• Hallo Gast, wir suchen den Renner der Woche 🚴 - vielleicht hast du ein passendes Rennrad in deiner Garage? Alle Infos
  • Rennrad-News User Awards 2026: Jetzt abstimmen und Rennrad im Wert von 4.999 € gewinnen!
    Stimme in einer kurzen Umfrage über deine Produkte des Jahres 2026 ab und gewinne dabei ein Rennrad im Wert von 4.999 €!
    ➡️ Jetzt abstimmen!

Canyon streicht bis zu 320 Stellen: Harter Einschnitt in Koblenz

Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige

Re: Canyon streicht bis zu 320 Stellen: Harter Einschnitt in Koblenz
Wenn tatsächlich alle Mitarbeiter in den Tarifvertrag fallen, dann ist das ja ein noch größerer Wettbewerbsnachteil gegenüber Firmen, die dem nicht unterliegen.

Und natürlich sind Gehalt und Arbeitszeiten nur ein Punkt unter vielen - neben den hausgemachten Problemen wie dem geschaffenen Überangebot. Das stand aber in meinem ersten Beitrag schon drin, wurde wohl überlesen.

Wer aber ernsthaft bestreiten will, dass wir international immer weniger wettbewerbsfähig werden, ist vermutlich Beamter oder lebt im Wolkenkuckucksheim - bis die Krise dann auch da aufschlägt.

Gleiches gilt für alle, die ernsthaft bestreiten wollen, dass immer mehr Menschen immer weniger Geld zur Verfügung haben.
Das alles hat canyon ja für sich bewertet und unter den oben beschriebenen Bedingungen einen beträchtlichen Teil der Arbeit und Kosten in Asien anfallen lassen. Wenn das (erst lesen) der Gegenpol zur Gewerkschaft und Tarifvertrag ist, dann würde ich letzteres in jedem Fall vorziehen. Wer das dann als Nachteil aufgreift, der sollte vielleicht mal wie in dem Artikel beschrieben arbeiten.
 
Das alles hat canyon ja für sich bewertet und unter den oben beschriebenen Bedingungen einen beträchtlichen Teil der Arbeit und Kosten in Asien anfallen lassen. Wenn das (erst lesen) der Gegenpol zur Gewerkschaft und Tarifvertrag ist, dann würde ich letzteres in jedem Fall vorziehen. Wer das dann als Nachteil aufgreift, der sollte vielleicht mal wie in dem Artikel beschrieben arbeiten.

Ich kenne den Artikel. Und man kann das alles bedauerlich finden, nur sind das eben die Wettbewerbsbedingungen unter denen die Konkurrenz arbeitet. Einen Teil davon konnten "wir" bis vor Jahren auffangen durch Dinge wie höhere Produktivität, bessere Technik, Innovationen etc. - diese Zeiten sind aber vorbei. Alleine was unsere EU-Bürokratie an Produktivität kostet, killt sicher Arbeitsplätze.

Und ich gebe zu bedenken: alles, was hier wegen immer schwierigeren Bedingungen verschwindet, wandert in Länder mit quasi Null Umweltauflagen, Mitarbeiterschutz etc.
 
P.S. Wusste nicht dass die IG Metall dort vor ein paar Monaten erfolgreich nen Vertrag abgeschlossen hat.
Herzlichen Glückwunsch dafür nachträglich an die Gewerkschaft, vermutlich auch im Namen der 320 Leute die jetzt dort gehen dürfen

Wenn tatsächlich alle Mitarbeiter in den Tarifvertrag fallen, dann ist das ja ein noch größerer Wettbewerbsnachteil gegenüber Firmen, die dem nicht unterliegen.

Und natürlich sind Gehalt und Arbeitszeiten nur ein Punkt unter vielen - neben den hausgemachten Problemen wie dem geschaffenen Überangebot. Das stand aber in meinem ersten Beitrag schon drin, wurde wohl überlesen.

Wer aber ernsthaft bestreiten will, dass wir international immer weniger wettbewerbsfähig werden, ist vermutlich Beamter oder lebt im Wolkenkuckucksheim - bis die Krise dann auch da aufschlägt.

Gleiches gilt für alle, die ernsthaft bestreiten wollen, dass immer mehr Menschen immer weniger Geld zur Verfügung haben.
Wer soll eigentlich die ganzen Produkte (Räder, Autos, Unterhosen, Gastronomiebesuche) kaufen wenn nicht genügend Menschen ausreichend gut genug verdienen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Canyon Räder sind für sportliche Leute die auf preiswerte und technisch ausgereifte Räder mit einem zumindest mittlerweile zeitlosem Design stehen. Man sollte aber selbst daran schrauben können um nicht Gefahr zu laufen irgendwann bei Problemen der Spielball zwischen Canyon und einem Vertragshändler zu werden.
Cube hat ein wesentlich besseres Verkaufskonzept mit Ihren vielen Stores und E-Bikes für unsportliche Normalos die einfach ein qualitativ gutes und relativ günstiges Bike mit gutem Service haben wollen. Diese Räder sieht man überall in grosser Anzahl
Ein Freund von mir hat sich gerade ein Pedelec als Ersatz für sein 8 Jahre altes S-Pedelec (Motorschaden mit fast 50.000km) gekauft.
Er ist online u.a. auf Cube gestoßen, fand 3 Cubehändler im Umkreis einer halben Autostunde und hat ein Cube mit einigen Anpassungen beim Händler gekauft. Canyon war kein Thema...
 
