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Insolvenzen in der Bike-Industrie: Gibt es Licht am Ende des Tunnels?

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Re: Insolvenzen in der Bike-Industrie: Gibt es Licht am Ende des Tunnels?
Die Marktmacht von Cube ist aber nicht größer als die von Specialized, Trek, oder Cannondale. Da stellt sich dann die Frage, warum Cube ein Rad für 5000€ anbietet und die anderen für ein vergleichbares Modell 8000 bis 9000€ haben wollen. Anderes Beispiel, Scott hat den UVP einer Variante des Foils von 6599€ in 2025 auf 5899€ für 2026 gesenkt - der Kunde bekommt weiterhin genau das gleichwertige Rad und der Kunde von 2025 fühlt sich verarscht.
Es ist aber eigentlich nichts ungewöhnliches, dass Produkte mit zunehmender Zeit am Markt günstiger werden.
Das begründet sich nicht nur in der Ausnutzung der "Will-Haben" Mentalität der Kundschaft bei Neuerscheinung, sondern in vielen Dingen. Wenn ein Produkt erst einmal seine Entwicklungskosten, Serienwerkzeugkosten u.s.w. eingespielt hat und die Zulieferteile gemäß der gleichen Mechanismen auch noch günstiger geworden sind, dann fällt der Preis. Angebot, Nachfrage und Neuerscheinungen/Weiterentwicklungen, die Eigenen sowie auch die von der Konkurrenz tun ihr übriges.
Wenn einem als Kunde so etwas stört, dann muss man Produkte kaufen, die nah am Auslauftermin sind.
 
Wenn einem als Kunde so etwas stört, dann muss man Produkte kaufen, die nah am Auslauftermin sind.
Und dann halt damit leben können, dass man in vielleicht einem halben Jahr ein "veraltetes" Produkt hat. Wenn das kein Problem ist, dann fährt man damit i.d.R. gut. Die Early Adopters werden meist am meisten geschröpft.
 
Und dann halt damit leben können, dass man in vielleicht einem halben Jahr ein "veraltetes" Produkt hat. Wenn das kein Problem ist, dann fährt man damit i.d.R. gut. Die Early Adopters werden meist am meisten geschröpft.
🤷‍♂️ hm... ja finde ich jetzt auch nicht schlimm. So bin z.B. mal absolut günstig zu einer Sram Red D2 Gruppe gekommen. Mein letztes gekauftes Rad war auch das Vorjahresmodell. Für mich ist es kein Problem, solange es mir gefällt.
 
Und dann halt damit leben können, dass man in vielleicht einem halben Jahr ein "veraltetes" Produkt hat. Wenn das kein Problem ist, dann fährt man damit i.d.R. gut. Die Early Adopters werden meist am meisten geschröpft.
Na der feuchte Traum der Industrie und des Marketing scheint sich ja darum zu drehen, dass man möglichst einmal im Jahr den neuesten und/oder angesagtesten Kram kauft.
Und für manch einen scheint dass auch beim Bike/Zubehör ganz unglaublich wichtig zu sein könnte man meinen.
Wenn man einen Early-Adopter-Fetisch hat funktioniert das Kaufverhalten wahrscheinlich ohnehin außerhalb jeder Ratio.
Speziell die Rennrad-Gemeinde scheint mir da auch sehr Marketing-affin (oder hörig?) zu sein.
 
Na der feuchte Traum der Industrie und des Marketing scheint sich ja darum zu drehen, dass man möglichst einmal im Jahr den neuesten und/oder angesagtesten Kram kauft.
Und für manch einen scheint dass auch beim Bike/Zubehör ganz unglaublich wichtig zu sein könnte man meinen.
Wenn man einen Early-Adopter-Fetisch hat funktioniert das Kaufverhalten wahrscheinlich ohnehin außerhalb jeder Ratio.
Ja, wenn man den "Early - Adopter - Fetisch" abgelegt hat, kommt man sehr viel günstiger und mit weniger Fehlversuchen durchs Leben - muss aber mit der Ausgrenzung aus der "werberelevanten Zielgruppe" klarkommen :)
Speziell die Rennrad-Gemeinde scheint mir da auch sehr Marketing-affin (oder hörig?) zu sein.
Hat aber dabei oft noch so viel Selbstzweifel, diejenigen, die "Innovationen" emotionsloser und rein nach ihrem Kosten/Nutzen betrachten, als "Ewiggestrige" abwerten zu müssen, um das eigene Handeln zu rechtfertigen
:cool:
 
Warum soll der örtliche Händler nicht das im Internet gekauft Rad reparieren? Die Arbeitszeit kann er sich bezahlen lassen. Das ist auch ehrlich verdientes Geld. Es macht halt mehr Arbeit als ein Rad nur aus dem Karton auszupacken und beim Verkauf aus dem Laden zu schieben. Am Ende macht man sich sogar noch die Finger dreckig!
Ich habe eher den Eindruck den Händlern ging es in den vergangenen Jahren zu gut. Die hattes es nicht mehr nötig mit "normalen" Reparaturen oder Wartung Geld zu verdienen. Rad nicht bei uns gekauft? Sorry, machen wir nicht. Sind Sie schon Kunde bei uns? Tut uns leid, nur Stammkunden.

