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Insolvenzen in der Bike-Industrie: Gibt es Licht am Ende des Tunnels?

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Re: Insolvenzen in der Bike-Industrie: Gibt es Licht am Ende des Tunnels?
Auch dazu ist er im Recht. Alleine schon eine neue Farbe kann dazu führen, dass jemand kein "veraltetes Modell" wünscht. Du musst das so sehen: wenn auch noch die, die genug Geld haben, nur auf Ausverkaufsmodelle aus sind, dann haben die Ausverkaufsjäger nichts mehr zu finden, sondern müssen Neuware zu teuren Preisen kaufen. Es soll doch für jeden was Passendes übrig sein.

Dein Bike Dealer hat da offenbar nicht ganz verstanden, dass die Neukäufer die immer den letzten Schrei wollen, genauso zu schätzen sind. Hinter deren Rücken über sie her zu ziehen sie hätten keine Ahnung, ist meines Erachtens unprofessionell.
Ja unprofessionell ist es aus Händlersicht schon, rein wirtschaftlich betrachtet.

Schmunzeln kann man aber schon über Leute die immer das neueste Modell, den neuesten Gimmick, die neueste Farbe etc. haben müssen/wollen.
 
Unser Bike Dealer auf die Frage wer denn unbedingt immer das neue Modell will und fest glaubt was Marketing verspricht: Kunden mit viel Statusdenken und wenig Ahnung 😬
Ach mein Lieblingsthema ;)

Ich oute mich hier immer wieder gern:

Habe im 2025 meine zweite Rennradsaison hinter mir.

Bevor ich zum Rennrad kam (ich hatte diverse Gravelbikes und davor MTB) habe ich auf Youtube folgendes Video gesehen Link Youtube. Ich war optisch direkt verliebt + verliebt in den Ansatz hier alles selbst machen zu können ohne einen Origamikurs für Bremsleitungen und integrierte Cockpits belegen zu müssen. Denn ich hatte alles was es für das Aethos brauchte. Geld (ich habe mein Auto verkauft und bis heute keins mehr) und die Motivation mich vollends in das Thema Rennrad zu stürzen inkl. dem Traum das alles selbst aufzubauen.

Und jetzt kommts: Heute bin ich angefressener denn je, das Bike fährt auch heute noch genauso gut wie am ersten Tag, nein sogar besser weil ich mittlerweile besser weiss worauf es für mich ankommt.

Das Klischee ist also erfüllt, ich hatte keine Ahnung (Erfahrung finde ich eig. das schönere Wort) und ich wollte die neuste Farbe, die neuste Bremsanlage und auch sonst wollte ich Rahmen des Budgets keine Kompromisse eingehen.

Und was habe ich bei Grouprides schon Federn gelassen weil meine Kondition damals noch nicht zum Bike gepasst hat. Aber wisst ihr was, es war mir 💩-egal.

Und die Moral der Geschicht: Das Video hatte mir ein Feeling vermittelt, das ich inkl. Bike unbedingt wollte.
Bis heute macht es einfach nur Spass, ausser ich bin Krank, dann hasse ich Rennradfahren.... weil ich nicht aufs Rennrad kann.

Ich wünsch euch ein schönes Wochenende und hoffentlich trockenere und salzfreiere Strassen als ich es hier habe👋

P.S.: Zum Thema Status: Wer unter Euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein.
Aber ich finde mein Bike geil und zeige es gerne (natürlich nur denen, die es interesseiert, denn für meine mir am nächsten stehende Person, meine Partnerin, ist es einfach nur ein scheiss teures Fahrrad)

Btw: Ich bin Atheist, also verzeiht mir die Blasphemie.
 
Ach mein Lieblingsthema ;)

Ich oute mich hier immer wieder gern:

Habe im 2025 meine zweite Rennradsaison hinter mir.

Bevor ich zum Rennrad kam (ich hatte diverse Gravelbikes und davor MTB) habe ich auf Youtube folgendes Video gesehen Link Youtube. Ich war optisch direkt verliebt + verliebt in den Ansatz hier alles selbst machen zu können ohne einen Origamikurs für Bremsleitungen und integrierte Cockpits belegen zu müssen. Denn ich hatte alles was es für das Aethos brauchte. Geld (ich habe mein Auto verkauft und bis heute keins mehr) und die Motivation mich vollends in das Thema Rennrad zu stürzen inkl. dem Traum das alles selbst aufzubauen.