Wer soll eigentlich die ganzen Produkte (Räder, Autos, Unterhosen, Gastronomiebesuche) kaufen wenn nicht genügend Menschen nicht ausreichend gut genug verdienen?
Nix für ungut aber das führt zu weit und ist sinnlos weil man hier sicher niemand davon überzeugen kann ne andere Partei zu wählen, die Diskussion sollte man bei dem Affentheater im Bundestag belassen denke ich
 
Canyon bedient den Markt der geschmacklosen, preisunsensitiven und anspruchslosen Kunden.
Gegenthese: "Premium"marken wie Pinarello, Colnago, Trek, Specialized etc bedienen den Markt der preisunsensitiven, nur auf Image bedachten Kunden, die sich gern nach Strich und Faden verarschen lassen."

So, wer hat jetzt Recht? Keiner? Genau.
 
Canyon bedient den Markt der geschmacklosen, preisunsensitiven und anspruchslosen Kunden.
…wohl eher den Markt der Marketing-affinen Kunden, denen die omnipräsente und aggressive Dauerbeschallung mit Canyon-Bikes auf allen Kanälen, eingeredet hat, dass Canyon das „Nonplusultra“ ist.
Andere Marken kommen in diesem Universum gar nicht mehr vor.
 
…wohl eher den Markt der Marketing-affinen Kunden, denen die omnipräsente und aggressive Dauerbeschallung mit Canyon-Bikes auf allen Kanälen, eingeredet hat, dass Canyon das „Nonplusultra“ ist.
Andere Marken kommen in diesem Universum gar nicht mehr vor.
Whatever - Es sind jedenfalls zuwenig Kunden
 
Dann sollte sich die Firma Canyon (samt ihrer Marketing-Abteilung und Influencer-Bubble) von dem Gedanken verabschieden, dass jeder uuuunbedingt ein Canyon fahren möchte.
Bezüglich diesem Influencer bullshit bin ich raus, ich habe schon vor 20 Jahren ein Rad von Canyon gekauft einfach weil ich's geil fand, nicht viel Geld hatte und gerne selbst am Rad schraube.
 
Canyon bedient den Markt der geschmacklosen, preisunsensitiven und anspruchslosen Kunden.

Mein letzt gekauftes Rad ist ein Rose Xlite 06 und kein Canyon. Hat mir tatsächlich am besten gefallen, selbst im Vergleich zu höherpreisigen Rädern bis 8k Euro. Aber der Spruch oben ist für mich trotzdem völlig daneben, speziell wenn ich in deine Galerie schaue 😉 Und zum Rose Service könnte ich auch einiges schreiben. Mit langweiliger Lackierung unter 10k Euro bestraft zu werden trifft übrigens viele Hersteller.
 
Das kann man noch maximieren: auch Probleme im Kerngeschäft, namentlich bei der Marke Volkswagen, bei ihrer Glanzmarke Porsche brennt es Lichterloh.... und dieses Jahr lässt man Audi in der Formel1 starten.
Formel 1 kann, wenn man die Karten richtig spielen ,gut Kohle machen. Der Wert der Teams ist in den vergangenen Jahren z.T. um Miliarden Beträge gewachsen.
Das billigste Team ist 2025 im Vergleich zu 2024 um 65% im Wert gestiegen. Audi wird Ihr Team in fünf Jahren mit Gewinn abstoßen können.

Haas F1 Team$1.68bn+65%
 
schöne Lackierung gibt's nur an den teuren Rädern
Das stimmt doch überhaupt nicht ...

23146.jpg


https://www.bike-x.de/rennrad/tests/rennrad-canyon-aeroad-cf-slx-7-axs-speed-im-test/
 
Zuletzt bearbeitet:
. Mit langweiliger Lackierung unter 10k Euro bestraft zu werden trifft übrigens viele Hersteller.
Ich halte es auch für eher unwahrscheinlich, dass bei den Herstellern mit einem Portfolio ab 1500-2000€ der Preisbereich über 50000-6000€ der Bereich ist, bei dem sie in der Summe über alle verkaufte Einheiten einer Preisklasse das meiste Geld verdienen. Außerdem sind Lackierungen immer Geschmackssache, und manch einem sind die auch eher egal.