Ja, ich weiß um den Mangel an Zweiradmechanikern und den Radboom während der Coronazeit. Im Ergebnis hat es aber dazu geführt, dass ich inzwischen fast alles am Rad selber mache und als Wartungs- und Reparaturkunde praktisch für die Radhändler verloren gegangen bin. Dann bitte aber auch keine Klagen in der nächsten "Saure-Gurken-Zeit" (Rezession).
Ich zitiere hier mal meinen eigenen Betrag aus 03/2023 hier rein.
Ich kann @Igor Kraputnik nur zustimmen. Ich mache inzwischen auch fast alles selbst an meinen Rädern. Das aber nicht, weil ich das so wollte, sondern weil mich die Händler in meiner Umgebung praktisch dazu gezwungen haben (s. zitierten Beitrag).
 
Ich habe irgendwann auch angefangen, alles wieder selber zu reparieren. Zum einen war es schwierig einen Termin zu bekommen, selbst wenn das Rad dort gekauft war. Zum anderen hab ich unglaublich viel Pfusch erlebt.

Jetzt mache ich alles selber und das wird sich nicht mehr ändern. Die Händler vor Ort haben mich für immer verloren. Die letzten Räder habe ich im Internet gekauft.
 
Auch ich kann dies in den letzten 15 Jahren mehrfach aus eigener Erfahrung bestätigen.
Interessanterweise von Vertriebswerkstätten, von Cube, Cannondale und Specialized.
Das Cube löste sich wortwörtlich in seine Bestandteile auf, Antwort: Sei normal, Schrauben setzen sich.
Bei meinen Eigenaufbauten und auch anderen Bikes hat sich noch nie etwas gelöst.

Beim Specialized, dass ich bewusst vor einer Reise in den Service gab um im Urlaub keine Probleme zu haben, fehlten nicht nur die Bremsklötze vorne und hinten, sondern der Bremssattel vorne war nicht angezogen und die Steckachse am Vorderrad sass mit zwei Gewindeumdrehungen nicht wirklich fest. Ich wollte damit direkt aus dem Service auf den Trail, wäre nach dem Lift übel ausgegangen wäre ich vorher nicht nochmal drauf gesessen.

Ich könnte jetzt hier ziemlich lange weiterschreiben, von Öffnungszeiten bei denen die Kunden die kein Fahrrad im Laden gekauft haben nur an Randzeiten bedient werden, über absolut arrogante Antworten und fehlende Kundenfreundlichkeit.

Wer kein Bock auf Dienstleistung hat, sollte es halt bleiben lassen. Wenn ich freundlich nach einer Dienstleistung frage die im Laden X aus Grund Y nicht angeboten werden kann, kann man das doch einfach freundlich sagen. Die Abneigung gegen Marke XY interessiert mich als Kunde überhaupt nicht.

Wer wie ich, nicht an einem Hotspot mit einer guten Auswahl an Läden wohnt, muss notgedrungen selbst zum Werkzeug greifen.
 
Zum anderen hab ich unglaublich viel Pfusch erlebt.
Volle Zustimmung. 2 meiner Räder wurden mit schlecht eingestelltem Umwerfer ausgeliefert. Folge: Kettenabwurf nach außen, zerkratzte Kurbel. Eigentlich ein Grund zur Reklamation, war mir aber zu nervig.
 
Ich habe irgendwann auch angefangen, alles wieder selber zu reparieren. Zum einen war es schwierig einen Termin zu bekommen, selbst wenn das Rad dort gekauft war. Zum anderen hab ich unglaublich viel Pfusch erlebt.

Jetzt mache ich alles selber und das wird sich nicht mehr ändern. Die Händler vor Ort haben mich für immer verloren. Die letzten Räder habe ich im Internet gekauft.
+1
Zum Thema Pfusch könnte ich auch so einiges erzählen, von Kettenriss 20km nach Wechsel, über nicht fest angezogene Bowdenzüge an beiden Bremsen, bis zu lockeren Schnellspanner am Vorderrad. Alles unterschiedliche Werkstätten in meiner Gegend. Der Händler direkt in meinem Ort hat mich vor 7 Jahren verloren, als ich mit meiner Tochter bei ihm war, um mit ihr für sie zum Geburtstag ein neues Rad auszusuchen und er uns brüsk mit den Worten rausschickte, er verkauft gerade E-Bikes und hätte jetzt keine Zeit. Wir sollen irgendwann nächste Woche mal wiederkommen. Das Rad habe ich dann bei der Konkurrenz 20km weiter gekauft. Bei ihm bin ich nie wieder gewesen und mache seitdem auch alles selbst an meinen Rädern, die ich meist im Internet bestelle.
 
Mich hat auch der Pfusch dazu genötigt Werkstätten nur noch aufzusuchen, wenn ich’s selbst nicht repariert bekomme. Beim Neuradkauf greift zudem die Weisheit: Haben befreit von haben wollen. Ich fahre keine Rennen sondern nur um fit zu bleiben, ob ich 5 min früher zuhause bin ist mir mittlerweile Wurst
 
Ich habe irgendwann auch angefangen, alles wieder selber zu reparieren. Zum einen war es schwierig einen Termin zu bekommen, selbst wenn das Rad dort gekauft war. Zum anderen hab ich unglaublich viel Pfusch erlebt.

Jetzt mache ich alles selber und das wird sich nicht mehr ändern. Die Händler vor Ort haben mich für immer verloren. Die letzten Räder habe ich im Internet gekauft.
ging wohl vielen so - zuerst durch äußeren Zwang, merkt man, daß das kein Hexenwerk ist. Dann fängt es an, Spaß zu machen. Das Problem ist ja, wer sich einmal eine gute Privatwerkstatt zugelegt hat, wird als Kunde für Service/Reparatur nicht mehr zurückkommen...
Ich muß übrigens auch löbliche Ausnahmen konstatieren, u.a. hat mich ein Händler auf eine falsch herum montierte Bremsscheibe am Fully aufmerksam gemacht (war wohl im Volltran unterwegs), weil ich ihm ein Bild "seines" Rades mit Bitte um Rat sandte (Dynamoproblem), und da das Fully mit angeschnitten war - der hat sofort intuitiv gesehen "das stimmt nicht". War mir eine Lehre!
 
Wenn man einen Early-Adopter-Fetisch hat funktioniert das Kaufverhalten wahrscheinlich ohnehin außerhalb jeder Ratio.
Speziell die Rennrad-Gemeinde scheint mir da auch sehr Marketing-affin (oder hörig?) zu sein.
Unser Bike Dealer auf die Frage wer denn unbedingt immer das neue Modell will und fest glaubt was Marketing verspricht: Kunden mit viel Statusdenken und wenig Ahnung 😬
 
mit viel Statusdenken und wenig Ahnung 😬
Kann man bitte noch "einfach Freude daran haben" ergänzen?
Kaum zu glauben, aber es gibt Leute, die kaufen sich das aus persönlicher Befriedigung und denen tut das nicht weh.
Ihr könnt Euch mit ihnen freuen, oder auch nicht.

Ich weiss, manch einem geht es besser, wenn er sich vorstellt, dass der solvente Käufer dafür einfach keine Ahnung hat, so steht man gefühlt trotzdem etwas über ihm.
Wenn man dann besser schlafen kann, ist das sicher ok.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kann man bitte noch "einfach Freude daran haben" ergänzen?
Kaum zu glauben, aber es gibt Leute, die kaufen sich das aus persönlicher Befriedigung und denen tut das nicht weh.
Ihr könnt Euch mit ihnen freuen, oder auch nicht.
Alles ok. Er wollte damit sagen das genau dieser Typ bei der Beratung kein Auslaufmodell will weil die schlechter sind.
 
Alles ok. Er wollte damit sagen das genau dieser Typ bei der Beratung kein Auslaufmodell will weil die schlechter sind.
Auch dazu ist er im Recht. Alleine schon eine neue Farbe kann dazu führen, dass jemand kein "veraltetes Modell" wünscht. Du musst das so sehen: wenn auch noch die, die genug Geld haben, nur auf Ausverkaufsmodelle aus sind, dann haben die Ausverkaufsjäger nichts mehr zu finden, sondern müssen Neuware zu teuren Preisen kaufen. Es soll doch für jeden was Passendes übrig sein.

Dein Bike Dealer hat da offenbar nicht ganz verstanden, dass die Neukäufer die immer den letzten Schrei wollen, genauso zu schätzen sind. Hinter deren Rücken über sie her zu ziehen sie hätten keine Ahnung, ist meines Erachtens unprofessionell.
 
Auch dazu ist er im Recht. Alleine schon eine neue Farbe kann dazu führen, dass jemand kein "veraltetes Modell" wünscht. Du musst das so sehen: wenn auch noch die, die genug Geld haben, nur auf Ausverkaufsmodelle aus sind, dann haben die Ausverkaufsjäger nichts mehr zu finden, sondern müssen Neuware zu teuren Preisen kaufen. Es soll doch für jeden was Passendes übrig sein.

Dein Bike Dealer hat da offenbar nicht ganz verstanden, dass die Neukäufer die immer den letzten Schrei wollen, genauso zu schätzen sind. Hinter deren Rücken über sie her zu ziehen sie hätten keine Ahnung, ist meines Erachtens unprofessionell.
Ich glaub du interpretierst da zu viel rein, hast schon verstanden.
Und mit der Meinung Neuware und die genug Geld haben gehören zusammen ist ja die Grundlage für den Statuskauf gelegt. Man könnte auch 5 Häuser haben und 5k für ein Rad als viel empfinden 😃
 
Das Produkt Fahrrad ist so einfach, dass es jeder in seinem Wohnklo zusammen schrauben kann. Die "Industrie" sind die Komponentenhersteller. Deshalb wird jetzt über Lackierung verkauft, da es sonst kaum was anzupreisen gibt, was einen von der Konkurrenz unterscheidet.
 
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