Mir ist einigermaßen unverständlich, wie man die extrem zugenommene
Konzentration von Kapital so weit ausblenden kann, dass man lieber weiter über Umweltauflagen und Bürokraten (in Zeiten von easy 2 Grad Erwärmung) als den Ursachen der Misere schimpft.
Wenn sich extrem große Vermögen aus der Finanzierung des Gemeinwesens verabschieden, leiden darunter eben auch essentielle Instrumente wie sehr gute Bildung für alle kids. Und ja, wenn die Milliardärsfamilie nicht z.B. kreativ bei der Erbschaftssteuer gespart hätte, hätte ein Landeshaushalt Kohle für z.B. bestimmte Bildungsprogramme. Da ist der obszöne Reichtum der einen Antagonist zu gleichberechtigtem Zugang zu Resourcen für andere, die sich z.B. privat keine Nachhilfe leisten können.
Wenn ein wichtiger Teil nicht in Renten- und Krankenversicherung einzahlt, muss der Staat diese Systeme am Leben halten. Er kittet hier (schlecht) die Folgen dieser Entsolidarisierung - aber das ist auch bäh weil der böse Umverteilungsstaat, sollen sie halt selber gucken, wo sie ihre Altersarmut verbringen.
Bis wir das - bald - geklärt haben, würde ich an der Stelle von Canyon das Prosponsoring bei Movistar killen. Auch wenn ich das blau immer nett finde und auch nicht glaube, dass das viele Arbeitsplätze rettet. Aber wenn die Marke in Spanien nach den vielen Jahren bei dem Verein immer noch nicht etabliert sein sollte, muss man sich eh langsam mal was anderes einfallen lassen

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