Gerade Normalverdiener, die nicht ganz sicher sind, ob sie pro Jahr überhaupt mehr als 1000-1500km abziehen, kaufen sich IMHO viel eher ein Rennrad oder Gravelbike für maximal 2000-3000€. Und auch viele, die sowieso nicht so viel Geld haben, können selbst im Traum keine 3000-4000€ ausgeben. Ich musste auch ein Jahr sparen, auf Urlaub verzichten, damit ich die 4400€ für mein Orbea zusammenbekommen konnte - an sich war mein Maximum bei 2000€, aber ich hab nochmal alles genau überlegt und mich dann zur Mehrausgabe entschlossen, auch da ich dann "meine" Farbe aussuchen konnte - die Standardlackierungen der günstigeren Modelle fand ICH nicht schön, andere Leute wiederum toll. Wie gesagt: Geschmackssache.

Und schon gar nicht kaufen "normale" Leute alle 2-3 Jahre ein neues Bike - die meisten, die bei/kurz nach Corona ein Rad gekauft haben, werden das sicher eher 8-10 als 2-3 Jahre benutzen. Ich kenne in meinem gesamten Bekanntenkreis niemanden, der wirklich sportlich Fahrrad fährt, und da kauft niemand öfter als alle 10 Jahre mal ein neues Fahrrad. Hauptsache das Ding rollt noch. ;)

Vielleicht kommt bei Canyon noch dazu, dass beim Nachfrageboom relativ viele Leute wegen der geringen Auswahl zu Canyon griffen, weil da was lieferbar war und OBWOHL sie EIGENTLICH den Selbstaufbau scheuen - nun, da die Auswahl wieder groß ist, kaufen nur noch die Leute Canyon, die mit Selfmade-Aufbau wirklich gar kein Problem haben. Canyon baut ja (sicher auch deswegen) das Netz an Service-Points und Händlerzusammenarbeiten immer mehr aus und mutiert so langsam zum zweiten Cube, hab ich jedenfalls das Gefühl.


Aber ich hätte eine Idee:, um die Nachfrage nach Fahrrädern wieder anzuleiern inkl. Schub für die deutsche Wirtschaft: Die Regierung könnte ja eine Abwrackprämie bei Kauf eines Fahrrads aus deutscher Produktion ausloben, und dazu noch deutsche Kopfhörerhersteller und E-Autos sehr stark fördern. Dann wird es häufiger dazu kommen, dass Leute auf ihrem Rad Musik hören und die sowieso nicht so lauten E-Autos überhören => Unfall, neues Rad nötig. :D
 
OK, die schon genannten Wettbewerbs-Besonderheiten wie hohe CO2-Preise, Mindestlöhne, Energiekosten oder extreme Bürokratie haben also keinen eigenen Einfluss, gut zu wissen. Genauso wenig dann wahrscheinlich, wie eine Staatsquote von um die 50%, die vielen Verbrauchern keinen Spielraum mehr für Sonderausgaben wie Hobbies lässt.

Anzunehmen, dass dies alles "unseren" Unternehmen in einem sowieso schwierigem Marktumfeld Extra-Probleme aufbürdet, ist einfach zu unterkomplex.
Die CO2-Abgaben und Energiekosten dürften bedingt durch Produktion im EU-Ausland wohl nur eine untergeordnete Rolle spielen.
 
Die CO2-Abgaben und Energiekosten dürften bedingt durch Produktion im EU-Ausland wohl nur eine untergeordnete Rolle spielen.
Zumal pro Rad etwa 150kg CO2 entstehen - ein Zertifikat für 1t CO2 kostet aktuell um die 60 Euro. Ein Rad würde also in der Produktion vielleicht 10€ teurer werden, sofern alle Bauteile mit CO2-Abgabe hergestellt werden würden. Sehr unwahrscheinlich, dass diese 10€ relevant für die Konkurrenzfähigkeit sind. Schon eher relevant wäre das für die, die zB nur die Schrauben herstellen, wo dann 1 Cent mehr pro Schraube dafür sorgt, dass man eventuell die Aufträge verliert.
 
Ich kenne den Artikel. Und man kann das alles bedauerlich finden, nur sind das eben die Wettbewerbsbedingungen unter denen die Konkurrenz arbeitet. Einen Teil davon konnten "wir" bis vor Jahren auffangen durch Dinge wie höhere Produktivität, bessere Technik, Innovationen etc. - diese Zeiten sind aber vorbei. Alleine was unsere EU-Bürokratie an Produktivität kostet, killt sicher Arbeitsplätze.

Und ich gebe zu bedenken: alles, was hier wegen immer schwierigeren Bedingungen verschwindet, wandert in Länder mit quasi Null Umweltauflagen, Mitarbeiterschutz etc.

Und deswegen sollten wir unsere Standards nach unten anpassen oder welche Konsequenz ziehst du daraus?
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück