,1 Promille gelten beim Autofahren als Grenze der absoluten Fahruntauglichkeit. Das gilt dann als Straftat unabhängig davon, ob etwas passiert oder nicht.
Grundsätzlich bin ich auch für eine Grenze von 0,0, wenn man ein Fahrzeug führt, aber da das nicht gewollt zu sein scheint, ergibt es zumindest Sinn die bereits bestehende Grenze auch auf Radfahrer anzuwenden.
 
Was wenn mir ein Radfahrer mit 1,1 Promille mir unvermittelt ins Auto fährt oder fäll und ich nicht mehr reagieren oder ausweichen kann. Ist dann der Radfahrer zu 100% und muss mir dieser dann meine vielleicht notwendige psychologische Betreuung bezahlen falls Schlimmeres passiert.
Um dies mal präzise zu Beantworten: Der Unfall würde als "Ausfallerscheinung" gewertet werden, wodurch nicht die 1,6 Promille grenze gilt, sondern 0,3. Heißt: In diesem Fall hast du - auch schon aktuell - eine Straftat begangen (315 Stgb).
 
staatliche Bevormundung
Interessante Sichtweise.

Vielleicht einfach mal aufs Saufen verzichten, oder ggf. das Taxi rufen?
Das Dorf, aus dem ich stamme, liegt 30Km vom nächsten Taxiunternehmen entfernt. Das hat sich regelmäßig geweigert, raus aufs Land zu kommen, und wenn, dann nur mit sehr saftigem Zuschlag. Bei Feiern haben wir reihum immer einen bestimmt, der nüchtern bleibt und fährt, ging völlig problemlos. 0,0 hielt ich aber trotzdem für überzogen, weil ich dann bspw. nach einem Bier zum Essen nur noch hätte laufen dürfen.

Man muss bedenken, dass Deutschland beim Alkohol ein Hochkonsum-Land ist. Personen über 15 Jahren konsumieren pro Kopf und Jahr fast 13 Liter Reinalkohol. Der weltweite Durchschnitt liegt bei ungefähr der Hälfte. Alkoholkonsum führt im Straßenverkehr jedes Jahr zu mehreren Hundert Toten und Tausenden Verletzten. Das hat nicht nur Folgen für die unmittelbar Betroffenen, sondern sorgt auch für erhebliche volkswirtschaftliche Kosten, z.B. durch AU und in der Gesundheitsversorgung. Außerdem sorgt es für viel Leid, z.B. in den Familien der Opfer.

Es wäre schön, wenn man auf solche Regelungen wie Promillegrenzen gänzlich verzichten könnte, leider muss man aber manche Individuen vor sich selbst und die Gesellschaft als Ganzes vor den Folgen des Alkohols besser schützen. Das gilt btw. nicht nur für den Verkehr, auch für andere Bereiche, denn Alkohol
  • sorgt pro Jahr in D. für fast 50.000 direkt zurechenbare Todesfälle
  • ist nach WHO-Angaben bei ein Drittel aller Todesfälle durch Verletzungen und Unfälle ursächlich
  • ist nach Schätzungen bei einem Drittel aller Krebserkrankungen eine von mehreren Ursachen
  • ist schon in geringen Mengen ein wesentlicher Risikofaktor für viele weitere Erkrankungen, einschließlich Demenz.

Nichts gegen ein gepflegtes Bier oder ein gutes Glas Wein, aber in D. wird nach wie vor einfach zu viel getrunken.
Alles richtig. Straßenverkehrsrecht ist aber nicht das Mittel, das zu ändern. Und überdies: Die folgenreichsten Unfälle werden zweifellos auch heute schon von Leuten verursacht, die sich nicht für bereits bestehende Gesetze und Promillegrenzen interessieren. Die werden sehr wahrscheinlich auch verschärften Gesetzen keine Beachtung schenken und weiter "bei jedem Wetter" fahren.

Der Vorschlag des Verkehrsgerichtstages klingt ja erstmal schlüssig: Verschärfung der rechtlichen Vorgaben für den Straßenverkehr anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse.
 
Zu dem Geunke über zu viele Verbote, Bürokratie usw. kann man sich mal die Promillegrenzen für Radfahrer in anderen europäischen Ländern anschauen. In vielen Ländern gibt es Regelungen, die deutlich restriktiver sind, als das, was jetzt für Deutschland diskutiert wird. Und selbst in einigen Ländern, wo es keine Promillegrenze gibt, sind im Einzelfall Bußgelder möglich.

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Nach der Logik dürfte man nirgendwo alkoholhaltiges zu sich nehmen außer im eigenen Haus, oder man wartet ab, bis jeglicher Restalkohol verschwunden ist, da man ja selbst mit dem Gang zum Taxi am Straßenverkehr teilnimmt. Ich sehe ja ein, dass es keine gute Idee ist sturzbetrunken Fahrrad zufahren, aber die Absolutheit Deiner Aussage geht mir dann doch ganz schön ab. Es gibt glaube ich drängendere Probleme im Straßenverkehr als leicht alkoholisierte Fußgänger/Radfahrer.
Ich bezog mich ursprünglich durchaus auf die fahrenden Verkehrsteilnehmer (in dem Falle Radfahrer), das hätte ich deutlicher schreiben können.
Dennoch haben per pedis Vorankommende aus meiner Sicht auch keinen Freifahrtsschein. Wenn die dir so einer vor die Karre rennt, ändert sich die Sicht vielleicht.
 
Immer wieder spannend wie vehement Alkoholkonsum verteidigt wird und und wie Wenigtrinker und Abstinente als spassbefreit dargestellt werden. Sind nicht eigentlich diejenigen spassbefreit, die Alkohol benötigen um mehr Spaß zu haben? 😉

Wir sind früher auch immer blau mit dem Rad nach Hause gefahren. Kontrolliert wurde ich in all den Jahren nie. Ob das 1,6 oder 1,1 als Grenze hätte wäre mir vermutlich komplett egal gewesen. Daher Düfte die Änderung wenig Einfluss haben, ob dann weniger gefahren wird. Damit das wie oben angesprochen schon vorher abschreckend wird müsste es aus meiner Sicht auf 0,0 gesetzt werden.

Sauft einfach nicht, fühlt sich besser an 😃
 
Typische Gesetzgebung , wer soll das den wirklich kontrollieren , die Porzelei hat weis Gott besseres zu tun ,
Alkoholverbot als Fahrzeuglenker , egal welches , und fertig , nur das ist sinnvoll , weil das einfachst und ohne Aufwand tatsächlich mal geprüft werden kann , das andere mit Blutprobe und Grenzwert ist völlig Gaga und verkompliziert das nur , erlaubt Einsprüche , Prozesse etc , von den Kosten mal zu schweigen .
 
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