Und jetzt kommts: Heute bin ich angefressener denn je, das Bike fährt auch heute noch genauso gut wie am ersten Tag, nein sogar besser weil ich mittlerweile besser weiss worauf es für mich ankommt.

Das Klischee ist also erfüllt, ich hatte keine Ahnung (Erfahrung finde ich eig. das schönere Wort) und ich wollte die neuste Farbe, die neuste Bremsanlage und auch sonst wollte ich Rahmen des Budgets keine Kompromisse eingehen.

Und was habe ich bei Grouprides schon Federn gelassen weil meine Kondition damals noch nicht zum Bike gepasst hat. Aber wisst ihr was, es war mir 💩-egal.

Und die Moral der Geschicht: Das Video hatte mir ein Feeling vermittelt, das ich inkl. Bike unbedingt wollte.
Bis heute macht es einfach nur Spass, ausser ich bin Krank, dann hasse ich Rennradfahren.... weil ich nicht aufs Rennrad kann.

Ich wünsch euch ein schönes Wochenende und hoffentlich trockenere und salzfreiere Strassen als ich es hier habe👋

P.S.: Zum Thema Status: Wer unter Euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein.
Aber ich finde mein Bike geil und zeige es gerne (natürlich nur denen, die es interesseiert, denn für meine mir am nächsten stehende Person, meine Partnerin, ist es einfach nur ein scheiss teures Fahrrad)

Btw: Ich bin Atheist, also verzeiht mir die Blasphemie.
So ganz passt Du aber nicht in das Klischee: Du fährst mit dem Rad, sammest Erfahrung, und freust Dich immer noch über Dein AETHOS, obwohl es jetzt das AETHOS 2 gibt :)
 
Ich hatte auch mal son Nachbar, mit einem Tiagra Bianchi, der is rumgefahren und hat nur auf den Lenker geguckt, der war so in sein Bike verliebt das der nichts anderes mehr gesehen hat.
Jedes Wochenende hatte der eine Stunde geputzt und war vielleicht 30 Minuten fahren. Die Partnerin von dem Typ hat überall rum erzählt das der sich nur für sein Rad interessiert. Da hats auch mal richtig Stunk gegeben nachts.

So Leute gibts auch, für die ist ihr 1500,- Bikechen absolute Spitzenklasse.
 
Dein Bike Dealer hat da offenbar nicht ganz verstanden, dass die Neukäufer die immer den letzten Schrei wollen, genauso zu schätzen sind. Hinter deren Rücken über sie her zu ziehen sie hätten keine Ahnung, ist meines Erachtens unprofessionell.
Nein sein Bike Dealer versteht sein Geschäft bestens!
Er schwätzt was der Superexperte von Kunde gerade hören möchte ....
Und braucht noch ein paar Idioten von Anfängern denen er die viel zu großen Ladenhüter, die keiner haben wollte, mit kleinem Rabatt verkauft.
 
Nein sein Bike Dealer versteht sein Geschäft bestens!
Er schwätzt was der Superexperte von Kunde gerade hören möchte ....
Und braucht noch ein paar Idioten von Anfängern denen er die viel zu großen Ladenhüter, die keiner haben wollte, mit kleinem Rabatt verkauft.
Kein Wunder haben Händler ein schlechtes Image.
 
Ich glaub du interpretierst da zu viel rein, hast schon verstanden.
Und mit der Meinung Neuware und die genug Geld haben gehören zusammen ist ja die Grundlage für den Statuskauf gelegt. Man könnte auch 5 Häuser haben und 5k für ein Rad als viel empfinden 😃
Ich denke, du hast schon auch verstanden was ich meine. Mit "viel Geld haben" meine ich nicht versteuertes Vermögen, sondern was man für seine Räder ausgeben möchte.
Wir haben sowohl den supervermögenden Kunden, der max Ultegra will, und regelmässig Anfragen für Highendräder aber mit Zahlungsoptionen.
 
Canyon gehört sicher nicht zu den Insolvenzkandidaten, aber im Interview ird auch auf das schwierige Marktumfeld eingegangen..
Und wenn die "+4000% gestiegenen Bestellung bei Shimano" nur ansatzweise stimmen, darf man sich ohnehin über nichts mehr wundern - da ist mit einigen Akteuren die Phantasie aber mal so richtig durchgegangen...

 
Aus meiner Sicht gibt es zwei Gründe, quantitative Sättigung und innovative Sättigung.

Quantitative Sättigung:
In Zeiten wo bald jeder mehrere Bikes hat, ist es auch mal gut und es besteht kein Bedarf, noch ein weiteres Bike anzuschaffen.

Innovative Sättigung:
Rein vom technischen Fortschritt sind die Zeiten der grossen Sprünge vorbei. Daher gibt es auch immer weniger Anreiz, ein neues Bike zu kaufen.
 
Aus meiner Sicht gibt es zwei Gründe, quantitative Sättigung und innovative Sättigung.

Quantitative Sättigung:
In Zeiten wo bald jeder mehrere Bikes hat, ist es auch mal gut und es besteht kein Bedarf, noch ein weiteres Bike anzuschaffen.

Innovative Sättigung:
Rein vom technischen Fortschritt sind die Zeiten der grossen Sprünge vorbei. Daher gibt es auch immer weniger Anreiz, ein neues Bike zu kaufen.
Punkt 1 geh ich mit. Sowas wie eine "innovative Sättigung" gibt's imho nicht. Was heute der heiße Sch**** ist, will schon morgen keiner mehr haben. War immer so, wird immer so sein.
 
...

Innovative Sättigung:
Rein vom technischen Fortschritt sind die Zeiten der grossen Sprünge vorbei. ...
Im Grunde sind die seit 35 Jahren vorbei, nämlich seit Einführung Vrems-/Schaltgriffe.
Wenn man seitdem von Jahr zu Jahr guckt ist es immer nur ein Salami-Scheibchen. Um größere/große Fortschritte zu erkennen, muss man dann halt mindestens in 5-Jahtes-Schritten zurückblicken.

Von daher dreht sich das Rad des Fortschritts schon weiter, es hängt dann halt von der Sensibilität des jeweiligen Kunden ab ob und wann er sagt "das will ich haben, dafür stelle ich mein altes Rad in die Ecke".
 
Canyon gehört sicher nicht zu den Insolvenzkandidaten, aber im Interview ird auch auf das schwierige Marktumfeld eingegangen..
Und wenn die "+4000% gestiegenen Bestellung bei Shimano" nur ansatzweise stimmen, darf man sich ohnehin über nichts mehr wundern - da ist mit einigen Akteuren die Phantasie aber mal so richtig durchgegangen...
Wo hast Du das gefunden - muss man Shimano Aktien kaufen?
 
Im Grunde sind die seit 35 Jahren vorbei, nämlich seit Einführung Vrems-/Schaltgriffe.
Wenn man seitdem von Jahr zu Jahr guckt ist es immer nur ein Salami-Scheibchen. Um größere/große Fortschritte zu erkennen, muss man dann halt mindestens in 5-Jahtes-Schritten zurückblicken.

Von daher dreht sich das Rad des Fortschritts schon weiter, es hängt dann halt von der Sensibilität des jeweiligen Kunden ab ob und wann er sagt "das will ich haben, dafür stelle ich mein altes Rad in die Ecke".
Das ist nicht nett. Das 14. Ritzel kommt sicher.
 
Bei "Campagnolo" im Namen wundert mich diese Aussage auch gar nicht.
:p
Was fällt dir denn so als "Gamechanger" von einem Moment auf den anderen ein?

Wie gesagt: Die homöopathischen Änderungen finden ständig statt. Aber die sind meist vor allem "ganz nett",aber man vermisst sie kaum wenn man sich wieder auf das direkte Vorgänger-Rad draufsetzt.
 
Punkt 1 geh ich mit. Sowas wie eine "innovative Sättigung" gibt's imho nicht. Was heute der heiße Sch**** ist, will schon morgen keiner mehr haben. War immer so, wird immer so sein.
Bei den Rad-Aficionados mag das stimmen, dass schon die kleinste Aenderung ein "Will-Haben-Reflex" auslöst, nur ist das am Gesamtmarkt eine unbedeutende Minderheit. Für den durchschnittlichen Radfahrer muss da doch sehr viel mehr Fleisch am Knochen sein und er einen spürbaren Vorteil erfahren, damit er ein neues Rad kauft.

Das ist wie bei der IT. Anfänglich war der Leistungszuwachs bei neuen Smartphones, Tabletts, Laptops, PC's alle 1-2 Jahre so gross, dass man den Leistungszuwachs deutlich gespürt hat. Seit einigen Jahren ist die Leistung hingegen um ein mehrfaches höher als der durchschnittliche Anwender braucht d.h. selbst wenn eine neue Chipgeneration einen Leistungszuwachs von 100% bringen würde, merkt das der Endkunde nicht. Auch hier ist einer der Hauptgründe für den Einbruch, eine Innovationssättigung aus Sicht des Kundennutzens.
 
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