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Motobecane-Velos aus dem "atélier artisanal" - die Modelle "sur mesure"

Guten Morgen, ich habe zum Profil 4 ( PF4 ) noch einmal recherchiert und hoffe, ich nerve euch nicht damit.

Im frz. Katalog September 1981 wird das Profil 4 ( PF4 ) tatsächlich noch als "Serien"-Modell geführt ( base ), siehe folgenden Katalogausschnitt :

Anhang anzeigen 1731893

Erst danach erfolgt im selben Katalog die Abteilung " Les bicyclettes a la carte".....

Anhang anzeigen 1731894

LG Michael
Die werden aber alle, auch das unter "les bicyclettes a la carte" gezeigte Special Pro als SP unter Modeles de Base geführt
 

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Re: Motobecane-Velos aus dem "atélier artisanal" - die Modelle "sur mesure"
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Im frz. Katalog September 1981 wird das Profil 4 ( PF4 ) tatsächlich noch als "Serien"-Modell geführt ( base ), siehe folgenden Katalogausschnitt :
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Erst danach erfolgt im selben Katalog die Abteilung " Les bicyclettes a la carte".....
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Die werden aber alle, auch das unter "les bicyclettes a la carte" gezeigte Special Pro als SP unter Modeles de Base geführt
...hier kann es sich auch um übersetzungstechnische Feinheiten handeln!
Lt. Deepl kann die Bedeutung von "modèles de base" auch "Grundmodelle" bedeuten, d.h. die in der Liste unter dem Begriff "modèles de base" genannte Ausstattung war die Grundausstattung, welche mindestens beim "Tour de France" deutlich variiert werden konnte (Lack, Chom, Campagnolo- oder Shimano-Ausstattung); ich hatte die verschiedenen Ausstattungsmöglichkeiten hier (pdf Spezialkatalog 1981 WZ) schon einmal dargestellt.
Mindestens das "Tour de France" war ganz sicher kein "Serien"-Modell; das musste schon beim dafür zugelassenen Händler extra bestellt werden, wobei dabei alle Maße genommen und die Ausstattung festgelegt wurde.
 
Zuletzt bearbeitet:
...hier kann es sich auch um übersetzungstechnische Feinheiten handeln!
Lt Deepl kann die Bedeutung von "modèles de base" auch "Grundmodelle" bedeuten, d.h. die in der Liste unter dem Begriff "modèles de base" genannte Ausstattung war die Grundausstattung, welche mindestens beim "Tour de France" deutlich variiert werden konnte (Lack, Chom, Campagnolo- oder Shimano-Ausstattung); ich hatte die verschiedenen Ausstattungsmöglichkeiten hier (pdf Spezialkatalog 1981 WZ)
Mindestens das "Tour de France" war ganz sicher kein "Serien"-Modell; das musste schon beim dafür zugelassenen Händler extra bestellt werden, wobei dabei alle Maße genommen und die Ausstattung festgelegt wurde.

Der Katalog listet die Ausstattungsoptionen für die sechs Basismodelle tabellarisch auf.

Im individuellen Bestellformular gibt der Kunde die Rahmenhöhe (A) sowie bestimmte Maße an: Oberrohrlänge (C), Sitzrohrwinkel (berechnet anhand des A/F-Verhältnisses), Steuerrohrwinkel (mit Maß E) und Kettenstrebenlänge (D).

Wie im Abschnitt „OBSERVATIONS “ vermerkt, werden die Rahmen, sofern nicht anders angegeben, mit angelöteten Anbauteilen und der gleichen Grafik wie die Fahrräder im Katalog versehen. Dies ermöglicht vermutlich die Auswahl von Ausfallenden und Muffen sowie die Anbringung von angelöteten Anbauteilen, beispielsweise für einen zusätzlichen Flaschenhalter oder Cantilever-Bremsaufnahmen.

Das Modell „Tour de France“ gilt als Standardmodell, da die verfügbaren Optionen mit denen der anderen Modelle identisch sind.

Mit diesem Angebot an maßgefertigten Fahrrädern wollte Motobécane mit den zahlreichen lokalen Fahrradbauern konkurrieren, die damals in Frankreich noch individuelle Fahrräder anboten.

Der Vorteil dieser Lösung lag darin, dass die gesamte Vorfertigungsphase vom Handwerker durchgeführt wurde: Er nahm die Maße, die je nach Körperbau des Kunden variierten, und führte eine Haltungsanalyse durch, die auf dessen Fahrstil und Erfahrung basierte. Dieser Schritt war natürlich grundlegend für die Fertigung eines Fahrrads, das exakt den Kundenwünschen entsprach.

Was den Rahmenbau betrifft, so wurden neben dem Können des Rahmenbauers auch die Materialien und die Verarbeitungsqualität entsprechend dem Budget des Kunden festgelegt.
 
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Das Modell „Tour de France“ gilt als Standardmodell, da die verfügbaren Optionen mit denen der anderen Modelle identisch sind.
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...diese Aussage verstehe ich nicht!
Jedes (der in dem von mir als pdf-Dokument hochgeladenen Optionenkatalog genannte) Velo hatte eine Grundausstattung, markiert mit einem schwarzen Punkt. Andere Ausstattungsoptionen wurden mit einem Mehr- oder Minderpreis belegt oder wurden erst gar nicht angeboten, dann wiederum markiert mit einem Diagonalstrich.

Beispiel am Modell "Tour de France", Zeile 40, Thema Steuersatz:
1769158911247.png

Standard für das "TdF" war Campagnolo 1039 aus der Serie Record.

Wollte man nun aber einen Steuersatz Typ Campagnolo 4041 aus der Serie Super Record wählen, hatte man einen Aufpreis von 82,- Francs zu zahlen:
1769158984360.png


Gleichzeitig geht schon aus diesen zwei Ausschnitten hervor, dass nicht jede Ausstattungsoption jedem Modell zur Verfügung stand.
 
...diese Aussage verstehe ich nicht!
Jedes (der in dem von mir als pdf-Dokument hochgeladenen Optionenkatalog genannte) Velo hatte eine Grundausstattung, markiert mit einem schwarzen Punkt. Andere Ausstattungsoptionen wurden mit einem Mehr- oder Minderpreis belegt oder wurden erst gar nicht angeboten, dann wiederum markiert mit einem Diagonalstrich.

Beispiel am Modell "Tour de France", Zeile 40, Thema Steuersatz:
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Standard für das "TdF" war Campagnolo 1039 aus der Serie Record.

Wollte man nun aber einen Steuersatz Typ Campagnolo 4041 aus der Serie Super Record wählen, hatte man einen Aufpreis von 82,- Francs zu zahlen:
Anhang anzeigen 1732265

Gleichzeitig geht schon aus diesen zwei Ausschnitten hervor, dass nicht jede Ausstattungsoption jedem Modell zur Verfügung stand.
Sie haben völlig Recht, ich hatte den beigefügten Dokumenten nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt.🫢
 
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Im frz. Katalog September 1981 wird das Profil 4 ( PF4 ) tatsächlich noch als "Serien"-Modell geführt ( base ), siehe folgenden Katalogausschnitt :
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Erst danach erfolgt im selben Katalog die Abteilung " Les bicyclettes a la carte".....
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...auch im Spezialkatalog "gamme bicyclettes" aus 1981 kommt der Begriff "modèle de base" vor, hier ganz eindeutig gemeint als Basisausstattung:
1769160565607.png
 
...hier kann es sich auch um übersetzungstechnische Feinheiten handeln!
Lt. Deepl kann die Bedeutung von "modèles de base" auch "Grundmodelle" bedeuten, d.h. die in der Liste unter dem Begriff "modèles de base" genannte Ausstattung war die Grundausstattung, welche mindestens beim "Tour de France" deutlich variiert werden konnte (Lack, Chom, Campagnolo- oder Shimano-Ausstattung); ich hatte die verschiedenen Ausstattungsmöglichkeiten hier (pdf Spezialkatalog 1981 WZ) schon einmal dargestellt.
Mindestens das "Tour de France" war ganz sicher kein "Serien"-Modell; das musste schon beim dafür zugelassenen Händler extra bestellt werden, wobei dabei alle Maße genommen und die Ausstattung festgelegt wurde.
Ich wollte lediglich sagen das sich erstmal PF4 und SP da nicht unterscheiden.
Sonst seh ich das auch wie du, es gibt eine Basis Konfiguration zu der man dann Optionen dazu bestellen konnte. Ob es in der Basis Konfiguration paar fertige Räder gab oder immer nur auf Bestellung gefertigt wurde??
 
[...] Ob es in der Basis Konfiguration paar fertige Räder gab oder immer nur auf Bestellung gefertigt wurde??
In den entsprechenden Katalogen (z.B. "gamme Bicyclettes" aus 1981) wurden die Modelle, welche ganz eindeutig nur auf Bestellung zu bekommen waren, mit "bicyclette a la carte" bezeichnet.
Dazu gehörten in dem Jahr die Modelle C7, Tour de France, Special Pro, CC2 und PA1.
Allerdings konnte man auch manchen Sonderwunsch für die Rennräder aus der Serienproduktion bestellen (C42, C51, CT3 und CTM3).
Da z.B. das "Tour de France" schon 1976 mit 2400,-DM zu Buche schlug hat sich kein Händler so etwas ins Schaufenster gestellt; das war einfach zu teuer um es nur zu präsentieren...
 
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